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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2018

Wie viel kann man vergeben

Nichts ist gut. Ohne dich.
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Lea Coplin zeigt ihn ihrem neuen Buch auf beeindruckende Weise, wie ein tragischer Unfall in der Vergangenheit das Leben von Menschen auch noch viele Jahre später beeinflusst. Doch kann man sich wirklich ...

Lea Coplin zeigt ihn ihrem neuen Buch auf beeindruckende Weise, wie ein tragischer Unfall in der Vergangenheit das Leben von Menschen auch noch viele Jahre später beeinflusst. Doch kann man sich wirklich auf Erinnerungen und Erzählungen der Vergangenheit verlassen?

Die Geschichte von Jana und Leander hat mich nicht von Anfang an gepackt, doch je mehr ich in der Geschichte war, umso fesselnder wurde diese. Das Gefühlschaos aller Beteiligten wurde von der Autorin auf sehr gekonnte Weise vermittelt und man war sich nie ganz so sicher, wo die Geschichte am Ende hinlaufen wird. Dazu ein paar überraschende Enthüllungen und man war dann doch gefesselt. Die Protagonisten an sich waren sehr schön mitten aus dem Leben genommen mit all ihren Schwächen und Zweifeln. Und über der ganzen Geschichte schwebte stets die Frage, wie viel kann man am Ende verzeihen, was sie für mich nochmals auf eine ganz andere emotionale Ebene gehoben hat. Man wird es nicht bereuen, das Buch gelesen zu haben.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Amüsanter historischer Roman

Das wilde Herz der Lady Gwen
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Einem Buch, welches in Schottland spielt, kann ich nur schwer widerstehen, und so war es auch bei diesem Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn Lady Gwendolyn ist unterhaltsam, einzigartig, stur wie ...

Einem Buch, welches in Schottland spielt, kann ich nur schwer widerstehen, und so war es auch bei diesem Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn Lady Gwendolyn ist unterhaltsam, einzigartig, stur wie ein Esel und einfach ein tolle weiblicher Charakter zu einer Zeit, in der Frauen eigentlich oft nur das Heimchen am Herd sind. Es ist beeindruckend, wie sie ihre Schwester vor einem schweren Schicksal bewahren will und dabei selber in ein unglaubliches Abenteuer stolpert. Amüsante Charaktere und ein flüssiger Schreibstil haben sehr gut durch die Geschichte geführt, die die und da etwas vorhersehbar war, jedoch stets unterhalten konnte. Dabei hat das Setting im schönen Schottland sein weiteres getan, dass man nur so durch das Buch geflogen ist und einfach mal für ein paar Stunden abschalten konnte.

Veröffentlicht am 13.02.2018

Komplexer Vampirroman

Bloodspell - Es lebe die Nacht!
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Norma Feye hat mir Bloodspell einen komplexen Vampirroman geschaffen, der in zweit Zeitebenen spielt und die quirlige Modewelt mit dem harten Anwaltsbusiness verbindet. Dabei begleiten wir die Modedesignerin ...

Norma Feye hat mir Bloodspell einen komplexen Vampirroman geschaffen, der in zweit Zeitebenen spielt und die quirlige Modewelt mit dem harten Anwaltsbusiness verbindet. Dabei begleiten wir die Modedesignerin Viva Auldwin, wie sie sich den Herausforderungen des Lebens und ihren Ängsten vor allen vor der Liebe stellt.

Die Komplexität des Romans hat mich positiv überrascht, jedoch hatte ich einige Schwierigkeiten mit den beiden Handlungssträngen. Man hat recht früh eine Ahnung, wie sie zusammen hängen könnten, jedoch konnte sie dich Spannung nicht bei beiden Konstant aufrecht erhalten. Zudem kamen die Wechsel doch zu oft und nicht klar genug abgesetzt.
Viva als Charakter ist wirklich spannend zu erleben und sie wurde mit vielen Facetten gezeichnet. Sie lebt aber vor allen auch durch ihre beiden, die der Geschichte den nötigen Pep gegeben haben. Alle Charaktere waren jedoch sehr schön glaubwürdig und haben recht nachvollziehbar gehandelt.

Die Geschichte hatte wie schon angesprochen zwischendurch so einige Längen, konnte aber vor allen zum Schluss noch einmal mit so einige Höhepunkten aufwarten. Es wäre schon gewesen, wenn diese Spannungsmomente besser verteilt gewesen wären. Dennoch kann man das Buch gut lesen und wird gut unterhalten. Spannende Charaktere und ein Spannungsfeuerwerk trösten über so manche nicht so mitreißende Szene hinweg.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Nur ein Beschützer oder mehr?

Mit allem, was ich habe
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Ein Bodyguard und ein reiches Mädchen, da habe ich eine sehr klischeehafte Geschichte mit wenig Tiefe und viel Erotik erwartet. Aber Jody Ellen Malpas konnte mich überraschen. Ja, die Grundgeschichte ist ...

Ein Bodyguard und ein reiches Mädchen, da habe ich eine sehr klischeehafte Geschichte mit wenig Tiefe und viel Erotik erwartet. Aber Jody Ellen Malpas konnte mich überraschen. Ja, die Grundgeschichte ist wie gedacht und ja, es gibt sicherlich die ein oder andere erotische Szene. Aber die Charaktere sind überraschend tiefsinnig und anders als befürchtet.

Camille ist nicht das verwöhnte reiche Töchterchen, sondern eine starke junge Frau, die sich ihre Freiheit und Unabhängigkeit im Leben erkämpfen möchte. Jake wiederum ist der harte Kämpfer, wie man das von einem Bodyguard wohl auch erwartet, hat jedoch erstaunlich weiche Seiten, von denen er zwischenzeitlich selber erschrocken ist. Beide kämpfen mit ihren Dämonen aus der Vergangenheit und ergänzen sich daher in dieser Hinsicht sehr gut.
Die Geschichte an sich war etwas vorhersehbar und hatte einige Längen. Man wurde jedoch trotzdem gut unterhalten. Das Geheimnis um die Gefahr um Camille steht im Vordergrund, auch die Dämonen der beiden. Zwischenzeitlich lag der Fokus jedoch zu sehr auf der körperlichen Beziehung, die Autorin konnte das Ruder zu Ende jedoch noch einmal rumreißen.

Für mich ein solides Buch, welches zu unterhalten vermag. Die Charaktere sind komplexer als erwartet und können so manche inhaltliche Länge gut ausgleichen.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Ergreifendes Familiendrama

Das Glück an Regentagen
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Marissa Stapley hat mit “Das Glück an Regentagen” ein mehrere Generationen umfassendes Familiendrama um Mae geschrieben. Denn als Mae nach langer Abwesenheit in ihre Heimat zurück kommt, plaudert ihre ...

Marissa Stapley hat mit “Das Glück an Regentagen” ein mehrere Generationen umfassendes Familiendrama um Mae geschrieben. Denn als Mae nach langer Abwesenheit in ihre Heimat zurück kommt, plaudert ihre Demenzkranke Großmutter ein Geheimnis aus, welches viele Jahre gut behütet war und so manche Handlung in der Vergangenheit in ein ganz anderes Licht rückt.

Die Geschichte baut sich schön in Etappen auf und so manches Geheimnis und Missverständnis aus der Vergangenheit kommt so nach und nach ans Licht. Man begleitet dabei Mae und ihre Großmutter und weiter Charaktere zu verschiedenen Zeiten und und es werden so schön verschiedenen Perspektiven um Maes Geschichte vermittelt. Am Anfang muss man sich etwas auf die Geschichte einlassen, sie schafft es jedoch, den Leser zu fesseln und zu erstaunen. Die Geschichte ist jedoch keine munter heitere Liebesgeschichte, sondern definitiv etwas tiefsinniger und zeigt schön, wie geprägt Menschen von doch von Kindheitserinnerungen sind und was Handlungen und Entscheidungen in der Vergangenheit noch für eine Macht in der Gegenwart haben.

Ein interessantes Familiendrama, welches zu fesseln und begeistern weiß. Viele Perspektiven erschweren das Lesen etwas, bringen die Geschichte jedoch sehr schön vielschichtig rüber.