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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Wieder ein Ahnhem, der begeistert

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Das etwas nichtssagende Cover im typisch schwedischen Ambiente lässt leider wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Ein gigantischer Stromausfall ist der zentrale Ausgangspunkt von diversen Vorkommnissen, ...

Das etwas nichtssagende Cover im typisch schwedischen Ambiente lässt leider wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Ein gigantischer Stromausfall ist der zentrale Ausgangspunkt von diversen Vorkommnissen, allen voran ein raffinierter Bankraub. Das Ermittlerteam rund um Fabian Risk kümmert sich zusätzlich um einen rätselhaften Mord und insgeheim auch um eine Kindesentführung. Doch je tiefer sie graben, umso erschreckender ist das kriminalistische Ausmaß einer Geheimorganisation, die nicht nur bestens ausgerüstet und absolut skrupellos in der Durchsetzung ihrer Ziele ist, nein, sie hat auch einen langen Atem und denkt nicht in Jahren, sondern eher in Dekaden. Jeder Ermittler steht im Fokus und befindet sich in Lebensgefahr. Unzählige Erzählstränge laufen aufeinander zu. Jeder Beteiligte, egal ob Opfer oder Polizist, wird so eindeutig beschrieben, dass man als Leser ein klares Bild der Situation erhält. Mich hat der neueste Ahnhem begeistert. Der einzig kleine und auch wirklich unwichtige Kritikpunkt: mir ist das Buch zu dick. Es ist einfach zu unbequem es lange in der Hand zu halten, aber zu spannend, um mittendrin aufzuhören.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Endlich wieder Fantasy mit Suchtfaktor

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Fire in the Sky hat mich von Anfang an gepackt und das ahnt man eigentlich schon beim wunderschönen Cover mit dem Farbschnitt. Optik und Inhalt passen hier perfekt zusammen.
Tamsyn ist sofort eine Figur, ...

Fire in the Sky hat mich von Anfang an gepackt und das ahnt man eigentlich schon beim wunderschönen Cover mit dem Farbschnitt. Optik und Inhalt passen hier perfekt zusammen.
Tamsyn ist sofort eine Figur, für die man Sympathien entwickelt. Als Prügelmädchen am Hofe erduldet sie die Strafen der Prinzessinnen, ausgeführt vom sadistischen Verwalter des Königs, der seine Macht genüsslich und mit brutaler Härte auskostet. Trotz allem ist Tamsyn der königlichen Familie absolut loyal ergeben – was die Tragik ihrer Rolle nur noch bitterer macht.
Umso erschütternder für sie ist der Entschluss, sie zum Wohle der Prinzessinnen mit einem rohen Kriegerfürsten aus den wilden Grenzlanden zu verheiraten. Was zunächst wie ein weiterer Akt der Aufopferung wirkt, entwickelt sich jedoch überraschend schnell zu einer leidenschaftlichen, aber hochgefährlichen Beziehung. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, kompliziert und jederzeit von politischen wie persönlichen Risiken überschattet.
Der Sprachstil ist bildhaft und emotional, dabei gut lesbar und flüssig. Kurze, prägnante Sätze wechseln sich mit etwas längeren, atmosphärischen Passagen ab, was Tempo und Spannung hochhält. Die Kapitel sind überschaubar und enden häufig an Stellen, die zum Weiterlesen zwingen, eben ein echter Page-Turner-Effekt.
Gegen Ende wird ein Geheimnis enthüllt, das der Geschichte eine völlig neue Dimension verleiht und enorme Erwartungen an den Folgeband weckt. Ein fesselnder Auftakt, der lange nachhallt und definitiv Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

politisch, spannend, brisant

Oxen. Interregnum
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OXEN INTERRREGNUM fährt gleich mehrere schwere Geschütze auf und verwebt drei wesentliche Handlungsstränge, die es in sich haben.
Ganz persönlich wird es, als Oxens Sohn Magnus Opfer eines lebensgefährlichen ...

OXEN INTERRREGNUM fährt gleich mehrere schwere Geschütze auf und verwebt drei wesentliche Handlungsstränge, die es in sich haben.
Ganz persönlich wird es, als Oxens Sohn Magnus Opfer eines lebensgefährlichen Überfalls wird. Dieser Strang geht nahe, gibt der Geschichte emotionale Tiefe und zeigt Oxen einmal mehr als Vater, nicht nur als Kämpfer.

Parallel dazu werden chinesische Austauschstudenten verfolgt. Was zunächst rätselhaft wirkt, entpuppt sich als Teil eines perfid geplanten Machtspiels, hinter dem die chinesische Regierung steckt. Politisch hochbrisant, beklemmend und leider nicht völlig abwegig.

Der dritte Strang ist der wohl düsterste: Zwei einflussreiche Personen der dänischen Regierung, seit zehn Jahren im „Schläfertum“, werden wieder aktiv, um Danehof aus der Versenkung zu holen. Ziel: ultrarechte Werte neu zu beleben und politischen Einfluss zurückzuerlangen. Das ist beunruhigend aktuell und zieht sich wie ein kalter Schatten durch den Roman.

Alles zusammen ist spannend, intelligent konstruiert und komplex. Man muss allerdings aufmerksam bleiben, sonst verliert man leicht den Überblick. Kein schneller Thriller für zwischendurch, sondern ein politischer Spannungsroman mit Anspruch.

Fazit:
Stark, düster, vielschichtig – kleine Längen und hohe Komplexität kosten einen Stern, aber Oxen-Fans kommen voll auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Verbrechen im Hungerwinter

Die weiße Nacht
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Schon von außen gibt das perfekte Coverbild eine Ahnung vom Inhalt. Denn durch eine Kameralinse wird eine winterliche Szene aus dem zerbombten Berlin in schwarz/weiß gezeigt. Von diesem Hungerwinter haben ...

Schon von außen gibt das perfekte Coverbild eine Ahnung vom Inhalt. Denn durch eine Kameralinse wird eine winterliche Szene aus dem zerbombten Berlin in schwarz/weiß gezeigt. Von diesem Hungerwinter haben uns die Eltern oft erzählt und in genau dieser Atmosphäre spielt der Roman von Anne Stern. Die Kameralinse gehört zu der Fotojournalistin Lou Faber. Auf ihrer Motivsuche entdeckt sie eine Frauenleiche, die zwar versteckt, dennoch sorgfältig aufgebahrt wurde. Der ermittelnde Kriminalkommissar Alfred König hat noch mit den Schrecken der Vergangenheit zu kämpfen, während die Gegenwart ihm nicht nur mit der Ressourcenknappheit bei der Polizei zusetzt, sondern auch mit Vorgesetzten, die nicht wegen ihrer Tüchtigkeit, sondern wegen alter Seilschaften in ihre Position gehoben wurden. Die beiden entwickeln sich nach anfänglichen Ressentiments zu einem guten Team.
Das Buch firmiert als Kriminalroman, wobei man hier den Schwerpunkt auf Roman legen sollte. Die Spannung ist eher zurückhaltend, währenddessen die Stimmung in dieser Szenerie des Überlebens von Tag zu Tag meisterlich eingefangen wird. Ebenso werden die zwischenmenschlichen Schwingungen zwischen den Zeilen spürbar, ohne groß ausgesprochen zu werden. Der sensible Schreibstil macht mich neugierig auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Vegan ist kein Muss, sondern eine Möglichkeit, sagt Oli P.

Vegan Meal Prep
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Das vegane Kochbuch von Oli P. besticht als Erstes durch viele höchst sympathische Fotos von ihm. Aber bevor es mit dem Kochen richtig losgeht, erklärt er seinen Weg zu einem Lebensstil, der von Achtsamkeit ...

Das vegane Kochbuch von Oli P. besticht als Erstes durch viele höchst sympathische Fotos von ihm. Aber bevor es mit dem Kochen richtig losgeht, erklärt er seinen Weg zu einem Lebensstil, der von Achtsamkeit geprägt ist, nicht nur in Bezug auf Ernährung.
Ganz wichtig finde ich das Kapitel über seinen Vorratsschrank. Oli P.s Rezepte punkten zwar mit einfach zu beschaffenden, normalen Zutaten, aber gewisse Basics sollten doch immer im Haus vorhanden sein.
Die Rezepte selbst sind meist für zwei Personen ausgelegt. Die Anzahl der Zutaten ist überschaubar und zum Glück nicht exotisch. Das Nachkochen ist auch keine Herausforderung und lässt sich mit Sicherheit auch von Kochneulingen bewältigen. Zu jedem Rezept gibt es als Ansporn ein wunderbares Foto. Dabei ist mir aufgefallen, dass auch Töpfe und Besteck plastikfrei sind. Alles ist rundum umweltfreundlich.
Ja, alle Rezepte sind alltagstauglich und mit ein wenig Vorausdenken, Großeinkauf und gezielter Arbeitsplanung wird die Ernährung, besonders für Berufstätige, gesünder und bequemer.

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