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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Ein neuer Oxen

Oxen. Interregnum
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Interregnum ist der siebente Band der Oxen-Reihe. Für mich war es der erste Band, den ich gelesen habe.
In den ersten Oxen-Büchern ging es darum, den Danehof zu zerschlagen. Bei dem Danehof ...


Interregnum ist der siebente Band der Oxen-Reihe. Für mich war es der erste Band, den ich gelesen habe.
In den ersten Oxen-Büchern ging es darum, den Danehof zu zerschlagen. Bei dem Danehof handelt es sich um einen skrupellosen, mächtigen Geheimbund, der aus einflussreichen Persönlichkeiten in Dänemark besteht.
In Interregnum gibt es Personen, die den Danehof wiederbeleben wollen, was der Elitesoldat Oxen mit Mossmann und Franck verhindern will.
In einem zweiten Erzählstrang geht es um Oxens Sohn, der von einer Bande bedroht wird und für zusätzliche Spannung sorgt.
Beide Geschichten werden mit sympathischen Protagonisten auf ca. 600 Seiten erzählt. Für mich war es ein solider Krimi, der sich gut und interessant lesen lässt, aber auch seine Längen hat. Viele alltägliche Situationen werden für meinen Geschmack zu detailliert beschrieben. Als Quereinsteiger in diese Buchreihe hatte ich anfangs Verständnisprobleme, was Danehof bedeutet und musste dies recherchieren. Ansonsten muss man meiner Meinung nach nicht alle vorherigen Bücher dieser Reihe gelesen haben, um der Handlung in diesem Band folgen zu können, zumal immer wieder über vergangene Ereignisse berichtet wird.
Eine Leseempfehlung von mir mit 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Medea, die Hexe

Medea
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Ich gebe zu, ich hatte mich bisher wenig mit der griechischen Mythologie befasst. Ich habe mich mit Medea erst nach den ersten Seiten dieses Buches genauer befasst. Danach konnte ich die Geschichte in ...

Ich gebe zu, ich hatte mich bisher wenig mit der griechischen Mythologie befasst. Ich habe mich mit Medea erst nach den ersten Seiten dieses Buches genauer befasst. Danach konnte ich die Geschichte in diesem Buch besser nachvollziehen.
Medea, die kolchische Hexe oder Zauberin hatte Circe als Lehrmeisterin. Sie wurde von ihrem Vater unter Verschluss gehalten und von ihrer Mutter ignoriert. Als Jason mit seinen Argonauten erscheint, verliebt sie sich in ihn und hofft mit seiner Hilfe ihrem elterlichen Gefängnis entfliehen zu können. Erst nach Jahren erkennt sie, dass sie nur Jasons Werkzeug war.
Rosie Hewlett haucht mit ihrem Roman Medea neues Leben ein und versucht, ihre Beweggründe für ihr blutiges Tun, mit ihrer Vergangenheit zu erklären. Dies ist die Geschichte einer Frau, die von einer Unterdrückung in die nächste gestolpert ist und Mühe hat, ihren Hass und ihren Zorn zu zügeln.
Wer sich für diese Thematik interessiert, wird mit diesem Buch gut bedient und sieht vieles aus einem anderen Blickwinkel.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wo ist der Bäcker?

Entführung im Himmelreich
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Der zweite Cozy-Krimi von Andreas Winkelmann passt sich nicht nur äußerlich dem ersten Krimi aus der Himmelreich-Serie an. Man findet auch alle alten Bekannten aus dem ersten Tei wieder: zum Beispiel ...


Der zweite Cozy-Krimi von Andreas Winkelmann passt sich nicht nur äußerlich dem ersten Krimi aus der Himmelreich-Serie an. Man findet auch alle alten Bekannten aus dem ersten Tei wieder: zum Beispiel die Hauptfiguren Kupernikus und Annabelle, die sich auch hier wieder als Hobby-Detektive betätigen. In dieser Geschichte ist der Bäcker verschwunden und es scheint so, als würden sich nicht alle Sorgen wegen seiner Abwesenheit machen. Aber Kupernikus und Annabelle lassen nicht locker und ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass die beiden selbstverständlich den Fall aufklären.
Bei diesem zweiten, überwiegend amüsanten Cozy-Krimi, habe ich eine gewisse Spannung vermisst. (Ich habe mir auch keine großen Sorgen um den Bäcker gemacht.)
Zum Abschluss gibt es noch Rezepte aus Annabelles Küche, die nach Kupernikus' Ansicht sehr gut ist.
Fans dieser Krimisorte kann ich diesen zweiten Band empfehlen. Wer mehr Spannung möchte, sollte sich an den anderen Krimis von Andreas Winkelmann halten.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Aufgeben ist keine Option

Mein Name ist Emilia del Valle
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Emilia, uneheliche Tochter eines chilenischen Aristokraten wächst behütet in San Francisco bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf. Schon früh beginnt sie erfolgreich damit, Groschenromane unter einem ...


Emilia, uneheliche Tochter eines chilenischen Aristokraten wächst behütet in San Francisco bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf. Schon früh beginnt sie erfolgreich damit, Groschenromane unter einem männlichen Pseudonym zu schreiben. Ihre Mutter liefert ihr die Ideen zu den Geschichten. Emilias Ziel ist es aber Journalistin zu werden
Als beim Examiner eine Stelle frei wird, ergreift sie diese Chance, darf aber vorerst ihre Artikel nur unter ihrem Pseudonym veröffentlichen. Als in Chile der Bürgerkrieg ausbricht, überredet sie den Chefredakteur, sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Eric als Berichterstatterin dort hinzuschicken; einerseits wegen ihrer Abenteuerlust, andererseits in der Hoffnung, dort ihren leiblichen Vater treffen zu können. Um authentische Artikel über die dortigen Vorgänge schreiben zu können, schließt sie sich den Cantineras an und erlebt den Krieg hautnah und muss um ihr Leben fürchten.
Isabel Allende lässt den Leser mit Emilia als starke Persönlichkeit in jeder Situation mitfühlen und beschreibt den Bürgerkrieg in Chile in all seinen blutigen Einzelheiten.
Mich hat besonders Isabel Allendes Schreibstil gut gefallen und ich kann das Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Spurensuche

Lilianas unvergänglicher Sommer
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Liliana wurde vor 30 Jahren Opfer eines Femizids. Angel bemüht sich mehrere Monate, um die Aufmerksamkeit und Liebe Lilianas zu erlangen. Als sie ihn endlich erhört, findet sie sich in einer ...


Liliana wurde vor 30 Jahren Opfer eines Femizids. Angel bemüht sich mehrere Monate, um die Aufmerksamkeit und Liebe Lilianas zu erlangen. Als sie ihn endlich erhört, findet sie sich in einer toxischen Beziehung wieder, in der sie lange aushält. Als sie es endlich schafft, sich von ihm zu trennen, versucht er immer wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen
Doch sie bleibt standhaft und begibt sich damit unwissentlich in Lebensgefahr. Eines Tages dringt Angel in ihre Wohnung ein und ermordet sie. Auch 30 Jahre nach dieser Tat wurde er nicht gefasst.
Cristina Rivera Garza ist Lilianas ältere Schwester und begibt sich nach dieser langen Zeit auf die Suche nach den Ermittlungsakten. In diesem Buch beschreibt Cristina Rivera Garza wie schwierig es ist, an die Akten zu gelangen. Sie erzählt von der gemeinsamen Kindheit mit ihrer Schwester. Sie lässt auch die Freundinnen und Freunde sowie ihre Eltern zu Wort kommen. Auch die in Lilianas Nachlass gefundenen Notizen und Briefe runden das Bild einer lebenslustigen jungen Frau ab, die viel zu früh einen gewaltsamen Tod sterben musste.
Cristina Rivera Garza setzt mit diesem Buch ihrer Schwester ein Denkmal und prangert gleichzeitig Femizide an.
Der gelungene Versuch , ein schwer verdauliches Thema umzusetzen.

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