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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Dieses Kind hat Spuren hinterlassen

Mama, glaubst du, die brauchen im Himmel noch einen Feuerwehrmann?
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Dieses Buch geht unter die Haut. Leise, ehrlich und mit einer Tiefe, die lange nachwirkt.
Lara Link erzählt die bewegende Geschichte ihres Sohnes Mijo, der kurz vor seinem neunten Geburtstag gestorben ...

Dieses Buch geht unter die Haut. Leise, ehrlich und mit einer Tiefe, die lange nachwirkt.
Lara Link erzählt die bewegende Geschichte ihres Sohnes Mijo, der kurz vor seinem neunten Geburtstag gestorben ist. Mijo war schwerbehindert, hatte unzählige Klinikaufenthalte und ein Leben, von dem man meinen könnte, es sei vor allem von Leid geprägt gewesen. Und doch war es ein Leben voller Lachen, Liebe, Humor und einer erstaunlichen Lebensfreude.
„Mama, glaubst du, die brauchen im Himmel noch einen Feuerwehrmann?“ – Schon der Titel macht deutlich, wie besonders dieser kleine Junge war. Mijo, der „Feuermann“ begegnet dem Leben und auch Gott mit einer Offenheit, einem Vertrauen und einer Tiefe, die zutiefst berühren. Seine Fragen, seine Gedanken und seine Fröhlichkeit wurden für seine Familie und für viele Menschen in seinem Umfeld zu einem echten Geschenk.
Dieses Buch ist weit mehr als eine Erzählung über Krankheit und Abschied. Es ist ein ehrliches Glaubenszeugnis. Lara Link verschweigt weder Zweifel noch Wut oder innere Kämpfe. Sie stellt die großen Fragen offen: „Gott, wie kann ich dir danken und dich gleichzeitig anschreien? Wie passen Glück und Schmerz zusammen?“ Nicht jedes Gebet heilt den Körper, aber manche heilen das Herz. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Besonders berührend sind die Briefe, die die Mutter an Mijo schreibt. Briefe voller Liebe, Dankbarkeit, Schmerz und Ehrlichkeit. Worte, die sie nicht wirklich an ihn abschicken wird, aber die alles ausdrücken, was auf der Seele liegt. Hinzu kommen Zitate von Menschen, die Mijo begegnet sind und schildern, was er in ihrem Leben verändert hat. Man spürt: Dieses Kind hat Spuren hinterlassen.
Beeindruckend ist auch der Umgang der Familie mit der Gewissheit, dass Mijo kein langes Leben haben wird. Seine Herzenswünsche wurden ernst genommen. Seifenblasen, besondere Aktionen, selbst ausgedachte Geschichten über Feuerwehrmänner. Die Eltern sind ganz bei ihm, im Moment, im Jetzt. Bereits in der Schwangerschaft hatte Lara den Eindruck, Gott frage sie: „Bist du bereit für ein behindertes Kind?“ Und sie sagte Ja im Vertrauen darauf, dass Gott keine Fehler macht und dass Mijo richtig und geliebt ist, genau so, wie er ist.
Trotz aller Traurigkeit zieht sich eine tiefe Dankbarkeit durch das Buch: Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, so kurz sie auch war. Am Ende steht die Gewissheit, dass Mijo jetzt bei Gott ist. Heil, fröhlich und vielleicht tatsächlich bei der Himmelsfeuerwehr.
Dieses Buch lässt niemanden unberührt. Es geht an die Substanz und schenkt gleichzeitig Hoffnung. Für Menschen in ähnlichen Lebenssituationen kann es Trost und Ermutigung sein. Und für alle anderen eine eindringliche Erinnerung daran, was wirklich zählt im Leben.
Ein sehr ehrliches, mutiges und liebevolles Buch.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Ein tiefgründiges, ermutigendes Buch über Gottes Geduld

Gottes langer Atem
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„Gottes langer Atem“ von Andrea Varga ist ein außergewöhnlich persönliches und zugleich theologisch fundiertes Buch, das den Leser einlädt,
Gott neu kennenzulernen – als den, der niemals aufgibt.
Schon ...

„Gottes langer Atem“ von Andrea Varga ist ein außergewöhnlich persönliches und zugleich theologisch fundiertes Buch, das den Leser einlädt,
Gott neu kennenzulernen – als den, der niemals aufgibt.
Schon der Klappentext macht deutlich, worum es geht: Gott sieht mehr.
Wo wir Zerbruch, Leid, Schmerz oder Schuld wahrnehmen, sieht er zugleich das Potenzial für Heilung, Trost, Wiederherstellung und Vergebung.
Die Autorin verbindet auf beeindruckend einfühlsame Weise biblische Wahrheiten mit eigenen Erfahrungen. Besonders eindrücklich ist ihr Zugang zum Thema Wiederherstellung: Ausgehend von der liebevollen Reparatur gebrauchter Bibeln macht sie deutlich, wie Gott auch unsere „zerschundenen Seelen“ nicht austauscht, sondern sorgfältig, geduldig und voller Freundlichkeit erneuert. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Auf 216 Seiten, aufgeteilt in 14 inhaltlich dichte Kapitel, behandelt Varga Themen wie Gottes Wesen, Vertrauen praktisch, Beziehungen, Gemeinschaft und Vergebung.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Bibelvers und endet mit einem Gebet.
Ein schöner Rahmen, der Raum für persönliche Reflexion schafft.
Und davon braucht man tatsächlich viel: Dies ist kein Buch, das man „mal eben“ durchliest. Die Gedanken sind so tiefgehend und gehaltvoll, dass man sich Zeit nehmen möchte - und sollte, um ihnen nachzugehen.
Besonders wohltuend ist der Schreibstil: verständlich, warmherzig und niemals belehrend. Der biblische Bezug ist stets präsent, aber unaufdringlich. Immer wieder ermutigt Varga dazu, kleine, praktische Schritte im Vertrauen zu gehen – Schritte hin und mit einem Gott, der uns Zeit lässt, uns nicht unter Druck setzt und uns gerade in unseren Scherben begegnen möchte.
Das Buch ist ein wertvoller Begleiter für alle, die ihre Beziehung zu Gott vertiefen möchten, die sich nach innerer Heilung sehnen oder neue Hoffnung brauchen. Es ist ein intensives Werk, das man sicher mehr als einmal zur Hand nehmen wird.
Fazit: Ein tief bewegendes, ermutigendes und sehr empfehlenswertes Buch über Gottes Langmut, Nähe und Wiederherstellung.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Kinder stärken, flexibel zu bleiben und dem Leben mit Zuversicht zu begegnen

Immer locker bleiben, Berti!
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„Immer locker bleiben, Bertie!“ von Jane Chapmann, erschienen im Brunnen-Verlag, richtet sich an Kinder ab etwa 3 Jahren und greift auf einfühlsame und humorvolle Weise ein wichtiges Lebensthema auf: den ...

„Immer locker bleiben, Bertie!“ von Jane Chapmann, erschienen im Brunnen-Verlag, richtet sich an Kinder ab etwa 3 Jahren und greift auf einfühlsame und humorvolle Weise ein wichtiges Lebensthema auf: den Umgang mit Plänen, Enttäuschungen und einer positiven Haltung.
Berti liebe es, alles genau zu planen. Sein Campingausflug soll perfekt werden, doch schon bald läuft nichts so, wie er es sich vorgestellt hat. Ein Missgeschick folgt dem nächsten. Während Berti zunehmend frustriert ist, begegnet sein Freund Hugo den gleichen Situationen ganz anders: Er sieht jedes Missgeschick als Abenteuer, bleibt fröhlich und optimistisch. Hugo ist ein echter Optimist und zeigt, dass man selbst in schwierigen Momenten noch etwas Positives entdecken kann.

Das Buch sensibilisiert Kinder dafür, dass man im leben zwar Wünsche und Pläne hat, diese sich jedoch nicht immer erfüllen. Es zeigt, dass Frust und Enttäuschung völlig in Ordnung sind, gleichzeitig aber auch, dass man lernen kann, mit solchen Gefühlen umzugehen. Die Geschichte vermittelt die wertvolle Botschaft, dass man trotz Rückschläge optimistisch bleiben und aus jeder Situation etwas Gutes machen kann.
Dabei wird deutlich: Pläne zu machen ist wichtig und sinnvoll, doch wenn nicht alles nach Plan läuft, muss das keine Katastrophe sein.
Die farbenfrohen, ausdrucksstarken Illustrationen unterstützen die Geschichte hervorragend. Kinder können den Ablauf gut nachvollziehen und sich in die Gefühle der Figuren hineinversetzen. Das Bilderbuch eignet sich nicht nur für Kindergartenkinder, sondern auch bis ins Grundschulalter, da die Themen Gelassenheit, Frustrationstoleranz und positives Denken gerade in dieser Entwicklungsphase eine große Rolle spielen.
Ein warmherziges, lebensnahes Bilderbuch, das Kinder darin bestärkt, flexibel zu bleiben und dem Leben mit Zuversicht zu begegnen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Krimi mit feinem historischem Gespür verwebt

Aurelia und die Jagd nach dem Glück
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Beate Maly lädt in ihrem historischen Wien-Krimi „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ zu einer atmosphärischen Reise in das Jahr 1871 ein – mitten hinein in die Ballsaison, in der sich Glanz, Gesellschaft ...

Beate Maly lädt in ihrem historischen Wien-Krimi „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ zu einer atmosphärischen Reise in das Jahr 1871 ein – mitten hinein in die Ballsaison, in der sich Glanz, Gesellschaft und das Suchen nach Glück und Reichtum miteinander mischen. Als der sogenannte „Lotto-König“ Johann Carl von Sothen aus nächster Nähe erschossen aufgefunden wird, beginnt eine vielschichtige Ermittlungsarbeit. Der Tote war privat und geschäftlich alles andere als zimperlich, und wie sich bald zeigt, die Liste der möglichen Täter entsprechend lang.
Im Mittelpunkt stehen die junge Gräfin Aurelia und Oberinspektor Janek Pokorny, die bei einer Begegnung mit der Witwe des Ermordeten auf eine vielversprechende Spur stoßen.
Maly gelingt es, diesen Kriminalfall mit feinem historischem Gespür zu verweben: Wien und seine Umgebung werden lebendig, die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit sind spürbar und selbst die sprachlichen Feinheiten – mit charmanten wienerischen Ausdrücken, tragen zur dichten Atmosphäre bei.
Besonders beeindruckend ist, wie leicht man in diese Welt eintaucht. Die Schauplätze wirken plastisch, die historischen Details sind kenntnisreich eingeflochten und die Figuren haben Tiefe. Aurelia, Janek und die weiteren zentralen Charaktere lassen sich gut nachempfinden; ihre Beweggründe und Emotionen erschließen sich schnell.
Weniger leicht zugänglich ist dagegen die Vielzahl an auftretenden Personen. Zwar gibt es zu Beginn eines jeden Kapitels eine Orientierung, welche Figur gerade im Fokus steht, dennoch kann es anspruchsvoll sein, alle Namen und Rollen im Gedächtnis zu behalten. Eine kleine eigene Notiz erweist sich hier tatsächlich als hilfreich.
Trotz dieses kleinen Stolpersteins bleibt der Gesamteindruck sehr positiv. „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ ist ein gelungener historischer Krimi, der Spannung, Charme und liebevolle Zeitkolorit verbindet. Beate Maly bestätigt ihren Ruf als „Queen of Cosy Crime“: Ihr Wien es 19. Jahrhunderts lädt zugleich zum Miträtseln und zum Genießen ein. Ein Buch, das sich wunderbar lesen lässt und seine Leserinnen und Leser mühelos in eine vergangene Welt entführt.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Kompaktes Sachwissen über Dinos, verbunden mit spielerischem Lernen

Wieso? Weshalb? Warum? Stickerheft - Dinosaurier
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Das Dino-Sticker-Heft aus der beliebten Reihe „Wieso-Weshalb-Warum?“ vom Ravensburger Verlag ist ein echtes Highlight für kleine Dino-Fans im Alter von 4-7 Jahren.
Mit über 300 Stickern bietet es enorm ...

Das Dino-Sticker-Heft aus der beliebten Reihe „Wieso-Weshalb-Warum?“ vom Ravensburger Verlag ist ein echtes Highlight für kleine Dino-Fans im Alter von 4-7 Jahren.
Mit über 300 Stickern bietet es enorm viel kreativen Spielraum – zum Ergänzen, Gestalten und Entdecken auf 23 Seiten.
Besonders gelungen ist die klare Struktur:
Kompaktes Sachwissen auf jeder Doppelseite verbindet spielerisches Lernen mit spannenden Informationen aus der Welt der Dinosaurier.
Symbole, die sowohl im Heft als auch auf den Stickerseiten zu finden sind, erleichtern die Zuordnung und sorgen dafür, dass selbst die Jüngsten ohne Frust losstickern können.
Inhaltlich führt das Stickerheft kindgerecht durch die wichtigsten Themen.
Besonders ansprechend sind die großen gestaltbaren Doppelseiten zu den verschiedenen Themen. Mal mit einer Wüstenlandschaft mit Palmen, einer Unterwasserwelt oder einer Ausgrabungsstelle, auf der die passenden Sticker platziert werden können. Darüber hinaus gibt es sogar eine Lösungsseite für knifflige Sticker, was das Heft zusätzlich aufwertet.
Das Layout ist übersichtlich, farbenfroh und kindgerecht. Die Sticker lassen sich problemlos ablösen und aufkleben.
Fazit: Ein liebevoll gestaltetes, informatives und kreatives Stickerheft, das das Herz jedes Dino-Fans höher schlagen lassen wird.

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