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Veröffentlicht am 21.12.2025

Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln zum vierten Mal gemeinsam

Lügennebel
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Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln zum vierten Mal gemeinsam

Auch der 4. Band der Åre-Morde - Reihe punktet wieder mit seiner eisigen und verschneiten Atmosphäre. Mit leisen Tönen führt uns ...

Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln zum vierten Mal gemeinsam

Auch der 4. Band der Åre-Morde - Reihe punktet wieder mit seiner eisigen und verschneiten Atmosphäre. Mit leisen Tönen führt uns die Autorin aufs Glatteis. Anfangs wähnt man sich an einem idyllischen Urlaubsort in dem schwedischen Bergdorf Åre; der sich jedoch schon bald zu einem richtigen Horrortrip entpuppt.

Ein Spieleabend in einer luxuriösen Berghütte artet unter sechs Studenten gewaltig aus. Sie sind zu laut und handeln sich damit den Zorn des unmittelbaren Nachbarn ein. Besonders das Verhalten einer betrunkenen Studentin ist sehr unverschämt dem Nachbarn gegenüber. Am nächsten Morgen liegt sie leicht bekleidet tot im Schnee.

Die Autorin hat sich lange Zeit nicht in die Karten schauen lassen und mich mehr wie einmal aufs Glatteis geführt. Wer lügt - wer sagt die Wahrheit? Wie immer zur Weihnachtszeit habe ich die Geschichte sehr genossen und viel gefroren und gerätselt. Die Figuren wirken wieder sehr lebendig. Die subtile Handlung konnte mich ab einem bestimmten Zeitpunkt an die Seiten fesseln und ließ mich erst am Ende wieder los.

Hanna Ahlander und Daniel Lindskog drehen sich gefühlsmäßig weiterhin im Kreis. Die Ermittlungen der Beiden überzeugen auch bei "Lügennebel" wieder.

Eisige Kälte, eine verschneite Berghütte und ein Mord haben mir eine spannende Lesezeit beschert. Ein Schweden-Krimi von Viveca Sten gehört für mich zur Weihnachtszeit.

Ich habe das Buch zusammen mit einer Freundin gelesen und wir hatten einen regen Austausch. Mit meinen Vermutungen lag ich fast richtig. Ich habe sie wieder verworfen, um sie etwas später wieder aufzunehmen.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Viveca Sten. Ich hoffe auf weitere Bände aus dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Was verbindet uns mit denen, die vor uns kamen? Viel! Wirklich viel!

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
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Was für ein Titel für ein Buch. Das Cover mit den Zitronenscheiben macht zusätzlich neugierig und man fragt sich, was beide miteinander zu tun haben. Ersteres erschließt sich einem gleich am Anfang ...



Was für ein Titel für ein Buch. Das Cover mit den Zitronenscheiben macht zusätzlich neugierig und man fragt sich, was beide miteinander zu tun haben. Ersteres erschließt sich einem gleich am Anfang - zweiteres am Ende!

Über mehrere Generationen hinweg habe ich eine fantastische Geschichte erlebt, wie ich sie so noch nicht gelesen habe. Da werden heimlich Schafe geschlachtet, um den in den Krieg gezogenen Männern bei der Heimkehr nahrhafte Leckerbissen zukommen zu lassen. Schafe sterben leise. Schweine quieken zu laut.

Die Geburt und der Tod spielen eine tragende Rolle. Sie kommen oftmals Hand in Hand und lassen uns diese Begebenheiten in einem anderen Licht sehen. Selten zum Weinen; viel, viel öfter zum Schmunzeln.

An der Nordsee schuften die Urgroßeltern auf dem Hof. Die Urgroßmutter Henrike bringt einen Jungen zur Welt, der jahrelang schläft. Als junger Mann erwacht er endlich. Ohne körperliche und geistige Defizite! Er kann seinen beiden Geschwistern das Wasser reichen, aber irgendwas ging beim jahrelangen Schlaf doch verloren. Das merkt man aber erst später. Viel später.

Die Schwester lässt sich von einem österreichischen Soldaten schwängern. Er muss wieder in den Krieg und holt sie später zu sich nach Österreich. Viel später. Dort lebt sie mit ihrem Mann und Sohn; nebst Schwiegereltern, in einem Stadthaus. Es folgen ein weiterer Sohn und eine Tochter.

Die Geschichte brauchte nicht viel, um mich an die Seiten zu fesseln. Auf manchen Seiten waren nur wenige Worte, die mehr Aussagekraft haben, als manch seitenlange Beschreibungen. Manches kommt daher wie aus einer alten Sage. Wiederum anderes hat sich schon millionenfach wirklich so zugetragen.

In welcher Zeit befindet man sich gerade? Das erschloss sich mir nicht immer sofort. Aber später. Nicht viel später; eigentlich unmittelbar nach den ersten zwei bis drei Sätzen.

Das alles erfahren wir aus der Sicht von der Urenkelin Alma. Vieles wiederholt sich, da die Gene halt nicht anders können und sich von Generation zu Generation immer wieder durchsetzen.

Teilweise kommen die Mütter ziemlich herzlos daher. Der Schein trügt! Dahinter verbirgt sich sehr viel Herzenswärme und jede Menge Humor. Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und es beginnt alles mit einem Schaf, dessen Innereien uns durch die Innereien sämtlicher Familienmitglieder führt. Man bedenke den Vorgang einer Geburt.

Ich habe schon sehr viele Familienromane gelesen, die sich über mehrere Generationen erstrecken. Aber noch niemals zuvor wurde ich mit so einer Wucht in das Geschehen gezogen. Das Ende könnte wieder einer alten Sage entsprungen sein. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach eine gute Geschichte daraus. Eine klare Empfehlung.

Danke, Anna Maschik. Ich habe jedes Wort genossen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Atmosphärisch und zu Herzen gehend

Das Geschenk des Meeres
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Es ist Winter und Unmengen von Schnee schneiden die Dorfgemeinschaft zeitweise von der Außenwelt ab. Die Krämerin hat weniger Ware und der Fischfang gestaltet sich schwierig. Die Autorin hat eine Atmosphäre ...


Es ist Winter und Unmengen von Schnee schneiden die Dorfgemeinschaft zeitweise von der Außenwelt ab. Die Krämerin hat weniger Ware und der Fischfang gestaltet sich schwierig. Die Autorin hat eine Atmosphäre geschaffen, bei der ich den eisigen Wind im Gesicht gespürt habe. Ein Heißgetränk hatte ich beim Lesen stets parat und machte es mir unter einer kuscheligen Wolldecke bequem. Dennoch haben mich die Vorkommnisse total erschüttert und mir mehr wie einmal Gänsehaut beschert, für die nicht immer die Kälte verantwortlich war.

Es geht um Dorotheas Sohn Moses, der vor einigen Jahren als sechsjähriger sein Leben im schottischen Meer verlor. Einige Jahre später wird ein kleiner Junge am Strand von Skerry angeschwemmt, der Moses wahnsinnig ähnlich sieht. Die Lehrerin Dorothy pflegt den Jungen gesund und betrachtet ihn als Geschenk des Meeres. Ihr Verhalten wird immer sonderbarer ...

Die Geschichte versprüht Übersinnlichkeit und sehr, sehr viel Traurigkeit. Sie erzählt von unerfüllter Liebe und dramatischen Ereignissen. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und wirken teilweise wie aus einem Klassiker von Emily Brontë entsprungen. Schuldgefühle, Eifersucht und Missverständnisse haben mich richtig fassungslos gemacht.

Es ist eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit passiert sein könnte und auch immer wieder passieren wird. Diese vielen ungesagten Worte und hoffnungslos wirkenden Situationen geben der Story neben Krimielementen auch etwas Mysteriöses.

Setting und Figurenzeichnung sind wunderbar gelungen. Der magische Schreibstil hat mich aufs weite Meer getragen.

Ich habe mitgelitten und hätte gerne Dorothea geschüttelt und sie dazu gebracht, endlich mal Klartext zu reden. So viele unnötige Sorgen hätten sich mit klaren Worten verhindern lassen. Das Ende ist sehr emotional und wie mitten aus dem Leben gegriffen.

Lange Rede - kurzer Sinn: Eine klare Empfehlung. Ich beneide jeden, der dieses Buch noch vor sich hat.

Danke, Julia R. Kelly

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Authentisch und fesselnd

Der Schlaf der Anderen
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Meine Meinung


>>Wenn der Schlaf der kleine Bruder des Todes ist, gehört er zu der Sorte Geschwister, die man am besten in den Schrank sperrt und erst wieder befreit, wenn sie ...

Meine Meinung


>>Wenn der Schlaf der kleine Bruder des Todes ist, gehört er zu der Sorte Geschwister, die man am besten in den Schrank sperrt und erst wieder befreit, wenn sie Demut gelernt haben. Ich würde ihn am liebsten dort verrotten lassen.<< (Zitat aus dem Buch)

Tamar Noort hat sich hier einem Problem gewidmet, von dem allein in Deutschland sechs Millionen Menschen betroffen sind. Schlaflosigkeit (Insomnie) macht wirklich vielen Menschen das Leben zur Hölle. Es handelt sich hier um keinen Ratgeber, sondern vielmehr um eine Geschichte, bei der sich jeder Betroffene verstanden fühlen dürfte. Ich habe einer Person, die schon jahrelang an Schlafstörungen leidet, einige Passagen vorgelesen. Sie meinte, die Frau weiß, wovon sie schreibt.

Janis ist Krankenschwester, die ein Schlaflabor überwacht. Sie schaut Menschen beim Schlafen zu, während sie selbst damit kämpft, wach zu bleiben. Einst war sie Krankenschwester auf der Orthopädie. Warum sie das nicht mehr machen will, erfährt man im Laufe der Geschichte. Im Schlaflabor ist es immer der gleiche Trott. Das ändert sich, als die Lehrerin Sina eine Nacht im Labor verbringt. Janis verhält sich ihr gegenüber ziemlich unprofessionell, was Sina nicht zu stören scheint.

Alles in der Geschichte wirkt unaufgeregt und sehr einfühlsam. Das Schlaflabor kann Sina nicht helfen, da das Gefühl von Einsamkeit, mitten in der eigenen Familie, kein Gerät aufzeichnen kann. Aber diese eine Nacht hat zwei Frauen auf eine besondere Art zusammengebracht. Es entsteht eine Freundschaft, die die Frauen dazu animiert, ihr Leben zu überdenken. Sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob ihr Leben wirklich das ist, dass sie wollen.

Sina hat einen Mann und zwei Kinder, mit denen sie ein schönes Haus bewohnt. Auch der Mann ist Lehrer. Sinas Mutter wirkt sehr verständnisvoll, was die schlimme Schlafstörung ihrer Tochter betrifft. Warum nur fühlt sie sich dann so einsam?

Janis ist ganz allein. Keine Familie, Partner und sozialen Kontakte. Ihre Tage füllt sie mit dem Schlaf, der ihr in der Nacht nicht möglich ist.

Dieses Buch hat mich durchgehend gefesselt. Es zeigt, was mit einem Menschen passiert, wenn er nie den nötigen Schlaf bekommen kann und wie wenig diese Problematik von sämtlichen Mitmenschen ernst genommen wird. Sina realisiert einmal nicht mehr, dass eine Ampel auf Rot geschaltet hat. Sie hat es gesehen, aber dennoch nicht mehr wahr genommen. Sie entwickelt nach dem Schlaflabor eine Strategie, um am helllichten Tag schlafen zu können. Dies solltet ihr selbst entdecken. Es lohnt sich.

Alle Figuren sind authentisch gezeichnet. Der Schreibstil bringt die Müdigkeit von Sina sehr gut rüber und ich hatte mehrmals das Gefühl von Müdigkeit. Ich konnte Sinas Erschöpfung spüren.

Es gibt humorvolle Szenen, die mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert haben.

Das Ende hätte ich anders erwartet. Auf den ersten Blick hatte ich das Gefühl, es hat sich nicht viel geändert. Aber das hat es. Ganz leise und unspektakulär.

Eine klare Empfehlung. Danke, Tamar Noort.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Fesselnde Geschichte um eine junge, mutige Frau

Lebensträume. Ärztin einer neuen Zeit
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Zum Inhalt

Svea Lenz gewährt uns hier Einblicke zum Mauerbau der DDR und dessen Auswirkungen. Mit Vicky hat sie eine Hauptfigur gezeichnet, die nicht nur jede Menge Power und Ehrgeiz hat, sondern auch ...

Zum Inhalt

Svea Lenz gewährt uns hier Einblicke zum Mauerbau der DDR und dessen Auswirkungen. Mit Vicky hat sie eine Hauptfigur gezeichnet, die nicht nur jede Menge Power und Ehrgeiz hat, sondern auch sehr empathisch wirkt. Die junge Frau und ihre große Liebe Achim leben in Ostberlin, studieren aber im Westen Medizin. Nach dem Mauerbau gelingt beiden die Flucht in den Westen. Achim möchte anderen auch die Möglichkeit bieten, im Westen zu leben und betätigt sich als Fluchthelfer. Bei seinem letzten Einsatz wird er erwischt.

Vicky beendet ihr Studium erfolgreich und landet in Frankfurt in der Flughafenambulanz. Schnell gelingt es ihr, sich in der Männerwelt zu behaupten. Sie reicht Verbesserungsvorschläge für eine moderne Flughafenklinik und einen Ambulanzwagen, mit besserer Ausstattung ein.

Meine Meinung

Fesselnde Geschichte um eine mutige, junge Frau.

1961 - 1972
Die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln und jede Unterbrechung beim Lesen empfand ich als störend. Detailliert nimmt man am Leben der Ärztin Vicky und ihren Kollegen teil. Die Ärzte wissen die Fähigkeiten der jungen Frau zu schätzen und fördern sie zusätzlich. Das hat mir sehr gut gefallen, da das zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit war. Frauen als Chirurginnen waren eher eine Seltenheit, was sich bis heute nicht geändert hat.

Schnell spricht sich herum, dass in der Flughafenambulanz eine Ärztin arbeitet und das lockt viele Patientinnen an. Vicky scheut sich nicht davor, auch Frauen aus dem Rotlichtmilieu zu behandeln, da ihr Vorurteile fremd sind.

Vicky kann ihren Achim nicht vergessen und ist völlig verzweifelt, als sie ihn mit einem Fremden am Flughafen verwechselt. Langsam aber sicher öffnet sich ihr Herz auch für einen Anderen. Es wird spannend. Vicky vermisst ihre Mutter, die als Krankenschwester in der Charité arbeitet. In ihrer Kindheit war das Krankenhaus ihr zweites Zuhause.

Fazit

Detailliert, gut recherchiert und durchgehend unterhaltsam bringt uns die Autorin ein Stück Geschichte aus der ehemaligen DDR näher.
Die Figuren sind gut gezeichnet, sodass ich von jedem ein genaues Bild vor Augen hatte. Die Liebe hat auch ihren Platz, ohne Kitsch und unnötige Liebesszenen. Leider habe ich eine kleine Enttäuschung erlebt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Song von der damaligen Zeit. Ein besonderer Leckerbissen waren die Beatles am Flughafen. KREISCH!

Svea Lenz hat einen sehr lebendigen Schreibstil, der mich schon bei der Stewardessen Dilogie begeistern konnte.


Eine klare Empfehlung. Danke, Svea Lenz. Bitte mehr davon.

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