Profilbild von dierotefuchsin

dierotefuchsin

Lesejury Profi
offline

dierotefuchsin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit dierotefuchsin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

Spannend bis zur letzten Seite: Braucht sich nicht hinter Potter oder Panem zu verstecken

The Ordeals
0

Irgendwo wurde „The Ordeals“ als Mischung aus Harry Potter und Tribute von Panem angepriesen. Leicht schmunzelnd dachte ich da noch: Ja, ja, klar... Augenrollen inklusive.
Aber was soll ich sagen: Ich ...

Irgendwo wurde „The Ordeals“ als Mischung aus Harry Potter und Tribute von Panem angepriesen. Leicht schmunzelnd dachte ich da noch: Ja, ja, klar... Augenrollen inklusive.
Aber was soll ich sagen: Ich wurde eines Besseren belehrt, zum Glück.
Denn dieses Buch hat mich wirklich gefesselt und die Vergleiche mit den beiden Genre Größen können sich durchaus sehen lassen.

„The Ordeals“ muss sich auf jeden Fall weder hinter Potter noch Panem verstecken. Es ist auch keine reine Mischung oder gar ein Abklatsch. Es nimmt einfach einige Grundgedanken und wandelt diese für sich in eine ganz eigene Geschichte um. Eine Geschichte die mich stellenweise atemlos durch die Seiten hat fliegen lassen. Ich wollte schneller lesen, nur um endlich diese großartigen Spannungsbögen zu durchschauen, um zu verstehen was in dieser Welt vor sich geht und um zu wissen was mit diesen wundervollen Charakteren geschieht.
Auf keiner Seite wurde ich enttäuscht. Sowohl die Welt, als auch die Figuren sind fantastisch ausgearbeitet, haben Tiefe und Potential zu etwas ganz großem zu werden (Zweiter Band, ich schiele auf dich!).

Rachel Greenlaw erschafft eine ganz eigene Art von Magie und Gesetzmäßigkeiten. Dabei ist sie nicht zimperlich mit den Nerven und Gefühlen der Leser:innen und das ist gut so. Alles fühlte sich so echt, so zum Greifen an.
Mein einziger Kritikpunkt ist der Spice, der hier aus meiner Sicht nur reingebracht wurde weil es auf dem Buchmarkt momentan zum guten Ton gehört mindestens eine Spice Szene drin zu haben. Da die Szene aber nichts für die Story oder ihre Charaktere getan hat, war sie mMn nur drin um drin zu sein... Allerdings störte es auch weder das Pacing noch sonst etwas und war auch nicht total unsinnig platziert. Von daher alles fein. Ich hätte die Seiten halt nur persönlich lieber mit mehr Inhalt gefüllt.

Was das Ende angeht... Puh. Sagen wir mal so: Ich hoffe Band zwei kommt ganz, ganz bald.

4,5 Sterne von mir.

Ein Buch für alle die Potter und Panem geliebt haben und doch etwas ganz eigenes mit Vibe in die Richtung lesen möchten. Etwas für jeden der Magie, Machtspiele und eine ganz eigene Welt zu schätzen weiß.

Stellt sich nur noch die Frage: Botaniker, Alchemist, Illusionist oder Maskierer? Was wärst du am liebsten und wie willst du überleben?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2025

Keine leichte Kost, aber ein Buch das einen noch lange gedanklich begleiten wird

Madwoman
0

Wow, was für ein Buch! Der Titel hält was er verspricht und geht dabei noch so viel tiefer als ich zunächst erwartet hatte. Aber eins nach dem anderen.

Was hatte ich den überhaupt erwartet? Eine Geschichte ...

Wow, was für ein Buch! Der Titel hält was er verspricht und geht dabei noch so viel tiefer als ich zunächst erwartet hatte. Aber eins nach dem anderen.

Was hatte ich den überhaupt erwartet? Eine Geschichte über eine Vorstadt Mutti, die extrem unter Druck gerät und dann ihr Lügenkonstrukt aufarbeiten muss. Dann habe ich wieder dran gedacht, dass das Buch ja aus dem Programm des Pola Verlags ist und somit garantiert tiefer gehen wird und damit hatte ich recht!

Unsere Protagonistin Clove ist Überlebende von familiärer Gewalt. Ihre Kindheit und Jugend war bestimmt von ihrem gewalttätigen Vater. Dementsprechend hat sie Coping-Strategien entwickelt die sie geschützt haben und für die meisten Leser:innen sicherlich zu teilen seltsam anmuten.
Dennoch und gerade deswegen ist es hier so unfassbar spannend ihr durch ihren Alltag zu folgen. Doch nicht nur das, denn als Leser:in steigen wir genau an dem Tag ein, an dem ihr so sorgfältig konstruiertes Kartenhaus beginnt in sich zusammen zu fallen.
Was wir ab da lesen ist eine unglaublich gekonnt inszenierte Studie einer Frau unter Druck, die eigentlich keinerlei Druck mehr ertragen kann.
„Ich spielte mit, wenn er alle Frauen als verrückt bezeichnete, als sei ich nicht auch eine Frau.“
Chelsea Bieker hat es geschafft eine Protagonistin zu erschaffen der man nicht immer nah sein muss um sie zu fühlen. Viele von Cloves schon wahnhaft anmutenden „Rettungsleinen“, wie das akribische darauf Achten was man zu sich nimmt und ihre übertriebene Angst davor ihren Kindern könnte etwas geschehen, kenne ich leider auch nur all zu gut von mir. Und so fühlte ich mich selbst ein ums andere Mal ertappt (wenn auch nicht aus den gleichen Gründen und nicht in dieser Heftogkeit. Zum Glück.)
„Ich brauchte diese Stimmen in den Podcasts, um meine eigene Stimme nicht zu hören, die mir nur schlimme und verrückte Dinge zurraunte,...“

Denn alles was Clove tut ist der tragische Versuch Kontrolle über ihr Leben zu erlangen, zu behalten und das in Situationen die sich jeglicher Kontrolle entziehen.
Dadurch, dass wir Clove aus der Ich-Perspektive quasi beim Denken zu hören, können wir ihren Druck nachempfinden. Das war mir persönlichen an mancher Stelle schon schmerzhaft zu nah dran und gerade dadurch so, so gut (ich hoffe ihr wisst was ich meine).

Sobald man erst mal im Sog von Cloves Geschichte gefangen ist kann man nicht mehr wirklich damit aufhören, zu sehr möchte man wissen wie es denn nun weitergeht.
Dabei ist Biekers Schreibstil sehr hilfreich, denn er lässt sich sehr gut schnell lesen und ist dabei auch noch wirklich schön.
Mehr als nur einen Satz habe ich in meine persönliche Zitatesammlung übernommen. Pointiert und messerscharf versteht Bieker es die Welt um Clove herum durch ihre Augen zu sezieren und oft schmerzhafte Wahrheiten auf den Punkt zu bringen. Ihr Schreibstil ist wirklich lesenswert.

Spannend fand ich auch, dass fast alle Personen mit Namen genannt werden, aber die zu denen Clove eine tiefer gehende Bindung hat (mal abgesehen von den Kindern) haben keine Namen. Ihr erster Freund ist der Metzger, ihr Mann, ihr Mann usw. Gerade so als wollte Clove genau diese Menschen nicht zu nah an sich ran lassen, sie nicht zu menschlich werden lassen, mit eigenen Namen. Denn Menschen, die einem nahe stehen, können einem Schmerzen zu fügen (so meine Hobby Psychologische Deutung).

Die Triggerwarnungen bezüglich familiärer Gewalt sollte man allerdings wirklich ernst nehmen. Leichte Kost ist das Buch nicht. Dafür eins, das einen noch lange gedanklich begleiten wird.

Ich wünschte ich hätte dieses Buch in einer Leserunde gelesen. Ich glaube hier gäbe es viel Potenzial für Diskussionen.

„Die Welt ist nicht für Mütter gemacht.“
Einzig ein paar Details gegen Ende fand ich dann doch zu „zufällig“ wodurch ich einen halben Stern von 5 Sternen abziehe.

Daher 4,5 Sterne von mir.

Fazit: Ein spannendes Psychogramm einer Überlebenden familiärer Gewalt unter Druck. Spannend bis zur letzten Seite und großartig geschrieben.

Wenn ihr einen Buchclub habt, lest es gemeinsam!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2025

Grusel mit großartiger Trans- und Autismusrepresentation

The Spirit Bares Its Teeth
0

Ein historischer Fantasyroman oder doch eher ein historischer Roman mit Fantasyelementen?

In „The Spirit bares its teeth“ von Andrew Joseph White erleben wir die Welt aus der Perspektive von Silas. Silas ...

Ein historischer Fantasyroman oder doch eher ein historischer Roman mit Fantasyelementen?

In „The Spirit bares its teeth“ von Andrew Joseph White erleben wir die Welt aus der Perspektive von Silas. Silas ist Trans und wurde nicht nur im falschen Körper geboren, sondern auch zu einer Zeit in der es noch schwieriger war als heute Trans zu sein, nämlich 1883. Dazu kommt, dass er violette Augen hat, was in dieser Welt bedeutet, dass er ein Medium ist und mit Geistern sprechen kann.

Silas ist ein interessanter Protagonist und Ich-Erzähler. Ohne dass ich es vorab gewusst hätte ist Silas zudem autistisch.
Somit erleben wir die Welt nicht nur durch seine violetten Augen, sondern auch noch durch die Brille der Neurohdivergenz.
White gelingt es dabei sehr gelungen seinen Protagonisten lebhaft und liebenswert zu gestalten und so leiden wir mit Silas durch dieses feministische und zum Teil sehr unheimliche Buch. Doch der wahre Horror kommt nicht von den Geistern, wie man meinen könnte, sondern von den Mitmenschen denen gegenüber sich Silas leider immer wieder ausgeliefert sieht.

Dass die Geschichte, wie im Nachwort erwähnt, dann auch in ihren Grundzügen nicht erfunden ist, sondern nur eine fantastische und ausgeschmückte Version der Wahrheit enthält, macht den Horror nicht wirklich leichter verdaulich.
Dafür sehr, sehr wichtig: Denn wenn wir wissen welche Schrecken in der Vergangenheit lagen haben wir die Chance sie in der Zukunft zu verhindern.

Whites Schreibstil ist, passend zu Silas, eher nüchtern und analysierend, wenig blumig.
Was man als geneigte:r Leser:in allerdings mitbringen muss ist ein fester Magen. Häufig wird sich hier auf Operationen bezogen und diese im Detail beschreiben. Das ein oder andere mal war mir dann doch etwas flau, besonders als beschrieben wurde wie man ein Auge aus der Höhle lösen kann... Urks. Und doch sind auch diese Passagen wichtig für die Story und besonders dafür Silas und seinen brillanten Verstand zu verstehen.

Einzig was ich von dem Ende halten soll ist mir nicht ganz klar. Irgendwie ging es dann doch zu einfach, zu schnell, zu hoppla hopp. Aber da ich hier nicht zu viel verraten möchte, gehe ich nicht näher darauf ein. Das soll jeder und jede für sich selbst entdecken.

Mir hat es auf jeden Fall großen Spaß gemacht dieses außergewöhnliche Buch zu lesen (und wie hübsch ist das bitte?!)

Daher gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen.

Fazit: Eine Empfehlung für jede und jeden der gerne eine leichte Gänsehaut über seinen Rücken kriechen spüren möchte aufgrund der Schrecken der Vergangenheit, gehüllt in eine Geistergeschichte mit großartiger Trans- und Autismus-Repräsentation.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2025

Kein einfaches Happy (End), sondern echtes Glück – meine Liebe zum Pola Verlag geht weiter!

This isn't happiness
0

Hach, ich liebe den Pola Verlag einfach. Bisher hat mich noch kein einziges Buch wirklich enttäuscht. Und so ist es auch mit „This isn‘t happiness“.

Wir begleiten Amy und Josh ein Stück weit in ihrer ...

Hach, ich liebe den Pola Verlag einfach. Bisher hat mich noch kein einziges Buch wirklich enttäuscht. Und so ist es auch mit „This isn‘t happiness“.

Wir begleiten Amy und Josh ein Stück weit in ihrer Beziehung und auf dem Weg zum Traualtar. Das ganze erleben wir aus Amys Sicht in der Ich-Perspektive womit wir ganz nah dran sind an ihr und ihrer Gefühlswelt und vor allem an ihrer Entwicklung die sie in diesem Buch macht.

Kein Pola-Buch ohne eine glaubhafte, nachvollziehbare und häufig auch inspirierende Charakterentwicklung von vielschichtigen Frauenfiguren.

Hier ist es natürlich nicht anders. Somit begleiten wir Amy dabei ein Stück weit mehr in sich und ihr Leben rein zu wachsen. Zu erforschen was sie wirklich will und somit auch Stück für Stück heraus zu finden was sie glücklich machen könnte.
Aber nicht nur Amy ist dabei eine wichtige Figur im Buch, auch die Nebenfiguren wie Lace, Amys Stiefbruder, ihre Mutter, ihre Schwiegermutter in Spe und allen voran Josh sind gut gezeichnet und authentisch (auch wenn sie einem beim Lesen wirklich manchmal auf den Keks gehen, aber das sollen, nein das müssen sie sogar! Ihr werdet schon sehen. ;) )
Dabei bringt Newnham gekonnt auch andere Perspektiven auf „Happiness“ mit ein. Denn natürlich sieht dies für jeden individuell anders aus.

Was mir besonders gut gefallen hat: Hier ist keiner einfach nur „der/die Böse“. Jede Figur handelt authentisch und aus ihrer Sicht richtig. Sei es aus Egoismus, Bequemlichkeit, einem vermeintlichem Gefühl von „so muss das jetzt aber gemacht werden“ oder anderen Gründen. Jede und jeder hat eben seine Gründe so zu sein. Dadurch sind die Nebenfiguren nicht einfach nur emotionslose Plotmittel um Amy in die eine oder andere Richtung zu treiben, sondern sie sprühen vor Leben, sind mehrdimensional und einfach echt. Auch das ist wieder etwas, was die Polabücher gemeinsam haben (ehrlich, wer auch immer bei euch die Geschichten aussucht und einkauft hat wirklich ein Händchen dafür, lasst diese Person(en) nie wieder gehen!)

Mary Newnham schreibt dabei so authentisch und locker, dass man tief zwischen den Zeilen eintaucht und gar nicht merkt wie viel man schon gelesen hat und wie schnell die Zeit außerhalb des Papiers vergangen ist. Womit „This isn‘t happiness“ es schafft den Leser/die Leserin in seinen Bann zu schlagen.
Dabei war ich nie nur einfache Zuschauerin von Amys Leben. Durch Amys Entwicklung, die man ein Stück weit mitgeht, kann man selbst auch ein Stück weit neue Erkentnisse und Ideen mit in sein Leben nehmen. Beim Lesen und vor allem danach stellt man sich unwillkürlich selbst die Fragen, denen sich auch unsere Protagonistin gegenüber sieht. Somit ist dieses Buch (ich wiederhole mich ich weiß), wie bisher fast alle Polabücher auch ein sanfter Reminder mal selbst auf sich und sein Leben zu schauen.

Ich für meinen Teil bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben, mich bei mir im Leben selbst umgeschaut zu haben, um dann für mich sagen zu können: „This is happiness“.

Ich empfehle dieses Buch jeder und jedem der nicht nur einfach unterhalten werden möchte, sondern auch gerne durch Bücher wachsen möchte. Wer gerne etwas aus Geschichten mitnimmt für sich und sein Leben der wird hier nicht enttäuscht.

4,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2025

Emotional aufwühlend und fesselnd

Da, wo ich dich sehen kann
2

„Da, wo ich dich sehen kann“ von Jasmin Schreiber ist ein unglaublich intensives und aufrüttelndes Buch.
Es ist sicherlich kein Buch für jede:n Leser:in und auch ganz sicher keines, das man mal schnell ...

„Da, wo ich dich sehen kann“ von Jasmin Schreiber ist ein unglaublich intensives und aufrüttelndes Buch.
Es ist sicherlich kein Buch für jede:n Leser:in und auch ganz sicher keines, das man mal schnell liest, weg legt und vergisst.
Es ist ein Buch das nachhallt, das verdaut werden möchte und dass auf so vielen Ebenen trifft, dass es weh tut.
Es geht um Femizide, um die Bedeutung von Freundschaft und Familie und um den Nachhall, das Loch, das ein Verlust in uns hinterlässt.
Jetzt gerade, beim Schreiben des Satzes davor kamen mir schon wieder die Tränen, obwohl ich absichtlich etwas Zeit nach dem Beenden verstreichen lassen habe. Vielleicht kann man anhand dessen erahnen was dieses Werk mit mir gemacht hat.

Die Geschichte die Jasmin Schreiber hier erzählt könnte so überall passieren, ach was, sie passiert so immer wieder. Überall.
Dabei nutzt Schreiber gekonnt verschiedene Stilmittel um uns mal näher an die Emotionen zu führen (die Kapitel aus Sicht von Maja) nur um uns dann ganz nüchtern und rational Fakten zu präsentieren. Dies macht sie in dem sie gekonnt zwischen den verschiedenen Erzählperspektiven der Hinterbliebenen und auch des Opfers wechselt. Angereichert wird das ganze dann zusätzlich noch durch Polizeiberichte, Zeitungsartikel, Gerichtsbriefe, Kinderzeichnungen...
Dadurch entsteht ein Kaleidoskop aus Gedanken, Emotionen, Erinnerungen, Verzweiflung und nüchternen Tatsachen. Ein Kaleidoskop, dass uns ganz nah ran holt und weit weg hält. Dass uns versucht etwas begreiflich zu machen, was nicht zu begreifen ist. Das uns wachrütteln will und uns dennoch irgendwie auch hier und da in all dem Schrecken etwas Hoffnung schenkt.

Denn: „Menschen hinterlassen mehr als Erinnerungen, sie hinterlassen Schwarze Löcher, die dich gnadenlos anziehen und in den Abgrund reißen, wenn du ihnen zu nahe kommst. Wenn jemand geht, fehlt nicht nur die Person, sondern auch ein Stück von jedem, der bleibt“ (Zitat: Schutzumschlag) und gerade deswegen bleiben auch schöne Erinnerungen, an die man gerne denkt.

Die Protagonisten sind authentisch und nahbar gezeichnet. Jedoch kam ich nie ganz emotional an sie ran. Einzige Ausnahme dabei bildet Maja. Aus meiner Sicht Absicht der Autorin und Stilmittel.
Einzig den schnell (mehr oder minder) behobenen Konflikt mit Liv‘s Mutter fand ich etwas zu einfach gelöst und nicht so ganz authentisch.
Selten hat mich ein Roman über Verlust so weiterlesen lassen, vermeide ich das Thema doch lieber.

Danke Jasmin Schreiber für jede einzelne Träne die ich wegen diesem Buch vergossen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre