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Veröffentlicht am 16.01.2026

Familienbande

Das unglaubliche Talent der Bailey Dowery
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Zum Inhalt:
Mendol, Oklahoma, 1954. Die junge Bailey arbeitet als Couturière in dem Mode- und Brautgeschäft von Miss Jackson.
Gesegnet mit einer Gabe, kann sie in die Vergangenheit und die Gefühle der ...

Zum Inhalt:
Mendol, Oklahoma, 1954. Die junge Bailey arbeitet als Couturière in dem Mode- und Brautgeschäft von Miss Jackson.
Gesegnet mit einer Gabe, kann sie in die Vergangenheit und die Gefühle der Menschen sehen, die sie berührt. Normalerweise verliert sie kein Wort über das, was sie bei den Frauen sieht, die wegen eines Brautkleides ins Geschäft kommen, bis sie eines Tages nicht an sich halten kann. Auch Elsa Grimes hört von Baileys Gabe und fleht sie an, ihr zu helfen. Was Bailey bei der Berührung sieht, verwirrt und schockiert sie. Doch wie kann sie Elsa helfen? Ahnungslos gerät sie in einen Strudel aus Geheimnissen, die in ihre Familie zurückreichen und nicht mit dem Tod eines Mannes enden.

Meine Meinung:
Ruhig und anschaulich beschreibt die Autorin Trisha Thomas eine interessante Geschichte. Dabei zeigt sie mit ihrem flüssigen Schreibstil ein realistisches Bild der damaligen Gesellschaft.
Auf der einen Seite der Stadt, die mächtigen, weißen Familien, auf der anderen Seite die PoC, die als Untergebene arbeiten. Aus der Sichtweise von vier unterschiedlichen Frauen erlebe ich die eingefahrenen Strukturen und das gesellschaftliche Korsett sowie die Zwänge der einstigen Zeit. Die Hauptprotagonistin Bailey war mir von Anfang an sympathisch in ihrem steten Bemühen, zu helfen, während Elsa mir manches Mal mit ihrem eigensinnigen Verhalten etwas verwöhnt vorkam. Baileys Tante, Charlene, konnte mich mit ihrer sarkastischen Art gewinnen, während Elsas Mutter Ingrid mich in einen Zwiespalt stürzte. Alle vier Frauen haben ein bewegtes Leben und finden so langsam ihr Selbstbewusstsein. Leider bin ich keinem so richtig nahgekommen. Ernste Themen werden aufgegriffen und mit der Geschichte verwoben, jedoch nicht tiefergehend behandelt. Zum Ende hin wurde es noch etwas dramatisch und spannend. Letztendlich siegen Freundschaft und Familie über Gesellschaftsschichten und Rassismus.

Fazit:
Trotz der Ernsthaftigkeit der Themen ein unterhaltsamer Roman, der mit einem flüssigen Schreibstil für kurzweilige Lesestunden sorgt.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Rasanter Thriller

Jackdaw
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Zum Inhalt:
Detective Constable Scarlett Delaney von der Metropolitan Police wird zu einem Tatort gerufen, allem Anschein nach das 3. Opfer des Serienmörders Jackdaw, der blutige Szenen im Internet postet. ...

Zum Inhalt:
Detective Constable Scarlett Delaney von der Metropolitan Police wird zu einem Tatort gerufen, allem Anschein nach das 3. Opfer des Serienmörders Jackdaw, der blutige Szenen im Internet postet. Als Tochter eines Serienmörders hat sie keinen leichten Stand und wird als Aussätzige behandelt. Könnte sie sich endlich mit der Aufklärung des Falles beweisen? Da der Vater des Opfers, Edgar Crews, nicht viel Vertrauen in die Polizei setzt, engagiert er den Privatdetektiv Henry Devlin. Der jedoch nicht nur ermittelt, sondern auch manchmal das Gesetz selbst in die Hand nimmt. Da Scarlett als auch Henry hinter der gleichen Person her sind, ergibt sich eine ungewollte Partnerschaft.

Meine Meinung:
Daniel Cole schafft hier spektakuläre Inszenierungen, die nichts für zarte Gemüter sind. Schon ab der ersten Seite wird man in das Geschehen hineingezogen, ohne viel Vorgeplänkel.
Nicht nur Scarlett und Henry fragen sich, was den Täter zu seinen Opfern führt, auch der Leser wird zum Miträtseln angeregt. Wer ist das nächste Opfer und warum? Und was für ein Spiel spielt Henry?
Trotz eines einfachen Schreibstiel bietet der Autor Spannung, Situationskomik und Action, die die Seiten nur so dahinfliegen lassen. So kann ich mir das Buch auch gut als Verfilmung vorstellen. Sowohl Scarlett, die sich nicht immer an die Regeln hält, als auch Henry fand ich in ihrer Art sympathisch und interessant. Epilog 3 lässt auf eine Fortsetzung hoffen, ob dies wieder mit beiden Protagonisten ist, bleibt abzuwarten.

Fazit:
Ein kurzweiliger Thriller, der Spannung, Action und spektakuläre Inszenierungen bietet

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Schicksalhafte Begegnungen

Lebensbande
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Zum Inhalt:
Kühlungsborn 1991. Der Mauerfall beunruhigt eine Frau. Grundstücksspekulanten sind an ihrem Haus interessiert, die Rentenkasse verlangt Nachweise und ein Brief eines Verwandten aus dem Westen ...

Zum Inhalt:
Kühlungsborn 1991. Der Mauerfall beunruhigt eine Frau. Grundstücksspekulanten sind an ihrem Haus interessiert, die Rentenkasse verlangt Nachweise und ein Brief eines Verwandten aus dem Westen versetzt sie in Schrecken. Ihre Gedanken wandern zurück in die Vergangenheit. Nicht nur ihr wurde damals viel abverlangt, nein, auch ihre Freundin Liselotte und ihre Cousine Lene mussten leiden. Wird jetzt ihr Geheimnis gelüftet? Zu gerne möchte sie noch einmal in ihre alte Heimat zurück, doch kann sie es riskieren?

Meine Meinung:
Mechtild Borrmann schreibt fesselnd und berührend über das Schicksal dreier Frauen, welches auf wahren Erzählungen beruht und von ihr fiktiv verarbeitet wurde. Schon nach den ersten Zeilen tauchte ich in die Zeitgeschichte ein, die im Wechsel eine Zeitspanne von 1930 bis 1993 umfasst und im Wechsel erzählt wird.
Während noch von der großen Liebe und der Hoffnung, dass sie sich erfüllt, geträumt wird, zerschlagen die NS-Zeit und der Krieg die Träume der Frauen. Lene kämpft um das Leben ihres Sohnes, der in den Augen der Regierung eine Last ist. Nora hilft ihr und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Nach der Kapitulation wird Nora zusammen mit ihrer Freundin Liselotte in den Gulag verschleppt, von dem es anscheinend keine Wiederkehr mehr gibt. Wie sich die einzelnen Begegnungen auf das weitere Leben der drei Frauen auswirken, wird hier wundervoll in einem fiktionalen Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert, erzählt.
Mechtild Bormann bringt in dieser Geschichte wichtige geschichtliche Themen ins Spiel, die wir nie vergessen dürfen, u.a. den Umgang mit dem damals sogenannten „unwerten Leben“.
Ich fühlte mich, dank der leisen und doch so wuchtigen Erzählweise, den Frauen so nah, als würde ich direkt neben ihnen stehen. Ich spürte ihr Bangen und Hoffen, aber auch ihre Verzweiflung, und musste unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und wie es ausgeht. Deshalb konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, das mich nicht nur berührt, sondern auch nachdenklich zurückgelassen hat.

Fazit:
Ein historischer Roman, der leise und doch wuchtig an unsere Vergangenheit erinnert.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Abgeschnitten von der Außenwelt

Knochenkälte
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Zum Inhalt:
Dr. Hunter ist auf dem Weg zu einem Fall nach Carlisle. Ein Stau zwingt ihn zu einer Umfahrung. Durch die Dunkelheit der Nacht und einem aufkommenden Sturm, hat er sich verfahren und landet ...

Zum Inhalt:
Dr. Hunter ist auf dem Weg zu einem Fall nach Carlisle. Ein Stau zwingt ihn zu einer Umfahrung. Durch die Dunkelheit der Nacht und einem aufkommenden Sturm, hat er sich verfahren und landet in dem kleinen Ort Edendale in den Cumbrian Mountains, der in einer Sackgasse endet. Als die einzige Straße, die aus dem Ort führt, weggeschwemmt wird und der Strom und Telefon ausfallen, scheint es kein Entkommen zu geben. Die Einwohner lassen Hunter spüren, dass er unerwünscht ist. Als Hunter bei seinem Streifzug auf der Suche nach einem Handyempfang auf eine skelettierte Leiche in den Wurzeln einer umgestürzten Fichte trifft, brechen alte Familienfehden wieder auf. Gefangen, ohne Kontakt zur Außenwelt, zwischen einer Familienfehde, einem Skelett und einem unberechenbaren Mörder versucht Hunter das Richtige zu tun.

Meine Meinung:
Endlich hielt ich die Fortsetzung der Reihe um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter in den Händen. Kurze, bildhafte Kapitel und ein toller Schreibstil spornen den Lesefluss an, auch wenn es an manchen Stellen etwas langatmig erscheint. Insgesamt wirkt das Setting ruhig, doch die kleinen Details zeigen Wirkung. Ich spürte förmlich die Feindseligkeit der Bewohner, fror in den Tiefen der verschneiten Fichtenwälder, überdies wirkten die Stille des Schnees und die dunkle Einsamkeit auf mich düster und bedrohlich. Simon Beckett legt hier den Fokus auf eine ungemütliche Natur und unsympathische Charaktere, denen man sich kaum entziehen kann, dazu zeichnet er eine beklemmende Atmosphäre, die weitere Leichen nicht ausschließt.
Mit diesem Szenario wurde ich wunderbar unterhalten und ich bedauere, dass das Buch so schnell gelesen ist.

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung, die mich mit ihrem beklemmenden Szenario beeindruckt hat.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Eine unerwartete Lebensreise

Mr. Saitos reisendes Kino
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Zum Inhalt:
Tango und Schuhe bestimmen das Leben der temperamentvollen Argentinierin Fabiola, und so kam es, dass ihre Tochter Lita auf einer Tanzfläche 1927 gezeugt wurde. Fabiolas Verhalten führt dazu, ...

Zum Inhalt:
Tango und Schuhe bestimmen das Leben der temperamentvollen Argentinierin Fabiola, und so kam es, dass ihre Tochter Lita auf einer Tanzfläche 1927 gezeugt wurde. Fabiolas Verhalten führt dazu, dass beide ihre Heimat Buenos Aires fluchtartig verlassen müssen. Unterschlupf finden sie unfreiwillig auf Upper Puffin Island. Während Fabiola immer wieder aus dieser Inselgemeinschaft ausbrechen muss, hat Lita hier ihre Heimat gefunden. Mit dem Eintreffen von Mr. Saito und seinem Wanderkino eröffnen sich nach und nach für Lita und ihre beste Freundin Oona neue Welten und eine Zukunft.

Meine Meinung:
Titel, sowie Klapptext haben meine Neugier auf dieses Buch geweckt. Wurden meine Erwartungen erfüllt? Ja und Nein. Die Autorin bietet einen schönen Schreibstil, der flüssig zu lesen ist. Leider sind manchmal die Übergänge nicht immer gut gelungen und ich dachte, ich hätte etwas überlesen.
Während ich die Erzählung von der Zeugung Litas bis zu ihrem Leben auf Upper Puffin gelesen habe, konnte ich abtauchen in Litas und Oonas Welt. Manchmal passiert etwas Interessantes, manches Mal nicht. Nach einer gewissen Zeit plätschert es so vor sich hin. Selbst das Eintreffen von Mr. Saito bringt zunächst etwas Unruhe, geht aber dann in gewohnte Bahnen über. Hier hätte man ruhig etwas kürzen können. Doch nach gut zwei Dritteln des Buches eröffnete sich mir die Schönheit der Geschichte. Ich litt mit Lita und vergoss Tränen, ich entdeckte mit ihr und Oona die atemberaubende Schönheit, die Mr. Saito gesehen hat, ich machte mich zusammen mit den Beiden auf in die Großstadt und durfte sie auf dem Weg in ihre Zukunft begleiten. Stets ruhig im Hintergrund: Mr. Saito mit seinem Wanderkino und seinem behutsamen Erkennen und Fördern. Trotz mancher Länge fühlte ich mich gut unterhalten.

Fazit:
Eine ruhige Geschichte über den Zusammenhalt einer Gemeinschaft, die zur Familie wird.

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