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Veröffentlicht am 30.01.2026

"Als die Welt zerbrach" Teil I der Triologie

Ein Stück Himmel
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Janina David, im März 1930 in Polen, als einizge Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Wuchs sie, wie sie in ihrem Buch "Ein Stück Himmel", Erinnerungen an eine Kindheit (9. bis 13. Lebensjahr) ...

Janina David, im März 1930 in Polen, als einizge Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Wuchs sie, wie sie in ihrem Buch "Ein Stück Himmel", Erinnerungen an eine Kindheit (9. bis 13. Lebensjahr) beschreibt, überbehütet auf.
Janina David schrieb ihre Geschichte in einer Triologie - Ein Stück Himmel - Erinnerungen an eine Kindheit, Ein Stück Erde - Das Ende einer Kindheit,
Ein Stück Fremde - Erinnungen an eine Jugend

Teil I der Triologie - Ein Stück Himmel - Erinnerungen an eine Kindheit
>>Kindertheater: sieben Zwerge umtanzen mit Hingabe ihr dunkelhaariges Schneewittchen und singen dazu.Ein fröhliches Bild. Ich fange an zu heulen.
Die Szene spielt im Warschauer Ghetto 1941. Wir Zuschauer, 1982, bei der Pressevorführung der achtteiligen Fernsehserie >Ein Stück Himmel< wissen Bescheid. Alle diese begeisterten Winzlinge in ihren zusammengebastelten Kostümen wurden später in den Todeslagern von Treblinka und Majdanek vergast. Nur das Schneewittchen überlebte.
Ich habe diese Jahre in Berlin als junge Journalistin im Feuilleton der >Deutschen Allgemeinen Zeitung< miterlebt. Ich wußte viel, wir hatten dort geheime Informationen. Von den Gaskammern, in denen Millionen Juden umkamen, wußten wir allerdings erst gegen Ende des Krieges Genaueres.
Wie das Leben eines Kindes, eben dieses Schneewittchen, im Warschauer Ghetto ablief, konnte unsere Phantasie sich nicht vorstellen. Jdetzt kann sie es, seit es die Biographie Janina Davids gibt.<< (Ursula von Kardorff)

Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 floh ihre Familie von Kalisz nach Warschau und geriet in das Warschauer Ghetto, dessen schrecklichen Alltag Janina David in ihren Erinnerungen schildert. Ihre Kindheit und auch wie sich durch den Krieg die Lebensumstände der Juden verändert haben, aber auch Freundschaften und schöne Erinnerungen, sind von Janina sehr berührent zu Papier gebracht. Ebenso aber auch wie schrecklich, unverständlich und schnell diese Veränderungen abliefen.
Ihr Vater Marek wurde als Polizist beim jüdischen Ordnungsdienst des Ghettos eingesetzt. Dadurch blieb die Familie zunächst von der Deportation in ein Vernichtungslager verschont. Am Ende des Buches gelang es den Eltern, ihre Tochter aus dem Ghetto herauszuschmuggeln. Sie wurde zunächst von der Familie von Lydia Grabowski, einer früheren Freundin ihres Vaters, versteckt.
Ein Stück Himmel erzählt von der Zeit 1939 bis 1943.

Ich finde sehr bewegend wie Janina ihre Kindheit schildert. Wie sie Familie und Beziehungen erlebt und versteht. Sie ist durch und durch ein Papa-Kind und liebt ihren Vater über alles, er ist ihr Held. Sehr traurig finde ich, daß sie erst sehr spät, eine engere Beziehung zu ihrer Mutter aufbauen kann und sonst deren Beziehung miteinander sehr kühl ist.
Mich hat sehr berührt, wie groß ihr Drang nach Wissen und Büchern war aber auch als sie in einer schweren Zeit das Theaterspiel für sich entdeckt hat und wie sie Freundschaften geschlossen hat. In der Hoffnung, ihre beste Freundin Jola, mit der sie auf sehr anschauliche Weise eine Blutsbrüderschaft eingeht, ein Leben lang verbunden sein wird. Jola wird eines Tages vor den Augen der gemeinsamen Freundin Tosia auf offener Strasse erschossen.

Für mich ist diese Zeit absolut schrecklich und unverständlich und war nie aktuelller wie gerade jetzt. Diese Intoleranz und Menschen an Hand ihrer Religion, Sexualität, Herkunft und sonstigen "auszugrenzen" macht mich einfach nur wütend und fassungslos.
Wir in Deutschland leben absolut priviligiert und haben kaum, bis gar keine Gründe uns über unser Leben zu beklagen. Doch leider nimmt dies gefühlt immer mehr zu. Umso bescheidener macht es mich, aus der Zeit 1.- 2..Weltkrieg Erfahrungsberichte zu lesen und mehr über die Lebensumstände, die für uns kaum vorstellbar sind, zu erfahren. Eine Vorstellung zu bekommen, wie all die alltäglichen Schwierigkeiten zu bewältigen waren.
Es fällt mir nie leicht, solche Berichte zu lesen, aber ich bin der Meinung das man viel zu wenig über den Holocaust spricht. Für mich gehört dieses Thema viel mehr in die Schulen und in unsere Alltagsmedien.

Aufmerksam auf diese Triologie wurde ich, weil mein Mann in seiner Jugend die Fernsehserie Ein Stück Himmel gesehen hat. Welche, wie er heute noch betont, ihn Damals und bis Heute sehr geprägt und angefasst hat. Also hab ich mich im Internet auf die Suche gemacht ob ich diese Biographie in Buchform bekomme, da ich gerne erst das Buch lese und mir dann evtl. den Film oder die Serie dazu anschaue.
Wen es interessiert, die Serie kann man bei YouTube anschauen. Ich habe sie mir nach dem ich die Bücher gelesen habe angeschaut, aber ich würde die Bücher jederzeit vorziehen, da sie den Überlebenskampf, die Gefühlt und Ängste besser beschreiben. Ich k0onnte das alles durch die Bücher mehr "greifen" und spüren.

Ich habe den ersten Teil dieser Triologie mit sehr viel Respekt gelesen und es hat mich mehr als angefasst. Es hat mich berührt und ging mir unter die Haut. Es ist auf keinen Fall eine Leichte Lektüre.
Die beiden anderen Bände liegen auf meinem SUB und werde auch sie auf jeden Fall lesen und dann entsprechend mein Fazit erweitern.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Wenn die Stille des Nordens tödlich wird

Die Toten, die niemand vermisst
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Zwei Freundinnen wollen eine gute Zeit in Schweden bei einer Wanderung genießen. Eine der beiden stürzt einen Abhang hinunter. Als sie unten ankommt hält sie skeletierte Knochen in der ihrer Hand. Die ...

Zwei Freundinnen wollen eine gute Zeit in Schweden bei einer Wanderung genießen. Eine der beiden stürzt einen Abhang hinunter. Als sie unten ankommt hält sie skeletierte Knochen in der ihrer Hand. Die Polizei findet sechs Leichen, darunter zwei Kinder. Alle per Kopfschuss getötet und nebeneinader vergraben.
Stockholm wird um Verstärkung gebeten, und Kommissar Höglund reist mit großem Tross in die Provinz. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand vermisst sie.

Als Höglund und Bergman endlich auf eine brauchbare Spur stoßen, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein...

Dies ist der dritte Fall der Krimi-Reihe - "Ein Fall für Sebastian Bergmann" - doch für mich war es das erste Buch dieser Reihe und von Hjorth & Rosenfeldt. Was mir jetzt Lust auf mehr macht.
Denn es war spannend, flüssig, temporeich und fesselnd.
Es gibt einige verschiedene Handlungsstränge, darunter auch viel über das Privatleben der einzelnen Polizisten. Was aber dem Buch und der Geschichte keinen Abbruch tut.
Sebastian Bergmann ist ein Egoist, Denkt und Handelt in erster Linie nur für sich selber und seinen eigenen Vorteil. Doch da gibt es Vanja, eine Person die ihm wohl wichtig ist, aber nicht wichtig genug um sie ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen. Sondern sich in ihr Leben und ihre Zukunft einzumischen.
Zwei vor Jahren verschwundene Afghanen, die keiner wirklich sucht, außer einer Ehefrau der beiden Männer. Sie lässt einfach nicht locker und wendet sich schlussendlich an einen Fernsehsender.
Am Ende fügen sich alle Fäden zusammen die so im Laufe des Buches gesponnen wurden. Alles ergibt Sinn und zum Ende hin wird der Spannungsbogen nochmal angezogen.
Das Buch endet mit:
...Im Treppenhaus war es vollkommen dunkel. Hatte der Besucher dort draußen etwa das Licht nicht eingeschaltet?
Ellinor sah das stecknadelkleine Licht verschwinden, als sich ein Auge von innen vor den Spion schob. Sie setzte die Glock an die gewölbte Linse und drückte ab.

Ich mag es, wenn der Leser angelockt wird, sich gedanklich auf eine Reise des weiteren Bandes zu machen.
Ich bin auf jeden Fall angefixt und würde gerne noch mehr von diesem Schriftsteller Duo lesen.



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Veröffentlicht am 28.04.2026

Tod unter Norwegens Elite - Wenn Reichtum tödlich wird

Der Fjord
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Zur Story:
Norwegen. Weißer Sandstrand, kristallklares Wasser und ein atemberaubender Blick auf den Fjord. Als Amelia die Einladung zur legendären Sommerparty der Familie Fowley erhält, weiß sie: Das ...

Zur Story:
Norwegen. Weißer Sandstrand, kristallklares Wasser und ein atemberaubender Blick auf den Fjord. Als Amelia die Einladung zur legendären Sommerparty der Familie Fowley erhält, weiß sie: Das ist ihre Chance! Denn es war auf der Party der Fowleys im Vorsommer, als ihre Schwester Rose zum letzten Mal gesehen wurde. Getarnt als Freundin eines Gasts, dringt Amelia in die schillernde Welt der Reichen und Mächtigen ein. Wird sie hier endlich erfahren, was mit ihrer Schwester geschah? Je näher sie der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel ...

Mein Fazit:
Für mich war es der erste Kontakt mit der Autorin Sarah Goodwin - um so erfreulicher war es direkt von Seite 1, in den Bann gezogen und in die Geschichte "gezerrt" worden zu sein. Die Autorin versteht es sehr Bildgewand und Detailverliebt die einzelnen Charaktere sowie den Wirkungsort in Worte zu fassen. Den Leser direkt in das Setting mitzunehmen. Ich spürte förmlich die leichte Prise und die salzige frische vom Fjord, gemischt mit einem Hauch von Algen. Doch vor allem die Spannung, die einem durch das gesamte Buch begleitet.
Man wird nicht schlau aus den einzelnen Protagonisten und deren Hintergründe. Die Party ist völligst drüber und scheint nur für wenige Anwesende ein spaßiges Erlebnis zu sein. Man weiß nicht wem man trauen kann und versucht unter all den Anwesenden einen Täter ausfindig zu machen.
Amelia ist völlig verbissen etwas über den Verbleib ihrer Schwester heraus zu finden. Findet und begegnet dabei aber auch anderem. Das Gefühl Verfolgt, getrieben und ohne zu wissen, wem Amelia noch trauen kann, bleibt ihr nur eine Option: weitermachen. Denn eines ist sicher - der nächste Schritt könnte auch ihr letzter sein.
Die ständige, unterschwellige bedrohung und geheimnissvolle Stimmung führt dazu, dass man das Buch gerne in einem Zug durchlesen möchte, auch weil man wie Amelia wissen möchte: WER hat mit dem verschwinden von Rose zu tun und WAS und WARUM ist ihr passiert?

Ein atemloser, raffiniert, nervenaufreibender, konstruierter Thriller, voller Wendungen, der keine Pause erlaubt und bis zur letzten Seite fesselt. Es ist kein actiongeladener, sich überschlagender Thriller, eher einer der atmosphärisch Dicht und düster daher kommt.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

„Ein System aus Klassen. Ein Krieg um Freiheit und Gerechtigkeit. Freunde, die füreinander alles riskieren.“

Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten
1

Caroline Brinkmann 1989 in New York geboren, ist deutsche Autorin und Ärtzin. Seit Jahren schreibt sie erfolgreich Bücher für Jugendliche und junge Erwachsene, die inzwischen auch international eine große ...

Caroline Brinkmann 1989 in New York geboren, ist deutsche Autorin und Ärtzin. Seit Jahren schreibt sie erfolgreich Bücher für Jugendliche und junge Erwachsene, die inzwischen auch international eine große Leserschaft gefunden haben. Ebenfalls bekannt ist Brinkmann für ihre New Adult Bücher, die oft eine Mischung aus Thriller und Romantasy-Elementen beinhalten und sich mit gesellschaftskritischen Themen beschäftigen.Brinkmann sagt von sich selbst, dass mit dem Schreiben ein Traum für sie in Erfüllung gegangen sei. Zitat: „In meinen Geschichten zu versinken und mich darin zu verlieren, ist einfach die schönste Beschäftigung der Welt.“

Meine erste bekanntschaft mit Caroline Brinkmann hatte ich durch ihre Neuauflage einer Dytopischen Dilogie. Ich mochte den atmosphärischen und emotionalen Schreibstil von Caroline sehr. Am meisten hat mich beim Lesen der Twist zwischen Freundschaft, Feindschaft, Rebellion, Verlust, Sehnsucht, Gerechtigkeit und zwischenmenschlichen Beziehungen gecatcht.
Besonders berührt hat mich, daß die Autorin aufzeigt, das Gewalt und Krieg keine Lösung ist, sondern nur noch mehr Schmerz und Verlust mit sich bringt. Die Geschichte hat auch einen ganz klaren Fingerzeig auf die Lage in der wir aktuell Leben – politisch wie gesellschaftlich gesehen.

Dytopische Bücher gehören jetzt nicht unbedingt in mein Lioeblingsgenre, und ich hab mir mit dem ersten Drittel des Buches etwas schwer getan. Es hatte für meinen Geschmack, zu starke Ähnlichkeiten an „Die Tribute von Panem“ . Die Welt, die Klassifizierung und mach beschriebener Charakter waren so nah dran, dass es mich schon auch etwas gelangweilt hat.
Aber ab dem zweiten Drittel hat mich die Geschichte und manch ein Charakter dann doch gekriegt und danach bin ich einfach mitgrissen worden. Die kleinen Andeutungen an die „Alte-Welt“ haben mich zum schmunzeln gebracht und die Idee mit den ausgefallenen „Haustieren“ fand ich super.

Rain musste sich, um in ihrer Welt klar zu kommen, eine harte Schale und einen rauhen Umgang zulegen. Doch sie kann auch ganz anders sein. Rain bleibt sich selbst und den Menschen die sie mag – Treu. In manchen Situationen hätte ich mir etwas mehr Widerstand, Kampfgeist und Einsatz für die Findung ihrer eigenen Wahrheit gewünscht.
Lark ist gewillt, für sich, seine Familie und Freunde alles zu riskieren, um jedem von ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.
Rose – ist einfach nur Zuckersüß. Sie hat mich während der Geschichte immer wieder erfreut und mich berührt. Von ihr darf es in Band II gerne mehr Passagen geben.

Das Ende und auch einige Fragen bleiben offen, was sich bei einer Dilogie von allein versteht.
Also heißt es nun geduldig warten um dann zu erfahren, was denn nun aus all den Protas wird. Ob? und Wie? Die „Neue – Bessere – Welt“ für alle am Ende Lebenswert wird.

Es gibt einige Zitate die so Stark sind, dass sie bei mir einfach hängen geblieben sind:

„Nicht die Gene machen einen Menschen perfekt, sondern sein Wesen.“
"Es hieß, Gier, Dummheit und Schwäche waren der Untergang der alten Menschheit."
"Menschen haben keinen Grund zu kämpfen, wenn es ihnen gut geht."
"Für die, die wir lieben, werden wir zu Monstern."
"Gewalt bleibt Gewalt. Es ist egal, von welcher Seite sie erfolgt. Es ist ein Teufelskreis, aus dem kein Frieden entstehen kann."
"Der Krieg hat die Monster nicht getötet. Er hat nur noch mehr von ihnen erschaffen."


Keine neuen Worte, aber Worte die es genau auf den PUNKT bringen und auch keine weiteren Worte benötigen.
Diese Worte verinnerlicht, etwas mehr Loyalität - würde unserer Welt auch um einiges besser werden lassen.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Kindheit unter dem Hakenkreuz

Der Vater
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Zum Buch:
Niklas Frank rechnet mit seinem Vater, dem sogenannten "Schlächer von Polen", ab. Was dieser in der Zeit des 2. Weltkriegs alles für das Regime getan und entschieden hat. Wie er und seine Frau ...

Zum Buch:
Niklas Frank rechnet mit seinem Vater, dem sogenannten "Schlächer von Polen", ab. Was dieser in der Zeit des 2. Weltkriegs alles für das Regime getan und entschieden hat. Wie er und seine Frau sich an Wohnsitzen, Lebensmitteln, Kunst und reichtümern der Juden selber bereichert hat. Er wird von den Amerikanern gefasst und zum Tode verurteilt. Niklas Frank wurde von seiner Mutter in erfürchtigen Gedenken an seinen Vater erzogen und erkennt langsam und im laufe derZeit, daß sein Vater Hans Frank einer der schlimmsten NS-Verbrecher war.

Mein Fazit:
Es fällt mir immer schwer Erfahrungsberichte aus dieser Zeit zu lesen und so in das Geschehen und die Umstände einzutauchen. Vieles ist schwer zu greifen,weil wir ZUM GLÜCK all das nicht ertagen mussten. Ich frage mich immer wieder, was hat manchen dazu gebracht? Und wie muss es sich anfühlen in so einer Familie aufzuwachsen oder später zu erfahren, zu was die eigenen Eltern bereit waren.
Mir ist es zu Anfang schwer gefallen in das Buch rein zu kommen. Was ganz klar an dem "gestelzten" Schreibstil von Frank liegt. Auch hätte ich mir mehr Anmerkungen von Niklas gewünscht und auch viel mehr "Hass, Häme und Abscheu" im gesamten Text. Es dreht sich für mein empfinden zu sehr um den Wertegang und weniger um die Gefühlswelt des Sohnes. Ich hätte gern mehr darüber erfahren, wie man sich als Sohn fühlt, wenn man all diese schrecklichen Machenschafften seines Vaters herausfindet.
Umso erschreckender ist für mich, daß man sich mehr über Niklas Franks "Geschmacklosigkeit" als über seinen Vater, den Massenmörder aus Krakau aufgeregt hat, als das Buch erschienen ist.
Ich werde auch seine Bücher - Meine deutsche Mutter und Bruder Norman lesen um ein rundum Bild der Familiengeschichte zu bekommen.

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