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Veröffentlicht am 11.01.2026

Tödliche Prüfungen

The Ordeals
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In "The Ordeals" von Rachel Greenlaw begleitet man die magisch begabte Sophia, eine Illusionistin, die nichts sehnlicher will, als ihrem bisherigen Leben zu entkommen und an der berüchtigten Killmarth-Akademie ...

In "The Ordeals" von Rachel Greenlaw begleitet man die magisch begabte Sophia, eine Illusionistin, die nichts sehnlicher will, als ihrem bisherigen Leben zu entkommen und an der berüchtigten Killmarth-Akademie aufgenommen zu werden. Doch schon die Aufnahmeprüfung fordert zahlreiche Todesopfer und macht unmissverständlich klar: Killmarth ist kein Ort für Schwache und Vertrauen ist hier ein Luxus, den man sich kaum leisten kann.

An der Akademie angekommen, wird schnell deutlich, dass unter den Anwärtern ein Mörder sein Unwesen treibt, der gezielt versucht, die Konkurrenz weiter auszudünnen. Inmitten dieser düsteren, von Misstrauen geprägten Atmosphäre schließt sich Sophia mit dem Botaniker Alden zusammen. Eine Verbindung, die ihr im Nachgang emotional näher geht, als sie eigentlich zulassen möchte.

Der Roman ließ sich sehr locker und flüssig lesen und lebte besonders von seiner beklemmenden Stimmung. Die ständige Unsicherheit darüber, wer die nächsten Ordeals überlebt, und das Gefühl, keiner Figur wirklich trauen zu können, sorgten bei mir für anhaltende Spannung. Emotional hat mich die Geschichte stark gepackt, vor allem die langsam entstehende Beziehung zwischen Sophia und Alden. Das Prickeln zwischen den beiden war für mich von Anfang an spürbar, ohne dass die Liebesgeschichte jemals zu sehr in den Vordergrund rückte, was mir besonders gut gefallen hat.

Positiv hervorzuheben ist auch Sophias Werdegang innerhalb ihrer magischen Ausbildung sowie das raue, gnadenlose Setting der Akademie. Allerdings hätte ich mir stellenweise einen ausgeprägteren Weltenbau gewünscht. Gerade die Ordeals selbst wirkten für meinen Geschmack manchmal etwas zu flach und hätten konzeptionell mehr Tiefe vertragen können. Auch die Handlung erschien mir stellenweise etwas eindimensional.

Das Ende wartet mit einem bösen Cliffhanger auf und ich musste mich von einer lieb gewonnenen Figur verabschieden. "The Ordeals" macht deutlich, dass niemand sicher ist – weder moralisch noch physisch. Besonders spannend fand ich zudem Sophias Herkunft, die sich erst nach und nach offenbarte und einen weiteren interessanten Handlungsstrang eröffnet.

Trotz kleiner Schwächen hat mich der Roman positiv überrascht, da vieles nicht vorhersehbar war. Insgesamt ein spannender Auftakt mit düsterer Atmosphäre und viel Potenzial für die Fortsetzung. Ich freue mich schon jetzt sehr auf Band 2.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Romeo undercover

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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"The Heat is On" ist eine leichte, sehr angenehme Unterhaltung für zwischendurch, bei der ich mich beim Lesen von Anfang an wohlgefühlt habe. Felicia Kingsley schafft es erneut, eine Geschichte zu erzählen, ...

"The Heat is On" ist eine leichte, sehr angenehme Unterhaltung für zwischendurch, bei der ich mich beim Lesen von Anfang an wohlgefühlt habe. Felicia Kingsley schafft es erneut, eine Geschichte zu erzählen, die locker bleibt, dabei aber dennoch genug Tiefe besitzt, um nicht oberflächlich zu wirken.

Besonders gut gefallen hat mir der Perspektivwechsel zwischen den beiden Hauptfiguren. Dadurch kommt man sowohl Dwight aka Romeo als auch Julia näher und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Dwight Faraday, FBI-Agent mit Kochkenntnissen, erhält den Auftrag, das italienische Restaurant der Familie Villa als "Romeo" zu infiltrieren. Dass ausgerechnet Julia, die schlagfertige Tochter des Chefs, ihm dabei einen Strich durch die Rechnung macht, sorgt für viele unterhaltsame Momente.

Die ironischen Spitzen und Wortgefechte zwischen Dwight/Romeo und Julia waren herrlich ulkig und haben für genau das richtige Maß an Humor gesorgt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, das Knistern ist da, auch wenn Julia sich davon zunächst völlig unbeeindruckt zeigt.

Die Figuren und die Story besitzen eine angenehme Tiefe, ohne dass das Buch seine Leichtigkeit verliert - eine Kombination, die ich sehr schätze. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich jedoch das Ende: Hier fühlte sich die Handlung wie ein Zeitraffer an. Es ging mir zu schnell, sodass ich emotional nicht mehr richtig mit den Figuren mitfühlen konnte. Das hätte ich mir ausführlicher und intensiver gewünscht.
Trotzdem bleibt "The Heat is On" ein netter, unterhaltsamer Roman, der Spaß macht und Lust auf mehr weckt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Roman der Autorin.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Wiedersehen mit alten Freunden

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Ich habe mich wahnsinnig auf den neuen Band des Donnerstagsmordclubs gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch dieses Mal habe ich die Geschichte als Hörbuch erlebt, erneut großartig gesprochen von Johannes ...

Ich habe mich wahnsinnig auf den neuen Band des Donnerstagsmordclubs gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch dieses Mal habe ich die Geschichte als Hörbuch erlebt, erneut großartig gesprochen von Johannes Steck und Beate Himmelstoß, die den Figuren mit viel Gefühl und Humor Leben einhauchen.

Der neue Fall ist spannend und gut konstruiert. Er beginnt mit der Hochzeit von Joyces Tochter und ihrem zukünftigen Ehemann – doch die Feierlichkeiten nehmen schnell eine dramatische Wendung. Der beste Freund des Bräutigams steckt in großen Schwierigkeiten und versucht, sich Elizabeth anzuvertrauen. Danach bricht das Chaos los.

Auch wenn einige Entwicklungen vorhersehbar waren, gab es genügend unerwartete Wendungen, dazu den gewohnten Witz und Charme der Reihe. Die vier ermittelnden Senior:innen sind einfach wunderbar, ich habe sie inzwischen alle sehr ins Herz geschlossen. Es fühlt sich jedes Mal ein bisschen an wie Nach-Hause-Kommen, wenn man ihnen wieder begegnet.

Zwischendurch gab es ein paar Längen, doch gerade die Nebenhandlung rund um Rons Tochter Suzie, die sich aus einer gewalttätigen Ehe befreien möchte, sorgte für große Spannung und emotionale Tiefe. Richard Osman schreibt erneut mit viel Herz, Wärme und einem feinen Gespür für seine Figuren. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Spannender Magic-Crime

The Blackgate Invitation
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Sarah Henning wirft ihre Leser*innen in "The Blackgate Invitation" ohne langes Vorgeplänkel mitten hinein in ein dichtes, magisch aufgeladenes Krimidrama – und genau das ist zugleich Stärke und Herausforderung ...

Sarah Henning wirft ihre Leser*innen in "The Blackgate Invitation" ohne langes Vorgeplänkel mitten hinein in ein dichtes, magisch aufgeladenes Krimidrama – und genau das ist zugleich Stärke und Herausforderung des Romans. Denn der Einstieg hatte es in sich: Eine Fülle von Figuren wird auf engem Raum eingeführt, was auf mich zunächst fast erschlagend wirkte. Ein Personenregister wäre hier ein Segen gewesen. Doch nach ca. 150 Seiten lichtete sich der Nebel: Die Figuren sortierten sich und das Geflecht der Verbindungen gewann an Kontur und das durchdachte Magiesystem mit seinen vier Linien entfaltete auf mich großen Reiz.

Die Schwestern Wren und Ruby stolpern als Hochstaplerinnen in ein gefährliches Spiel voller Morde, magischer Geheimnisse und manipulativer Familien. Beide Mädchen sind als normale Menschen unter magisch Begabten unterwegs und wirkten auf mich erstaunlich gefasst im Angesicht der schrecklichen und überwältigenden Ereignisse. Der Fokus lag insgesamt klar auf Ermittlungen und Rätseln, weniger auf Emotionen oder Romance, was das Buch für mich zu einem erfrischenden „Magic Crime“ im Closed-Room-Stil machte. Die Spannung entstand dabei weniger durch Action als durch unterschwellige Bedrohung, Misstrauen und clevere Wendungen. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive zwischen Ruby und dem Magier Auden wiedergegeben.

Sprachlich empfand ich den Roman stellenweise als recht ausschweifend und verschachtelt, was das Lesen etwas bremste. Gleichzeitig sorgten Humor und die zunehmende Entwicklung der Schwestern dafür, dass ich besser mit ihnen connecten konnte. Die Vielzahl verdächtiger Figuren und kryptischen Hinweise hielt das Miträtseln bis zum Schluss aufrecht und ich wurde schon lange nicht mehr so in die Irre geführt!

Auch, wenn das Ende mMn nicht alle offenen Fragen klärte, ist "The Blackgate Invitation" ein spannender, atmosphärischer Fantasykrimi mit originellem Magiesystem und vielen cleveren Twists. Der dichte Schreibstil minderten meinen Lesespaß dabei nur gering. Für Fans von Magic-Crime-Romanen, die viel Raum zum Miträtseln bieten, aber weniger an Emotionen fest hängen, genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Schöner Schein und leise Spannung

The Academy
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The Academy ist kein klassischer Page-Turner, sondern ein Roman, der seine Leserinnen und Leser durch seine Detailfülle, die Vielzahl an Figuren und die atmosphärische Dichte fordert. Elin Hilderbrand ...

The Academy ist kein klassischer Page-Turner, sondern ein Roman, der seine Leserinnen und Leser durch seine Detailfülle, die Vielzahl an Figuren und die atmosphärische Dichte fordert. Elin Hilderbrand und ihre Tochter Shelby Cunningham zeichnen ein vielschichtiges Bild des Internatslebens, das gleichermaßen geheimnisvoll, elitär und von unterschwelligen Spannungen geprägt ist.

Der Stil des Buches ist ausgesprochen detailreich – insbesondere Beschreibungen von Kleidung, Szenen und kleinen Gesten nehmen viel Raum ein. Dadurch liest sich der Roman deutlich langsamer, als man es von einem typischen Spannungsroman erwarten würde. Ich habe öfter innegehalten, um einzelne Begriffe oder Anspielungen nachzuschlagen, was den Lesefluss zwar bremst, aber auch verdeutlicht, wie fein und sorgfältig die Autorinnen ihre Welt ausgestalten.

Die Erzählung wechselt zwischen verschiedenen Perspektiven aus der 3. Person - sowohl Lehrerinnen und Lehrern als auch Schülern des fünften Jahrgangs – wodurch sich ein vielstimmiges Panorama ergibt. Eine klare Hauptfigur gibt es nicht, auch wenn die Geschichte immer wieder bei Charley Hicks landet, die neu an die Schule kommt. Gerade dieser Perspektivenreichtum macht den Einstieg anspruchsvoll: Es dauert eine Weile, bis man die vielen Figuren auseinanderhalten kann. Erst spät habe ich entdeckt, dass es im Anhang ein hilfreiches Personenverzeichnis gibt. Das hätte mir den Anfang erheblich erleichtert.

Das Setting an der Akademie ist hervorragend gewählt. Mir gefällt besonders, dass jede Figur ein Geheimnis mit sich trägt und man stets das Gefühl hat, dass sich unter der glänzenden Oberfläche etwas Dunkleres verbirgt. Dennoch hätte die unterschwellige Spannung an einigen Stellen intensiver ausfallen dürfen und das Potenzial für mehr Intrigen und emotionale Zuspitzungen wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen.

Trotz des komplexen Aufbaus und der sprachlichen Dichte wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Mit der Zeit entwickelten sich auch persönliche Favoriten unter den Figuren, und das harmonische, stimmige Ende hinterlässt sowohl Zufriedenheit als auch Neugier auf die angekündigte Fortsetzung.

Fazit: The Academy ist ein atmosphärisch dichter, intelligent konstruierter Internatsroman, der seine Leserinnen und Leser mit vielen Perspektiven und reichhaltiger Sprache fordert. Kein Buch für zwischendurch, aber eines, das mit feinen Beobachtungen, vielschichtigen Charakteren und einem eleganten Stil überzeugt und Lust auf mehr macht.

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