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Veröffentlicht am 29.04.2025

Camp Rainbow – Ein Sommer voller Gefühle, Freundschaft und Selbstfindung

Camp Rainbow - Über mir der Himmel
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Für die 17-jährige Malin gibt es nichts Schöneres, als ihren Sommer im Camp Rainbow zu verbringen. Während sie zu Hause eher die Außenseiterin ist, kann sie hier drei Wochen lang einfach sie selbst sein ...

Für die 17-jährige Malin gibt es nichts Schöneres, als ihren Sommer im Camp Rainbow zu verbringen. Während sie zu Hause eher die Außenseiterin ist, kann sie hier drei Wochen lang einfach sie selbst sein – laut, bunt und queer. Doch mit 17 noch ungeküsst zu sein, passt Malin überhaupt nicht, weshalb sie beschließt, dass sich das diesen Sommer auf jeden Fall ändern muss. Gemeinsam mit ihren zwei besten Freunden erstellt sie eine Kussliste mit möglichen Kandidaten aus dem Camp. Doch so einfach, wie sie sich das vorgestellt hat, ist es dann doch nicht. Und wie schafft man es überhaupt, sich zu verlieben? Plötzlich verhält sich auch noch ihre beste Freundin Flo merkwürdig, und am Ende läuft alles ganz anders als erwartet.

Camp Rainbow ist ein Buch, das viele wichtige gesellschaftliche Themen unserer Zeit anspricht. Besonders Themen wie Freundschaft, Sexualität und Liebe führen oft dazu, dass Teenager sich nicht immer wohl in ihrer Haut fühlen und unter Druck geraten. Auch Zurückweisung und Ausgrenzung spielen eine große Rolle in der Geschichte. Alicia schreibt in einem sehr angenehmen und flüssigen Stil, sodass man das Buch auch nach einem stressigen Tag entspannt lesen kann. Die Geschichte um Malin und ihre Freunde ist unglaublich humorvoll und unterhaltsam geschrieben, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Alicia schafft es, eine wunderbare Atmosphäre zu kreieren, in die man sich sofort hineinversetzen kann – man möchte am liebsten gleich seine Koffer packen und selbst ins Camp ziehen.
Die Reaktionen von Malin sind zwar manchmal nicht ganz nachvollziehbar, aber man sollte dabei bedenken, dass das Buch vor allem für jüngere Leser geschrieben wurde. Der Cliffhanger am Ende lässt bereits erahnen, dass es einen weiteren Band in dieser Reihe geben wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass Alicias Bücher eine wertvolle Unterstützung für Teenager bei ihrer Entwicklung und Selbstfindung sein können. Aber auch ältere Leser, die gerne Young-Adult-Romane lesen, werden mit diesem Buch jede Menge Spaß haben. Insgesamt ist es eine schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Deshalb kann ich Camp Rainbow auf jeden Fall weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.04.2026

Zwischen Intrigen und verpasstem Potenzial

Royals of Midnight. Rabenfluch (Royal Shadows 2)
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Prinzessin Leonora gilt als Liebling der Öffentlichkeit, doch heimlich ist ihr Herz längst vergeben – ausgerechnet an ihren Bodyguard Logan, was eigentlich absolut verboten ist. Als ein Ritual an Halloween ...

Prinzessin Leonora gilt als Liebling der Öffentlichkeit, doch heimlich ist ihr Herz längst vergeben – ausgerechnet an ihren Bodyguard Logan, was eigentlich absolut verboten ist. Als ein Ritual an Halloween schiefgeht, tauchen plötzlich unheimliche Gestalten auf, und kurz darauf brechen mehrere gefährliche Flüche über das Königreich herein. Um alles zu retten, müssen Leonora und Logan diese Flüche brechen – und kommen sich dabei immer näher.

Leider konnte mich der zweite Band der Reihe nicht mehr so überzeugen wie der erste. Die Handlung wirkte auf mich oft ziemlich gehetzt und irgendwie auch vorhersehbar. Große Überraschungsmomente gab es für mich kaum, und viele Konflikte wurden viel zu schnell und zu einfach gelöst – selbst dann, wenn sie eigentlich richtig kompliziert hätten sein können. Dadurch hat mir einfach die Tiefe gefehlt. Vor allem das Ende fand ich ziemlich chaotisch und nicht wirklich packend. Ich hatte teilweise eher das Gefühl, durch die Seiten zu „rennen“, ohne dass die Geschichte sich richtig entfalten kann. Es wirkte oft wie ein ständiges „Problem – Lösung – nächstes Problem“, ohne dass man mal länger in einer Situation bleibt.
Was ich aber immer noch richtig mochte, ist das Setting und die Grundidee – da steckt echt viel Potenzial drin. Auch die Charaktere fand ich spannend, besonders die Dynamik zwischen Leonora und Logan. Ihre Liebesgeschichte ging mir allerdings etwas zu schnell. Am Anfang war ich außerdem ziemlich verwirrt, was genau zwischen den beiden schon alles passiert ist. Es fühlte sich ein bisschen so an, als hätte ich etwas verpasst.
Gut gefallen haben mir dafür die kurzen Kapitel und der einfache Schreibstil – dadurch lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Auch die wechselnden Perspektiven fand ich gelungen. Trotzdem konnte das für mich die Schwächen in der Handlung nicht ganz ausgleichen.

Insgesamt bleibt Band 1 für mich deutlich stärker, während dieser Teil eher etwas chaotisch und nicht ganz ausgearbeitet wirkt.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2026

Fortsetzung mit Höhen und Tiefen

Looking down the Valley
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Haley ist nach den Ereignissen aus dem ersten Band innerlich hin- und hergerissen: Auf der einen Seite spürt sie tiefe Gefühle für ihren Filmpartner Wyatt, auf der anderen Seite hat sie große Angst, ihm ...

Haley ist nach den Ereignissen aus dem ersten Band innerlich hin- und hergerissen: Auf der einen Seite spürt sie tiefe Gefühle für ihren Filmpartner Wyatt, auf der anderen Seite hat sie große Angst, ihm von den Geschehnissen dieser einen Nacht zu erzählen, die sie noch belasten. Als sie und Wyatt auf Druck des Presseteams einen gemeinsamen Urlaub verbringen, muss Haley sich schließlich damit auseinandersetzen - und herausfinden, ob zwischen ihnen mehr ist als nur Freundschaft.

Nach dem fiesen Cliffhanger aus Band 1 hatte ich große Erwartungen an die Fortsetzung - leider wurden diese nur teilweise erfüllt. Die Geschichte beginnt zunächst mit anderen Ereignissen, und es dauert lange, bis aufgegriffen wird, was nach dem Ende von Band 1 passiert. Der zweite Band wirkt im Vergleich zum ersten sehr langatmig: Konflikte werden mehrfach wiederholt und die Handlung kommt nur langsam voran. Gerade nach dem Cliffhanger hätte ich mir deutlich mehr Drama und Eskalation gewünscht - stattdessen plätschert die Geschichte lange dahin, bevor am Ende alles sehr schnell abgehandelt wird. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, obwohl von Anfang an klar ist, dass zwischen Haley und Wyatt etwas Echtes ist, und man wartet die ganze Zeit darauf, dass sie endlich zusammenkommen.
Gut gefallen hat mir, dass man die Charaktere - vor allem Haley - besser kennenlernt und mehr über ihre Vergangenheiten erfährt. Dabei wird deutlich, wie sehr ihr das Leben in Hollywood geschadet hat; gerade im Hinblick auf Kinderschauspieler wirkt das realistisch.
Auch die Einblicke hinter die Kulisse von Hollywood fand ich spannend und gleichzeitig erschreckend. Vor allem, wie dort mit Frauen umgegangen wird, hat mich beim Lesen wirklich wütend gemacht. Haleys Umgang mit den Geschehnissen hat mich teilweise frustriert, weil sie vieles zu lange für sich behalten hat.

Haley macht im Laufe der Geschichte eine gute Entwicklung durch, lernt sich selbst besser kennen und steht am Ende mehr für sich ein - trotzdem konnte mich das Gesamtpaket nicht ganz überzeugen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

College-Liebe mit Humor und Herz, aber wenig Tiefe

Night Shift
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Kendall hat wenig Interesse an Studentenpartys. Ihren Freitagabend verbringt sie lieber mit einem spannenden Liebesroman, während sie den Nachtdienst in der Universitätsbibliothek übernimmt. Doch plötzlich ...

Kendall hat wenig Interesse an Studentenpartys. Ihren Freitagabend verbringt sie lieber mit einem spannenden Liebesroman, während sie den Nachtdienst in der Universitätsbibliothek übernimmt. Doch plötzlich taucht Vincent Knight auf – Kapitän der Basketballmannschaft, wandelnder Herzschmerzmagnet, mit verletztem Handgelenk, schlechter Laune und einer dringenden Frage zu Poesie. Kendalls geordnete Welt gerät daraufhin völlig aus den Fugen. Groß, charmant und schlagfertig – Vincent scheint perfekt, um zum Helden in Kendalls ganz persönlicher Liebesgeschichte zu werden. Doch wie sich zeigt, führt der Weg zum Happy End im echten Leben über mehr als nur Klischees und Tropes.

Beim Lesen des Buches hatte ich zunächst andere Erwartungen als das, was mir letztendlich geboten wurde. Der Einstieg ist sehr intensiv und macht neugierig, doch im weiteren Verlauf fehlt es der Geschichte leider an Tiefe.
Die beiden Hauptcharaktere sind grundsätzlich sehr sympathisch. Kendall ist total bücherverliebt und lebt ihr Leben, als wäre sie selbst die Protagonistin eines Romans. Dadurch legt sie jedoch oft sehr unrealistische Erwartungen an den Tag und trifft stellenweise fragwürdige Entscheidungen. Obwohl sie als introvertiert beschrieben wird, ist sie sehr schlagfertig und alles andere als schüchtern.
Vincent wird zu Beginn als arroganter Basketball-Star des Colleges dargestellt, was sich meiner Meinung nach jedoch kaum bestätigt. Stattdessen wirkt er von Anfang an sehr freundlich und liebevoll – fast schon zu nett für den beliebten College-Typen, der von allen angehimmelt wird. Warum er sich ausgerechnet für Kendall interessiert, wird leider nicht näher erklärt. Da die Geschichte ausschließlich aus Kendalls Perspektive erzählt wird, lernt man Vincent insgesamt nur sehr oberflächlich kennen.
Die Dialoge zwischen den beiden sind größtenteils witzig, schlagfertig und humorvoll, auch wenn manche Wortwechsel in bestimmten Situationen etwas unpassend wirken. Was mir jedoch gefehlt hat, sind tiefere Gespräche und gemeinsame Momente, in denen sich die beiden wirklich kennenlernen. Vieles wird stark auf das Körperliche reduziert, wodurch die Beziehung für mich wenig Tiefe entwickelt. Zwar sind die Dialoge oft warmherzig, echte emotionale Nähe kommt jedoch kaum auf.
Ein weiterer Punkt ist das Verhalten der Charaktere: Obwohl Kendall und Vincent als College-Studenten dargestellt werden, wirken sie in vielen Situationen eher wie jüngere Teenager, was für mich nicht ganz stimmig wirkte. Die „spicy“-Szenen nehmen zudem sehr viel Raum ein, sind extrem detailliert beschrieben und ziehen sich teilweise über mehrere Kapitel. Besonders zum Ende hin zogen sich diese Passagen für mein Empfinden so sehr, dass mein Lesevergnügen deutlich nachließ.

Abschließend lässt sich sagen: Trotz sympathischer Charaktere und unterhaltsamer Dialoge fehlt es der Handlung an Tiefe und emotionaler Entwicklung. Wer jedoch eine schnelle Romance mit viel „Spice“ und humorvollen Dialogen sucht, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Liebe, Konflikte und Baseball in Honey Creek

Was wir verloren glaubten
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Alle lieben Nathan – alle außer Avery. Als sich ihr Traum erfüllt und Avery zum Head-Coach der Highschool ernannt wird, fühlt sie sich wie im Glück. Doch ihre Freude wird getrübt, als Nathan, ihre frühere ...

Alle lieben Nathan – alle außer Avery. Als sich ihr Traum erfüllt und Avery zum Head-Coach der Highschool ernannt wird, fühlt sie sich wie im Glück. Doch ihre Freude wird getrübt, als Nathan, ihre frühere große Liebe, nach einer erfolgreichen Baseball-Karriere nach Honey Creek zurückkehrt und fortan die Leitung des Baseball-Teams mit ihr teilt. Avery ist stinksauer und versucht, Abstand zu halten. Doch plötzlich läuft alles ganz anders als geplant, und Avery kommt Nathan näher als je zuvor.

Brittainy Cherry versteht es wie keine andere, emotionale und mitreißende Texte zu schreiben – das hat sie mit „Was wir verloren glaubten“ eindrucksvoll bewiesen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Avery und Nathan erzählt, wodurch man beide Seiten der Beziehung hautnah miterlebt. So fällt es leicht, die Gefühle und Entscheidungen der Protagonisten zu verstehen und nachzuempfinden. Mir gefällt, dass Baseball das zentrale Thema des Buches bildet und sich in Symbolik, Konflikten und den Entscheidungen der Figuren wiederfindet.

Neben der Liebesgeschichte werden belastende Themen wie Depressionen, Verlustängste, Diskriminierung und Bindungsängste behandelt. Die Autorin geht behutsam und sachlich damit um, sodass man die Gefühle der Figuren auch dann nachvollziehen kann, wenn man selbst keinen direkten Bezug zu diesen Themen hat. Nathan fällt dabei als Figur besonders positiv auf: unglaublich einfühlsam und loyal. Er unterstützt Avery, selbst als sie ihm zunächst die kalte Schulter zeigt.

Dennoch bleibt die Spannung nicht durchgehend hoch. Die Handlung zieht sich an manchen Stellen und ist leider auch etwas vorhersehbar. Trotzdem ist es ein schönes Buch für Zwischendurch – warm, gefühlvoll und angenehm zu lesen.

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