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Veröffentlicht am 17.02.2026

Selbstfindung

Die Liebe, später
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Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können ...

Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können herausfordernd sein und sogar Krisen auslösen, bei den betreffenden Personen selbst, aber auch in der Partnerschaft.
Dieses Thema greift Gisa Klönne in ihrem Buch " Die Liebe später " auf.

Cora und Amseln sind seit über zwanzig Jahren ein Paar und ein eingespieltes Teal. Amseln ist Biologe, Cora erfolgreiche Journalistin mit eigener Sendung. Sie leben eine Ehe auf Augenhöhe, die in der Balance zwischen Nähe und berufsbedingter Distanz perfekt funktioniert. Amseln lebt unter der Woche in Berlin, Cora im gemeinsamen Haus in Köln.
Doch dann muss sich Cora einer schweren Herz OP unterziehen, die ihr ganzes Leben verändert. Ihr Arbeitgeben bietet ihr einen Aufhebungsvertrag an, weil er die Sendung verjüngen will und Cora merkt ihre körperlichen Einschränkungen aufgrund der OP. Sie tut sich schwer das anzunehmen.
Amseln freut sich auf den gemeinsamen Ruhestand mit ihr, will sich endlich seinen Traum vom Libellenteich erfüllen und endlich viel Zeit mit Cora verbringen. Doch Cora gerät in eine Lebenskrise. Was will sie, will sie mit 61 Jahren schon die Hände in den Schoss legen?Wie ist es den ganzen Tag mit Amselm zu verbringen. Hält ihre Beziehung das aus? Cora fühlt sich überfordert und eine wachsende Entfremdung zu Amseln, ist das der Mann. mit dem sie im Ruhestand leben möchte und den Libellen beim Fliegen zushen will?Cora bricht aus , fährt nach Berlin in " ihre Wohnung" und begibt sich auf die Spuren in ihre Vergangenheit und auf die Suche nach sich selbst.

Der Autorin ist es in diesem Buch meisterhaft gelungen die Gefühle eines Menschen aufzuzeigen, der ungewollt in die letzte Lebensphase katapultiert wird, hier durch eine Krankheit.
Sich einzugestehen, dass der Körper einem Grenzen setzt, man kürzer treten muss und einem berufliche Grenzen aufgezeigt werden, obwohl man sich selbst das nicht eingestehen mag,man es nicht fühlt, ist hart und macht Angst. Man fragt sich,war es das, wie wird es mit dem Partner, der dann tagtäglich 24 Stunden um einen ist, wie geht man selbst mit der vielen Zeit um, gibt ihr einen Sinn und sich selbst eine Aufgabe?
Ich glaube jeder, der diesen Schritt schon gegangen ist, kann das nachvollziehen. Man muss einen neuen Lebensentwurf finden, der einen ausfüllt und einem weiterhin Autonomie zusichert.

Gisa Klönne findet eine wundervolle Sprache in diesem Buch, um Coras Findungsphase zu beschreiben, aber auch die Veränderung, die es für die Partnerschaft bedeutet.
Mir waren sowohl Cora, aber auch Amselm nahe und ich konnte beide verstehen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen.
Eine Liebe, die auf die Probe gestellt wird durch einen neuen Lebensabschnitt ist eine Herausforderung.

Ein Buch das für mich von Seite zu Seite besser wurde und das ich sicherlich nicht vergessen werde.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

wieder super spannend

Wem du traust
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Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.

Eva und Susanne ...

Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.

Eva und Susanne sind langjährige, enge Freundinnen, die einen großen Teil ihres Lebens zusammen verbracht haben und Susannes Tochter Sophia zusammen groß gezogen haben. Mittlerweile sind beide in Beziehungen, Eva sogar verheiratet mit Daniela und sie haben einen gemeinsamen Sohn, Linus.Sofia übernimmt ab und zu das Babysitting im eigenen Reihenhaus der beiden und so auch als Daniel und Eva zu einer Party eines Freundes eingeladen sind. Im Normalfall übernachtet Sofie dann bei ihnen, doch heute möchte sie nach Hause und Daniel bringt sie mit seinem Auto bis in die Wohnanlagen in der sie mit ihrer Mutter und ihrem Freund lebt.
Doch am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass Sofie nicht zuhause angekommen ist. Was ist passiert. Schnell gerät Daniel in den Fokus der Ermittlungen und Eva‘s Welt bricht zusammen. Ihr Mann verstrickt sich in Widersprüche und verweigert einen DNA Test, nachdem man Sofies Blutigen Pullover gefunden hat. Hat Daniel Sofie getötet und wenn warum?

Der Krimi startet spannend und hält diese Spannung auch über das ganze Buch. Die Stärke ist neben der Spannung die Psychologie im Geschehen. Es geschehen Dinge, die man nie erwartet hätte und der Fokus liegt auf dem Misstrauen, was gesät wird, weil Dinge anders sind, als sie im ersten Moment erscheinen und Dinge verschwiegen werden, die dieses Misstrauen schüren.
Wem kann man noch trauen, was ist Wahrheit und was Fake ?

Die Autorin schreibt gewohnt flüssig und präsentiert Protagonisten, die einem sofort nahe sind.Man fragt sich ständig, was passiert ist und wer der Täter ist. Die Geschichte wirkte auf mich gut konstruiert und mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.

Leseempfehlung für einen spannenden Krimi!

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Veröffentlicht am 30.01.2026

ein toller Abschluss dieser Buchreihe

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin ...

„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin auf zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Kurz nach dem Krieg entkommt die 15 jährigeMarlen dem Todesstrudel von Demmin. In einem alten Forsthaus bei Güstrow lernt sie Wilma kennen, die sie rettet und unter ihre Fittiche nimmt, denn Marlen’s Mutter hat sich aus Angst vor den Russen das Leben genommen und ihren Bruder und auch Marlen mit in den Tod reißen wollen, Marlen konnte sich retten, ihr Bruder starb.
Zusammen mit der Haushälterin Bergel leben die drei abgeschieden in einem Haus bei Güstrow. Wilmas Mann, ein bekannter Maler, ist verschollen, Wilma glaubt ihn tot, worüber sie nicht traurig ist, denn die Ehe war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Wilma ist selbst Malerin, hatte neben ihrem Mann nie eine Chance. Nun steigt sie zur bekannten Malerin des sozialistischen Realismus auf und Marlen wird ihre Assistentin, auf die sie im Laufe der Zeit immer mehr angewiesen ist, da sie nach und nach ihr Augenlicht verliert. Marlen malt die Bilder nach Wilmas Anleitung, doch auch Marlen ist künstlerisch ambitioniert, was sie aber verschweigt und im Geheimen auslebt an einem Gemälde, dass sie bei ihrer Flucht gefunden hat und auf das sie Schicht für Schicht ihr Leben und ihre Fantasie überträgt.

In der Gegenwart lernen wir Hanna kennen, die wir schon aus dem ersten Buch der Autorin kennen.
Nach Jahrzehnten der Abwesenheit meldet sich Hannahs Vater bei ihr und Hannah fragt sich, was er von ihr will und warum er sich die ganze Zeit nicht um sie gekümmert hat.

Beide Geschichten habe ich gerne gelesen. Hannah, in der Gegenwart war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.

Sehr berührt hat mich aber auch die Vergangenheitsgeschichte, in der Marlens Leben beschrieben wird, was mich sehr angerührt hat. Ich konnte beide Frauen irgendwie verstehen, fand das Verhalten von Wilma aber schon übergriffig und grenzwertig, da sie das Leben von Marlen nachhaltig beeinflusst hat.

Die Autorin versteht es sehr gut ihre Figuren so zu gestalten, dass man als Leser einen emotionalen Bezug zu ihnen bekommt, was das Lesen für den Leser sehr intensiv und nachhaltig macht. Ihr Schreibstil ist eingängig, ruhig und doch sehr einprägsam.

Wie die einzelnen Geschichten der Bücher der Autorin, die man aber alle unabhängig voneinander lesen kann, zusammenhängen, erfährt man im Epilog dieses Buches. Ich fand es gekonnt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

sehr berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Dass das älter werden an fast niemandem vorbeigeht und es ein Lebensabschnitt ist über den niemand gerne nachdenkt, den man gern verdrängt, ist sicherlich vielen bekannt.
In dem Buch“Wenn die Kraniche ...

Dass das älter werden an fast niemandem vorbeigeht und es ein Lebensabschnitt ist über den niemand gerne nachdenkt, den man gern verdrängt, ist sicherlich vielen bekannt.
In dem Buch“Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ wird aber genau dieses Thema sehr emphatisch beschrieben, sodass man sich ihm gut stellen kann. Die letzten Monaten eines alten Mannes, Bo, der in Mittelschweden lebt und gerade seines Demenz Verstorbene ins Heim gebracht hat.Was bedeutetes, wenn man so lange mit einem Menschen zusammen gelebt hat und dieser nun ich mehr bei einem lebt. Bo erzählt seiner abwesenden Frau weiterhin seine Alltagserlebnisse, er lebt mit seinem Hund, Vertraute, die sein Leben noch aufrecht erhalten. Der Sohn kommt mehrmals die Woche vorbei, genauso wie der Pflegedienst jeden Tag.
Schön , dass er wenigstens noch in seinem Haus bleiben kann, doch es ist ein einsames Leben,reduziert auf die wenigenBedürfnisse, die man noch hat.

Ich fand dieses Buch sehr berührend, das Thema wurde sehr sensibel behandelt und der eigene Kopf fängt an zu arbeiten. Wie bereitet man sich auf solch einen Lebensabschnitt vor, der ja unweigerlich irgendwann auf einen zukommt.
Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

eintauchen in das Montmatre des 19. Jahrhunderts

Montmartre - Licht und Schatten
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„Montmartre - Licht und Schatten „ ist der erste Teil dieser Dilogie, den ich sehr gern gelesen habe. Ich habe mich in das Paris des 19. Jahrhunderts entführen lassen in dessen Mittelpunkt zwei starke ...

„Montmartre - Licht und Schatten „ ist der erste Teil dieser Dilogie, den ich sehr gern gelesen habe. Ich habe mich in das Paris des 19. Jahrhunderts entführen lassen in dessen Mittelpunkt zwei starke Frauen stehen. Elise Lambert und Valerie Dumas. Beiden am selben Tag geboren, doch aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Elise ist die Tochter einer Wäscherin, die in sehr ärmlichen Verhältnissen groß wird, später selbst als Wäscherin arbeitet und dann mit viel Ehrgeiz zur Cancantänzerin aufsteigt und zuletzt sogar im berühmten Moulin Rouge auftritt.
Valerie wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Ihr Vater ist erfolgreicher Kunsthändler und gibt Valeries Wunsch nach einem Kunststudium nach. Dort lernt sie Künstler wie Vincent van Gogh., Paul Gauguin, Edgar Degas,Camille Pissarro und Henri de Toulouse - Lautrec, die aber noch auf ihre Berühmtheit warten.Es ist eine Zeit des Umbruchs,der Impressionismus in all seinen Formen noch verpönt. Es war interessant diese Persönlichkeiten etwas näher kennen zu lernen.Auch Gustav Eiffel begegnen wir, der zur Weltausstellung seinen Eiffelturm gebaut hat.

Beide Frauen gehen nicht unbeschadet durch diese Zeit. Sie haben Schicksalsschläge zu verarbeiten und ihr Weg in die Zukunft ist nicht gradlinig.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und in diese Zeit einzutauchen. Ich hatte Bilder vor Augen und bin den beiden Protagonistinnen, die ich beide sehr sympathisch fand, sehr gern gefolgt und so bin ich natürlich darauf gespannt, wie es mit den beiden weitergeht.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für ein flüssig und spannend zu lesendes Buch das ich sehr gerne weiterempfehle.

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