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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Mischung aus Historiendrama, Kriminalgeschichte und sehr seichter Lovestory

Ein Kranich unter Wölfen
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Ich mag so asiatisch angehauchte Fantasy/Historienromane inzwischen super gerne, weil ich allein schon das Setting und die Kultur super interessant und ansprechend finde. Ich hab mich hier vor allem zu ...

Ich mag so asiatisch angehauchte Fantasy/Historienromane inzwischen super gerne, weil ich allein schon das Setting und die Kultur super interessant und ansprechend finde. Ich hab mich hier vor allem zu Anfang super schwer getan ins Buch zu finden und mit den ganzen Namen klarzukommen. Vor allem weil die Protagonistin zusätzlich die Eigenart hat, Spitznamen zu erfinden und diese auch beizubehalten, wenn die tatsächlichen Namen der Figuren bereits bekannt und benutzt werden. Dadurch bin ich immer mal durcheinandergekommen.

Zentrales Element war für mich die Geschichte rund um die grausame Herrschaft des Kaisers und die 1000 gefangenen Frauen, die ihren Familien geraubt wurden. Das harte Regime, die boshafte Machtgier und das psychische Entgleisen des Kaisers kommen da gut raus und sorgen für die schreckliche, beunruhigende Stimmung des vorherrschenden Wahnsinns innerhalb der Geschichte.

Mit der Protagonistin Iseul bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden. Ist sie anfangs vor allem naiv, verzogen und impulsiv, entwickelt sie sich zwar in Richtung von mehr Empathie und Einsicht, behält ihr völlig kopfloses Verhalten aber bei, womit sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere in stetige Gefahr bringt. Da konnte ich dann auch irgendwann einfach nicht mehr nachsichtig mit ihr sein, sie hat mich schier aufgeregt.

Der in die Geschichte eingebettete Kriminalfall war anfangs wirklich interessant und hat eine interessante Nebenhandlung eröffnet. Trotzdem rückte er gefühlt sehr in den Hintergrund und diente zwischenzeitlich vor allem dazu, Iseuls Charakterentwicklung voranzutreiben. Die Auflösung hat mich da fast ein bisschen ernüchtert zurückgelassen.

Was es für mich absolut nicht gebraucht hätte, das war die Liebesgeschichte, die ich auch gar nicht als solche empfunden habe und die daher für mich so ein bisschen vom Himmel fiel. Das Buch hat einfach so viele verschiedene Baustellen aufgetan, dass nichts so richtig vertieft wurde und alles recht oberflächlich blieb. Es werden auch insgesamt sehr viele Figuren und Einzelschicksale betrachtet, aber keines ging mir so wirklich nahe. Mir fehlte einfach so die eine Figur, die die Geschichte trägt. Das sollte vermutlich Iseul sein, aber da bin ich einfach nicht rangekommen, weil ich mit ihr und ihrem Verhalten so gehadert habe.

Insgesamt hat sich das Buch kurzweilig lesen lassen, bin aber ehrlich, so einen echten bleibenden Eindruck hat es nicht hinterlassen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Ganz nett

Kingdom of crystal Hearts
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Der Einstieg in die Geschichte war eigentlich richtig stark und legte temporeich vor. Doch mach dem ersten Coup der Truppe rund um Elodie flacht der Spannungsbogen so ein bisschen ab, da Elodie gezwungen ...


Der Einstieg in die Geschichte war eigentlich richtig stark und legte temporeich vor. Doch mach dem ersten Coup der Truppe rund um Elodie flacht der Spannungsbogen so ein bisschen ab, da Elodie gezwungen ist, die Füße still zu halten.

Die Handlung führt zwar so ein bisschen durch das Reich, aber das Thema Magie wird eher vage angegangen. Erst ungefähr ab der Hälfte tut sich da was und auch das in eher überschaubarem Rahmen. Dabei ist das Magiekonzept rund um die Edelsteine eigentlich echt interessant und ich hätte das gerne vertiefter gesehen.

Rafe kann ich eigentlich kaum einschätzen. Er ist zwar der männliche Protagonist und zentrale Figur, bleibt aber distanziert und passiv. Im letzten Drittel kommt da zwar etwas Bewegung rein, aber das reicht nicht, um mich von der Lovestory zu überzeugen

Was wirklich gut rausgearbeitet ist, das ist der Böse-Königinnen-Vibe. Es hat einfach Spaß gemacht sie zu hassen. Gegen Ende wirds toll, bin ich ganz ehrlich. Da gibts Action, Verrat, chaotisches Handgemenge und emotionale Begegnungen. Aber es war halt auch ziemlich überhastet.

Ich fands nett, aber der Funke war einfach nicht da

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ackerman ist nicht in Form

Im Labyrinth der Furcht
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Ich liebe die Reihe rund um den geläuterten Serienkiller Ackerman Junior, aber bei diesem Band ist ihm scheinbar die Puste ausgegangen. Der Band lässt den gewitzten Charme und Einfallsreichtum vermissen, ...

Ich liebe die Reihe rund um den geläuterten Serienkiller Ackerman Junior, aber bei diesem Band ist ihm scheinbar die Puste ausgegangen. Der Band lässt den gewitzten Charme und Einfallsreichtum vermissen, mit dem Ackerman sich MacGvver-Artig aus jeglichen brenzligen Situationen windet. Das Buch hat sich daher eher zäh lesen lassen und vor allem das Ende fand ich als Ackerman-Fan irgendwie enttäuschend.

Positiv hervorheben möchte ich zu diesem Band, dass Nadya endlich wieder mehr Persönlichkeit und Raum bekommt. Zuletzt war ich ja kein fan mehr von ihr, da sie nur noch über ihre Gefühle zu Ackerman definiert wurde. Aber hier bekommt sie endlich wieder mehr Screentime und dazu eine unerwartete neue Verbündete. Sie bearbeitet parallel einen eigenen Fall, der zuerst wie Nebenhandlung anmutet, dann aber zunehmend präsenter ist als der Handlungsstrang um Ackerman.

Generell fehlte dem Buch in meinen Augen so ein bisschen die Action und ja, auch die rohe Gewalt und der Schrecken, der den Büchern sonst zueigen ist. Die Geschichte liest sich stellenweise eher zäh und als ob unserem Antihelden einfach so langsam die Puste ausgeht. Ackerman scheint zumindest zum ersten Mal eine ernstzunehmende Nemesis gefunden zu haben.

Für mich einer der bisher schwächsten Bände aus dem Ackerman-Universum. Am Ende fühlte sich dieses Buch wie ein Lückenfüller an, der hauptsächlich dazu dient, den kommenden Band anzuteasern.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Gar nicht mal so dark

Game of Greed
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Also irgendwie ist Dark Romance so ein Genre, wo ich mit meiner Erwartungshaltung meistens völlig daneben liege. Ich fand dieses Buch nämlich eigentlich gar nicht dark. Bin ehrlich: diese Art von Love ...

Also irgendwie ist Dark Romance so ein Genre, wo ich mit meiner Erwartungshaltung meistens völlig daneben liege. Ich fand dieses Buch nämlich eigentlich gar nicht dark. Bin ehrlich: diese Art von Love Triangle inklusive besorgniserregenden Age Gap, was insgesamt einfach nie mein Ding ist, stand eigentlich nicht unbedingt auf meiner Bingo-Karte und ist für mich auch irgendwie ein ziemlicher Abturn. Aber ansonsten ist das in meinen Augen hauptsächlich ein spicy Roman mit Suspense-Elementen. Nicht schlecht gemacht, aber halt für mich nicht Dark Romance.

Die sehr explizite, raue Sprache trifft nicht so ganz meinen Geschmack, passt aber natürlich zum Inhalt des Buches. Und dieses dominante Alphamännchen-Gehabe von allen Seiten, war ein bisschen übertrieben, wenn man bedenkt, dass Jayna hier letztendlich der absolute Player und ein megacooles Boss-habe ist.
Trotzdem hat dieses Buch irgendwas, was einen nicht loslässt. Es ist ungemein catchy, zwar auf grenzwertige Art kinky, aber eben doch unterhaltsam. Und das Rache-Thema zum Schluss hat mir auch ganz gut gefallen.

Die Story ist schön temporeich erzählt und obwohl das Spicelevel schon recht hoch ist, passiert hier nichts ohne Konsens, was mir irgendwie wichtig ist. Die Figuren sind moralisch teilweise ziemlich fragwürdig aufgestellt, aber auch das ist irgendwie Teil des Charmes und macht die Interaktionen zwischen Jayna und Xavier erst so richtig unterhaltsam.

Für mich war das ein Buch, das ich locker weglesen konnte, die Schreibstil ist eher simpel gehalten und das Buch besticht vor allem durch explizite Inhalte, ein mittleres Gewaltlevel und generell ein eher raues Milieu. Storytechnisch passiert gar nicht mal so viel, wodurch man aber leicht folgen kann. Kann man machen.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Coole Idee, Umsetzung noch ausbaufähig

Finde den Mörder
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Ich fand die Idee mit dem interaktiven Kriminalroman richtig cool, weil es den Leser nochmal ganz anders einbindet. Die Umsetzung fand ich gut gemacht. Bei einigen Optionen ist die Entscheidung nur pro ...

Ich fand die Idee mit dem interaktiven Kriminalroman richtig cool, weil es den Leser nochmal ganz anders einbindet. Die Umsetzung fand ich gut gemacht. Bei einigen Optionen ist die Entscheidung nur pro forma und man spielt letztendlich alle Optionen durch. Andernfalls wäre der Fall für den Leser wohl auch nicht lösbar.

Es wird empfohlen sich Notizen zu machen. Ich muss sagen der Fall ist recht übersichtlich, sodass das, wenn man keine riesigen Unterbrechungen beim Lesen hat, nicht unbedingt notwendig ist. Abgesehen natürlich von den Code-Kombinationen die man sich notieren muss, um zu den richtigen Abschnitten geleitet zu werden. Mich hat dieses Notieren der Codes immer so ein bisschen aus dem Lesefluss gerissen.

Manchmal gibt es auch einfach keine Auswahlmöglichkeit, sondern nur eine Anweisung wo weitergelesen werden soll. Ich würde sagen man liest trotz Wahlmöglichkeiten so ziemlich jeden Abschnitt. Dadurch zieht es sich gefühlt zwischenzeitlich mal so ein bisschen, weil ich „gezwungen“ war Abschnitte zu lesen, an denen ich nicht unbedingt interessiert war und die mir wie Lückenfüller vorkamen

Die Geschichte wird zu großen Teilen in Dialogen erzählt. Und weil es eben kein klassischer Krimi ist, ist das ganze irgendwie nicht so wirklich spannend. Der Fall und die Figuren, sowie ihre Motive, sind so ein bisschen klischeehaft angelegt. Ob das daran liegt, dass man dem Leser nicht zutraut den Fall andernfalls die richtigen Schlüsse zu ziehen, weiß ich nicht, aber die Struktur wirkt schon etwas flach.

Ich fands ne coole Idee und würde so ein Buch auch definitiv nochmal wählen, finde aber man könnte dem Leser ruhig mehr zutrauen.

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