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Dani_Lisbeth

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

Eine Liebe, die tief das Herz berührt

Last Kiss of Summer
2

Die 18Jährige Sera Watkins kehrt nach zwei Jahren, in denen sie um ihre Gesundheit kämpfen musste, nach Cape Cod zurück. Sie ist schwer herzkrank, musste schon als Baby operiert werden und hatte zwei harte ...

Die 18Jährige Sera Watkins kehrt nach zwei Jahren, in denen sie um ihre Gesundheit kämpfen musste, nach Cape Cod zurück. Sie ist schwer herzkrank, musste schon als Baby operiert werden und hatte zwei harte Jahre. Northport aber ist der Ort, an dem sie sich zuhause fühlt, wo sie immer schon ihrer Leidenschaft der Malerei nachgehen konnte und wo sie sich in Luke verliebte. Mit Luke teilt Sera im wahrsten Sinne ihr Herz, aber aus Freundschaft wurde keine Liebe und aus der vertanen Liebe wurde ein Ende der Freundschaft. Nun begegnen beide einander wieder.

Last Kiss of Summer ist das erste Buch von Jessica M. Felleman. Und diese YA-Romance hat es in sich! Denn Felleman gelingt nicht nur eine wunderschöne Romance, die den Sommer zelebriert, sondern auch eine gut recherchierte Story, die für junge Menschen ab 14 bestens geeignet ist, wie ich finde.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Charaktere – vor allem natürlich Sera und Luke, aber auch Seras Familie und die gemeinsame Freundin Maddy – sind sehr liebevoll angelegt.

Sera war schon vor zwei Jahren in Luke verliebt, glaubt aber, von ihm einen eindeutigen Korb bekommen zu haben. Ihr ehemals bester Freund Luke hat eigentlich das gleiche Empfinden – aber können die beiden nach allem, was geschehen ist, noch zueinander finden? Felleman schildert eine unglaublich emotionale, zu Tränen verleitende und sehr langsam wachsende Liebesgeschichte. Diese ist sensibel und behandelt auch das Thema Herzkrankheiten und persönliche Verluste und Enttäuschungen sehr ehrlich und einfühlsam. Das Ende des Sommers und der Geschichte hielten für meinen Geschmack nicht ganz, was das Buch bis dahin versprach, aber da möge jeder Lesende selbst entscheiden.


Ob Sera ein Happyend erleben wird, sollte man selbst erlesen, denn das Buch ist wirklich empfehlenswert. Besonders junge Romance-Fans werden hier nicht enttäuscht. Aber auch ich habe nicht wenige Taschentücher verbraucht und bin dankbar, auf dieses Buch gestoßen zu sein.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 19.01.2026

Gelungene Sportsromance, die Lust auf die weiteren Teile der Reihe macht

Rival Darling
0

Violett wird in ihrem letzten Schuljahr beim Onkel im kalten Minnesota abgesetzt - die Mutter hat beruflich viel um die Ohren und interessiert sich wenig für Violet. Der Tapetenwechsel in den Sommerferien ...

Violett wird in ihrem letzten Schuljahr beim Onkel im kalten Minnesota abgesetzt - die Mutter hat beruflich viel um die Ohren und interessiert sich wenig für Violet. Der Tapetenwechsel in den Sommerferien von Californien hierher bringt es mitnichten, dass Violett ständig freier, aber schnell lernt sie mit Jeremy einen vermeintlich tollen Jungen kennen. Der entpuppt sich aber als Kapitän der Eishockeymannschaft und Violet hat doch eine Keine-Sportler-Tegel. Nun sie macht eine Ausnahme für Jeremy - und wird bitter enttäuscht. Die Idee: eine Fake-Beziehung zu Reed, dem Kapitän der gegnerischen Mannschaft, ein „Darling-Devil“, wie er im Buche steht.

Die Geschichte um Violet und Reed wird aus wechselnder Perspektive der beiden dargestellt. Zudem lernt man Freunde und Familie kennen.
Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm; das Lesen fällt leicht.
Die Charaktere werden gut herausgearbeitet - mit all ihren Gedanken, Gefühlen und (Selbst-)Zweifeln.
Eine interessante Idee, den Ex-Freund mit einer Fake-Beziehung zum ärgsten Rivalen ärgern zu wollen. Natürlich klappt das mit dem Fake nicht so wirklich, aber zum Glück geht auch nicht alles völlig problemlos dem selbstverständlichen Happyend entgegen. Dafür sind die Charaktere mit ihren individuellen Unsicherheiten zu realistisch dargestellt.

Eine wundervolle Romanze, gut geschrieben und das Herz jeden Teenagers erobernd!
Klare Kaufempfehlung für junge Leser und auch für Frauen, die sich gerne mal beim Lesen auf´s Eis der Gefühle wagen, ein guter Griff.
Ich jedenfalls freue mich, dass es in den nächsten Bänden der Reihe um die Geschichte der beiden anderen Darling-Devil-Brüder geht, die so ganz andere Charaktere haben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Der Wolf in unserem Pelz

Wolf
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Es geht in den Wald, in ein Ferienlager mit vielen Gleichaltrigen und Kemi muss mit: unfreiwillig und ohne auch nur irgendetwas an der Situation, dem Wald, den Gleichaltrigen in einer abgeschlossenen Gruppe ...

Es geht in den Wald, in ein Ferienlager mit vielen Gleichaltrigen und Kemi muss mit: unfreiwillig und ohne auch nur irgendetwas an der Situation, dem Wald, den Gleichaltrigen in einer abgeschlossenen Gruppe in den Ferien oder der Natur im Allgemeinen zu mögen.
Aber seine alleinerziehende Mutter kann ihn nicht betreuen und so ist es beschlossen.
Kemi lässt den Leser nun an all seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben - er beschreibt, beurteilt und lässt dabei nichts aus.
Er ist ein besonderer Junge, das ist schnell zu merken, seine Sprache zum Teil sehr erwachsen, seine Gedanken gewitzt und seine Worte schnörkellos.
Eben sehr ehrlich.
Und so beschreibt er auch ehrlich, wie es ist, wenn in einer Gruppe ein Kind nicht nur anders ist, sondern auch noch zum Außenseiter gemacht wird.
Er beschreibt das Machtungleichgewicht, die Wehrlosigkeit, die Unschuld am Anderssein. Aber genauso schonungslos beschreibt er, wie man zum Zuschauenden wird, der selbst nichts unternimmt, obwohl man es besser weiß.

Aus meiner Sich ein wirklich starkes Buch zum Thema soziale Gruppe, Ausgrenzung, Mobbing und den Gefühlen, die dies in Kindern auslöst - und das nicht nur in den Opfern oder Tätern, sondern auch in den Zuschauenden, die nichts unternehmen.
Das Buch ist dabei so ehrlich, dass es einen immer wieder an eigene Erlebnisse erinnert und man sich wirklich mittendrin fühlt.
Aber gleichzeitig schildert Stanisiç die Innenwelt des Kemi in einer so herzerfrischend lustigen und ideenreichen Sprache, dass man auch herzhaft lachen und den Kopf schütteln kann.

Insgesamt eine klare Kaufempfehlung!
Ein schonungslos ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden und das Miterleben von Mobbing. Ein leicht und witzig zu lesender Innenblick eines Jungen, der weiß, wie es ist, nicht zu einer Gruppe zu gehören, und der gleichzeitig nicht stark genug ist, seinen Emotionen zu trauen.
Stanisiç erdrückt den Lesenden nicht mit dem Thema einer sich zuspitzenden Mobbingsituation oder hebt den moralischen Zeigefinger.
Es bleibt viel Platz zum Nachdenken, eigene Ideen hineinfinden und interpretieren.
Alleine, ob das Buch mit relativ wenig Handlung, sondern mehr subtiler Erzählung bei Jugendlichen den Nerv trifft, den es verdient, wage ich zu bezweifeln. Leider, den verdient hätte es es!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

24 Kapitel - Masche um Masche, Wort um Wort kuschelig

Stricktraum und Weihnachtszauber. Eine Kreativ-Romance. Mit Multimuster-Tuch-Knit-Along. Adventskalenderbuch
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Olivia hat mit ihrem Freund Schluss gemacht und die gemeinsame Wohnung in London verlassen. Sie setzt sich ab in die Cotswolds, um in Ruhe und unkommentiert Arbeiten gut können. Sie ist Workaholic und ...

Olivia hat mit ihrem Freund Schluss gemacht und die gemeinsame Wohnung in London verlassen. Sie setzt sich ab in die Cotswolds, um in Ruhe und unkommentiert Arbeiten gut können. Sie ist Workaholic und Weihnachtsmuffel. Sie Auszeit in dem kleinen Dorf Greenhill soll dazu dienen, ungestört arbeiten und dem Weihnachtsstress mit der Familie entfliehen zu können. Doch in Greenhill bleibt keiner lange allein und ungestört: Es wird Gemeinsamkeit zelebriert, gestrickt und Tee getrunken…

Schon das Cover des Buches ist einfach cozy - warme Farben auf schneebedecktem Hintergrund und ein glitzernder Schriftzug - da weiß man gleich, worauf man sich einläßt.
Die Liebesgeschichte zwischen Olivia, die eigentlich ihre Ruhe haben wollte, und Jacob, der den Strickladen des Ortes geerbt hat, verläuft zunächst holprig, aber schnell knisternd.
Der Schreibstil hat seine Mängel in der Orthographie und vor allem der Zeichensetzung: Ich habe selten erlebt, dass dauernd zu viele Kommata gesetzt werden. Das bremst den Lesefluss schon. Aber die verwendete Sprache an sich ist einfach hinreißend: Eine wirklich wärmende Liebesgeschichte, die auch noch sprachlichen Humor aufweist.
Natürlich sind die Handlung und das Ende der Geschichte nicht wirklich überraschend, aber es ist einfach einwirklich gut gelungene Liebesgeschichte, die einem die Weihnachtszeit so richtig versüßt.
Mir persönlich waren die 24 Kapitel, die das Buch zu einem Adventskalender machen, oft einfach zu kurz - ich wollt einfach weiterlesen, weil es so schön war. Verratet mich nicht - ich habe daher ein paarmal gemogelt.
Das Stricktuch, welches nebenbei in 24 Stickabschnitten entstehen kann, ist sicherlich nicht unbedingt anfängerInnengeeignet. Ich bin wirklich gutbestrickt und habe mich anfangs ganz schön reinfuchsen müssen. Aber zum Glück gibt es sogar ein Videotutorial, um den Beginn zu erleichtern. Auch beim fertigen Ergebnis ist mein Empfinden, dass es nicht 24 verschiedene Muster hätten sein müssen. Das sorgt zwar für Abwechslung, aber mir hätte das Endergebnis vielleicht noch besser gefallen, wenn die Muster zum Schluss nicht nur 1.2 cm breit wären. Dafür hätte ich Wiederholungen bereitwillig hingenommen. Aber das ist Geschmackssache und Meckern auf sehr hohem Niveau. Denn das Tuch sieht toll aus und wird mich nun immer an diesen schönen Roman erinnern.
Man kann das Buch aber auch getrost lesen, ohne zu stricken!

Für mich eine wirkliche Wohltat:
Stricken und Lesen - etwas Beruhigerendes und Entspannenderes kann man sich an langen Winterabenden kaum wünschen - ach ja, vielleicht noch der passende Tee dazu. Daher ist das Buch für mich ein wirklich gelungener Begleiter durch die Adventszeit.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Kein „Safe Space“ - wirklich nirgendwo!

Safe Space
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Anna, aus deren Perspektive der Haupterzählstrang geschildert wird, geht als junge forensische Psychologin in die JVA, um dort in einer sozialtherapeutischen Abteilung mit Schwerverbrechern zu arbeiten. ...

Anna, aus deren Perspektive der Haupterzählstrang geschildert wird, geht als junge forensische Psychologin in die JVA, um dort in einer sozialtherapeutischen Abteilung mit Schwerverbrechern zu arbeiten. Gleichzeitig verfolgt sie hierbei aber auch einen privaten (Rache-)Plan. Und sie ist damit nicht allein, denn ihr Gegenspieler verstrickt sie in ein mörderisches Spiel – doch wer ist es?

Aus meiner Sicht ein psychologisch fundierter Thriller, der seinem Genre alle Ehre macht!
Viele verschiedene Erzählstränge und Stilmittel wie Tagebucheinträge und Rückblenden lassen die Figuren lebendig werden. Man kann sich einfühlen, mitfühlen und mitleiden.
Gleichzeitig wird der Spannungsbogen bis zum Bersten ausgereizt. Immer wieder finden Wendungen in der Geschichte statt, mit denen nicht zu rechnen war.
Der Titel ist einfach genial gewählt, denn er trifft auf schon fast unheimliche Art auf so viele Bereiche zu!
Und wenn ich auch mehrfach Momente hatte, in denen ich dachte, dass etwas nicht ganz rund ist, so gab es jedes Mal irgendwann doch eine logische Erklärung. Prima, denn ich bin sehr enttäuscht, wenn sich Ungereimtheiten einstellen, ein Ende mir unlogisch oder einfach nur zu platt vorkommt. Bei einer recht neuen Autorin hatte ich da zugegebenermaßen schon etwas Bedenken. Aber hier wurde ich nicht enttäuscht: Alle Fäden wurden wieder aufgenommen und zu Ende gesponnen.
Auch die psychologischen Hinter- und Abgründe sind fachlich nicht zu beanstanden.
So macht Thrillerlesen Spaß! Ich jedenfalls werde die Autorin weiterhin im lesenden Auge behalten und mich bestimmt bald an ihr erstes Buch begeben!

Ein Psycho-Thriller mit so vielen plötzlichen Wendungen, dass einem dabei ganz schwindelig werden kann!
Wer sich aber darauf einlassen kann, dass man dranbleiben und sich manchmal auch ein wenig gedulden muss, bis etwas aufgeklärt wird, wird hier mit einer ordentlichen Portion Nervenkitzel belohnt! Dieses Buch ist wirklich psycho!

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