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Veröffentlicht am 03.01.2026

Leise Töne mit großer Wärme

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Leise Töne mit großer Wärme

Dieses wunderbare Buch habe ich mit ins neue Jahr genommen und damit schon mein erstes Highlight in diesem Jahr gelesen!

Im Mittelpunkt dieses warmherzigen Romans steht Matilda ...

Leise Töne mit großer Wärme

Dieses wunderbare Buch habe ich mit ins neue Jahr genommen und damit schon mein erstes Highlight in diesem Jahr gelesen!

Im Mittelpunkt dieses warmherzigen Romans steht Matilda Nightingale, von ihrem Ehemann Joe liebevoll Büchermaus genannt. Doch Joe ist vor ein paar Monaten gestorben und Tilda versinkt in ihrer Trauer. Aber dann bekommt sie einen Anruf von Alfie, der die Buchhandlung Booklane führt. Von Alfie erfährt sie, dass Joe ihr ein letztes großartiges Geschenk gemacht hat. Sie wird ein Jahr lang jeden Monat ein Buch von ihm bekommen. Somit begegnet sie Alfie einmal im Monat und es entwickelt sich eine zarte Freundschaft.

Joe hat die Bücher mit Bedacht ausgesucht und so nach und nach findet Matilda ins Leben zurück. Ich darf sie auf diesem sehr emotionalen Weg begleiten. Sehr oft standen mir Tränen in den Augen, aber sehr oft musste ich auch schmunzeln.

Ich hatte das Gefühl, ich wohne in dem Buch. Schon auf den ersten Seiten habe ich mich wohl gefühlt in der Geschichte, die Libby Page feinfühlig erzählt. Es ist eine leise Geschichte und genau deshalb hat sie mich so gefangen genommen.

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen und an die Geschichten, die uns manchmal ein Leben lang begleiten. Geschichten, die uns trösten, die uns Mut machen und neue Wege aufzeigen.
„Das Jahr voller Bücher und Wunder“ hat mit leisen Tönen und großer Wärme mein Herz berührt.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Wenn die Vergangenheit erwacht

Rostiges Grab
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Mit „Rostiges Grab“ gelingt Anders de la Motte erneut ein spannender und atmosphärischer Thriller, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat und den ich zu meinem Thriller Highlight in diesem Jahr gekürt ...

Mit „Rostiges Grab“ gelingt Anders de la Motte erneut ein spannender und atmosphärischer Thriller, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat und den ich zu meinem Thriller Highlight in diesem Jahr gekürt habe.

Ich bin seit dem ersten Band ein Fan von Leonore Asker und auch hier fand ich sie sehr beeindruckend. Martin Hill ist ihr Gegenpol, die Dynamik zwischen den Beiden wird authentisch dargestellt – auch wenn ich beide abwechselnd gerne mal „geschüttelt“ hätte. Auch die anderen Charaktere sind stark gezeichnet mit Ecken und Kanten und sorgen immer mal wieder für Überraschungen. Leos Team erinnert entfernt an das Department Q, aber die „verlorenen Seelen“ haben das gewisse Etwas und entwickeln sich stetig.
Genauso beeindruckend finde ich die komplexe Handlung, die immer wieder mit neuen Wendungen aufwartet. Die düstere Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die Story und hat mir so manches Mal eine Gänsehaut beschert.

Der Autor erzählt meistens abwechselnd aus der Sicht von Asker und Hill, ganz selten kommt Askers Gegenspieler Hellmann zu Wort und einen ganz wichtigen Part hat das „Graumädchen“ und ich erfahre erst ganz am Ende, wer sich dahinter verbirgt.

Kurz vor Ende bringt mich der Showdown an meine Grenzen, soviel Spannung ist kaum auszuhalten. Aber es fügt sich alles zusammen und die unvorhergesehenen Wendungen sind das Salz in der Suppe.
Der Thriller hat mich auch sprachlich überzeugt. Der Stil ist klar, atmosphärisch dicht und transportiert die Kälte der Umgebung ebenso wie die innere Unruhe der Figuren. Die Perspektivenwechsel, oft mit Cliffhangern verbunden halten den Spannungsbogen straff gespannt.

Fazit: Rostiges Grab ist ein überzeugender, literarisch anspruchsvoller Thriller, der Spannung und Tiefgang gekonnt miteinander verbindet.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Freundschaft und Hoffnung

Wir sehen uns wieder am Meer
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So ein fantastisches Buch! Trude Teige versteht es brillant, die Vergangenheit durch die authentische Darstellung der historischen Ereignisse zum Leben zu erwecken. Auch sensible und schwierige Themen ...

So ein fantastisches Buch! Trude Teige versteht es brillant, die Vergangenheit durch die authentische Darstellung der historischen Ereignisse zum Leben zu erwecken. Auch sensible und schwierige Themen fasst sie so gekonnt in Worte, dass das Lesen leicht ist, aber dennoch sehr berührend, dramatisch und eindrucksvoll.

Schauplatz ist zunächst das von Deutschen besetzte Örtchen Bodø in der Provinz Nordland in Norwegen. Dorthin verschlägt es die Krankenschwester Birgit nach dem Tod ihrer ersten Liebe Ilja. Bei ihm hat die Norwegerin russisch gelernt und ihre Liebe zu Russland entwickelt.

Trude Teige hat die Atmosphäre des besetzten Ortes Bodø sehr authentisch eingefangen. Die Beschreibung der Lebensumstände in den Lagern der Zwangsarbeiter kann niemanden kalt lassen. Birgit schaut nicht weg, sondern versucht zu helfen, so gut sie kann. Sie freundet sich mit der Ukrainerin Nadja an, die aus ihrer Heimat verschleppt wurde, um in der Fischfabrik zu arbeiten. Besonders berührend finde ich, wie die Freundschaft der Frauen ihnen Kraft gibt und sie trotz aller Verluste und traumatischen Erlebnisse nicht aufgeben lässt. Dadurch strahlt die Geschichte für mich so viel Hoffnung und Positivität aus, eben weil es immer wieder Menschen gibt, die alles riskieren, um anderen zu helfen.

Birgit gerät zwischen die Fronten, dabei wollte sie nur helfen. Das hat mich tief berührt. Aber tröstlich finde ich, dass trotz der schlimmen Umstände die Freundschaften Halt geben und einen positiven Blick in die Zukunft zulassen. Auch wenn manche Wunden niemals verheilen werden und mehr als oberflächliche Narben zurücklassen.

Ein wunderbares Buch, das mich genauso beeindruckt hat wie die beiden vorherigen Bücher.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Berührender Roman über Mut und Sehnsucht

Der Wind von Yorkshire
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Das englische Bradford war im 19. Jahrhundert die Welthauptstadt der Wollindustrie und ist Schauplatz des Romans „Der Wind von Yorkshire“ von Lia Scott.

Doch zunächst entführt Lia Scott mich in die Craven ...

Das englische Bradford war im 19. Jahrhundert die Welthauptstadt der Wollindustrie und ist Schauplatz des Romans „Der Wind von Yorkshire“ von Lia Scott.

Doch zunächst entführt Lia Scott mich in die Craven Dales, einem Teil der malerischen Yorshire Dales. Dort leben June Barlow und ihre beiden Schwestern zusammen mit ihrem etwas weltfremden Vater und ihrer Tante auf einer idyllisch gelegenen Farm. Als die ältere Schwester schwer erkrankt, macht sich June schweren Herzens auf den Weg nach Bradford, um dort das für die Behandlung nötige Geld zu verdienen. Dort trifft sie auf Franky O’Donovan, den sie ein paar Jahre früher mit ihren Schwestern kennen gelernt hat und obwohl sie ihn in nicht so guter Erinnerung hat, war sie die ganze Zeit fasziniert von ihm.

Schon die ersten Zeilen haben mich gefangen genommen. Lia Scott hat einen wunderschönen Schreibstil, leicht und flüssig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Craven Dales sind vor meinen inneren Augen in voller Schönheit erblüht und stehen nun erst recht auf meiner Bucketlist für Großbritannien. Die kleine Familie muss man einfach mögen, ihr Alltag wird so schön beschrieben.

Schon seit den Geschichten über die schottischen Dennon Geschwister bin ich ein großer Fan von Lia Scott. Sie schafft es auch dieses Mal, mich schon nach ein paar wenigen Seiten zu fesseln. Die Figuren sind authentisch und vielschichtig – allen voran June, die mit Mut und Entschlossenheit ihr Schicksal in die Hand nimmt. Auch Franky O’Donovan ist eine beeindruckende Figur und seine geheimnisvolle Vergangenheit sorgt für Spannung.

Starke Charaktere eingebettet in eine atmosphärische Kulisse, ich habe das Buch geliebt und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Faszinierende und eindrucksvolle Hommage

In uns der Ozean
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„In uns der Ozean“ von Theresia Graw ist ein bewegender Roman, der die Lebensgeschichte der berühmten Umweltaktivistin Rachel Carson nachzeichnet. Das Buch entführt mich in die Zeit der 1920er und 30er ...

„In uns der Ozean“ von Theresia Graw ist ein bewegender Roman, der die Lebensgeschichte der berühmten Umweltaktivistin Rachel Carson nachzeichnet. Das Buch entführt mich in die Zeit der 1920er und 30er Jahre und vermittelt eindrucksvoll, wie schwierig es für Frauen damals war, wissenschaftlich zu arbeiten und gesellschaftliche Anerkennung zu erlangen. Besonders berührend ist, wie Rachel trotz aller Rückschläge und Herausforderungen ihrer Leidenschaft für die Natur treu bleibt und unermüdlich für deren Schutz kämpft. Ihre unerschrockene Recherche zur Gefährlichkeit von DDT und der Mut, Missstände öffentlich zu machen, machen sie zu einer inspirierenden Figur.

Der Roman ist stilistisch klar und atmosphärisch dicht geschrieben. Die bildhafte Sprache lässt mich die Leidenschaft von Rachel Carson für das Meer und die Umwelt unmittelbar nachempfinden.

Der Roman ist nicht nur eine Hommage an eine starke Frau, sondern auch eine Mahnung an uns alle, wie wichtig es ist, sich für die Natur einzusetzen. Theresia Graw gelingt es, die gesellschaftlichen und politischen Zwänge jener Zeit sensibel darzustellen und gleichzeitig die Hoffnung und den Kampfgeist ihrer Protagonistin hervorzuheben. „In uns der Ozean“ ist daher ein sehr wichtiges Buch nicht nur für Menschen, die sich sowieso schon für die Umwelt einsetzen. Es regt dazu an, über die eigene Verantwortung nachzudenken und gibt Mut, für das Richtige einzustehen.

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