Düstere und abgründige Romance
LimerencePoppy hat ein Stipendium für die elitäre Lionswood Prep erhalten und fristet dort ein unauffälliges Dasein, bis der einzige andere Stipendiat eines mysteriösen Todes stirbt. Als sie Nachforschungen anstellt, ...
Poppy hat ein Stipendium für die elitäre Lionswood Prep erhalten und fristet dort ein unauffälliges Dasein, bis der einzige andere Stipendiat eines mysteriösen Todes stirbt. Als sie Nachforschungen anstellt, gerät sie mit Adrian aneinander, dem eigentlichen Starschüler und Charmingboy der ganzen Schule, der auf den zweiten Blick aber noch mehr zu verbergen hat als Poppy. Es entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die auf moralischen Abgründen aufbaut.
Für mich war das Besondere an diesem Roman Poppy und Adrian. Endlich mal Charaktere, die nicht sofort zu durchschauen sind und den man anmerkt, dass sie viele dunkle Geheimnisse haben. Es ist nicht die klassische Geschichte vom armen braven Mädchen, dass sich in den reichen, beliebten Jungen verliebt. Natürlich, Adrian ist mehr als reich und besitzt eine Macht, die sich die meisten nicht einmal vorstellen können. Aber in der Art und Weise, wie sie ihr Umfeld manipulieren und welche Mittel sie einsetzen, um ein Ziel zu erreichen, sind sich Poppy und Adrian beinahe ebenbürtig. Gleichzeitig hat Poppy für mich auch einen guten Sinn für Humor und konnte sich mit ihrer toughen Art immer wieder behaupten, ohne sich von Reichtum und Macht einschüchtern zu lassen.
Bei der Frage, warum das Buch erst ab 18 Jahre ist, muss man wohl sagen, es liegt eher nicht an den spicy Szenen, die sehr selten vorkommen, obwohl es eindeutig oft zwischen den beiden kribbelt. Vielmehr ist es diese völlige Verdrehung von moralischen Grundsätzen zum eigenen Wohl und dem Anwenden von Gewalt, um die eigenen Ziele durchzusetzen. Trotz der ständigen Grenzüberschreitungen hat es für mich in diesem Roman aber gepasst, sowohl in der Beziehung zwischen den beiden als auch im gesamten Plot bis hin zum Schluss.
Es handelt sich weder um eine klassische noch um eine richtige „dark“ Romance, mich hat es aber trotzdem oder gerade deswegen fasziniert, weil ich nie wusste, was mich erwartet. Wem „Maxton Hall“ zu freundlich war, dieses Genre aber prinzipiell gerne liest, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.