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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2025

Mehr als nur ein Schwiegermonster?!

Sophie. Die Kaisermacherin
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Die Autorin Michaela Baumgartner hat es mit „Sophie. Die Kaisermacherin“ geschafft ein neues Bild der von Sisi verhassten Schwiegermutter zu zeichnen. Man lernt Sophie als eine Frau kennen, die weiß was ...

Die Autorin Michaela Baumgartner hat es mit „Sophie. Die Kaisermacherin“ geschafft ein neues Bild der von Sisi verhassten Schwiegermutter zu zeichnen. Man lernt Sophie als eine Frau kennen, die weiß was sie will, doch ist ihr das Wohl ihrer Liebsten am Wichtigsten. Doch vergisst sie auch nie ihre Pflichten.

Das Buch zeichnet auch den enormen politischen Einfluss, denn Sophie eingenommen hat, ohne je darum gebeten zu haben. Sophie ist jedoch mehr als nur eine ehrgeizige junge Frau. Die Autorin zeichnet sie, zwischen Fakten und Fiktion, auch als intelligente, emotionale und verletzliche Frau und für ihre Zeit doch auch überraschend modern.

Ich muss aber noch sagen, dass es den Prolog mit dem Fokus auf den Ernst Marischka-Film für mich definitiv nicht gebraucht hätte. So wie man Sophie in diesem Buch kennenlernt, bekommt man durchaus den Eindruck, dass sie Sisi sehr gern gehabt hat. Vielleicht sind hier auch, wie in der heutigen Zeit, einfach Generationen aufeinander geprallt.

Das Buch ist definitiv für alle geeignet, die historische Biografien lieben, aber auch für die Sisi-Fans und die, die einfach nur mehr über die Geschichte der Habsburger lesen möchten.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Spannende Ermittlungen

Die Tote vom Naschmarkt
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Sarah Pauli ist Kolumnistin beim „Wiener Boten“, mit einem Faible für Aberglauben. Schon alleine deswegen wird sie von ihren Kollegen nicht ganz ernst genommen. Aber wieder einmal steht sie mitten im nächsten ...

Sarah Pauli ist Kolumnistin beim „Wiener Boten“, mit einem Faible für Aberglauben. Schon alleine deswegen wird sie von ihren Kollegen nicht ganz ernst genommen. Aber wieder einmal steht sie mitten im nächsten Mordfall. Eine Tote wird auf dem Naschmarkt gefunden. Und dann erreicht sie am selben Tag auch noch ein mysteriöses Päckchen in der Redaktion, der Inhalt sind drei abgeschnittene Finger.

Auch wenn Sarah eigentlich nichts mehr mit Mordermittlungen zu tun haben wollte, lässt sie ihre Neugier doch auch hier nicht stillsitzen. Und irgendwie hat sie das Gefühl, dass auch hier ihr Aberglaube eine Rolle spielt, denn bei den abgetrennten Fingern handelt es sich um die drei Schwurfinger. Schnell wird klar, dass hinter diesem Mord mehr steckt...

Beate Maxian ist es auch in diesem zweiten Teil hervorragend gelungen, einen unterhaltsamen Krimi mit Wiener Flair zu erzählen und den Leser damit zu fesseln. Durch überzeugende und auch glaubhafte Figuren ist man als Leser immer mittendrin und rätselt auch bis zuletzt mit, wer wohl der Täter ist.

Ich habe mich wieder wirklich gut unterhalten gefühlt, von einer sympathischen „Ermittlerin“ in meiner Herzensstadt Wien. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Sehr spannend und nicht nur cozy

Mord im Planetarium
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Mit „Mord im Planetarium“ präsentiert Beate Maly bereits den zehnten Teil der Reihe um Anton und Ernestine, die gemeinsam Krimifälle im Wien der 1920er Jahre lösen. Aber eines sei schon vorab gesagt, die ...

Mit „Mord im Planetarium“ präsentiert Beate Maly bereits den zehnten Teil der Reihe um Anton und Ernestine, die gemeinsam Krimifälle im Wien der 1920er Jahre lösen. Aber eines sei schon vorab gesagt, die Geschichten sind in sich geschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden. Denn ohne, dass ich die anderen Geschichten bislang kenne, habe ich mich sehr gut in der Geschichte zurechtgefunden.

Das erste Planetarium Österreichs wird 1927 in Wien eröffnet. Das können sich auch Ernestine und Anton zusammen mit ihrer Familie nicht entgehen lassen. Doch als das Licht nach der Vorstellung wieder angeht, ist einer der Besucher tot. Schnell wird klar, dass er nicht eines natürlichen Todes gestorben sein kann. Noch vor der Vorstellung kam es zu einer Rangelei zwischen den beiden Faber-Brüdern. Der eine angesehener Arzt, der andere Inhaber einer Stofffabrik.

Schnell trifft Ernestine bei ihren Nachforschungen auf die dunklen Geheimnisse in der Familie. Und dann ereignet sich auch noch ein weiterer Mord, dem der zweite Faber-Bruder zum Opfer fällt. Doch was steckt wirklich dahinter?

Die Autorin entführt den Leser gekonnt in das Wien der 20er Jahre und erzählt eine unterhaltsame Geschichte, die auch mit einer ordentlichen Portion Wiener Schmäh brilliert. Unheimliche und rätselhafte Morde und auch der aufkeimende Nationalsozialismus trüben zwar die Stimmung, doch kann man als Leser nicht anders, als am Ball zu bleiben. Denn eines kann auch Euch schon verraten, der Fall kann nicht einfach gelöst werden! Aber man stellt sich auch die Frage, ob und wie sich der Nationalsozialismus noch in den folgenden Bänden auf das Leben von Ernestine, Anton und ihrer Familie auswirken wird.

Ich fand die Schreibweise der Autorin und die Figuren wirklich sympathisch, sodass ich definitiv mehr von ihnen lesen möchte.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Das Geheimnis der Vergangenheit

Das Orangenblütenversprechen
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Der Roman „Das Orangenblütenversprechen“ von Eva-Maria Bast lädt schon mit dem Cover zu Träumen ein.

Eigentlich hat Magdalena scheinbar alles. Sie führt ein glückliches Leben mit ihrem eigenen Cafe „Little ...

Der Roman „Das Orangenblütenversprechen“ von Eva-Maria Bast lädt schon mit dem Cover zu Träumen ein.

Eigentlich hat Magdalena scheinbar alles. Sie führt ein glückliches Leben mit ihrem eigenen Cafe „Little Mallorca“ in London. Auf seltsame Weise fühlt sie sich von der spanischen Insel Mallorca angezogen. Und plötzlich bekommt sie ein überraschendes Schreiben, dass sie sich auf der Insel bei einem Notar melden soll, sie hat geerbt. Doch wer und was steckt hinter diesem mysteriösen Erbe? Die Neugier kann Magdalena nicht halten und so bricht sie nach Mallorca auf. Also nähert sie sich Schritt für Schritt einem lang gehüteten Familiengeheimnis. Was hat das Schicksal der jungen Maria Lourdes Fuentes, die vor hundert Jahren auf der Plantage gelebt hat, mit Magdalena zu tun?

Der Schreibstil der Autorin ist gelungen, leicht, flüssig und bildhaft. So genießt man es, die Figuren und auch die Insel kennenzulernen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, so begegnet man Maria Anfang des 20. Jahrhunderts und Magdalena lernt man in der Gegenwart um 1978 kennen.

Maria lernt man als selbstbewusste Frau kennen, die weit vor ihrer Zeit war. So kämpfte sie für den Bau der Eisenbahn in ihrer Region, um das Überleben der Orangenplantage ihres Vaters und der anderen Orangenbauern in der Umgebung zu sichern.

Angekommen auf Mallorca stellt sich Magdalena immer noch die Frage, wie sie zu einem Erbe auf der spanischen Insel kommt. Ein Herrenhaus, eine Orangenplantage und ein Marmeladenrezept. Mit Hilfe des Anwaltes Javier und Elena, einer alten Freundin von Maria, geht sie dem Geheimnis ihrer Familie auf den Grund. Und bald auch stößt ihre Großmutter zu ihren.

Die Geschichte ist spannend, fesselnd und doch gefühlvoll beschrieben. Eine Geschichte um ein Familiengeheimnis, was ich so definitiv nicht erwartet hätte. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Die dunklen Seiten von Wien

Dunkles Wien - Die Morde von Lainz
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Der Debütroman von Lisa Jeglitsch zeigt uns die dunklen Seiten von Wien. Eine Joggerin findet im Lainzer Tiergarten eine männliche Leiche. Ein Mord der irgendwie an einem Mord gleicht, der bereits vor ...

Der Debütroman von Lisa Jeglitsch zeigt uns die dunklen Seiten von Wien. Eine Joggerin findet im Lainzer Tiergarten eine männliche Leiche. Ein Mord der irgendwie an einem Mord gleicht, der bereits vor ein paar Jahren passiert ist. Und das ist es, was Kommissarin Laura Sturm zusehends beunruhigt. Außerdem ist da auch noch ihr Kollege Karl, der mehr für Laura empfindet, doch irgendwie scheint es nicht so recht zu funken.

Was den Fall so mysteriös erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass dem Toten Buchstaben in den Haut geritzt wurden. Wie sich herausstellt, ist der Tote der Sohn eines reichen Wiener Unternehmers. Auch wenn die Spuren einem alten Fall zu gleichen scheinen, wurde durch der damalige Täter bereits inhaftiert. Und so ist der Fall verzwickter, als es scheint...

Der Krimi „Dunkles Wien – Die Morde von Lainz“ ist spannend erzählt. Der Autorin ist es gelungen, das Geheimnis um den Täter beständig aufrechtzuerhalten. Das Miträtseln hat echt Spaß gemacht. Die Schreibweise der Autorin fesselt einen und die Protagonisten sind authentisch beschrieben und glaubhaft dargestellt. Auch Bo, der kleine Hund von Laura, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Ich bin schon jetzt gespannt, wie es mit den Geschichten um Laura und Karl weitergeht. Das Buch ist definitiv für alle geeignet, die gern spannende Geschichten mit Wiener Flair lesen!

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