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Veröffentlicht am 02.03.2026

Düstere und abgründige Romance

Limerence
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Poppy hat ein Stipendium für die elitäre Lionswood Prep erhalten und fristet dort ein unauffälliges Dasein, bis der einzige andere Stipendiat eines mysteriösen Todes stirbt. Als sie Nachforschungen anstellt, ...

Poppy hat ein Stipendium für die elitäre Lionswood Prep erhalten und fristet dort ein unauffälliges Dasein, bis der einzige andere Stipendiat eines mysteriösen Todes stirbt. Als sie Nachforschungen anstellt, gerät sie mit Adrian aneinander, dem eigentlichen Starschüler und Charmingboy der ganzen Schule, der auf den zweiten Blick aber noch mehr zu verbergen hat als Poppy. Es entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die auf moralischen Abgründen aufbaut.

Für mich war das Besondere an diesem Roman Poppy und Adrian. Endlich mal Charaktere, die nicht sofort zu durchschauen sind und den man anmerkt, dass sie viele dunkle Geheimnisse haben. Es ist nicht die klassische Geschichte vom armen braven Mädchen, dass sich in den reichen, beliebten Jungen verliebt. Natürlich, Adrian ist mehr als reich und besitzt eine Macht, die sich die meisten nicht einmal vorstellen können. Aber in der Art und Weise, wie sie ihr Umfeld manipulieren und welche Mittel sie einsetzen, um ein Ziel zu erreichen, sind sich Poppy und Adrian beinahe ebenbürtig. Gleichzeitig hat Poppy für mich auch einen guten Sinn für Humor und konnte sich mit ihrer toughen Art immer wieder behaupten, ohne sich von Reichtum und Macht einschüchtern zu lassen.

Bei der Frage, warum das Buch erst ab 18 Jahre ist, muss man wohl sagen, es liegt eher nicht an den spicy Szenen, die sehr selten vorkommen, obwohl es eindeutig oft zwischen den beiden kribbelt. Vielmehr ist es diese völlige Verdrehung von moralischen Grundsätzen zum eigenen Wohl und dem Anwenden von Gewalt, um die eigenen Ziele durchzusetzen. Trotz der ständigen Grenzüberschreitungen hat es für mich in diesem Roman aber gepasst, sowohl in der Beziehung zwischen den beiden als auch im gesamten Plot bis hin zum Schluss.

Es handelt sich weder um eine klassische noch um eine richtige „dark“ Romance, mich hat es aber trotzdem oder gerade deswegen fasziniert, weil ich nie wusste, was mich erwartet. Wem „Maxton Hall“ zu freundlich war, dieses Genre aber prinzipiell gerne liest, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Herzerwärmende, humorvolle und bittersüße Romance

Ein Buchladen zum Verlieben
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Die schwedische Sara will ihre Brieffreundin in dem kleinen heruntergekommen Städtchen Broken Wheels in Iowa besuchen. Doch der Urlaub läuft nicht wie geplant. Kurzerhand eröffnet sie einen Buchladen und ...

Die schwedische Sara will ihre Brieffreundin in dem kleinen heruntergekommen Städtchen Broken Wheels in Iowa besuchen. Doch der Urlaub läuft nicht wie geplant. Kurzerhand eröffnet sie einen Buchladen und bringt den Menschen dort nicht nur das Lesen wieder näher, sondern lernt nach und nach auch die Bewohner dort zu lieben.

Ich habe ehrlich gesagt lange überlegt, ob ich das Buch wirklich lesen sollte. Es klang nicht besonders spannend und es passiert tatsächlich so gut wie Nichts in dem Roman. Die Handlung von 450 Seiten kann man praktisch in 3 Sätzen zusammenfassen. Dazu kamen viele sehr schlechte Bewertungen. Aus irgendeinem Grund habe ich dann doch begonnen das Buch zu lesen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aus ein paar Seiten wurden ein paar Kapitel bis ich die letzten Tage praktisch in jeder freien Minute gelesen habe. Und ich kann bis jetzt nicht sagen, warum ich es so gerne mochte.

Alle Charaktere wurden etwas überspitzt dargestellt, aber dabei so liebenswert, dass ich sie alle in mein Herz geschlossen habe. Falls jemand Pixar-Filme mag, es hat mich sehr an „Cars“ und das kleine verlassene Städtchen Radiator Springs erinnert. Sara hat Broken Wheels auf ihre einfache und charmante Weise so viel Hoffnung wiedergegeben, mit ihrer sanften und ruhigen Art hat sie sich in das Herz der Bewohner und in mein Herz geschlichen.

Man sollte aber schon eine große Affinität zu Bücher haben, denn in jedem Kapitel gibt es mehrere Anspielungen auf Klassiker oder Bestseller. Und obwohl ich relativ bunt gemischt und viel lese, hab ich nicht alles erkannt und man muss damit leben können, vielleicht nicht alles zuordnen zu können. Andererseits hat Sara mir wieder viele Autoren und Bücher in Erinnerung gebracht, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte (das Buch ist von 2013).

Fazit: Ich habe Tränen geweint und gelacht, mit allen mitgefiebert und auf ein gutes Ende gehofft. Es geht um die Liebe zum Lesen, aber auch um die Liebe zu den Menschen und wie wichtig Gemeinschaft für uns ist. Ab und zu braucht man einfach ein Buch, das glücklich macht.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Gänsehaut 2.0

Ignael
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Als ihr Ehemann David gerade unterwegs ist, um sein neues Buch vorzustellen, muss Rebecca vor einer gefährlichen Figur aus ihrer Vergangenheit fliehen. Ihre einzige Möglichkeit: eine Parallelwelt, die ...

Als ihr Ehemann David gerade unterwegs ist, um sein neues Buch vorzustellen, muss Rebecca vor einer gefährlichen Figur aus ihrer Vergangenheit fliehen. Ihre einzige Möglichkeit: eine Parallelwelt, die von ihrem Mann erschaffen wurde und voller Gefahren steckt. Um den Ausgang zu finden, begibt sie sich auf eine Reise, die sie mit ihren ureigenen Ängsten konfrontiert. Gleichzeitig begibt sich David ebenfalls dorthin, um seine Frau wiederzufinden und sie zurück nach Hause zu bringen.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte zu kommen. Es gab sehr viele verschiedene lose Fäden, die für mich noch keinen Sinn ergeben haben und die ich auch nicht wirklich einordnen konnte. Dazu kam der Schreibstil, der aus irgendeinen Grund für mich zunächst eher holprig war, einige Sätze musste ich öfters lesen und ich kam nicht wirklich in einen Lesefluss rein. Je länger ich jedoch in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr hat mich die Parallelwelt gefangen genommen. Sie ist so voller Überraschungen, bildhafter Eindrücke und fantasievoller Ideen, dass für mich das Buch auch gerne noch länger hätte gehen können. Ab und zu leiden vielleicht die Charaktere etwas darunter, da sie praktisch zum Spielball dieser Welt geworden sind und gar nicht so viele Möglichkeiten haben sich frei zu entscheiden. Für mich war das aber gar nicht so relevant, da ich David und Rebecca trotz allem gerne mochte und gerade den trockenen Humor und die pragmatische Art von letzterer sehr geschätzt habe.

Ich habe als Jugendliche sehr gerne Bücher mit ein paar Horror-Elementen gelesen, jedoch als Erwachsene gemerkt, dass die meisten Bücher aus dem Genre mir einfach zu brutal sind, als müsste ein Mangel an Ideen durch besonders blutige Beschreibungen kompensiert werden. Bei „Ignael“ habe ich dagegen seit sehr langer Zeit zum ersten Mal wieder ein Buch erlebt, dass zwar durchaus Horror-Szenen beschreibt, die auch etwas heftiger sein können, insgesamt den Gänsehaut-Faktor aber eher durch die beeindruckenden Beschreibungen und die bedrückende Atmosphäre erzeugt. Es sind die Details gewesen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Oft wurden alltägliche Dinge zu etwas Verstörendem verändert oder ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mich vor den Wesen der Parallelwelt eher gruseln oder sie bemitleiden sollte, weil sie zu diesem Schicksal verdammt sind. Jedes Mal, wenn ich dachte, das Szenario kenne ich schon, hat sich die Situation doch noch so verändert, dass sie für mich völlig neu und überraschend wurde.

Zum Schluss, auch wenn es eigentlich ganz am Anfang kommt: das Cover. Ich finde es sehr schwierig zu beurteilen, da das Bild zwar sehr gut zum Buch passt und auch wunderschön aussieht, aber leider nur den Fantasy-Anteil repräsentiert. Dabei steckt noch so viel mehr in der Story.

Insgesamt hat mich das Buch nach einem etwas holprigen Start mit seiner Mischung aus Fantasy und Horror in seinen Bann gezogen. Viele der Szenen werden noch lange in meinem Gedächtnis bleiben und ich hoffe wirklich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, weil ich mich gerne erneuert auf eine Reise in diese andere Welt begeben möchte.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Zuckersüß und witzig

Rival Darling
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Violet hat ihre eigene goldene Regel gebrochen und ist mit einem Sportler zusammen gekommen. Als die Beziehung mit Jeremy auf unangenehme Weise endet, sucht sie einen Weg, um ihm deutlich zu machen, dass ...

Violet hat ihre eigene goldene Regel gebrochen und ist mit einem Sportler zusammen gekommen. Als die Beziehung mit Jeremy auf unangenehme Weise endet, sucht sie einen Weg, um ihm deutlich zu machen, dass sie auch in Zukunft keine Chance haben. Ihre Lösung ist eine Fake-Beziehung mit Reed, einem weiteren Hockeyspieler, einzugehen. Doch leider ist es schwerer als gedacht sich an seine eigene goldene Regel zu halten, wenn Gefühle ins Spiel kommen…

Die Story an sich ist nicht wirklich überraschend, es handelt sich halt um eine YA Romance, aber dafür punkten die Charaktere umso mehr. Ich habe Violet und Reed einfach in mein Herz geschlossen. Sie sind sympathisch, haben eine gute Portion Humor und können dabei auch über sich selbst lachen. Besonders Reed zeigt immer wieder, dass er vor allem nach außen ein Devil Darling ist, innerlich aber einen ganz "marshmallow"-weichen Kern hat. Manchmal möchte man die beiden zwar schütteln, weil sie sich so sehr selbst im Weg stehen, aber lange kann man den beiden nicht böse sein.

Aber nicht nur die beiden machen das Buch so unterhaltsam, sondern auch die tollen Nebencharaktere. Sowohl Violets Onkel als auch Reeds Familie sind sehr herzlich, machen es mit ihrer Art und den ständigen kleineren Wortgefechten zu einem sehr unterhaltsamen Buch. Ich freue mich, dass in den folgenden Bänden Reeds Brüder verkuppelt werden und ich alle noch einmal treffen kann.

Das Buch kommt ohne spicy Szenen aus, sorgt aber trotzdem für genügend Schmetterlinge im Bauch. Besonders das Happy End war einfach eine geniale Idee, die mich sowohl zum Lachen als auch zum Dahinschmelzen gebracht hat.

„Rival Darling“ ist eine supersüße Romance, die man am liebsten in einem Stück durchlesen möchte. Auch wenn ich einige Entwicklungen bereits habe kommen sehen, hat es mir durch die witzigen Wortgefechte und die sehr sympathischen Figuren wirklich Spaß gemacht und ein rosarotes glückliches Gefühl in mir hinterlassen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Vielschichtige Frauenfreundschaften

Schon schwankte die Welt
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Nach dem Auszug ihrer Tochter beginnt Viktoria wieder in ihrer alten Forschungsstation mit Raben zu arbeiten. Dort lernt sie den wesentlich jüngeren Polly kennen. Die Verbindung zwischen den beiden stellt ...

Nach dem Auszug ihrer Tochter beginnt Viktoria wieder in ihrer alten Forschungsstation mit Raben zu arbeiten. Dort lernt sie den wesentlich jüngeren Polly kennen. Die Verbindung zwischen den beiden stellt sowohl die Beziehung zu ihrer langjährigen Freundin Helene auf die Probe, als auch zu ihrer Tochter Lara.

Viktoria hat sich jahrelang aufopferungsvoll um ihre Tochter gekümmert, doch nun sieht sie ihre Pflicht erfüllt und möchte ihr Leben genießen und vielleicht bis zu einem gewissen Grad die Leichtigkeit vergangener Jahre zurückholen. Wenig Verständnis haben dafür sowohl ihre Tochter, die sich überflüssig und abgeschoben fühlt, als auch ihre Freundin Helene, die fest im Leben steht und die Beziehung zum wesentlich jüngeren Polly nicht verstehen kann. Für sie sind Männer Mittel zum Zweck, aber nicht der Lebensmittelpunkt.
Die Beziehungen zwischen den Frauen sind vielschichtig und zeigen ihre ganz eigene Dynamik. Obwohl jede einen anderen Standpunkt einnimmt, konnte ich die Gefühle gut verstehen und auch die jeweiligen Handlungen nachvollziehen. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können und dass es mehr als eine Wahrheit geben kann.

Über dem Ganzen steht das Thema Kommunikation: Missverständnisse, Unausgesprochenes, verbale und non-verbale Kommunikation und welche Einflüsse sie auf den jeweils anderen haben können. Vieles hätte vermieden werden können, wenn die Beteiligten offen gesprochen hätten. Schön ist dabei der Bezug zu Viktorias Forschungsarbeit und die Kommunikation von Raben.

Mein wesentlicher Kritikpunkt ist die Darstellung von Polly. Die männlichen Charaktere werden insgesamt sehr einseitig, oberflächlich und negativ beschrieben, sie zeigen kaum Tiefe und müssen als Ursache für die Übel der weiblichen Welt herhalten. Auch wenn ich durchaus verstehe, dass wir teilweise gesellschaftlich noch weit entfernt sind von einer Gleichstellung aller Geschlechter, kann es nicht die Lösung sein die Männer zu verteufeln. Hier hätte ich mir eine reflektierte Darstellung gewünscht und vielleicht auch einen weiteren Blick auf andere Beziehungsformen. So scheint im Roman vor allem die feministische Sichtweise in den Vordergrund zu treten und lässt andere Optionen eher außen vor, was nicht mehr unserer Zeit entspricht.

Insgesamt besticht für mich das Buch durch die komplexe Beschreibung und Dynamik der Dreieckbeziehung zwischen Viktoria, ihrer besten Freundin und Viktorias Tochter. Die Sprache ist schonungslos ehrlich und viele Aussagen haben mich zum Nachdenken angeregt. Trotzdem war die Story für mich nicht ganz rund, als hätten gerade zum Ende hin ein paar Kapitel gefehlt, um manchen Aspekten mehr Tiefe zu geben.

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