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Veröffentlicht am 20.01.2026

Eine gelungene Comic-Adaption von Shakespeares weltberühmter Liebesgeschichte!

Romeo und Julia
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4,5 Sterne

Verona, Italien, fünfzehntes Jahrhundert. Die reichen und mächtigen Familien Montague und Capulet hassen einander – sobald sie aufeinander treffen, kommt es zu wüsten Beschimpfungen und blutigen ...

4,5 Sterne

Verona, Italien, fünfzehntes Jahrhundert. Die reichen und mächtigen Familien Montague und Capulet hassen einander – sobald sie aufeinander treffen, kommt es zu wüsten Beschimpfungen und blutigen Fechtkämpfen. Freundschaft oder gar Liebe ist zwischen den beiden Clans undenkbar. Und doch verlieben sich Romeo Montague und Julia Capulet unsterblich ineinander, als sie sich zum ersten Mal auf einem Maskenball begegnen. Aufgrund ihrer Familienfehde halten sie ihre Beziehung vor ihren Eltern geheim und wollen ohne deren Wissen heiraten. Doch dann kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem Romeo einen Cousin von Julia ersticht und daraufhin aus Verona verbannt wird. Julia erfährt währenddessen, dass ihre Eltern sie gegen ihren Willen mit dem Grafen Paris vermählen wollen. In ihrer Verzweiflung bittet Julia einen befreundeten Pater um Hilfe und lässt sich auf einen riskanten Plan ein. Ein Plan, der tödlich endet...

Auf dieses Buch war ich richtig gespannt! „Romeo und Julia“ oder generell William Shakespeare ist zwar eigentlich nicht so ganz mein Fall, aber als großer Comic-Fan war ich dennoch sofort Feuer und Flamme. Das Cover hat mich direkt angelacht und ein Blick dahinter konnte mich ebenfalls schnell begeistern. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wurde nicht enttäuscht. Dem Autorenduo Steve Barlow und Steve Skidmore ist es gemeinsam mit der Illustratorin Wendy Tan Shiau Wei sehr gut gelungen, das wohl bekannteste Theaterstück aller Zeiten als Graphic Novel neu zu interpretieren und für junge Leser*innen zugänglich zu machen.

In moderner Sprache (übersetzt von Katharina Hartwell) und wunderbaren Bildern erzählt das Künstlerteam die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia, die auch nach Jahrhunderten nichts von ihrer Relevanz verloren hat. Verbotene Liebe, Familie, Hass, Loyalität, Schuld, Auflehnung, Schicksal und Tod – die Themen dieses Dramas sind universal und ziehen uns auch heute noch in den Bann. Man taucht ein in eine Welt voller Intrigen und Leidenschaft und obwohl das Ganze sehr vereinfacht wurde, hat man nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. So bekommt man unter anderen die berühmtesten Zitate zu lesen wie „Oh, Romeo! Warum denn, Romeo?“ oder „Doch still, was schimmert durch das Fenster dort?“.

Ein besonderer Pluspunkt sind die Zusatzinfos, die es sowohl zu Beginn als auch im Anschluss gibt. Neben einer Einführung in die Handlung erfährt man auch eine Menge über den Aufbau des Theaterstücks und über William Shakespeares Leben und die damalige Zeit. Für den Schulunterricht ist diese Neuerzählung in meinen Augen ideal geeignet.

Auch in Sachen Innengestaltung vermag das Buch zu überzeugen, angefangen bei dem übersichtlichen Layout bis hin zu Wendy Tan Shiau Weis stimmungsvollen und ausdrucksstarken Zeichnungen, die den Text perfekt ergänzen. Die farbenfrohe und warme Kolorierung rundet das Leseerlebnis perfekt ab, sodass es einfach Spaß macht, in diesen Comic einzutauchen.

Fazit: Eine gelungene Comic-Adaption von Shakespeares weltberühmter Liebesgeschichte haben Steve Barlow, Steve Skidmore und Wendy Tan Shiau Wei hier geschaffen. Eine fesselnde, zeitlose und romantisch-tragische Graphic Novel ab 12 Jahren, die durch ihr wunderschönes Artwork und ihre interessanten Zusatzinformationen besticht. Also ich bin begeistert von dieser Neuinterpretation von „Romeo und Julia“, vor allem optisch ist sie für mich ein Highlight. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Spannend, unterhaltsam, wunderbar magisch. Eine gelungene Fortsetzung!

Die Hüter der flüsternden Schlüssel (2). Ruf des Magitoriums
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Nach unzähligen Umzügen und Schulwechseln hat Leena endlich ein Zuhause gefunden, das sich auch immer mehr wie ein Zuhause anfühlt. Das Magitorium wird mit jedem Tag mehr zu einem sicheren Wohlfühlort ...



Nach unzähligen Umzügen und Schulwechseln hat Leena endlich ein Zuhause gefunden, das sich auch immer mehr wie ein Zuhause anfühlt. Das Magitorium wird mit jedem Tag mehr zu einem sicheren Wohlfühlort für sie und in Kimie, Rudi und Pirro hat sie gute Freunde gefunden. Alles könnte perfekt sein, doch dann erhält das Magitorium einen Hilferuf von einer unbekannten Key Keeperin. Die Hüter fassen sofort den Entschluss, ihr zu helfen, doch was als eine Rettungsmission beginnt, entpuppt sich sehr schnell als eine neue, finstere Bedrohung. Irgendjemand aus der Vergangenheit möchte ein gefährliches Artefakt in seinen Besitz bringen. Ehe es sich die vier Freunde versehen, stecken sie mittendrin in einer gefährlichen Prüfung, die über ihr Schicksal als Hüter entscheidet. Neue Geheimnisse und Wahrheiten kommen ans Licht. Ob sie die Mission wohl meistern werden?

Hierbei handelt es sich im den zweiten Teil von „Die Hüter der flüsternden Schlüssel“ und es empfiehlt sich, den Vorgänger zu kennen, damit man dem Geschehen problemlos folgen kann.
Ich habe den ersten Band im vergangenen Jahr mit großer Begeisterung gelesen und konnte die Fortsetzung daraufhin kaum erwarten. Irgendwie lag das Buch dann aber viel länger ungelesen auf meinem Stapel als ursprünglich geplant – keine Ahnung warum. Über Weihnachten bin ich aber endlich dazu gekommen, es von meinem SuB zu befreien und es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Tanja Voosen weiß einfach, wie man tolle Kinderbücher schreibt. Mit ihrem gewohnt mitreißenden und humorvollen Schreibstil entführt sie uns zurück zu den Key Keepers. Dank kleiner Rückblicke ist man schnell wieder mittendrin im Geschehen und fiebert und bangt mit den Charakteren mit. Für mich persönlich gab es hier und da ein paar kleine Längen, die mein Lesevergnügen allerdings kaum geschmälert haben. Tanja Voosen hat einfach eine fantastische Welt erschaffen, voller Geheimnisse, Überraschungen und Magie. Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Leena und ihren Freundinnen Rudi, Kimie und Pirro tauchen wir noch tiefer in das Magitorium ein, treffen auf einige neue Gesichter und lernen alte Bekannte noch besser kennen. So erfahren wir unter anderem mehr über Kimies Vergangenheit, genauer gesagt über seinen Bruder, der seit Jahren spurlos verschwunden ist. Stellenweise gehen die Ereignisse ganz schön zu Herzen, unvorhersehbare Wendungen halten einen in Atem und wie man es von der Autorin kennt, gibt es immer mal wieder auch Futter für die Schmunzelmuskeln. Es macht einfach Spaß, die vier Kinder und ihre zwei sprechenden tierischen Gefährten zu begleiten. Die Vier sind und bleiben ein großartiges Team: Ziemlich verschieden, aber zusammen unschlagbar. Gemeinsam wachsen sie mutig über sich hinaus und zeigen uns einmal mehr, was wahre Freundschaft ausmacht.
Zum Ende hin wird es besonders aufregend, bis das Buch in einem gemeinen Cliffhanger endet. Was für ein Glück, dass mir eine lange Wartezeit auf den nächsten Band nun erspart bleibt. Das Finale ist bereits vor ein paar Monaten erscheinen und wird natürlich schnellstmöglich bei mir einziehen.

Auch optisch macht dieser Band ordentlich was her. Das Cover, das uns die Isabelle Hirtz gezaubert ist, ist der reinste Blickfang und passt einfach perfekt zur Geschichte dahinter. Die wenigen stimmungsvollen schwarz-weiß Innenillustrationen von Emma Gillette (von denen es liebend gerne noch viele mehr geben dürfte!) sind jedoch ebenfalls wieder echte Hingucker und machen das Leseerlebnis noch magischer.

Fazit: Eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung hat Tanja Voosen mit „Die Hüter der flüsternden Schlüssel - Ruf des Magitoriums“ geschaffen. Ein wunderbar magisches Abenteuer über die Kraft der Freundschaft und den Mut, an sich selbst zu glauben. Mir hat auch dieser Band total gut gefallen, ich kann diese Fantasytrilogie ab 10 Jahren nur empfehlen. Wer fantastische Welten und starke Held
innen mag, ist hier genau richtig. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Ein weiterer bezaubernder Folgeband, der einfach glücklich macht!

Flusskind 4: Millilu und der Geschmack von Glück
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Millilu ist immer noch auf der Suche nach ihrer Familie. Gemeinsam mit ihren beiden treuen tierischen Gefährtinnen, der Ziege Vanille und Henne Hennilotte, schippert sie mit ihrem Hausboot durch die Welt ...

Millilu ist immer noch auf der Suche nach ihrer Familie. Gemeinsam mit ihren beiden treuen tierischen Gefährtinnen, der Ziege Vanille und Henne Hennilotte, schippert sie mit ihrem Hausboot durch die Welt und trifft dabei auf viele wunderbare Menschen. Auf den Landstreicher Picaro zum Beispiel, dessen Geschichten mindestens genauso verrückt sind wie ihre und der gerade ganz schön tief in der Tinte sitzt. Er hat seiner Enkelin Alma in seinen Briefen erzählt, dass er ein König sei. Eigentlich wollte er ihr mit seinen fantasievollen Erzählungen nur eine Freude bereiten, aber Alma schenkt ihnen Glauben. Picaro möchte seine Enkelin endlich kennenlernen, traut sich aber nicht, ihr die Wahrheit zu sagen. Wie würde sie wohl reagieren, wenn sie erfährt, dass ihr Opa gar kein König ist, sondern nur ein Landstreicher? Für Millilu steht natürlich sofort fest, dass sie ihrem neuen Freund helfen muss. Ob das wohl gut geht?

Sabine Bohlmann gehört mittlerweile zu meinen liebsten Kinderbuchautor*innen. Die deutsche Autorin ist einfach immer ein Garant für wundervolle Kinderbücher, an denen man auch als Erwachsener seine helle Freude hat. Ihre Flusskind-Serie, bei der es sich um eine überarbeitete Neuauflage ihrer Wummelie-Bücher handelt, bildet da keine definitiv keine Ausnahme. An meine geliebten Frau Honig- und Willow-Geschichten reicht sie für mich persönlich zwar nicht ganz heran, aber in mein Herz geschlossen habe sie dennoch, sehr sogar. Auch der hier vorliegende vierte Band (der problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann) konnte mich von Anfang bis Ende verzaubern.

Auf ihre gewohnt liebevolle Weise entführt uns Sabine Bohlmann zurück in die Welt von Flusskindmädchen Millilu – eine überaus sympathische Protagonistin, die in gewisser Hinsicht sehr an Pippi Langstrumpf erinnert, mit ihrer selbstbewussten und etwas verrückten Art, ihren klugen Gedanken und ihrer ungewöhnlichen Lebenssituation. Wie Pippi muss man dieses aufgeweckte Mädchen einfach gernhaben, vor allem Kinder werden von ihr begeistert sein. Denn wie cool ist das bitte, ohne Eltern und mit zwei Tieren auf einem Hausboot durch die Welt zu schippern und jeden Tag zum Abenteuer zu machen? Auch ihre Begegnung mit Landstreicher Picaro, der mindestens genauso schräg ist wie sie, ist wie eine Wundertüte voller Überraschungen.
Neben einem Landstreicher, der das Land anstreicht; einer chaotischen Hochzeitsfeier und noch allerhand mehr erzählt dieser Band auch von Freundschaft, Hilfsbreitschaft, Lügenmärchen und dem Mut, über seinen Schatten zu springen und für seine Taten geradezustehen. Auch dieser Band ist einfach ein typisches Sabine-Bohlmann-Buch: Wohlig warm wie eine Umarmung und mit lauter herrlichen Ideen, zugleich aber auch überaus lehrreich, ohne belehrend zu wirken. Mir persönlich ist Millilu für ihr junges Alter manchmal etwas zu weise und besonnen, aber abgesehen davon bin ich mal wieder begeistert und habe das Lesen sehr genossen.

Auch die Illustratorin Simona Ceccarelli hat mal wieder einen fabelhaften Job gemacht, angefangen beim Cover, das das wunderbare Freiheitsgefühl dieser Reihe gekonnt einfängt, bis hin zu den zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die das Erzählte untermalen und einfach immer perfekt zu Sabine Bohlmanns Geschichten passen.

Fazit: „Flusskind – Millilu und der Geschmack von Glück“ ist ein weiterer zauberhafter Band der Flusskind-Reihe mit vielen schönen Weisheiten und einer starken jungen Heldin, die man gerne begleitet. Eine warmherzige und unterhaltsame Abenteuergeschichte ab 8 Jahren, die einfach glücklich macht. Ich kann euch diesen Band nur empfehlen, mir hat er großen Spaß gemacht. Auf Millilus nächstes Abenteuer, das im Frühjahr 2026 erscheinen wird, freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es sehr, sehr gute 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Spannend, geheimnisvoll, zeitlos schön. Ein weiterer toller Folgeband!

Abenteuer-Express (Band 4) – Gefahr im Mitternachtsexpress
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Eine neue Zugreise steht für Heny und seinen Onkel Nat an. Diesmal geht es für das Detektivduo undercover nach Deutschland, zum imposanten Anwesen der reichen Kratzensteins, das auf dem Brocken im Harz ...



Eine neue Zugreise steht für Heny und seinen Onkel Nat an. Diesmal geht es für das Detektivduo undercover nach Deutschland, zum imposanten Anwesen der reichen Kratzensteins, das auf dem Brocken im Harz liegt. Angeblich lastet ein Fluch auf der Familie, der auch für den Tod des Sohnes verantwortlich ist. Kann das wirklich stimmen? Doch was steckt sonst hinter den rätselhaften und unheimlichen Ereignissen? Ein neuer spannender Fall erwartet Henry und seinen Onkel...

Mit „Gefahr im Mitternachtsexpress“ geht die „Abenteuer-Express“ – Serie bereits in die vierte Runde, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Es wird zwar hin und wieder Bezug auf die vorangegangenen Ereignisse genommen, aber da dabei nicht zu viele Details verraten werden und die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind, sollte ein Einstieg mit Band 4 problemlos möglich sein. (Die drei Vorgänger sollte man sich aber dennoch auf keinen Fall entgehen lassen!)
Ich liebe diese Reihe, für mich ist sie sogar eine der besten Kinderkrimi-Reihen, die ich kenne. Die ersten drei Bände waren echte Highlights für mich, meine Erwartungen an den vierten Teil waren dementsprechend natürlich sehr hoch. Beim Cover war es bei mir mal wieder Liebe auf den ersten Blick, sieht es nicht toll aus? Die Geschichte dahinter konnte mich leider nicht ganz so begeistern wie die vorherigen Bände, allerdings lag die Messlatte auch ziemlich hoch. Nichtsdestotrotz hat mir aber auch dieser Band wahnsinnig viel Spaß gemacht und war für meinen Geschmack viel zu schnell beendet.

Dieses Mal entführt uns das britische Autorinnen-Duo Sam Sedgman und M. G. Leonard nach Deutschland und beschert uns ein weiteres abwechslungsreiches Detektivabenteuer in bester Agatha-Christie-Manier. Anders jedoch als der Titel vermuten lässt, nimmt der Mitternachtsexpress eher eine untergeordnete Rolle ein. Generell kommen Züge in diesem Band recht kurz. Sie finden zwar immer wieder ihren Weg in die Geschichte, aber im Gegensatz zu den Vorgängern spielt die Handlung diesmal nur wenig in einer Eisenbahn, sondern überwiegend auf Schloss Kratzenstein. Ich persönlich habe dieses besondere Zugfeeling ein bisschen vermisst, mochte aber auch die Burg-Kulisse sehr gerne. Sie bringt frischen Wind in die Reihe und passt mit ihren leicht schaurigen Vibes perfekt in die dunkle Jahreszeit.

Auch bezüglich Henry und seinem Onkel Nat hebt sich dieser Teil von den anderen Bänden ab. Während die beiden bisher eng als Team zusammengearbeitet haben, ist Henry hier eine lange Zeit auf sich alleine gestellt und zweifelt sogar öfters daran, ob er seinen Onkel wirklich kennt. Doch auch diesmal werden wichtige Themen großgeschrieben wie Freundschaft, Vertrauen, Familie und Zusammenhalt. Unser junger sympathischer Hauptprotagonist wird erneut auf neue interessante Leute treffen und sich mit anderen pfiffigen Kindern anfreunden, die sich gemeinsam mit ihm ins Abenteuer stürzen. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle. Wer beim Lesen gerne miträtselt und knifflige Codes mag, wird wieder ganz auf seine Kosten kommen. Der Fall ist äußerst clever aufgebaut, durchweg fesselnd und voller überraschender Wendungen. Ganz nebenbei lernt man auch wieder einiges über das Reiseziel, in diesem Fall also Deutschland. So kommt unter anderem der Kalte Krieg zur Sprache oder Goethes Faust – Wissen, das sicherlich auch für einige deutsche junge Leser
innen neu ist.

Abgerundet wird das Ganze wieder von Elisa Paganellis stimmungsvollen und detailreichen schwarz-weiß Illustrationen, die das Erzählte großartig ergänzen und auf eine wunderbare Weise zeigen, wie Henry die Welt sieht.

Fazit: Ein weiteres Mal trifft zeitgenössisches Setting auf Agatha Christie und Enid Blyton. Das Ergebnis ist ein spannender und atmosphärischer Kinderkrimi ab 10 Jahren, der zum Mitfiebern und Mitraten einlädt und auch Erwachsene zu fesseln vermag. Zeitlos schöner Lesespaß für Jung und Alt! Klug, informativ und unterhaltsam zugleich. Auch wenn ich diesen Band ein wenig schwächer finde als seine Vorgänger, bin ich mal wieder begeistert und schon voller Vorfreude auf das nächste detektivische Zugabenteuer. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Eine superspannende Fortsetzung!

Unico wird gejagt (Band 2)
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Das kleine Einhorn Unico hat die besondere Gabe, Menschen glücklich zu machen. Doch seine magische Fähigkeit weckt den Neid der Göttin Venus. Eifersüchtig verbannt sie das kleine Einhorn aus dem Himmel ...



Das kleine Einhorn Unico hat die besondere Gabe, Menschen glücklich zu machen. Doch seine magische Fähigkeit weckt den Neid der Göttin Venus. Eifersüchtig verbannt sie das kleine Einhorn aus dem Himmel und befiehlt dem Westwind Zephyrus, es durch Raum und Zeit zu tragen, bis sämtliche seiner Erinnerungen erloschen sind. Doch Zephyrus hat Mitleid mit Unico und bringt ihn stattdessen zu den Menschen. Vergessen, wer es einst war, erwacht das Einhorn in einer öden Fabrikstadt, regiert von einer finsteren Maschine, die sich selbst „Mutter“ nennt. Zum Glück trifft Unico kurz nach seiner Ankunft auf die freundliche Maus Garapachi, die ihn zu dem Mädchen Chiko und dessen Großvater bringt – die einzigen menschlichen Seelen in dieser verseuchten, trostlosen Stadt. Unico findet bei ihnen Unterschlupf und möchte der kranken Chiko unbedingt helfen. Denn „Mutter“ herrscht hier über alles und will auch Chiko allein für sich beanspruchen. Unico setzt alles daran, seine neuen Freunde zu retten, doch die Handlanger der Göttin Venus sind ihm bereits dicht auf den Fersen...

Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von „Unico erwacht“, ein Remake von Osamu Tezukas erfolgreicher Anime- und Manga-Serie aus den 1970er Jahren, neu erzählt von Samuel Sattin. Vorkenntnisse aus dem ersten Band sind nicht zwingend erforderlich, sie erhöhen aber den Lesegenuss.
Ich habe diesen Manga-Klassiker erst durch Sam Sattins Neuinterpretation kennengelernt und nachdem mich der Reihenauftakt sehr positiv überrascht hat, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Teil. Schon das Cover verspricht wieder jede Menge Action und Einhornpower und genau das bekommt man hier auch.

Erneut tauchen wir mit Einhorn Unico in eine fremde Stadt ein, wo Dunkelheit und Trostlosigkeit herrschen und sich unser kleiner Held ohne Erinnerungen zurechtfinden muss. Fans von zuckrig süßen Einhorngeschichten sind hier eher an der falschen Adresse – die Story kommt bisweilen ganz schön finster und unheimlich daher und ist vielleicht nicht für jedes achtjährige Kind geeignet. Dennoch halte ich das empfohlene Lesealter für angemessen. Es gibt auch einige unterhaltsame Momente und die Charaktere sind mal wieder so liebenswert gestaltet, dass man sie einfach gernhaben muss (bis auf die Bösewichte, versteht sich). Allein schon Unico ist ein wundervoller Charakter – freundlich, tapfer, mutig und hilfsbereit. Man schließt ihn sofort fest ins Herz, fühlt und fiebert mit ihm mit und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gekonnt wird wieder zwischen den Erzählperspektiven gewechselt, mal begleiten wir das kleine Einhorn und seine neuen Freundinnen, mal erfahren wir, was bei der Göttin Venus und Zephyrus vor sich geht.
Neben jeder Menge Spannung und Magie steckt die Geschichte auch voller Tiefe und vermittelt wichtige Themen wie Mitgefühl, Zusammenhalt und Freundschaft. Mich persönlich konnte dieser Teil nicht ganz so verzaubern wie der erste, irgendwie hat mir dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt. Spaß beim Lesen hatte ich aber dennoch, definitiv. Und da natürlich auch dieser Band mit einem fiesen Cliffhanger endet, kann ich das nächste Abenteuer kaum erwarten.

Optisch ist dieser Comic ein richtiges Highlight! Die farbenfrohen und ausdrucksstarken Zeichnungen des Illustrationsteams Gurihiru sind ein wunderbarer Mix aus gruselig und niedlich und fangen die Magie der Erzählung perfekt ein. Vor allem die Passagen, die ganz ohne Worte auskommen, sind überaus dynamisch und ziehen einen komplett in den Bann. Insgesamt ist die Textmenge ist wieder recht überschaubar, die Panelstruktur übersichtlich und klar. Für Lesemuffel und Erstleser
innen ist diese Reihe daher ideal geeignet (trotz der über 200 Seiten).

Fazit: „Unico wird gejagt“ ist eine weitere gelungene Neuerzählung von Osamu Tezukas großem Manga-Klassiker. Spannend, düster und liebevoll erzählt, eindrucksvoll illustriert und mit Figuren, die das Herz im Sturm erobern. Auch hier trifft Fantasy auf Mythologie, angesiedelt in einem modernen urbanen Setting – eine richtig coole Mischung, die nicht nur junge Leser*innen ab 8 Jahren zu fesseln vermag. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser Comic-Reihe. Auf den dritten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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