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Veröffentlicht am 14.01.2026

Gelungener Abschlussband

Bourbon Lies
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Meine Meinung
Gerade habe ich nach vielen Jahren endlich den zweiten Teil dieser Reihe gelesen, da wollte ich die Gelegenheit nutzen auch gleich diesen dritten und finalen Band meinen gelesenen Schätzen ...

Meine Meinung
Gerade habe ich nach vielen Jahren endlich den zweiten Teil dieser Reihe gelesen, da wollte ich die Gelegenheit nutzen auch gleich diesen dritten und finalen Band meinen gelesenen Schätzen hinzuzufügen. Ich will ehrlich mit euch sein, ich bin positiv überrascht worden. Was schlichtweg der Tatsache zuzuschreiben ist, dass ich bereits seit vielen Jahren Bücher von J. R. Ward lese und die letzten fünf, sechs Bücher leider nur noch sehr unterdurchschnittlich fand. Den zweiten Teil dieser Bourbon Kings Reihe fand ganz gut, war aber trotzdem unsicher, ob ich letztlich überzeugt werde. Offenbar muss ich davon ausgehen, dass J. R. Wards ältere Werke mir mehr zusagen, zumindest von dem was ich aktuell und in den letzten paar Monaten gelesen habe.
Weiterhin erleben wir die Reihe aus vielen unterschiedlichen Sichtweisen, die aber alle die Familie Bradford betreffen. Da haben wir die vier Erben: Lane, Edward, Gin und Maxwell, deren Partner sowie einige andere Nebencharaktere, die den Verlauf der Geschichte positiv wie negativ beeinflussen. Ich hatte durchaus den Eindruck, dass einige Erzählstränge mehr Zeit gebraucht hätten, um mich zu überzeugen. Es gibt viele Momente, wo sich die Geschehnisse überschlagen und ebenso das Verhalten der Protagonisten. Ich hätte mir gewünscht, dass gewisse Momente länger ausgekostet worden wären, mehr Raum gebraucht hätten um zu strahlen und die Tiefe der Geschichte und der Charaktere zu verdeutlichen. Beispielsweise die Offenbarung des Mörders, Max Wiederkehr, Edwards Liebesgeständnis oder auch andere viele kleine Elemente, die absolut in die richtige Richtung gehen.
Manche Sachverhalte, gerade was die Gedankenwelt der Männer angeht wirkten auf mich sehr plump. Gerade wenn Frauen sowie der scheinbar immer präsente und im Vordergrund stehende Geschlechtstrieb in den Gedanken auftauchten, saß ich manchmal vor diesem Buch und musste das Augenrollen echt unterdrücken, weil ich mir schlichtweg weniger Fokus auf das Körperliche gewünscht hätte.
Eigentlich mag ich den Schreibstil der Autorin in vielen Punkten wirklich gerne. Die Dialoge sind dynamisch, authentisch und humorvoll. Es gibt schöne Beschreibungen des Anwesens und der Umgebung und doch nagt an meiner Meinung die Tatsache, dass am laufenden Band irgendwelche Vergleiche herangezogen werden, die ich – wahrscheinlich – durch die Übersetzung aus dem Amerikanischen so nicht verstehen konnte und die Tatsache, dass sie es offenbar nie müde wird irgendwelche Marken zu nennen. Es ist mir egal, ob die Zahnpasta von Colgate oder XYZ ist, es interessiert mich nicht, dass jemand zum zweimillionsten Mal seine Ray-Ban-Sonnenbrille aufsetzt oder dergleichen.
Darüber hinaus? Gab es tatsächlich einige Momente, die mich zu Tränen rühren konnten. Gerade Miss Aurora – quasi die Ziehmutter der Bradfords - war so eine herzliche und großartige Seele, dass alle Gespräche, alle Geständnisse, alle Personen egal wie sehr involviert mich begeistert haben. Und da zeigt sich auch deutlich das Talent der Autorin Gefühle authentisch und ehrlich zu vermitteln.

Fazit
Ein schöner Abschlussband, wenngleich immer noch weit von einem persönlichen Highlight entfernt. Ich möchte behaupten, dass mir dieser Band von allen dreien am besten gefallen hat, auch wenn der Inhalt doch sehr schnelllebig und kurzweilig ist.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2026

Nette Ergänzung der Reihe

Welch unverhoffte Wahrheit
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Cover
Hmm...Nein. Mein Cover ist das definitiv nicht. Warum das Telefon? Das scheint im Vergleich zum Inhalt so unpassend gewählt, wenn ich ehrlich sein soll. Auch mag ich den Fokus auf der Mitte des ...

Cover
Hmm...Nein. Mein Cover ist das definitiv nicht. Warum das Telefon? Das scheint im Vergleich zum Inhalt so unpassend gewählt, wenn ich ehrlich sein soll. Auch mag ich den Fokus auf der Mitte des Covers im Gegensatz zum leeren Hintergrund bzw. Rand einfach nicht so gerne.


Meine Meinung
Da ich gerade erst zwei andere Bände dieser Reihe gelesen habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen um diesen Band, enthaltend zwei Novellen der Reihe, ebenfalls gleich zu lesen. Auf beide Geschichten habe ich mich gefreut, einfach weil Juliette und Roma ohnehin eine spannende Kombinationen waren – schon in ihren eigenen Büchern – und ich Benedikt und Marshall von der ersten Sekunde an geliebt habe.
Prinzipiell fand ich beide Geschichten wirklich gelungen. Gerade die Beziehung der jeweiligen Pärchen werden wunderbar warmherzig, innig und zum Verlieben beleuchtet. Bei Benedikt und Marshall fand ich es dahingehend fast etwas schade, dass wir sie hauptsächlich auf öffentlichem Raum sehen. Weil ich den Eindruck hatte, dass es viel angenehmer gewesen wäre beide in ihrer Wahlheimat und zuhause zu sehen und nicht der damals vorherrschenden Meinung unterworfen, dass zwei Männer kein Paar sein sollten. Und dennoch haben beide Paare mit ihrem Humor und ihren kleinen Zänkereien mir viel Freude bereitet.
Gleichzeitig habe ich erwartet, dass wir mehr zu sehen bekommen. Gerade Juliettes und Romas Flucht aus Shanghai, wie sie ihr neues Leben anfangen, wie schwer es tatsächlich war fast alle anderen zurückzulassen und überhaupt Fuß zu fassen, ohne, dass ein Bandenkrieg zwischen ihnen steht.
Auch hätte ich super gerne einige Ereignisse aus den anderen beiden Bänden aus den Augen dieser Protagonisten gesehen. Beispielsweise das Wiedersehen zwischen Roma und seiner kleinen Schwester oder das erste Treffen nach Jahren zwischen Juliette und Rosalind.
Dennoch war es schön nochmals einen Blick auf geliebte Charaktere werfen zu dürfen und ich würde durchaus weitere Novellen oder weitere Bände dieser Reihe bei mir einziehen lassen, falls noch welche folgen sollten.


Fazit
Als netter Zusatz zur eigentlichen Reihe kann ich euch diese beiden zusammengefassten Novellen auf jeden Fall empfehlen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2026

Schöner Abschlussband

Welch trügerisches Herz
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Cover

Obwohl mir das schlichte Cover zum dritten Teil nicht so gut gefallen hat, kann ich dieses einfach nicht nicht mögen. Die Blumen, das von einem Pfeil durchstoßene Herz, die Farben, das Gesamtbild ...

Cover

Obwohl mir das schlichte Cover zum dritten Teil nicht so gut gefallen hat, kann ich dieses einfach nicht nicht mögen. Die Blumen, das von einem Pfeil durchstoßene Herz, die Farben, das Gesamtbild – wirklich hübsch anzusehen.



Meine Meinung

Nachdem ich gerade erst den vorangegangen Band dieser Reihe beendet habe, musste ich die Gelegenheit ergreifen diese Reihe mit „Welch trügerisches Herz“ fortzufahren. Bei dieser Reihe kann ich mir gut vorstellen, dass man sich leichter mit den Gegebenheiten zurechtfindet, wenn man alle Teile hintereinander liest und nicht – so wie ich – jeden Teil erst nach Erscheinen.

Weiterhin begleiten wir nicht nur Rosalind und Orion auf ihrem Weg durch das zerrüttete Shanghai, sondern ebenso Rosalinds Schwester Celia und Orions Bruder Oliver, neben einigen anderen Charakteren. Dabei haben es mir gerade die Familienverhältnisse, genauer gesagt die Dynamik der Charaktere besonders angetan. Gerade die vielen humorvollen Zänkereien, die warmherzigen Emotionen und die eher verhaltenen Zuneigungsbekundungen sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Trotz Geheimnissen, verschiedener Loyalitäten neben räumlichen und zeitlichen Trennungen zeigt die Gruppendynamik in prekären Situationen immer wieder, wie gut der Zusammenhalt funktioniert.

Mit wenigen Ausnahmen bin ich leider und trotz meiner Hoffnungen für diesen Teil nicht hundertprozentig emotional abgeholt worden. Es gab einige Momente, die mich zu Tränen rühren konnten, die mich schmunzeln und zum Lachen gebracht haben, doch es gab einfach zu viele Durststrecken dazwischen. Gerade dieser eine Moment, wo wir geliebte Charaktere aus den anderen Bänden wiedersehen, wo wir uns von Charakteren endgültig verabschieden mussten oder auch der offenbarte Verrat innerhalb unserer kleinen Gruppe waren wirklich aufwühlend, doch sind für mich schlichtweg zu schnell verstrichen. Ich hätte mir etwas mehr Fokus auf ebendiesen Momenten sehnlich gewünscht, um mich als Leserin wirklich umzuhauen.

Durch Shanghai als Schauplatz der Geschichte werden wir am laufenden Band mit fremdländischen Orten, Anreden und dergleichen konfrontiert, was neben dem ohnehin recht komplexen Aufbau der Geschichte durchaus verwirrend sein kann. Doch ich habs geliebt. Gerade, dass man als Leser echt manchmal mitdenken muss, dass die Charaktere sich den Gegebenheiten immer wieder neu anpassen, Pläne schmieden, kein Stein auf dem anderen bleibt und alles von zwei unterschiedlichen verfeindeten Seiten geprägt ist, machte besonders Spaß.

Persönlich hätte ich neben der Emotionalität gerne mehr Raum für die einzelnen Beziehungen der Charaktere gehabt. Gerade Rosalind und Orion bringen absolut die richtigen Elemente für eine überzeugende Beziehung mit und doch fehlte mir noch etwas. Ich habe die Dialoge der beiden geliebt, den Sarkasmus, wie beide den jeweils anderen wahrgenommen und akzeptiert haben. Aber der letzte Funke, um mich zu überzeugen fehlte bis zum Schluss leider. Und so ergeht es mir auch mit Oliver und Celia und ebenso mit Phoebe und Silas.

Spannend war das Buch allemal. Viele bisher lose Fäden finden zusammen, der Konflikt zwischen Shanghai, den Japanern und den Westländern erreicht seinen traurigen und gewaltigen Höhepunkt. Auch unsere Protagonisten müssen sich ihren eigenen Fehlern, Ängsten und Zweifeln stellen und zwischen Attentätern, Geheimagenten und fliegenden Kugeln überleben.



Fazit

Für mich leider kein überragendes Buch, aber dennoch ein sehr gelungener Abschlussband dieser facettenreichen Reihe. Persönlich kann ich euch die Bücher von Chloe Gong auf jeden Fall empfehlen und würde in Zukunft wieder Werke von ihr kaufen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2026

Anspruchsvoll, aber unterhaltsam

Welch trügerisches Glück
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Cover

Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole ...

Cover

Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole und die Blumen in der Mitte.



Meine Meinung

Da ich derzeit weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern und ich gerade erst ein anderes Buch derselben Autorin beendet habe, wollte ich dieses hier ebenfalls von seinem ungelesenen Schicksal befreien. Ich kenne zudem natürlich bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe, wenngleich es eine Ewigkeit her ist, seit ich diese gelesen habe.

Der Einstieg gestaltete sich, wie ich es tatsächlich erwartet habe etwas schwierig. Ich habe wirklich lange gebraucht um wieder einen Fuß zwischen die ganzen Nationalisten und Kommunisten, sowie den Ausländern und den ehemaligen Gangmitgliedern zu bekommen. Informationen prasseln auf einen ein und wenn man nicht selbst einen Hauch von Wissen rund um Politik oder die anderen Bände im Gedächtnis hat, kann ich mir vorstellen, dass es nicht so leicht ist, wieder Zugang zum Buch zu finden. Doch je mehr man liest, je mehr Kapitel verstreichen und womöglich auch wie konzentriert man bei der Sache ist, eröffnen sich einem irgendwann die unterschiedlichen Pfade, die unsere Protagonisten eingeschlagen haben. Und dann habe ich dieses organisierte Chaos richtig gehend genossen. Es gibt nicht nur die Geheimnisse unserer Hauptcharaktere, es gibt genauso die gespaltene Stadt, Verrat und Intrigen, es gibt verdeckte Agenten und neben Mord, Toten und ordentlich viel Gift, auch immer wieder die Frage nach dem wahren Täter. Kurzum je länger ich gelesen habe, desto besser fand ich es.

Dadurch, dass ich mich beim Lesen durchaus etwas konzentrieren musste, konnte ich einige Wendungen dieses Mal nicht kommen sehen. Das liebe ich. Wenn ich überrascht werde und den Plottwist nicht schon über Kapitel hinwegkommen sehe. Viele der sich zu Beginn stellenden Rätsel sind nun bereits offenbart, doch wo die Geschichte letztlich hingeht, wissen wir noch nicht. Und darauf bin ich so gespannt, dass ich mein derzeit anhaltendes Buchkaufverbot gebrochen habe um mir die anderen beiden Bände der Reihe (gebraucht) zu kaufen. Ich muss jetzt erfahren, wie die Autorin weitergeschrieben hat und möchte nicht bis nächstes Jahr warten, wenn ich den halben Inhalt selbst wieder vergessen habe.

Rosalind und Orion dagegen haben es mir bis zum Schluss noch nicht so richtig angetan. Ich mag beide in Kombination schon ganz gerne, gerade die kleinen Streitigkeiten, den beißenden Sarkasmus und das sich langsam annähernde Vertrauen. Aber im direkten Vergleich zu Juliette und Roma – den beiden aus den ersten Bänden – fehlte es mir an tiefergreifenden Gefühlen, an Echtheit und dem Gefühl, dass beide wortwörtlich über Leichen gehen würden, um den jeweils anderen zu beschützen. Die Phase des Misstrauens und der Geheimniskrämerei ging mir etwas zu lang und ich hätte gerne mehr Teamarbeit von beiden gesehen.



Fazit

Wer ein stark politisch geprägtes Worldbuilding, von blutigen Geheimnissen umgebene Charaktere und humorvolle Dialoge sucht, wird mit dieser Reihe auf jeden Fall glücklich. Ich möchte allerdings behaupten, dass Chloe Gongs Bücher in ihrer Gesamtheit anspruchsvoller sind als die mancher anderer Autor*innen – nur als kleinen Hinweis nebenbei.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Starker Auftakt

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Cover

Dieses Cover ist absolut atemberaubend! Ich liebe, liebe es. Gerade die Darstellung von Tisaanah passt perfekt zum Inhalt und ergibt mit den anderen Elementen ein absolut stimmiges und fesselndes ...

Cover

Dieses Cover ist absolut atemberaubend! Ich liebe, liebe es. Gerade die Darstellung von Tisaanah passt perfekt zum Inhalt und ergibt mit den anderen Elementen ein absolut stimmiges und fesselndes Gesamtbild.



Meine Meinung

Ich kenne bereits ein paar andere Bücher der Autorin, wobei ich einige von ihr echt gerne mochte. Deshalb stand für mich ziemlich schnell fest, dass ich bei dieser neuen Reise natürlich mit von der Partie bin.

Den ersten Teil des Buches erleben wir ausschließlich aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Tisaanah und erst im zweiten Teil kommen einige Kapitel aus Max Sicht hinzu. Tisaanah mag auf den ersten Blick einfach gestrickt sein, doch ihre Gedanken sind sehr komplex. Gerade ihr verzweifeltes Bemühen die Sklaven in ihrer Heimat, ihre Freunde zu befreien nimmt den Großteil ihrer Gedanken ein und wir merken als Leser nicht immer zum positiven, dass Tisaanah sehr in ihrem schwarz-weißen Denken gefangen ist. Es ändert nichts daran, dass ich sie wirklich gerne mag. Sie ist ehrgeizig, stur, hat Durchsetzungsvermögen und ist bereit sich selbst für ihr Ziel zu opfern.

Max mochte ich sogar noch lieber als Tisaanah, denn gerade seine anfängliche Zurückhaltung, sein Humor und sein gigantisches Herz machen ihn mir sympathisch. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam, aber greifbar und konnte mich mit jedem verstreichenden – herrlich kurzem – Kapitel mehr fesseln.

Auch die Nebencharaktere, ob man diese nun mag oder nicht, sind herrlich facettenreich und authentisch. Gerade Max besten Freund Sammerin und dessen kleinen Lehrling habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen. Die Dynamik ist toll und konnte mich immer wieder begeistern.

Inhaltich gibt es viele Elemente, die mich in ihren Bann ziehen und faszinieren konnten und dennoch hatte ich an einigen Stellen den Eindruck, dass es zu schnell ging bzw. dass es an einigen Erklärungen gemangelt hat. Wer das Buch schon gelesen hat, ihr erinnert euch mit Sicherheit an die erste große Schlacht? Das Geschehen vor dem Tor zum Beispiel ging mir irgendwie zu schnell und ich habe nicht zu einhundert Prozent begriffen, was genau passiert ist. In diesen etwas über sechshundert Seiten gibt es von diesen Momenten eine Handvoll, wo ich mir etwas Entschleunigung gewünscht habe, um die Geschichte besser greifen zu können. Auch emotional bin ich an echt vielen Punkten abgeholt worden und doch habe ich den Eindruck, dass der nächste Band diesen hier noch um einiges toppen könnte. Was bedeutet, dass ich von dieser Reihe schlicht noch etwas mehr erwarte, auch wenn die Autorin sich definitiv auf dem richtigen Weg befindet. Das Worldbuilding ist nichts übertrieben Neues, wurde aber gut erzählt und kann daher überzeugen.

Auch wenn es kein Highlight geworden ist, kann ich euch diese Geschichte wirklich empfehlen. Ich werde auf jeden Fall nach dem nächsten Band Ausschau halten und – wie immer – berichten.



Fazit

Ein starker Start, der bereits die richtigen Weichen für Folgebände mit sich bringt. Komplett überzeugt worden, bin ich leider noch nicht, aber trotzdem habe ich "Daughter of No Worlds" bis hierhin genossen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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