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Veröffentlicht am 05.03.2026

Unterhaltsamer Roman auf Teneriffa

Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus
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Jana Portas hat einen Roman geschaffen, der mit viel Humor um die Ecke kommt. Mia, die in einem Donut-Laden in Berlin arbeitet und sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, erlebt den Horror: Ihr Ex schreibt ...

Jana Portas hat einen Roman geschaffen, der mit viel Humor um die Ecke kommt. Mia, die in einem Donut-Laden in Berlin arbeitet und sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, erlebt den Horror: Ihr Ex schreibt einen Song, der groß raus kommt. Blöderweise hat er dabei Mias richtigen Namen und ihren Arbeitsplatz erwähnt, so dass Fans ihres Ex-Freundes sie stalken und beleidigen. Um ein wenig Abstand zu bekommen, will Mia für eine gewisse Zeit raus aus Berlin und findet mit Hilfe ihres Chefs einen "Urlaub gegen Hand" auf Teneriffa. Allerdings ahnt sie vorher nicht wirklich, was sie erwartet: Ihr neues Dorf, Madrigal, befindet sich mitten im Nichts, das einzige andere Dorf in der Nähe ist mit Madrigal verfeindet, und sie muss außer des Häuschens auch drei vorher nicht erwähnte Mini-Schweine hüten, die mit ihr im Haus leben. Doch Mia stellt sich der Herausforderung und wächst mit ihren Aufgaben. Sie findet Freunde im Dorf und Zeit zum Nachdenken - über sich, das Leben und ihre Einstellung zu Beziehungen. Welchen Einfluss dabei der ehemalige Smokejumper Tonio, sein Abuelito, die Dorfladeninhaberin Sofía und die Schriftstellerin Katy haben, sollten die Leser dann schon selbst herausfinden. Jana Portas macht Lust auf Spanien ohne viel Tourismus, schreibt humorvoll, bringt Geheimnisse hervor, beschreibt detailliert die Beschaffenheit der Insel und lässt verschiedene Charaktere wachsen. Ein Buch, das kein literarisches Meisterwerk ist, aber perfekt dazu dient, abzuschalten und Sangria zu machen, wenn das Leben dir eben mal wieder eine Orange gegeben hat.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Rasanter Start eines neuen portugiesischen Ermittlerteams

Die Tote von Nazaré
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Schon das Cover weckte die "Saudade" in mir, und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Krimi startet ungewohnt: Die Kölner Polizistin Maren Berger versucht, sich in Portugal von einem Überfall zu erholen. ...

Schon das Cover weckte die "Saudade" in mir, und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Krimi startet ungewohnt: Die Kölner Polizistin Maren Berger versucht, sich in Portugal von einem Überfall zu erholen. Noch immer hat sie große Erinnerungslücken. Doch bereits am ersten Morgen im portugiesischen Nazaré stolpert sie quasi über eine Leiche, die dann auch noch verschwunden ist, als Maren mit den portugiesischen Kollegen am Leichenfundort zurückkehrt. Als dann auch noch kurz danach die Leiche eines ehemaligen Kollegen aus Köln am Strand von Nazaré auftaucht, ist für sie schnell klar, dass diese Morde irgendetwas mit ihrem letzten Fall aus Köln zu tun haben müssen. Etwa auch der Überfall in der Bank, bei dem sie fast ihr Leben ließ? Rasant schlittert sie gemeinsam mit dem Portugieser Kripobeamten João Ferreira von einer brenzligen Situation in die nächste. Sowohl Maren als auch die portugiesischen Kollegen João und seine Kollegin Carolina Almeida hinterlassen einen Eindruck - jeder auf seine unterschiedliche Art und Weise. Das Gesamtkonstrukt dieses Krimiromans, der eine neue Reihe werden soll, gefällt mir sehr, und ich freue mich schon jetzt auf mehr spannende Fälle an der portugiesischen Küste.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Wundervolle Weihnachtsgeschichte - wenn auch mit etwas unweihnachtlichen Protagonisten

Ferdinand der letzte Weihnachtsdrache
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Wie das (Hör)Buch schon im Titel verrät, geht es um Ferdinand, den letzten Weihnachtsdrachen. Dieser hockt schon seit Ewigkeiten in einer Höhle und vermisst seine Mama, die er nach ihrem Tod als Stern ...

Wie das (Hör)Buch schon im Titel verrät, geht es um Ferdinand, den letzten Weihnachtsdrachen. Dieser hockt schon seit Ewigkeiten in einer Höhle und vermisst seine Mama, die er nach ihrem Tod als Stern am Himmel vermutet. Außerdem hütet er dort in der Höhle die drei Dracheneier, aus denen eigentlich seine Geschwister schlüpfen sollten. Aber ohne die Hilfe von seiner Mama wird das wohl nicht möglich sein.
Doch mit Hilfe seiner neuen Freunde, Hugo, der Fledermaus, und Henne Berta, nimmt die Geschichte eine schöne Wendung.
Beide kennen das Gefühl, alleine gelassen zu werden, weil sie anders sind. Gemeinsam mit den beiden kann Ferdinand entdecken, dass fast alles möglich ist, wenn man zusammen hält, auch wenn man noch so unterschiedlich ist.
Und schließlich muss man ja auch noch jemanden haben, der an Weihnachtsdrachen glaubt...
Meiner neunjährigen Tochter hat das Hörbuch sehr gefallen, auch wenn sie sich erst einmal an die Stimme des - wohl österreichischen - Sprechers gewöhnen musste. Die Geschichte hat eine angenehme Länge, es sind zwölf Kapitel, jedes um die zehn Minuten lang, so dass es auch nicht zu langatmig wird.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Lehrertypen unter die Lupe genommen

Mein Ego hat Ferien
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Mit viel Witz beschreibt Michaela Heidig in ihrem Buch "Mein Ego hat Ferien" verschiedene Lehrertypen und wie man mit ihnen am besten umgeht. Dabei wird sowohl der Lehrertyp aus der Ich-Perspektive geschildert ...

Mit viel Witz beschreibt Michaela Heidig in ihrem Buch "Mein Ego hat Ferien" verschiedene Lehrertypen und wie man mit ihnen am besten umgeht. Dabei wird sowohl der Lehrertyp aus der Ich-Perspektive geschildert (Wie sehe ich mich und meinen Unterricht?) als auch, wie Kolleg:innen und Schüler:innen den Lehrertypen meistens wahrnehmen. Mit lockeren Worten findet Michaela Heidig dabei Lösungsansätze, wie der Lehrer bzw. die Lehrerin die Wahrnehmung im Umfeld gegegenenfalls für sich positiv verändern kann. Sie schubst dezent kleine Anregungen in Richtung des jeweiligen Lehrertyps aber auch durchaus an die Menschen, die mit diesem Typ zu tun haben. Das geschieht mit so viel Humor und Feingefühl, dass durchaus auch der nicht im Bildungssystem arbeitende Mensch etwas daraus lernen kann, da man seine Mitmenschen aufgrund der zutreffenden Beschreibungen bestens erkennt.
Ich kann das Buch durchaus empfehlen - besonders für Lehrer:innen, da es zudem viel Einsicht in Unterrichtsstrukturen gibt.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Wenn ein cold case im Jahr 1850 liegt...

Manche Schuld vergeht nie
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... und eine Einheit der Kriminalpolizei zum Auflösen dieser Fälle in die Vergangenheit zurück reist, dann ist es ein Fall für Ali Dawson. Alis Abteilung der Polizei läuft unter strengster Geheimhaltung, ...

... und eine Einheit der Kriminalpolizei zum Auflösen dieser Fälle in die Vergangenheit zurück reist, dann ist es ein Fall für Ali Dawson. Alis Abteilung der Polizei läuft unter strengster Geheimhaltung, so dass Ali auch in diesem Fall nicht einmal ihrem Sohn Finn verrät, wo die Reise hingeht. Dieser macht sich allerdings schon bald große Sorgen, da seine Mutter nämlich ein viel größeres Problem hat: Sie steckt im Jahr 1850 fest. Während Alis Team angestrengt nach einer Lösung sucht, um Ali wieder in die Gegenwart zu befördern, gerät sie selbst in die Schwierigkeit, sich länger im 19. Jahrhundert als geplant aufzuhalten. Wie verhält man sich denn im 19. Jahrhundert, und wie sprach man? Was wurde schon erfunden oder geschrieben, was noch nicht? Ali findet ausgerechnet Unterschlupf bei dem Mann, der eines dreifachen Mordes beschuldigt wird und dessen Unschuld sie beweisen soll. In der Zwischenzeit gerät in der Gegenwart einiges durcheinander.
Das Buch lässt sich hervorragend lesen und ist spannend aufgebaut, so dass man einfach nicht die Lust am Weiterlesen verliert. Elly Griffiths schreibt den Krimi aus der Sicht verschiedener Personen (und somit auch Zeiten), was die Lektüre in meinen Augen aber nur noch spannender macht. Den Stern Abzug gibt es dafür, dass am Ende erstens sehr viele Fragen offen bleiben und zweitens ein paar Dinge nicht mehr ganz so schlüssig sind. Im Normalfall hätte ich dafür wahrscheinlich sogar zwei Sterne Abzug gegeben, habe mich aber dagegen entschieden, da im Nachwort der Autorin klar wird, dass es einen weiteren Band geben wird - der dann hoffentlich Antworten auf viele Fragen gibt.
Ich habe den Kriminalroman sehr gerne gelesen und freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung.

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