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Veröffentlicht am 27.01.2026

Wenn Fantasie zur letzten Zuflucht wird

Niemandsstadt
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Niemandsstadt von Tobias Goldfarb, in seiner neuen Auflage und aktueller den je, entführt seine Leser in ein dystopisch-märchenhaftes Berlin, das gleichzeitig vertraut und völlig fremd wirkt. Zwischen ...

Niemandsstadt von Tobias Goldfarb, in seiner neuen Auflage und aktueller den je, entführt seine Leser in ein dystopisch-märchenhaftes Berlin, das gleichzeitig vertraut und völlig fremd wirkt. Zwischen grauem Alltag, digitaler Dauerbeschallung und innerem Rückzug öffnet sich eine zweite Ebene der Wirklichkeit, denn wir erleben eine Stadt, in der Drachen durch den Himmel ziehen, Fabelwesen durch die Straßen streifen und Gedanken buchstäblich Gestalt annehmen. Was zunächst wie ein leises, seltsames Abenteuer beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer Geschichte mit überraschender Tiefe und klarer Haltung.

Dieses Buch verlangt Geduld und belohnt sie. Der Einstieg ist zunächst fragmentarisch und wirkt fast träumerisch. Die Niemandsstadt fühlt sich nicht sofort greifbar an, sondern wächst langsam, Szene für Szene, Idee für Idee. Gerade für die jugendliche Zielgruppe entfaltet das eine besondere Wirkung, denn statt alles vorzukauen, lädt die Geschichte dazu ein, mitzudenken, mitzuspüren und eigene Bilder entstehen zu lassen. Josefine ist keine klassische Heldin. Still, eigenwillig und tief in ihrer Fantasie verankert, steht sie für all jene, die sich nicht laut behaupten, sondern nach innen stark sind. Daneben setzt Eli einen spannenden Kontrast, ist selbstbewusst, sichtbar, scheinbar perfekt angepasst an eine Welt aus Likes und Reichweite. Das Zusammenspiel der beiden Figuren gehört zu den größten Stärken des Buches. Freundschaft, Loyalität und gegenseitiges Verstehen stehen klar im Mittelpunkt udn der Roman ist so erfrischend frei von einer aufgesetzten Liebesgeschichte. Auch die zentrale Botschaft überzeugt: Fantasie als Gegenpol zu Technik, Dauer-Online-Sein und äußerem Leistungsdruck. Diese Message wirkt nie belehrend, sondern schwingt leise mit und entfaltet gerade deshalb ihre Wirkung. Humorvolle, skurrile Ideen, wie selbstständig wandernde Mülltonnen oder wandelbare Ort, lockern dabei die ernsteren Themen auf und machen die Niemandsstadt zu einem Ort, den man trotz aller Bedrohung nicht verlassen möchte.

Ein ungewöhnlicher, mutiger Jugendroman, der sich traut, anders zu sein. Eine Geschichte über das Träumen, über Freundschaft und darüber, wie wichtig es ist, sich die eigene Fantasie nicht nehmen zu lassen. Für Jugendliche, die gerne zwischen Realität und Magie wandern und die leisen Zwischentöne schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine Entdeckung - eigenwillig, aktuell und lange nachwirkend.

Veröffentlicht am 20.01.2026

Zwischen Blut, Ballkleidern und dunklen Wahrheiten

Nightweaver
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Nightweaver ist eine düstere YA-Romantasy, die mit hohem Tempo, grausamen Enthüllungen und starken Emotionen überrascht. Im Mittelpunkt steht Violet aka Aster, eine junge Piratin, deren Welt zerbricht, ...

Nightweaver ist eine düstere YA-Romantasy, die mit hohem Tempo, grausamen Enthüllungen und starken Emotionen überrascht. Im Mittelpunkt steht Violet aka Aster, eine junge Piratin, deren Welt zerbricht, als ihre Familie von den gefürchteten Nightweavern gefangen wird. Was als Freiheitskampf beginnt, entwickelt sich jedoch schnell zu einer Geschichte über Loyalität, Verlust und das Hinterfragen vermeintlicher Monster.

Die Handlung verbindet Piratenflair gut mit dunkler Fantasy, Engeln und Dämonen, ohne sich in überladenem Worldbuilding zu verlieren. Stattdessen treiben Geheimnisse, brutale Wendungen und moralische Grauzonen die Geschichte voran. Vor allem die Gewalt ist stellenweise überraschend hart für ein YA-Buch, wird aber gezielt und gut eingesetzt, um die Bedrohung real spürbar zu machen. Aster überzeugt als willensstarke, impulsive Heldin mit klarer Bindung an ihre Familie. Will bringt leise Spannung und emotionale Tiefe mit, während Figuren wie Captain Shade oder Titus für zusätzliche Reibung und Neugier sorgen. Die Romance selbst bleibt eher zurückhaltend und ist vor allem von geprägt von Blicken, Vertrauen und innerem Konflikt und lässt der eigentlichen Handlung bewusst den Vorrang.

Es handelt sich hier um keine klassische Piratengeschichte, doch wennman sich auf die Geschichte einlässt, bekommt eine atmosphärische, unvorhersehbare Fantasy mit starken Themen und einem Finale, das neugierig auf mehr macht.

Veröffentlicht am 20.01.2026

Dunkle Fäden, tödliche Magie und ein Haus voller Geheimnisse

House of Blight
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House of Blight entführt seine Leser in eine düstere, gothic-fantasy Welt, in der Heilung ihren Preis hat. Edira Brillwyn ist eine Threadmenderin. Jede Krankheit, die sie heilt, kostet sie einen Teil ihres ...

House of Blight entführt seine Leser in eine düstere, gothic-fantasy Welt, in der Heilung ihren Preis hat. Edira Brillwyn ist eine Threadmenderin. Jede Krankheit, die sie heilt, kostet sie einen Teil ihres eigenen Lebens. Als ihre Brüder an der tödlichen Seuche Blight erkranken, bleibt ihr nur ein gefährlicher Handel mit der mächtigen Fernglove-Familie.

Ediras Motivation ist von Beginn an klar und zutiefst emotional: Alles, was sie tut, geschieht aus Liebe zu ihren Brüdern. Im Zentrum steht aber nicht nur Ediras Opferbereitschaft, sondern auch das unheimliche Fernglove Manor, dessen makellose Fassade langsam Risse bekommt. Orin Fernglove und sein Bruder Rorik sorgen für gute Spannung, Misstrauen und eine Dynamik, die weit über eine klassische Romantasy hinausgeht. Gut gelungen ist zudem das Magiesystem der Evers, das konsequent auf Ausgleich und Verlust basiert und der Geschichte emotionale Tiefe verleiht. Die Atmosphäre des Romans ist dabei dicht, düster und durchzogen von Geheimnissen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, gewinnt aber mit jeder Enthüllung an Intensität. Familie, Schuld und Selbstaufopferung stehen klar im Fokus, während die romantischen Elemente die Geschichte ergänzen, ohne sie zu dominieren.

Ein stimmungsvoller gothic Romantasy Auftakt mit moralischen Grauzonen, langsamer Spannung und einer starken, verletzlichen Heldin. Der erste Band macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 18.01.2026

Dark Academia, tödliche Prüfungen und das Risiko zu vertrauen

The Ordeals
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The Ordeals, der Auftaktband über die Killmarth Academy, ist ein Dark-Academia-Thriller, der von der ersten Seite an mit seiner düsteren, intensiven Atmosphäre fesselt. Sophia DeWinter, die seit ihrer ...

The Ordeals, der Auftaktband über die Killmarth Academy, ist ein Dark-Academia-Thriller, der von der ersten Seite an mit seiner düsteren, intensiven Atmosphäre fesselt. Sophia DeWinter, die seit ihrer Kindheit durch einen grausamen Blutsbund an ihren Onkel gebunden ist, sieht in der Killmarth-Akademie die einzige Chance auf Freiheit. Doch um dort aufgenommen zu werden, muss sie drei tödliche Prüfungen überleben und schon hier zeigt sich: Alles ist erlaubt, wirklich alles.

Die Geschichte startet sofort mitten im Geschehen, ohne langes Vorgeplänkel. Schon die ersten Kapitel setzen den Ton und es wird brutal, spannend und nervenaufreibend. Die Feuerprobe wirkt dabei noch harmlos im Vergleich zu dem, was noch folgt. Und genau das macht den Sog aus des Buches aus, man weiß nie, was als Nächstes passiert, und das Rätsel um Loyalitäten und Intrigen bleibt permanent präsent. Die Spannung wird durch überraschende Wendungen und geschickt platzierte Pausen zudem kontinuierlich hochgehalten. Das Magiesystem begeistert mir seinen vier klar abgegrenzte Magiearten, die für eine sehr strukturierte, aber trotzdem überraschend vielfältige Welt sorgen. Die Beziehung zwischen Sophia und Alden ist ein zentraler Punkt und die Slow-Burn-Lovestory bringt eine emotionale Komponente mit in die Handlung, aber die Geschichte hätte ohne gut funktioniert. Die Nebenfiguren bleiben an manchen Stellen auch etwas blass, wodurch die Geschichte gelegentlich mehr Raum für Entwicklung vertragen hätte. Die Handlung ist aber insgesamt sehr fesselnd und sorgt dafür, dass das Ende Lust auf mehr macht. Es bleiben genug offene Fragen, um auf Band 2 gespannt zu sein.

Ein packender Auftakt mit starkem Dark-Academia-Feeling, tödlichen Prüfungen und einer Magie, die clever und vielseitig iat. Sophia DeWinter überzeugt dabei als starke Protagonistin, Alden Locke als mysteriöser, attraktiver Verbündeter und die Killmarth Academy selbst als eine gefährliche, faszinierende Welt, die neugierig auf den nächsten Band macht.

Veröffentlicht am 13.01.2026

Düstere Romantasy mit funkelnder Magie und gebrochenen Herzen

Kingdom of crystal Hearts
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Kingdom of Crystal Hearts entführt seien Leser auf den Kontinent Brillant, wo der Adel seine Macht aus der Magie kostbarer Edelsteine bezieht, während das einfache Volk leidet. Im Zentrum steht Elodie, ...

Kingdom of Crystal Hearts entführt seien Leser auf den Kontinent Brillant, wo der Adel seine Macht aus der Magie kostbarer Edelsteine bezieht, während das einfache Volk leidet. Im Zentrum steht Elodie, die alles verloren hat und unfreiwillig in ein Netz aus Intrigen, Rebellion und höfischer Grausamkeit gerät. An ihrer Seite ist Rafe, ein stummer Prinz ohne eigene Macht und Teil einer verbotenen Nähe, die alles verändern könnte.

Die Geschichte überzeugt durch eine klare, gut zugängliche Erzählweise und durch ihr düsteres, atmosphärisches Setting. Vor allem Elodie wirkt als Protagonistin greifbar durch ihre innerliche Zerrissenheit zwischen Rache, Loyalität und aufkeimenden Gefühlen. Die Edelsteinmagie verleiht der Welt zudem einen eigenständigen Charakter, während die Gegensätze zwischen Glanz und Elend konsequent durchgezogen werden. Die leise, fragile Dynamik zwischen Elodie und Rafe sorgt für gute emotionale Spannung, auch wenn manche Entwicklungen etwas mehr Raum hätten vertragen können.

Eine düstere Romantasy mit einer starken Heldin, moralischen Grauzonen und bittersüßem Ton. Genau richtig für Fans von Royals, verbotenen Gefühlen und atmosphärischer Fantasy mit emotionalem Tiefgang.