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Veröffentlicht am 20.01.2026

Die größten Fragen zu unserem Universum

National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8
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„Die größten Fragen zu unserem Universum verlangen nach Antworten. Irgendwo in der Welt von heute sind die Wissenschaftler von morgen, die sie finden werden. Vielleicht bist du einer von ihnen?“
(Aus dem ...

„Die größten Fragen zu unserem Universum verlangen nach Antworten. Irgendwo in der Welt von heute sind die Wissenschaftler von morgen, die sie finden werden. Vielleicht bist du einer von ihnen?“
(Aus dem Vorwort von David A. Aguilar)

Auf über 200 Seiten machen wir Leserinnen eine Reise durch die Geschichte der Astronomie, zu den Sternen und durchs Sonnensystem. Jeweils eine Doppelseite behandelt einen Themenaspekt. Kurze erklärende Texte werden ergänzt um einige Infoboxen und Fun Facts („Schon gewusst?“) sowie Illustrationen und große Bilder. Inhalts- und Stichwortverzeichnis erlauben eine schnelle Navigation durch das Buch; es kann aber auch von vorne nach hinten gelesen werden.

Wir haben schon viele gute Sachbücher für Kinder in Händen gehalten und auch schon einige zum Thema Weltall. Dieses Lexikon geht über die kürzeren Bücher deutlich hinaus: Sprachlich und visuell holt es erfahrenere Leser
innen ab und spricht damit wohl vor allem Kinder ab acht an, die ihr Wissen vertiefen möchten. Auf diesem Lese- und Expertenniveau findet man eher selten Bücher.

Ein sehr gut aufbereitetes Lexikon für Kinder und Jugendliche (und auch für Erwachsene!), das richtig Lust auf Wissenschaft und eine vertiefende Beschäftigung mit dem Thema macht.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Der Wunsch nach Freiheit

Was vor uns liegt
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„Dabei werden wir mit den Jahren immer besser: Wir werden jung geboren und reifen mit den Jahren zur Frau. Das Alter macht uns nur wegen der Männer Angst. Erst wenn wir alle ein eigenes, in jeglicher ...



„Dabei werden wir mit den Jahren immer besser: Wir werden jung geboren und reifen mit den Jahren zur Frau. Das Alter macht uns nur wegen der Männer Angst. Erst wenn wir alle ein eigenes, in jeglicher Hinsicht unabhängiges Leben führen, sind wir geschützt vor der Angst: vor dem Alter, vor dem Tod, verstehst du? Es sind die Männer, die das Gleichgewicht stören, das die Frauen in die Welt bringen.“

In Rom vor gut 90 Jahren: In einem Konvikt studieren die acht jungen Frauen Emanuela, Sylvia, Milly, Vinca, Valentina, Xenia, Anna und Augusta. Sie leben nach den strengen Regeln des Klosters, genießen dort aber auch zum ersten Mal Freiheiten, die sie zu Hause nicht hatten. Sie erfahren sich als selbstständige Menschen, die allein in Rom leben und ausgehen dürfen und die nach dem Studium gut ausgebildet in einen Beruf starten können. Auch wenn die Frauen aus sehr unterschiedlichen Gründen am Konvikt studieren und aus sehr unterschiedlichen Familien kommen, teilen sie eine gemeinsame Gegenwart.

Ihnen gemeinsam ist, dass sie (wenn auch in differierendem Maße) nach Freiheit streben. Keine wagt auf das große Paket der Freiheiten zu hoffen, doch im Kleinen wünscht sich jede, auch nach dem Studium ein winziges Maß an Selbstbestimmtheit wahren zu können.

Sie sind eigentlich ganz normale junge Menschen, die teils egoistische Gedanken und Wünsche haben, sich ausprobieren und selbstverwirklichen möchten. Aber da sie Frauen sind, ist ihnen schon dieses Bestreben untersagt. Jede gesellschaftliche Verfehlung, die nicht erfolgreich totgeschwiegen wird, wird sanktioniert.

Welche Möglichkeiten hat eine Frau für ihre Lebensgestaltung? Sie kann heiraten. Und sie sollte das auch tun - denn die einzige Alternative ist das Leben im Kloster mit all seinen Beschränkungen und eigenen Regeln. Auch gut ausgebildet wird sie außerhalb des Klosters und ohne reichen Mann oder Familie immer nur einen schlecht bezahlten Assistenz- oder Dienstleistungsjob bekommen.

Am Ende scheint keine Frau in der Lage selbstbestimmt leben zu dürfen, sondern wird von einem Mann und der Gesellschaft ausgebremst.

Dieses Buch ist eine zart erzählte Geschichte. Die Protagonistinnen sind keine Draufgängerinnen oder Hetzerinnen. Alles, was sie wünschen und wagen, ist sehr menschlich und normal. Dennoch ist das Buch bei Erscheinen auf dem Index gelandet. Denn Frauen haben nicht einmal das Recht darauf, sich nach denselben Freiheiten wie ein Mann zu sehnen. Das Buch enthält keine direkten Forderungen nach Gleichberechtigung, es ruft die Frauen nicht zur Emanzipation oder zum „Ungehorsam“ auf. Es beschreibt lediglich ihre innersten Wünsche und Gedanken.

„Was vor uns liegt“ hat eine gewaltige Kraft und ist ganz nebenbei eine zauberhaft erzählte Geschichte. De Céspedes trifft wieder einen ganz besonderen Ton und verschafft schöne und kluge Lesestunden.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Unser Held feiert Geburtstag

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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„Jedes Jahr bekommt man die eine Chance, sich etwas zu wünschen, was das ganze Leben verändern könnte. Aber wenn der Moment dann endlich da ist, ist der Druck oft viel zu groß.“

Greg hat Geburtstag und ...

„Jedes Jahr bekommt man die eine Chance, sich etwas zu wünschen, was das ganze Leben verändern könnte. Aber wenn der Moment dann endlich da ist, ist der Druck oft viel zu groß.“

Greg hat Geburtstag und wünscht sich nichts sehnlicher als… das perfekte Geschenk. Aber da das eigentlich noch nie geklappt hat, muss er sich zunächst überlegen, wie das Wünschen von Erfolg gekrönt sein könnte.

Ein großer Wunsch wäre eine legendäre, richtig coole Geburtstagsparty. Oder wenn das schon nicht klappt, dann wenigstens die eine wertvolle Sammelkarte. Seine Wünsche scheinen (wieder einmal) nicht in Erfüllung gehen zu wollen, genau genommen bahnen sich wieder jede Menge Katastrophen in Gregs Leben an…

„Bock auf Party?“ ist ein typisches Greg-Buch: Kurzweilig, toll bebildert, für Selbstleser. Die Story folgt dem gewohnten Ablauf: Greg befindet sich im Struggle mit dem Alltag eines Fast-Teenagers.
Was meinem Sohn besonders an diesem Band gefällt: Wir erfahren von Gregs Wünschen, es geht ums Sammeln und er feiert coole Partys. Das Buch ist sehr witzig.

Wie alle Greg-Bücher wurde auch dieses in Rekordgeschwindigkeit vom Kind selbst gelesen und dann an einen Freund weitergereicht. Es handelt sich um eine dieser Kinderbuchreihen, die tatsächlich die jungen Leser selbst abholen. Wer einen Lesemuffel zu einem Bücherwurm machen möchte, sollte ihn mit dieser Buchreihe zu locken versuchen. Oft ist das aber gar nicht nötig, weil sich im Freundeskreis schnell rumspricht, dass diese Bücher toll sind.

Als Erwachsene kann ich das gutheißen. Selbst wenn es zweifelsohne didaktisch wertvollere Bücher gibt, soll Lesen in erster Linie Spaß machen. Und den hat man, wenn man die Lektüre selbst aussuchen darf.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Menschen im Hotel

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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„Aber manchmal ist es leichter, die Unzulänglichkeiten eines Menschen, den du lieb hast, zu akzeptieren, als wenn du dir einredest, er könnte auch anders. Sonst wirst ja wahnsinnig."

Angelika Moser, ...



„Aber manchmal ist es leichter, die Unzulänglichkeiten eines Menschen, den du lieb hast, zu akzeptieren, als wenn du dir einredest, er könnte auch anders. Sonst wirst ja wahnsinnig."

Angelika Moser, Tochter einer alleinerziehenden Mutter, versucht im Wien der Achtziger Jahre aus dem Leben des „Hausmeisterbankerts“ auszubrechen und im Grand Hotel Frohner als Buchhalterin Karriere zu machen. Sie startet mit nichts als ihrer Ordnungsliebe und ihrem Stolz, ohne jegliche familiäre Unterstützung. Ganz im Gegenteil muss sie sich sogar von ihrer bestimmenden und urteilenden Mutter lösen, die für ihre Tochter nie ein vermeintlich besseres Leben vorgesehen hatte.

Wir begleiten Angelika für etwa 25 Jahre ihres Lebens. Das Leben einer Frau, die mehr als nur das uneheliche, ungebildete und arme Kind aus dem Gemeindebau sein möchte. Doch wie soll sie das ohne finanzielle Möglichkeiten schaffen? Wille und Ehrgeiz scheinen nicht auszureichen. Am Tiefpunkt ihrer Möglichkeiten und finanziellen Kräfte bietet sich ihr eine Chance auf Unterstützung, die verführerisches Ausbaupotential hat.

Fabula Rasa ist eine wunderbar groß-angelegte Geschichte, die uns die Möglichkeit bietet unsere Protagonistin ein Vierteljahrhundert zu begleiten ohne in Hast zu verfallen. Eine humorvolle, sehr echte und sympathische Geschichte. Dabei lässt Vea Kaiser auch die großen Themen nicht aus: Einsamkeit, Liebe, Geld.

Ich habe mich in diesem Roman so Zuhause gefühlt. Er hat mich über einige Tage begleitet und war ein großes Lesevergnügen. Man leidet, lacht und lebt mit Angelika.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

DIe gleichberechtigten Frauen des Bauhauses?

Frauen am Bauhaus Dessau
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„Außerdem galt als oberste Maxime: »Keine Unterschiede zwischen dem schönen und starken Geschlecht. Absolute Gleichberechtigung, aber auch absolute gleiche Pflichten in der Arbeit aller Handwerker.« Das ...


„Außerdem galt als oberste Maxime: »Keine Unterschiede zwischen dem schönen und starken Geschlecht. Absolute Gleichberechtigung, aber auch absolute gleiche Pflichten in der Arbeit aller Handwerker.« Das war revolutionär, waren doch Frauen immer noch mit der Lupe zu suchen an den Universitäten, wo sie erst ab dem Jahr 1895 zugelassen wurden, und auch das nur mit Einschränkungen.“

So der Beginn der Kunstschule und Bewegung Bauhaus. Ich erinnere mich an eine Fernsehserie mit Anna-Maria Mühe, in der sie die Bauhaus Studentin Dörte Helm spielt. Diese Serie zeigt, dass Frauen am Bauhaus eine freiere Rolle hatten, in ihrer Kunst und ihrem Streben ernst genommen wurden. Allerdings mit Abstrichen.

Wie sehr auch im Bauhaus die Männer wieder die Hauptrollen an sich rissen, macht dieses Buch von Unda Hörner deutlich. Die meisten weiblichen Künstlerinnen haben wir leider heute wieder vergessen und es bedarf einer Erinnerung an sie, wie Hörner sie mit ihrem kurzweiligen Buch schafft.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Frauen am Bauhaus eher ausgenutzt als unterstützt wurden. Ihr kreatives Schaffen, ihre Ideen und Entwürfe, ihre Assistenz und Arbeit - all das hat am Bauhaus genauso wie andernorts den Männern eine mühelose Grundlage zur Selbstentfaltung und -beweihräucherung geschaffen. Ideenraub eingeschlossen.

Angefangen bei Isa Gropius, die der Kunstschule aufopferungsvoll assistierte - eine Rolle wie sie noch heute viele Frauen als Haus- und Ehefrauen oder Mütter wie selbstverständlich inne haben, über die baldige Einordnung der weiblichen Studentinnen in vermeintlich „weibliche“ Arbeitsbereiche (Textil) bis hin zum Diebstahl der Arbeit einiger Künstlerinnen, indem sie mit dem Namen eines männlichen Kollegen etikettiert wurden. All diese für das Patriarcht so typischen Unterdrückungsmechanismen haben auch am Bauhaus dafür gesorgt, dass uns Namen wie Lucia Moholy-Nagy, Gunta Stölzl und Anni Albers heute bewusst in Erinnerung gerufen werden müssen.

Unda Hörner macht das auf die ihr übliche Art: Unterhaltend und interessant. Eine empfehlenswerte, kurzweilige Lektüre.

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