Spannend und Athmosphärisch
Nachtstille - Karla Sommerfeld ermittelt
Mit „Nachtstille“ legt Ines Buck den Auftakt einer spannenden Krimireihe rund um Kommissarin Karla Sommerfeld vor – und schafft es, von der ersten Seite an zu fesseln. Was als unbeschwerter Campingausflug ...
Mit „Nachtstille“ legt Ines Buck den Auftakt einer spannenden Krimireihe rund um Kommissarin Karla Sommerfeld vor – und schafft es, von der ersten Seite an zu fesseln. Was als unbeschwerter Campingausflug beginnt, entwickelt sich schnell zu einem düsteren Albtraum: Die junge Medizinstudentin Sophia verschwindet spurlos, und kurz darauf steht fest – sie wurde ermordet. Zwischen idyllischer Natur und beklemmender Stille beginnt ein nervenaufreibendes Ermittlungsrennen.
Ich fand das Buch durchweg spannend und atmosphärisch dicht. Schon früh hatte ich eine Ahnung, wie sich die Ereignisse entwickeln könnten, doch Ines Buck schafft es, immer wieder neue Zweifel zu säen. Man rätselt und ermittelt gemeinsam mit Karla Sommerfeld – und genau das macht den Reiz aus. Ihre vielschichtige Persönlichkeit, kombiniert mit ihrem Gespür für verborgene Wahrheiten, sorgt für Tiefe und Identifikation.
Der Schreibstil ist flüssig, klar und zugleich packend. Buck versteht es, Spannung über viele Kapitel hinweg zu halten und eine beklemmende Stimmung aufzubauen, ohne dabei ins Übertriebene zu verfallen. Besonders gelungen finde ich, wie realistisch die Ermittlungsarbeit und die Dialoge gestaltet sind.
Nachtstille ist ein starker Reihenauftakt, der gleichermaßen durch psychologische Spannung und glaubwürdige Charaktere überzeugt. Nach diesem Band wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Karla Sommerfeld weitergeht – und wurde auch im zweiten Teil (Tannengrab) nicht enttäuscht.