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Veröffentlicht am 18.12.2025

Romeo undercover

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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"The Heat is On" ist eine leichte, sehr angenehme Unterhaltung für zwischendurch, bei der ich mich beim Lesen von Anfang an wohlgefühlt habe. Felicia Kingsley schafft es erneut, eine Geschichte zu erzählen, ...

"The Heat is On" ist eine leichte, sehr angenehme Unterhaltung für zwischendurch, bei der ich mich beim Lesen von Anfang an wohlgefühlt habe. Felicia Kingsley schafft es erneut, eine Geschichte zu erzählen, die locker bleibt, dabei aber dennoch genug Tiefe besitzt, um nicht oberflächlich zu wirken.

Besonders gut gefallen hat mir der Perspektivwechsel zwischen den beiden Hauptfiguren. Dadurch kommt man sowohl Dwight aka Romeo als auch Julia näher und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Dwight Faraday, FBI-Agent mit Kochkenntnissen, erhält den Auftrag, das italienische Restaurant der Familie Villa als "Romeo" zu infiltrieren. Dass ausgerechnet Julia, die schlagfertige Tochter des Chefs, ihm dabei einen Strich durch die Rechnung macht, sorgt für viele unterhaltsame Momente.

Die ironischen Spitzen und Wortgefechte zwischen Dwight/Romeo und Julia waren herrlich ulkig und haben für genau das richtige Maß an Humor gesorgt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, das Knistern ist da, auch wenn Julia sich davon zunächst völlig unbeeindruckt zeigt.

Die Figuren und die Story besitzen eine angenehme Tiefe, ohne dass das Buch seine Leichtigkeit verliert - eine Kombination, die ich sehr schätze. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich jedoch das Ende: Hier fühlte sich die Handlung wie ein Zeitraffer an. Es ging mir zu schnell, sodass ich emotional nicht mehr richtig mit den Figuren mitfühlen konnte. Das hätte ich mir ausführlicher und intensiver gewünscht.
Trotzdem bleibt "The Heat is On" ein netter, unterhaltsamer Roman, der Spaß macht und Lust auf mehr weckt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Roman der Autorin.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Wiedersehen mit alten Freunden

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Ich habe mich wahnsinnig auf den neuen Band des Donnerstagsmordclubs gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch dieses Mal habe ich die Geschichte als Hörbuch erlebt, erneut großartig gesprochen von Johannes ...

Ich habe mich wahnsinnig auf den neuen Band des Donnerstagsmordclubs gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch dieses Mal habe ich die Geschichte als Hörbuch erlebt, erneut großartig gesprochen von Johannes Steck und Beate Himmelstoß, die den Figuren mit viel Gefühl und Humor Leben einhauchen.

Der neue Fall ist spannend und gut konstruiert. Er beginnt mit der Hochzeit von Joyces Tochter und ihrem zukünftigen Ehemann – doch die Feierlichkeiten nehmen schnell eine dramatische Wendung. Der beste Freund des Bräutigams steckt in großen Schwierigkeiten und versucht, sich Elizabeth anzuvertrauen. Danach bricht das Chaos los.

Auch wenn einige Entwicklungen vorhersehbar waren, gab es genügend unerwartete Wendungen, dazu den gewohnten Witz und Charme der Reihe. Die vier ermittelnden Senior:innen sind einfach wunderbar, ich habe sie inzwischen alle sehr ins Herz geschlossen. Es fühlt sich jedes Mal ein bisschen an wie Nach-Hause-Kommen, wenn man ihnen wieder begegnet.

Zwischendurch gab es ein paar Längen, doch gerade die Nebenhandlung rund um Rons Tochter Suzie, die sich aus einer gewalttätigen Ehe befreien möchte, sorgte für große Spannung und emotionale Tiefe. Richard Osman schreibt erneut mit viel Herz, Wärme und einem feinen Gespür für seine Figuren. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Spannender Magic-Crime

The Blackgate Invitation
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Sarah Henning wirft ihre Leser*innen in "The Blackgate Invitation" ohne langes Vorgeplänkel mitten hinein in ein dichtes, magisch aufgeladenes Krimidrama – und genau das ist zugleich Stärke und Herausforderung ...

Sarah Henning wirft ihre Leser*innen in "The Blackgate Invitation" ohne langes Vorgeplänkel mitten hinein in ein dichtes, magisch aufgeladenes Krimidrama – und genau das ist zugleich Stärke und Herausforderung des Romans. Denn der Einstieg hatte es in sich: Eine Fülle von Figuren wird auf engem Raum eingeführt, was auf mich zunächst fast erschlagend wirkte. Ein Personenregister wäre hier ein Segen gewesen. Doch nach ca. 150 Seiten lichtete sich der Nebel: Die Figuren sortierten sich und das Geflecht der Verbindungen gewann an Kontur und das durchdachte Magiesystem mit seinen vier Linien entfaltete auf mich großen Reiz.

Die Schwestern Wren und Ruby stolpern als Hochstaplerinnen in ein gefährliches Spiel voller Morde, magischer Geheimnisse und manipulativer Familien. Beide Mädchen sind als normale Menschen unter magisch Begabten unterwegs und wirkten auf mich erstaunlich gefasst im Angesicht der schrecklichen und überwältigenden Ereignisse. Der Fokus lag insgesamt klar auf Ermittlungen und Rätseln, weniger auf Emotionen oder Romance, was das Buch für mich zu einem erfrischenden „Magic Crime“ im Closed-Room-Stil machte. Die Spannung entstand dabei weniger durch Action als durch unterschwellige Bedrohung, Misstrauen und clevere Wendungen. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive zwischen Ruby und dem Magier Auden wiedergegeben.

Sprachlich empfand ich den Roman stellenweise als recht ausschweifend und verschachtelt, was das Lesen etwas bremste. Gleichzeitig sorgten Humor und die zunehmende Entwicklung der Schwestern dafür, dass ich besser mit ihnen connecten konnte. Die Vielzahl verdächtiger Figuren und kryptischen Hinweise hielt das Miträtseln bis zum Schluss aufrecht und ich wurde schon lange nicht mehr so in die Irre geführt!

Auch, wenn das Ende mMn nicht alle offenen Fragen klärte, ist "The Blackgate Invitation" ein spannender, atmosphärischer Fantasykrimi mit originellem Magiesystem und vielen cleveren Twists. Der dichte Schreibstil minderten meinen Lesespaß dabei nur gering. Für Fans von Magic-Crime-Romanen, die viel Raum zum Miträtseln bieten, aber weniger an Emotionen fest hängen, genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Schöner Schein und leise Spannung

The Academy
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The Academy ist kein klassischer Page-Turner, sondern ein Roman, der seine Leserinnen und Leser durch seine Detailfülle, die Vielzahl an Figuren und die atmosphärische Dichte fordert. Elin Hilderbrand ...

The Academy ist kein klassischer Page-Turner, sondern ein Roman, der seine Leserinnen und Leser durch seine Detailfülle, die Vielzahl an Figuren und die atmosphärische Dichte fordert. Elin Hilderbrand und ihre Tochter Shelby Cunningham zeichnen ein vielschichtiges Bild des Internatslebens, das gleichermaßen geheimnisvoll, elitär und von unterschwelligen Spannungen geprägt ist.

Der Stil des Buches ist ausgesprochen detailreich – insbesondere Beschreibungen von Kleidung, Szenen und kleinen Gesten nehmen viel Raum ein. Dadurch liest sich der Roman deutlich langsamer, als man es von einem typischen Spannungsroman erwarten würde. Ich habe öfter innegehalten, um einzelne Begriffe oder Anspielungen nachzuschlagen, was den Lesefluss zwar bremst, aber auch verdeutlicht, wie fein und sorgfältig die Autorinnen ihre Welt ausgestalten.

Die Erzählung wechselt zwischen verschiedenen Perspektiven aus der 3. Person - sowohl Lehrerinnen und Lehrern als auch Schülern des fünften Jahrgangs – wodurch sich ein vielstimmiges Panorama ergibt. Eine klare Hauptfigur gibt es nicht, auch wenn die Geschichte immer wieder bei Charley Hicks landet, die neu an die Schule kommt. Gerade dieser Perspektivenreichtum macht den Einstieg anspruchsvoll: Es dauert eine Weile, bis man die vielen Figuren auseinanderhalten kann. Erst spät habe ich entdeckt, dass es im Anhang ein hilfreiches Personenverzeichnis gibt. Das hätte mir den Anfang erheblich erleichtert.

Das Setting an der Akademie ist hervorragend gewählt. Mir gefällt besonders, dass jede Figur ein Geheimnis mit sich trägt und man stets das Gefühl hat, dass sich unter der glänzenden Oberfläche etwas Dunkleres verbirgt. Dennoch hätte die unterschwellige Spannung an einigen Stellen intensiver ausfallen dürfen und das Potenzial für mehr Intrigen und emotionale Zuspitzungen wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen.

Trotz des komplexen Aufbaus und der sprachlichen Dichte wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Mit der Zeit entwickelten sich auch persönliche Favoriten unter den Figuren, und das harmonische, stimmige Ende hinterlässt sowohl Zufriedenheit als auch Neugier auf die angekündigte Fortsetzung.

Fazit: The Academy ist ein atmosphärisch dichter, intelligent konstruierter Internatsroman, der seine Leserinnen und Leser mit vielen Perspektiven und reichhaltiger Sprache fordert. Kein Buch für zwischendurch, aber eines, das mit feinen Beobachtungen, vielschichtigen Charakteren und einem eleganten Stil überzeugt und Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Ein wilder Ritt

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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„Ever und After 3 – Die letzte Stunde“ ist der fulminante Abschluss der Ever-und-After-Reihe von Stella Tack, und ich war von Anfang an extrem gespannt, wie die Geschichte enden würde. Schon in den ersten ...

„Ever und After 3 – Die letzte Stunde“ ist der fulminante Abschluss der Ever-und-After-Reihe von Stella Tack, und ich war von Anfang an extrem gespannt, wie die Geschichte enden würde. Schon in den ersten Kapiteln geht es wieder hoch her, und die Autorin schafft es zum Schluss, alle offenen Fragen zufriedenstellend aufzulösen. Band 1 und 2 sollten vorab gelesen werden, um die Handlung von Band 3 verstehen zu können.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Rain und Cole erzählt, was den Leser:innen ermöglicht, tief in die Gedanken und Gefühle der beiden einzutauchen. Jedes Kapitel ist zudem wieder mit einem Originalzitat aus einem der Grimm'schen Märchen versehen, was dem Buch eine besondere Atmosphäre verleiht und die Verbindung zur märchenhaften Vorlage unterstreicht. Das hatte mir in Band 1 und 2 schon sehr gut gefallen.

Rain gefällt mir wieder besonders mit ihrer modernen Sprache und Schlagfertigkeit – manchmal zum Schmunzeln, manchmal zum laut Auflachen. Cole wirkt hingegen komplex und zwiespältig: Seine dunkle Seite erinnert ein wenig an Gollum, was die Spannung in ihrer Beziehung zusätzlich steigert.

Zu Beginn fiel es mir jedoch etwas schwer, richtig in die Handlung zu kommen. Viele der liebgewonnenen Nebencharaktere sind zunächst kaum präsent, und das Buch nimmt einen deutlich splatterhaften Ton an. Doch sobald mein Liebling Avery wieder auftaucht, gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt, und die Handlung entfaltet sich zunehmend spannend.

Der Showdown überrascht mit vielen unerwarteten Wendungen und Enthüllungen, die teils konfus wirken, aber dennoch zum Gesamtbild passen. Die Handlung bleibt unvorhersehbar und wild, und man wird ständig von einer neuen Überraschung zur nächsten geführt.

Alles in allem ist „Ever und After 3 – Die letzte Stunde“ ein wilder, aufregender Abschluss der Reihe. Trotz kleiner Schwächen, wie dem langsamen Einstieg und dem etwas chaotischen, splatterhaften Ton, hat mich das Buch letztlich begeistert. Es ist ein spannender, emotionaler Ritt, der die Reihe würdig abschließt.

Fazit: Ein unvorhersehbares, energiegeladenes Finale voller Spannung, Magie und überraschender Wendungen – ideal für Fans von modernen Märchenadaptionen mit einem Hauch Wahnsinn.

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