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Veröffentlicht am 21.03.2026

Toxische Dreiecksbeziehung

Rückkehr nach Budapest
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Márta fährt zur Beerdigung ihrer Cousine Theresa, mit der sie während ihrer Jugend- und Studentenzeit eng befreundet war. Márta lebte zu der Zeit in Budapest bei ihrem alkoholkranken Vater und ...


Márta fährt zur Beerdigung ihrer Cousine Theresa, mit der sie während ihrer Jugend- und Studentenzeit eng befreundet war. Márta lebte zu der Zeit in Budapest bei ihrem alkoholkranken Vater und haderte damit, dass ihre Mutter die Familie verlassen hat. Theresa wohnte in der damaligen DDR. Der Roman erzählt in langen Rückblicken wie Márta und Theresa damals Konstantin in der DDR kennenlernten und sich beide in ihn verliebten.
Ich hatte mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, weil ich mich mit keiner der Hauptfiguren anfreunden konnte. Im Gegenteil, es hat mich genervt wie naiv Márta oftmals agierte. Die unsympathischste Person war für mich Konstantin und es ist mir von Anfang bis Ende unbegreiflich geblieben wie beide Frauen ihm verfallen konnten.
Interessant war allerdings die Beschreibung der Geschehnisse in der damaligen DDR und wie sie Schriftsteller behandelten, die nicht der dortigen "Norm" entsprachen. Dafür kann ich guten Gewissens drei Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Schwacher Folgeband

The Woman in Suite 11
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The woman in Suite 11 ist der Nachfolgeband von The Woman in cabin 10.
Band 2 kann auch problemlos gelesen werden, ohne Band 1 zu kennen.
Die Journalistin Lo Blacklock erhält eine Einladung ...


The woman in Suite 11 ist der Nachfolgeband von The Woman in cabin 10.
Band 2 kann auch problemlos gelesen werden, ohne Band 1 zu kennen.
Die Journalistin Lo Blacklock erhält eine Einladung in ein Hotel in der Schweiz und hofft hier einen reichen Firmeninhaber interviewen zu können, um so einen Neustart ihrer Journalistenkarriere zu erreichen. Im Hotel trifft sie alte Bekannte, die auch seinerzeit Passagiere auf der Aurora waren. Und überraschenderweise erklärt sich der Firmenchef ihr gegenüber zu einem Interview bereit.
Der Schreibstil von Ruth Ware ist gewohnt flüssig und lässt sich gut lesen, ist allerdings mäßig spannend. Auch in anderer Hinsicht hat mich dieser Folgeband enttäuscht. Bis auf die eine Person, von der Lo um Hilfe gebeten wird, erschließt sich mir nicht, warum noch weitere Personen des ersten Bandes in diesem Roman vorkommen. Sie haben aus meiner Sicht keine nennenswerte Funktion. Auch die naive Handlungsweise der Protagonistin hat mich immer wieder den Kopf schütteln lassen. Auch die ständigen Verweise auf den ersten Band sind meiner Meinung nicht notwendig, da die dortigen Ereignisse nichts mit dieser Geschichte zu tun haben.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Kindheitserinnerungen

Halber Stein
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Friedesine kehrt nach vielen Jahren an den Ort ihrer Kindheit in Siebenbürgen zurück weil ihre Großmutter verstorben ist. Sie berichtet wie sie die Vorbereitungen für die Trauerfeier ihrer Großmutter ...


Friedesine kehrt nach vielen Jahren an den Ort ihrer Kindheit in Siebenbürgen zurück weil ihre Großmutter verstorben ist. Sie berichtet wie sie die Vorbereitungen für die Trauerfeier ihrer Großmutter Agneta erlebt, die sehr tradionell gestaltet wird. Sie trifft ihren Jugendfreund Julian wieder und beide erneuern ihre Freundschaft. Allein und auch gemeinsam mit ihrem Vater erkundet sie den Ort und die Gegend ihrer Kindheit, und erinnert sich dabei an damalige Ereignisse.
Iris Wolff erzählt mit "Halber Stein" wie es sich anfühlt, wenn man nach jahrelanger Abwesenheit an den Ort zurückkehrt, an dem man als Kind aufgewachsen ist. Ein ruhiger Roman, der vor allem durch seine detaillierte Beschreibung der Landschaft in Siebenbürgen besticht. Wer selbst in Siebenbürgen gelebt hat, wird sicherlich Freude an dieser Erzählung haben. Für mich als Ortsunkundige waren die Beschreibungen oft zu langatmig und gingen zu Lasten der Spannung.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Wo ist Isabelle?

Schattenmädchen
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Schattenmädchen von Frida Skybäck hat mich deshalb interessiert, weil es einen realen Hintergrund hierzu gibt.
Die Studentin Isabelle verschwindet und es gibt nur wenig Anhaltspunkte über ihren Verbleib. ...

Schattenmädchen von Frida Skybäck hat mich deshalb interessiert, weil es einen realen Hintergrund hierzu gibt.
Die Studentin Isabelle verschwindet und es gibt nur wenig Anhaltspunkte über ihren Verbleib. Fredrika und Henry ermitteln in diesem Vermisstenfall und sehen bald Parallelen zu einem alten Fall. Dieser liegt schon ein paar Jahre zurück und der Täter ist auch damals zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Im Laufe der neuen Ermittlungen beginnt Fredrika daran zu zweifeln, ob seinerzeit der richtige Täter bestraft wurde.
Vielleicht ist es von der Autorin so gewollt, aber es fällt mir schwer, Sympathien für Fredrika zu entwickeln. Ihre Verbissenheit, einer bestimmten Person die Tat nachzuweisen und auch die Handhabung ihrer Beziehung macht sie für mich nicht gerade zu meiner Lieblingsermittlerin. Sie möchte ihren Freund Jonas nicht verlieren, stößt ihn aber immer wieder von sich.
Fazit:
Ein unblutiger Krimi mit ein paar Längen im privaten Bereich der beiden Ermittler und mit einem überraschenden Ende, das mich ein bisschen ratlos zurückgelassen hat. Hier hätte ich gerne noch ein paar Informationen gehabt.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Nachkriegszeit in Hamburg

In den Scherben das Licht
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Carmen Korns neuester Roman spielt in der Zeit von 1946 bis 1955. Wir lernen Gisela und Gert kennen, zwei junge Leute, die auf der Suche nach ihren Familien sind. Beide finden in dem zerbombten ...


Carmen Korns neuester Roman spielt in der Zeit von 1946 bis 1955. Wir lernen Gisela und Gert kennen, zwei junge Leute, die auf der Suche nach ihren Familien sind. Beide finden in dem zerbombten Hamburg Unterschlupf in Friedes Keller.
Man spürt, dass es anfangs um das nackte Überleben in den Trümmern geht. Es wird gehamstert, auf dem Schwarzmarkt gefeilscht und versucht, die Kriegserlebnisse zu vergessen.
Und wie im richtigen Leben freuen sich die einen über einen Kanten Brot und die anderen überlegen, wo sie ihre Austern schlürfen können.
Insgesamt eine realistische Schilderung aus dieser Zeit mit Verlierern und Gewinnern.
Allerdings reicht dieser Roman nicht an die bisherigen von Carmen Korn heran. Durch die vielen verschiedenen Personen und die innerhalb eines Kapitels mehrmals wechselnden Protagonisten ist es nicht immer leicht, der Geschichte zu folgen. Ein Personenregister wäre hilfreich gewesen. Zudem wird oftmals erst nach mehreren Sätzen klar, von wem gerade die Rede ist. Auch bleiben die Figuren merkwürdig blass und es fällt schwer, Sympathien für sie zu entwickeln. Deshalb kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen.

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