Eine sehr starke Dystopie mit viel Humor rund um den Tod
Whispers of DestinyWir befinden uns im Jahr 2096 und auf einer Erde, welche gegen die Menschen arbeite. Sinnfluten, saurer Regen und zu wenig Nahrung für die Überbevölkerung sorgen dafür, dass sich ein Klassensystem in mehreren ...
Wir befinden uns im Jahr 2096 und auf einer Erde, welche gegen die Menschen arbeite. Sinnfluten, saurer Regen und zu wenig Nahrung für die Überbevölkerung sorgen dafür, dass sich ein Klassensystem in mehreren Stufen entwickelt hat.
In der dritten Stufe, welche Menschen erlaubt zu arbeiten und dafür eine Wohnung haben und ein bisschen was an Essenrationen, ist man noch zu gut dran, um zu sterben, aber nicht gut dran, wenn man erkrankt. So erfährt die 21-Jährige Blue, dass sie an einer sogenannten „Erbse“ im Gehirn erkrankt ist und daran sterben wird. Ihr Plan mit ihrer Mitbewohnerin in die 4. Stufe aufzusteigen für mehr Essen und etwas mehr Lebenssinn scheitert.
Die Junge Frau, welche Ihre Eltern mit 6 Jahren an einer Flut verliert und täglich mit dem Säureregen zu kämpfen hat kann nicht fassen, dass nun alles vorbei sein soll. So möchte sie ihrem Leben ein Ende setzten, bevor sie in die Stufe 2 oder 1 runter geht, wo es keinerlei Helfen mehr vom Staat gibt (In Stufe 1 isst man alles was geht, auch andere Menschen, wenn es sein muss).
So begegnet sie Creek, einer der Agens von DC und er bietet ihr an, für das CC zu arbeiten und dafür Immunität zu erhalten. Denn jede Person, die dort arbeitet, bleibt für die Zeit des Jobs immun und wird bei einem plötzlichen Umkommen wiedererweckt. So bleibt Blue nichts anderes übrig, als dies anzunehmen und findet sich auf einmal in Stufe 9 wieder, wo es Dinge wie Schokolade gibt und genügend zu Essen.
Doch fällt es ihr sehr schwer sich den Regeln des Todes und des CC anzupassen. Das nicht alle Menschen überleben dürfen und selbst Kinder dem Tod überlassen werden müssen. Mit ihrer mürrischen und leicht aggressiven Art legt sie sich auch fast täglich mit dem Tod persönlich an (Verkörpert durch einen Mann). Doch die Leute lernen sie kennen und merken die Schutzschicht, welche sie ein Leben lang benötigte, um über den Tod der Eltern und ihren Aufstieg von Stufe 2 auf 3 zu schaffen und dem täglichen Kampf ums Überleben.
Wir erleben, wie unterschiedlich die Leben in den unteren bis mittleren Stufen sind. Wie ungerecht sicher vor Regenschützenden Maschinen die oben 2% leben mit Betreuung eines Gesundheitssystems und wie die Stufe 1 täglich dem Tod ausgesetzt ist. Das Geld auch hier die Welt regiert, wie schon zur heutigen Zeit. Das es aber Menschen wie Blue sind die etwas ändern wollen und werden. Denn sie geht hin und versucht auch andere Gruppen wie die Magenta Moms (wegen der Kleidung), „Zuchtmaschienen“ mit einem Kind nach dem anderen, zu verstehen.
Ich fand den Einstieg sehr angenehm, dann zog es sich etwas und dann ging es ab 50 % wieder richtig gut weiter. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern warum, aber die Geschichte bekommt neben dem Gedankenspiel von Recht und Unrecht, wer darf leben und wer nicht, noch eine weitere actionreiche Komponente hinzu.
Mir hat das Buch alles in allem sehr gut gefallen. Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, weil es mich persönlich einfach im Lesefluss stört und nicht wegen dem Grundgedanken dahinter ist die Nutzung des gendern in Form von Pronomen. Anstatt des deutschen „sie, ihr“ immer die englischen Worte zu haben, reißt mich aus dem Lesefluss und passt für mich nicht in eine deutsche Übersetzung. Das klappt vlt. Im englischen Original, aber nicht in die deutsche Sprache.