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Veröffentlicht am 05.02.2020

Drei starke Frauen im Berlin der Nachkriegszeit

Die Frauen vom Alexanderplatz
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Zuerst vielen Dank an Vorablesen und den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Das Cover des Buches ist ein Blickfang. Es passt perfekt zum Inhalt.

Der Roman "Die Frauen vom Alexanderplatz" von Elke ...

Zuerst vielen Dank an Vorablesen und den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Das Cover des Buches ist ein Blickfang. Es passt perfekt zum Inhalt.

Der Roman "Die Frauen vom Alexanderplatz" von Elke Schneefuss erzählt die Geschichten dreier Frauen im Jahre 1918 in Berlin.
Vera kümmert sich nach dem Tod ihres Vaters um ihre Mutter, der es gesundheitlich nicht gut geht. Ihr Bruder ist noch nicht aus dem Krieg zurück, doch Vera hofft, dass er schnellstmöglich wieder auftaucht, um sich um die Familie zu kümmern.
Hanna war als Hilfsschwester an der Front und hat ihr Herz an die Arbeit als Krankenschwester verloren. Als sie nach Hause kommt und ihre Absichten ihren Eltern eröffnet, reagieren sie nicht wie von Hanna erwartet.
Fritzi lebt mit ihrer 4jährigen Tochter und ihrem Vater zusammen in einem kleinen Dorf. Sie erwartet die Heimkehr ihres Verlobten, dem Vater ihrer Tochter. Als er zu Weihnachten noch nicht da ist, macht sie sich auf den Weg nach Berlin, um ihn zu holen.

Der Roman ist in drei parallel laufenden Geschichten geschrieben. So bleibt der Leser immer auf dem neusten Stand und weiß, was in den Charakteren vorgeht.
Die drei Hauptfigurenwaren mir auf Anhieb sympathisch. Jede der drei hat ihr Päckchen zu tragen und kämpft um ihr Glück. Besonders gut gefallen mir die detaillierten Gespräche zwischen den einzelnen Personen, die sehr über das Geschehen informieren. Die Zeitverhältnisse werden sehr gut herausgearbeitet. Elke Schneefuss hat diese drei Schicksale zu einer spannenden Handlung verwoben. Am Ende des Buches findet der Leser einige Artikel und Auszüge, die zeigen, wie sich die Lebenswege weiterentwickelt haben.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ist eine absolute Leseempfehlung.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2018

Ein gefühlvolles Buch, das zum Nachdenken anregt...

Keiner glaubt an uns
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"Keiner glaubt an uns" ist der dritte Band der "Keiner"-Reihe von Jana von Bergner. Jedes Buch der Reihe kann unabhängig voneinander gelesen werden. Allerdings ist es schön, wenn man die beiden anderen ...

"Keiner glaubt an uns" ist der dritte Band der "Keiner"-Reihe von Jana von Bergner. Jedes Buch der Reihe kann unabhängig voneinander gelesen werden. Allerdings ist es schön, wenn man die beiden anderen Bücher kennt, da man einige liebe Charaktere wieder trifft.

In diesem Teil geht es um Pia, die mittlere der drei Schwestern. Seit dem Tod ihrer Eltern fühlt sich Pia allein und unverstanden. Sie rebelliert und stellt sich gegen alles. In Tom findet sie eine Person, der sie vertraut und der sie sich öffnen kann. Aber wie wird der Rest der Familie reagieren, wenn sie erfahren, dass Pia sich in Tom verliebt hat?

Der Einstieg in die Handlung fiel mir sehr leicht. Ich war sofort wieder mit den Charakteren verbunden. Wie schon in den ersten beiden Teilen ist der Schreibstil locker und leicht zu verstehen, man fliegt nur so durch die Seiten. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive von Pia und Tom geschrieben, so kann der Leser sich gut in die beiden hineinversetzen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass der Leser einen Einblick in die Vergangenheit der beiden bekommt. Diese Rückblicke sind kursiv hervorgehoben.
Die Geschichte befasst sich mit einem sehr emotionalen und ernstem Thema. Einige unerwartete Ereignisse brachten noch mehr Spannung und Wendungen in die Handlung.

Die "Keiner"-Reihe ist eine absolute Leseempfehlung. Jedes der Bücher ist so großartig und einzigartig.

Veröffentlicht am 13.03.2018

Eine fesselnde Geschichte mit überraschendem Ende

Aura 1: Aura – Die Gabe
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Das Buch "Aura-Die Gabe" von Clara Benedict erscheint am 12.03.2018 im Thienemann-Verlag.Es ist der erste Band einer Romantasy Dilogie.

In dem Buch "Aura-Die Gabe" geht es um die sechzehnjährige Hannah, ...

Das Buch "Aura-Die Gabe" von Clara Benedict erscheint am 12.03.2018 im Thienemann-Verlag.Es ist der erste Band einer Romantasy Dilogie.

In dem Buch "Aura-Die Gabe" geht es um die sechzehnjährige Hannah, die sich unsterblich in Jan verliebt hat. Er scheint aber kein Interesse an ihr zu haben. Als ob das nicht schon genug wäre, wird ihr zufällig klar, dass sie eine Gabe besitzt. Hannah manövriert sich in einige schwiereige Situationen, bis sie herausgefunden hat, zu was sie imstande ist. Während Hannah sich auf ihre neuen Erkenntnisse konzentriert, scheint Jan sich immer mehr für sie zu konzentrieren. Ist Hannahs Gabe Glück oder Fluch?

Der Schreibstil von Clara Benedict ist flüssig und gut verständlich. Man fliegt nur so durch die Seiten.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin Hannah erzählt. Durch die detailreichen Beschreibungen ihrer Gedanken kann der Leser sich gut in sie hinein versetzen und mit ihr fühlen.

Anfangs hatte ich jedoch etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu kommen, da mir die ersten Kapitel zu langatmig ware. Jedoch danach wurde es spannend. Man konnte nicht vorraussagen, wie es mit Hannah, ihrer Gabe und Jan weiterging. Ich wurde oft überrascht,

Die Hauptprotagonistin Hannah erschien mir an manchen Stellen zu naiv zu sein, vor allem bezüglich Jan. Manchmal störte mich dies ein wenig.
Jan ist ein sehr undurchschauberer Charakter. Man wird nicht schlau aus ihm. Sein Verhalten wirft nicht nur bei Hannah viele Fragen auf.

Das Buch ist ein spannender Jugendroman und hat mir gut gefallen. Das Ende hat mich wirklich sehr überrascht, ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Allerdings lässt es den Leser mit einigen Fragen zurück. Ich bin also schon sehr auf Band zwei gespannt.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Eine weihnachtliche Geschichte auf der Insel

Winterglück und Inselzauber: Ein Weihnachtsfest auf Borkum
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In Winterglück und Inselzauber – Ein Weihnachtsfest auf Borkum erzählt Claudia Schirdewan eine gefühlvolle Geschichte über Gemeinschaft, Neuanfänge und leise Hoffnung vor der stimmungsvollen Kulisse der ...

In Winterglück und Inselzauber – Ein Weihnachtsfest auf Borkum erzählt Claudia Schirdewan eine gefühlvolle Geschichte über Gemeinschaft, Neuanfänge und leise Hoffnung vor der stimmungsvollen Kulisse der winterlichen Nordseeinsel Borkum. Ein Schneesturm legt kurz vor Weihnachten den Fährverkehr lahm und zwingt mehrere Gäste, die Feiertage in Julias Pension Meereszauber zu verbringen – eine unerwartete Situation, aus der ein besonderes Miteinander entsteht.

Im Mittelpunkt steht Julia, eine hilfsbereite und verantwortungsbewusste Gastgeberin, die jedoch innerlich von ihrer Vergangenheit geprägt ist. Sie kümmert sich um andere oft mehr als um sich selbst und muss erst lernen, wieder Vertrauen zuzulassen und neue Wege zu gehen.

Der männliche Protagonist Simon wirkt anfangs zurückhaltend und sehr auf seine Arbeit fixiert. Doch durch die ungeplante Auszeit auf der Insel beginnt er, sich zu öffnen. Mit Geduld und Verständnis begegnet er Julia auf Augenhöhe, wodurch sich eine ruhige und glaubwürdige Annäherung entwickelt.

Der Schreibstil ist leicht und atmosphärisch, die winterliche Inselkulisse schafft eine gemütliche Weihnachtsstimmung. Zwar bleibt die Handlung insgesamt vorhersehbar, doch die authentischen Charaktere verleihen der Geschichte emotionale Tiefe.

Fazit: Ein warmherziger Wohlfühlroman mit nahbaren Figuren, der besonders durch die leise Entwicklung von Julia und Simon überzeugt – ideal für entspannte Winterabende.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Höllenprüfungen, ein launischer Gott und lauter Intrigen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Prinzessin der tausend Diebe-Betrayed von Thea Hong ist der erste Band der gleichnamigen Reihe. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und passen zum Setting.

In der Geschichte geht es um Sora, ...

Prinzessin der tausend Diebe-Betrayed von Thea Hong ist der erste Band der gleichnamigen Reihe. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und passen zum Setting.

In der Geschichte geht es um Sora, die mit ihrer Mutter aus ihrer Heimat Busan verstoßen wurde. Sie ist die Tochter des Clan- Führers Jihoon. Alle Mitglieder besitzen Mana, nur Sora ist ohne diese Fähigkeit geboren und somit wertlos für den Clan. Sie hat sich mit viel Arbeit ein Leben mit ihrer kranken Mutter in Jeju aufgebaut. Plötzlich hört sie nach 10 Jahren von ihrem Vater, der möchte, dass sie nach Busan kommt. Nur widerwillig kehrt sie zurück und findet sich auf einmal im Kampf gegen ihre Halbschwester um die Herrschaft des Clans wieder. Sora muss sich in Höllenprüfungen beweisen, an ihrer Seite ein launischer Gott, der sie genauso braucht, wie sie ihn.

Das Magiesystem der Geschichte ist klar aufgebaut und passt sich perfekt der Handlung an. Gut gefallen hat mir, dass koreanische Begriffe eingebaut sind, die das Leseerlebnis verschönern. Am Ende des Buches sind diese Begriffe erklärt. Hong schreibt flüssig und detailliert. Mit Sora hat sie einen starken Charakter geschaffen. Trotz aller Widerstände gibt sie nicht auf und bleibt sich treu. Ran ist ein genialer Gegenpart zu Sora. Anfangs scheint er arrogant und behandelt Sora von oben herab. Doch im laufe der Geschichte lernen beide Charakter, dem anderen zu vertrauen.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich habe vieles nicht kommen sehen. Der Cliffhanger am Ende ließ mich überrascht und neugierig zurück. Ich freue mich auf den zweiten Band.

Prinzessin der Diebe ist eine klare Leseempfehlung für Leser von Urban Fantasy gemischt mit koreanischen Mythen.

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