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Dani_Lisbeth

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2025

Auf Samtpfoten zum Nachdenken gebracht

Frankie
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Ein Kater, der eigentlich auf einer Mülldeponie lebt, trifft zufällig auf einen tief traurigen Mann, der sich umbringen will.
Frankie, der Kater, kann sprechen und er weiß so einiges über die Menschen. ...

Ein Kater, der eigentlich auf einer Mülldeponie lebt, trifft zufällig auf einen tief traurigen Mann, der sich umbringen will.
Frankie, der Kater, kann sprechen und er weiß so einiges über die Menschen. Gold, der seine Liebe verloren hat, sieht keinen Sinn mehr im Leben und weiß so gar nichts über Katzen.
Beide ziehen zusammen und entwickeln eine tiefe Verbundenheit.

Ein Buch, das auf Samtpfoten daherkommt und dem Leser kräftig auf das Zwergfell trommelt, die Krallen ausfährt gegen die Überheblichkeit der Menschen und schnurrend genossen werden will!
Einfach großartig: Frankie hat bei mir alle möglichen Emotionen angesprochen! Ich habe laut gelacht, gestaunt über so viel sanfte Weisheit und mich geärgert über so vieles, das wir als selbstverständlich ansehen.

Ich empfehle diese Sicht eines Katers - der auch als Kater spricht und denkt - sehr!
Man kann viel (über sich selbst) lernen.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Eine wunderschöne Graphic Novel

Freud
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Das Buch ist wirklich mit viel Liebe gestaltet worden. Die Bilder sind künstlerisch sehr ansprechend.
Die Einblicke in das private Leben des Psychoanalytikers sind gut recherchiert und sehr interessant. ...

Das Buch ist wirklich mit viel Liebe gestaltet worden. Die Bilder sind künstlerisch sehr ansprechend.
Die Einblicke in das private Leben des Psychoanalytikers sind gut recherchiert und sehr interessant.
Auch die Einbettung in die Geschehnisse der Zeit sind faszinierend dargestellt.
Tolle Bilder! Ich bin begeistert!

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Gelungene Sportsromance, die Lust auf die weiteren Teile der Reihe macht

Rival Darling
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Violett wird in ihrem letzten Schuljahr beim Onkel im kalten Minnesota abgesetzt - die Mutter hat beruflich viel um die Ohren und interessiert sich wenig für Violet. Der Tapetenwechsel in den Sommerferien ...

Violett wird in ihrem letzten Schuljahr beim Onkel im kalten Minnesota abgesetzt - die Mutter hat beruflich viel um die Ohren und interessiert sich wenig für Violet. Der Tapetenwechsel in den Sommerferien von Californien hierher bringt es mitnichten, dass Violett ständig freier, aber schnell lernt sie mit Jeremy einen vermeintlich tollen Jungen kennen. Der entpuppt sich aber als Kapitän der Eishockeymannschaft und Violet hat doch eine Keine-Sportler-Tegel. Nun sie macht eine Ausnahme für Jeremy - und wird bitter enttäuscht. Die Idee: eine Fake-Beziehung zu Reed, dem Kapitän der gegnerischen Mannschaft, ein „Darling-Devil“, wie er im Buche steht.

Die Geschichte um Violet und Reed wird aus wechselnder Perspektive der beiden dargestellt. Zudem lernt man Freunde und Familie kennen.
Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm; das Lesen fällt leicht.
Die Charaktere werden gut herausgearbeitet - mit all ihren Gedanken, Gefühlen und (Selbst-)Zweifeln.
Eine interessante Idee, den Ex-Freund mit einer Fake-Beziehung zum ärgsten Rivalen ärgern zu wollen. Natürlich klappt das mit dem Fake nicht so wirklich, aber zum Glück geht auch nicht alles völlig problemlos dem selbstverständlichen Happyend entgegen. Dafür sind die Charaktere mit ihren individuellen Unsicherheiten zu realistisch dargestellt.

Eine wundervolle Romanze, gut geschrieben und das Herz jeden Teenagers erobernd!
Klare Kaufempfehlung für junge Leser und auch für Frauen, die sich gerne mal beim Lesen auf´s Eis der Gefühle wagen, ein guter Griff.
Ich jedenfalls freue mich, dass es in den nächsten Bänden der Reihe um die Geschichte der beiden anderen Darling-Devil-Brüder geht, die so ganz andere Charaktere haben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Der Wolf in unserem Pelz

Wolf
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Es geht in den Wald, in ein Ferienlager mit vielen Gleichaltrigen und Kemi muss mit: unfreiwillig und ohne auch nur irgendetwas an der Situation, dem Wald, den Gleichaltrigen in einer abgeschlossenen Gruppe ...

Es geht in den Wald, in ein Ferienlager mit vielen Gleichaltrigen und Kemi muss mit: unfreiwillig und ohne auch nur irgendetwas an der Situation, dem Wald, den Gleichaltrigen in einer abgeschlossenen Gruppe in den Ferien oder der Natur im Allgemeinen zu mögen.
Aber seine alleinerziehende Mutter kann ihn nicht betreuen und so ist es beschlossen.
Kemi lässt den Leser nun an all seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben - er beschreibt, beurteilt und lässt dabei nichts aus.
Er ist ein besonderer Junge, das ist schnell zu merken, seine Sprache zum Teil sehr erwachsen, seine Gedanken gewitzt und seine Worte schnörkellos.
Eben sehr ehrlich.
Und so beschreibt er auch ehrlich, wie es ist, wenn in einer Gruppe ein Kind nicht nur anders ist, sondern auch noch zum Außenseiter gemacht wird.
Er beschreibt das Machtungleichgewicht, die Wehrlosigkeit, die Unschuld am Anderssein. Aber genauso schonungslos beschreibt er, wie man zum Zuschauenden wird, der selbst nichts unternimmt, obwohl man es besser weiß.

Aus meiner Sich ein wirklich starkes Buch zum Thema soziale Gruppe, Ausgrenzung, Mobbing und den Gefühlen, die dies in Kindern auslöst - und das nicht nur in den Opfern oder Tätern, sondern auch in den Zuschauenden, die nichts unternehmen.
Das Buch ist dabei so ehrlich, dass es einen immer wieder an eigene Erlebnisse erinnert und man sich wirklich mittendrin fühlt.
Aber gleichzeitig schildert Stanisiç die Innenwelt des Kemi in einer so herzerfrischend lustigen und ideenreichen Sprache, dass man auch herzhaft lachen und den Kopf schütteln kann.

Insgesamt eine klare Kaufempfehlung!
Ein schonungslos ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden und das Miterleben von Mobbing. Ein leicht und witzig zu lesender Innenblick eines Jungen, der weiß, wie es ist, nicht zu einer Gruppe zu gehören, und der gleichzeitig nicht stark genug ist, seinen Emotionen zu trauen.
Stanisiç erdrückt den Lesenden nicht mit dem Thema einer sich zuspitzenden Mobbingsituation oder hebt den moralischen Zeigefinger.
Es bleibt viel Platz zum Nachdenken, eigene Ideen hineinfinden und interpretieren.
Alleine, ob das Buch mit relativ wenig Handlung, sondern mehr subtiler Erzählung bei Jugendlichen den Nerv trifft, den es verdient, wage ich zu bezweifeln. Leider, den verdient hätte es es!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

24 Kapitel - Masche um Masche, Wort um Wort kuschelig

Stricktraum und Weihnachtszauber. Eine Kreativ-Romance. Mit Multimuster-Tuch-Knit-Along. Adventskalenderbuch
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Olivia hat mit ihrem Freund Schluss gemacht und die gemeinsame Wohnung in London verlassen. Sie setzt sich ab in die Cotswolds, um in Ruhe und unkommentiert Arbeiten gut können. Sie ist Workaholic und ...

Olivia hat mit ihrem Freund Schluss gemacht und die gemeinsame Wohnung in London verlassen. Sie setzt sich ab in die Cotswolds, um in Ruhe und unkommentiert Arbeiten gut können. Sie ist Workaholic und Weihnachtsmuffel. Sie Auszeit in dem kleinen Dorf Greenhill soll dazu dienen, ungestört arbeiten und dem Weihnachtsstress mit der Familie entfliehen zu können. Doch in Greenhill bleibt keiner lange allein und ungestört: Es wird Gemeinsamkeit zelebriert, gestrickt und Tee getrunken…

Schon das Cover des Buches ist einfach cozy - warme Farben auf schneebedecktem Hintergrund und ein glitzernder Schriftzug - da weiß man gleich, worauf man sich einläßt.
Die Liebesgeschichte zwischen Olivia, die eigentlich ihre Ruhe haben wollte, und Jacob, der den Strickladen des Ortes geerbt hat, verläuft zunächst holprig, aber schnell knisternd.
Der Schreibstil hat seine Mängel in der Orthographie und vor allem der Zeichensetzung: Ich habe selten erlebt, dass dauernd zu viele Kommata gesetzt werden. Das bremst den Lesefluss schon. Aber die verwendete Sprache an sich ist einfach hinreißend: Eine wirklich wärmende Liebesgeschichte, die auch noch sprachlichen Humor aufweist.
Natürlich sind die Handlung und das Ende der Geschichte nicht wirklich überraschend, aber es ist einfach einwirklich gut gelungene Liebesgeschichte, die einem die Weihnachtszeit so richtig versüßt.
Mir persönlich waren die 24 Kapitel, die das Buch zu einem Adventskalender machen, oft einfach zu kurz - ich wollt einfach weiterlesen, weil es so schön war. Verratet mich nicht - ich habe daher ein paarmal gemogelt.
Das Stricktuch, welches nebenbei in 24 Stickabschnitten entstehen kann, ist sicherlich nicht unbedingt anfängerInnengeeignet. Ich bin wirklich gutbestrickt und habe mich anfangs ganz schön reinfuchsen müssen. Aber zum Glück gibt es sogar ein Videotutorial, um den Beginn zu erleichtern. Auch beim fertigen Ergebnis ist mein Empfinden, dass es nicht 24 verschiedene Muster hätten sein müssen. Das sorgt zwar für Abwechslung, aber mir hätte das Endergebnis vielleicht noch besser gefallen, wenn die Muster zum Schluss nicht nur 1.2 cm breit wären. Dafür hätte ich Wiederholungen bereitwillig hingenommen. Aber das ist Geschmackssache und Meckern auf sehr hohem Niveau. Denn das Tuch sieht toll aus und wird mich nun immer an diesen schönen Roman erinnern.
Man kann das Buch aber auch getrost lesen, ohne zu stricken!

Für mich eine wirkliche Wohltat:
Stricken und Lesen - etwas Beruhigerendes und Entspannenderes kann man sich an langen Winterabenden kaum wünschen - ach ja, vielleicht noch der passende Tee dazu. Daher ist das Buch für mich ein wirklich gelungener Begleiter durch die Adventszeit.

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