Herzerwärmende, humorvolle und bittersüße Romance
Ein Buchladen zum VerliebenDie schwedische Sara will ihre Brieffreundin in dem kleinen heruntergekommen Städtchen Broken Wheels in Iowa besuchen. Doch der Urlaub läuft nicht wie geplant. Kurzerhand eröffnet sie einen Buchladen und ...
Die schwedische Sara will ihre Brieffreundin in dem kleinen heruntergekommen Städtchen Broken Wheels in Iowa besuchen. Doch der Urlaub läuft nicht wie geplant. Kurzerhand eröffnet sie einen Buchladen und bringt den Menschen dort nicht nur das Lesen wieder näher, sondern lernt nach und nach auch die Bewohner dort zu lieben.
Ich habe ehrlich gesagt lange überlegt, ob ich das Buch wirklich lesen sollte. Es klang nicht besonders spannend und es passiert tatsächlich so gut wie Nichts in dem Roman. Die Handlung von 450 Seiten kann man praktisch in 3 Sätzen zusammenfassen. Dazu kamen viele sehr schlechte Bewertungen. Aus irgendeinem Grund habe ich dann doch begonnen das Buch zu lesen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aus ein paar Seiten wurden ein paar Kapitel bis ich die letzten Tage praktisch in jeder freien Minute gelesen habe. Und ich kann bis jetzt nicht sagen, warum ich es so gerne mochte.
Alle Charaktere wurden etwas überspitzt dargestellt, aber dabei so liebenswert, dass ich sie alle in mein Herz geschlossen habe. Falls jemand Pixar-Filme mag, es hat mich sehr an „Cars“ und das kleine verlassene Städtchen Radiator Springs erinnert. Sara hat Broken Wheels auf ihre einfache und charmante Weise so viel Hoffnung wiedergegeben, mit ihrer sanften und ruhigen Art hat sie sich in das Herz der Bewohner und in mein Herz geschlichen.
Man sollte aber schon eine große Affinität zu Bücher haben, denn in jedem Kapitel gibt es mehrere Anspielungen auf Klassiker oder Bestseller. Und obwohl ich relativ bunt gemischt und viel lese, hab ich nicht alles erkannt und man muss damit leben können, vielleicht nicht alles zuordnen zu können. Andererseits hat Sara mir wieder viele Autoren und Bücher in Erinnerung gebracht, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte (das Buch ist von 2013).
Fazit: Ich habe Tränen geweint und gelacht, mit allen mitgefiebert und auf ein gutes Ende gehofft. Es geht um die Liebe zum Lesen, aber auch um die Liebe zu den Menschen und wie wichtig Gemeinschaft für uns ist. Ab und zu braucht man einfach ein Buch, das glücklich macht.