Krimi trifft auf Sci-Fi
Manche Schuld vergeht nie„Manche Schuld vergeht nie“ ist ein Krimi, der sich neben der typischen Aufklärung eines Mordes in Teilen des Sci-Fi-Genre bedient und Zeitreisen zur Auflösung eines Falles bedient.
Ali Dawson, eine 50-Jähringe ...
„Manche Schuld vergeht nie“ ist ein Krimi, der sich neben der typischen Aufklärung eines Mordes in Teilen des Sci-Fi-Genre bedient und Zeitreisen zur Auflösung eines Falles bedient.
Ali Dawson, eine 50-Jähringe Kriminalbeamtin, reist ins viktorianische London, um einen Mordfall zu klären. Mit ihrem Team ist sie für Cold-Case Fälle zuständig, wo die Leute im Glauben sind, dies würde mit normalen Mitteln erfolgen. Jedoch steht hinter der Ermittlerin ein ganzes Team, welches es geschafft hat Zeitreisen zu erschaffen, wo Ali oder eine andere Person als „Hologramm“ in die Vergangenheit reisen kann, ohne eine Geschichtliche Veränderung zu bewirken.
So sehen sie dort alles, können aber nicht eingreifen und nicht von Menschen gesehen werden. Zumindest nicht bis jetzt. Denn dieses Mal bewirkt der Weg durch die Pforte, dass Ali vor Ort feststeckt und dort als sehr aufgeweckte und taffe Frau (und sehr untypisch in ihrer Wortwahl) schnell von einer Person von hohem Interesse wird.
Währenddessen wird ihr erwachsener Sohn als Tatverdächtiger an dem Mord seines Arbeitgebers verdächtigt. Ali muss einen Weg in die Gegenwart finden und vor Ort versuchen alle zu verstehen was passiert ist und Finn aus dem Gefängnis zu befreien.
Die Geschichte gefiel mir sehr gut, wenn es um die Recherche geht, welche die Autorin für die Zeit im viktorianischen London betrieben hat. Diese Abschnitte gefielen mir persönlich auch am besten. Die Geschichte in der Gegenwart war dagegen etwas mau gewesen. So wurde sehr viel angedeutet, wie das Thema Zeitreise schon damals „präsent“ in aller Munde war und auch wie es weitere Möglichkeiten geben könnte, außer der uns bekannten. Zudem ich leider auch schnell erahnen konnte, wer der tatsächliche Mörder ist (und ich bin sonst Blind für sowas).
Alles in allem ist es ein anderer Krimi als man sie sonst kennt. Die Mischung aus 1850 und 2023 war gut gewählt. Lediglich das Ende war dann zu schnell hingeschmissen wurden und hätte etwas mehr Raum gebrauchen können.
Alles in allem jedoch mal was anderes zu der breiten Masse.