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Veröffentlicht am 30.01.2026

ein toller Abschluss dieser Buchreihe

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin ...

„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin auf zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Kurz nach dem Krieg entkommt die 15 jährigeMarlen dem Todesstrudel von Demmin. In einem alten Forsthaus bei Güstrow lernt sie Wilma kennen, die sie rettet und unter ihre Fittiche nimmt, denn Marlen’s Mutter hat sich aus Angst vor den Russen das Leben genommen und ihren Bruder und auch Marlen mit in den Tod reißen wollen, Marlen konnte sich retten, ihr Bruder starb.
Zusammen mit der Haushälterin Bergel leben die drei abgeschieden in einem Haus bei Güstrow. Wilmas Mann, ein bekannter Maler, ist verschollen, Wilma glaubt ihn tot, worüber sie nicht traurig ist, denn die Ehe war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Wilma ist selbst Malerin, hatte neben ihrem Mann nie eine Chance. Nun steigt sie zur bekannten Malerin des sozialistischen Realismus auf und Marlen wird ihre Assistentin, auf die sie im Laufe der Zeit immer mehr angewiesen ist, da sie nach und nach ihr Augenlicht verliert. Marlen malt die Bilder nach Wilmas Anleitung, doch auch Marlen ist künstlerisch ambitioniert, was sie aber verschweigt und im Geheimen auslebt an einem Gemälde, dass sie bei ihrer Flucht gefunden hat und auf das sie Schicht für Schicht ihr Leben und ihre Fantasie überträgt.

In der Gegenwart lernen wir Hanna kennen, die wir schon aus dem ersten Buch der Autorin kennen.
Nach Jahrzehnten der Abwesenheit meldet sich Hannahs Vater bei ihr und Hannah fragt sich, was er von ihr will und warum er sich die ganze Zeit nicht um sie gekümmert hat.

Beide Geschichten habe ich gerne gelesen. Hannah, in der Gegenwart war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.

Sehr berührt hat mich aber auch die Vergangenheitsgeschichte, in der Marlens Leben beschrieben wird, was mich sehr angerührt hat. Ich konnte beide Frauen irgendwie verstehen, fand das Verhalten von Wilma aber schon übergriffig und grenzwertig, da sie das Leben von Marlen nachhaltig beeinflusst hat.

Die Autorin versteht es sehr gut ihre Figuren so zu gestalten, dass man als Leser einen emotionalen Bezug zu ihnen bekommt, was das Lesen für den Leser sehr intensiv und nachhaltig macht. Ihr Schreibstil ist eingängig, ruhig und doch sehr einprägsam.

Wie die einzelnen Geschichten der Bücher der Autorin, die man aber alle unabhängig voneinander lesen kann, zusammenhängen, erfährt man im Epilog dieses Buches. Ich fand es gekonnt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

sehr berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Dass das älter werden an fast niemandem vorbeigeht und es ein Lebensabschnitt ist über den niemand gerne nachdenkt, den man gern verdrängt, ist sicherlich vielen bekannt.
In dem Buch“Wenn die Kraniche ...

Dass das älter werden an fast niemandem vorbeigeht und es ein Lebensabschnitt ist über den niemand gerne nachdenkt, den man gern verdrängt, ist sicherlich vielen bekannt.
In dem Buch“Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ wird aber genau dieses Thema sehr emphatisch beschrieben, sodass man sich ihm gut stellen kann. Die letzten Monaten eines alten Mannes, Bo, der in Mittelschweden lebt und gerade seines Demenz Verstorbene ins Heim gebracht hat.Was bedeutetes, wenn man so lange mit einem Menschen zusammen gelebt hat und dieser nun ich mehr bei einem lebt. Bo erzählt seiner abwesenden Frau weiterhin seine Alltagserlebnisse, er lebt mit seinem Hund, Vertraute, die sein Leben noch aufrecht erhalten. Der Sohn kommt mehrmals die Woche vorbei, genauso wie der Pflegedienst jeden Tag.
Schön , dass er wenigstens noch in seinem Haus bleiben kann, doch es ist ein einsames Leben,reduziert auf die wenigenBedürfnisse, die man noch hat.

Ich fand dieses Buch sehr berührend, das Thema wurde sehr sensibel behandelt und der eigene Kopf fängt an zu arbeiten. Wie bereitet man sich auf solch einen Lebensabschnitt vor, der ja unweigerlich irgendwann auf einen zukommt.
Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

eintauchen in das Montmatre des 19. Jahrhunderts

Montmartre - Licht und Schatten
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„Montmartre - Licht und Schatten „ ist der erste Teil dieser Dilogie, den ich sehr gern gelesen habe. Ich habe mich in das Paris des 19. Jahrhunderts entführen lassen in dessen Mittelpunkt zwei starke ...

„Montmartre - Licht und Schatten „ ist der erste Teil dieser Dilogie, den ich sehr gern gelesen habe. Ich habe mich in das Paris des 19. Jahrhunderts entführen lassen in dessen Mittelpunkt zwei starke Frauen stehen. Elise Lambert und Valerie Dumas. Beiden am selben Tag geboren, doch aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Elise ist die Tochter einer Wäscherin, die in sehr ärmlichen Verhältnissen groß wird, später selbst als Wäscherin arbeitet und dann mit viel Ehrgeiz zur Cancantänzerin aufsteigt und zuletzt sogar im berühmten Moulin Rouge auftritt.
Valerie wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Ihr Vater ist erfolgreicher Kunsthändler und gibt Valeries Wunsch nach einem Kunststudium nach. Dort lernt sie Künstler wie Vincent van Gogh., Paul Gauguin, Edgar Degas,Camille Pissarro und Henri de Toulouse - Lautrec, die aber noch auf ihre Berühmtheit warten.Es ist eine Zeit des Umbruchs,der Impressionismus in all seinen Formen noch verpönt. Es war interessant diese Persönlichkeiten etwas näher kennen zu lernen.Auch Gustav Eiffel begegnen wir, der zur Weltausstellung seinen Eiffelturm gebaut hat.

Beide Frauen gehen nicht unbeschadet durch diese Zeit. Sie haben Schicksalsschläge zu verarbeiten und ihr Weg in die Zukunft ist nicht gradlinig.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und in diese Zeit einzutauchen. Ich hatte Bilder vor Augen und bin den beiden Protagonistinnen, die ich beide sehr sympathisch fand, sehr gern gefolgt und so bin ich natürlich darauf gespannt, wie es mit den beiden weitergeht.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für ein flüssig und spannend zu lesendes Buch das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

sehr berührende Geschichte

Maya und Samuel
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„Maya und Samuel“ von Franziska Fischer ist mein zweites Buch dieser Autorin und ich liebe ihren zarten und emotionalen Schreibstil, der aber nie aufgesetzt oder dramatisch wirkt.
In einer flüssigen und ...

„Maya und Samuel“ von Franziska Fischer ist mein zweites Buch dieser Autorin und ich liebe ihren zarten und emotionalen Schreibstil, der aber nie aufgesetzt oder dramatisch wirkt.
In einer flüssigen und auch leichten Art erzählt sie von einem Paar das sich schon seit seiner Kindheit kennt, bei denen Freundschaft zu Liebe wurde, Vertrauen zu tiefer Verbundenheit und das nun durch einen schweren Verlust die Verbindung zueinander verloren hat.Jeder trauert für sich, auf seine Art, die für den anderen manchmal unverständlich ist und sie dadurch noch mehr voneinander entfernt. Jeder für sich fühlt sich unverstanden und glaubt in seiner Trauer allein zu sein. Erst langsam, in kleinen Schritten kämpft sich jeder wieder ins Leben.

In Rückblicken erfährt der Leser, wie Maya und Samuel sich kennengelernt haben, sie zusammengewachsen sind trotz ihrer Unterschiedlichkeit.
Ihre langsame Wandlung von Freundschaft zu Liebe, einer
Liebe, die durch den schweren Verlust auf die Probe gestellt wird und sogar zu zerbrechen droht.

Franziska Fischer beherrscht den Schreibstil der feinen, leisen Töne. Manche Sätze sind so wunderbar formuliert, dass man sie immer wieder lesen möchte und sie ermöglichen dem Leser,sich das Innenleben ihrer Protagonisten zu erschließen.Man hat das Gefühl dabei zu sein, das Gleiche zu empfinden, ist den Figuren so nahe, dass es das Herz berührt.
Man leidet mit, hofft und bangt, dass das Paar sich wiederfindet.
Eine Geschichte, die sicherlich kein Einzelfall ist, die die Fragilität des Lebens beschreibt und einfach nur berührt.

Dicke Leseempfehlung!!!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

verdient auf der Longlist des Deutschen Buchpreises

Schwebende Lasten
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Schon lange habe ich mir vorgenommen dieses Buch von Annett Gröschner zu lesen und endlich hat’s geklappt und es war ein mehr als lohnendes Leseerlebnis.Gleich ein Highlight zu Jahresbeginn.

Beim Lesen ...

Schon lange habe ich mir vorgenommen dieses Buch von Annett Gröschner zu lesen und endlich hat’s geklappt und es war ein mehr als lohnendes Leseerlebnis.Gleich ein Highlight zu Jahresbeginn.

Beim Lesen dieses Buches habe ich oft gedacht, ja, wir Frauen sind wirklich das stärkere Geschlecht. Welch ein Leben zieht am Leser vorbei, wenn er die Geschichte von Hanna Krause liest. Für mich war es eine Hommage an eine starke Frau, die sich nie hat unterkriegen lassen, immer wieder flexibel auf Herausforderungen reagiert hat und sich nie vom Leben hat brechen lassen, egal was es ihr abverlangt hat und das war viel.

Hanna Krause wurde im Kaiserreich geboren, hat zwei Weltkriege und zwei Diktaturen miterlebt und liebte Blumen und deshalb ist es eine sehr schöne Idee fast alle Kapitel mit einer Blume und deren Herkunft und Pflege zu beginnen.

Als Blumenliebhaberin eröffnet Hanna einen Blumenladen, den sie aber aufgeben muss, weil die Leute sich keine Blumen mehr leisten können.Der Mann den sie kennenlernt, heiratet und mit ihm 6 Kinder bekommt, von denen zwei sterben, die sie nie beerdigen kann, wird zum Invaliden und so liegt es an ihr, die Familie nicht nur zusammenzuhalten, sondern auch zum großen Teil zu versorgen. Trotz ausgeprägter Höhenangst zeigt sie ihren männlichen Kollegen, dass auch Frauen den Beruf der Kranführerin verantwortungsbewusst ausüben können. Sie steht „ihre Frau“, bringt ihre Familie durch Krieg und Nachkriegszeit, durchlebt die Entbehrungen und Schikanen des DDR Regimes, ist immer für ihre Kinder und Enkel der Anker, den die Familie braucht und stirbt dann doch ganz leise und unauffällig.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Frauenleben so oder ähnlich verlaufen sind. Hanna steht nur stellvertretend für eine Frauengeneration vor der ich großen Respekt empfinde.

Annett Gröschner hat es fantastisch verstanden dieser Generation mit diesem Buch ein Denkmal zu setzen und daran zu erinnern, dass wir Frauen guten Grund haben auf unsere Mütter und Großmütter stolz zu sein.

Große Leseempfehlung und mit Recht ein Buch das auf der Longlist des deutschen Buchpreises 2025 stand.

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