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Veröffentlicht am 03.03.2026

Ein Stück deutsche Geschichte

Deutsches Haus
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Frankfurt 1963: Eva ist Dolmetscherin. Durch einen Zufall kommt sie an eine Job als Übersetzerin für Polnisch beim Auschwitz Prozess. Unbedarft und naiv stürzt sie sich in ihre Arbeit, ohne zu ahnen was ...

Frankfurt 1963: Eva ist Dolmetscherin. Durch einen Zufall kommt sie an eine Job als Übersetzerin für Polnisch beim Auschwitz Prozess. Unbedarft und naiv stürzt sie sich in ihre Arbeit, ohne zu ahnen was sie dort erwartet. Die Berichte der Zeugen wie Juden ermordet, gedemütigt, gefoltert wurden, setzen Eva schwer zu. Evas Eltern hatten ihr abgeraten diesen Job zu übernehmen. Am Ende sind ihre Eltern in das ganze Geschehen verknüpft und die Familie zerstört.
Mit ihrem Verlobten führt sie eine typische Beziehung, wie es in den 1960er Jahren verbreitet war, sie ordnet sich ihm unter. Das Gesellschaftliche Rollenbild sah es so vor, sonst galten Frauen als „unweiblich“.
Annegret, die ältere Schwester von Eva, leidet unter dem Helden-Syndrom (Profilneurose). Als Säuglingsschwester infiziert sie Babys mit Bakterien um sie hinterher wieder gesund zu pflegen und dafür Lob und Geschenke zu bekommen.
Die Autorin hat gut recherchiert.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Geschichte ist fesselnd und bewegend. Die Protagonisten sind gut beschrieben und entwickeln sich weiter.
Es handelt sich um eine gelungene Geschichte.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Eine bewegende Geschichte

Das dritte Licht
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Irland Anfang der 1980er Jahre: Ein Vater bringt seine 9-jährige Tochter zu Pflegeeltern bei denen sie die Ferien verbringen wird. Das Mädchen lebt in einer Großfamilie, die Mutter ist wieder schwanger ...

Irland Anfang der 1980er Jahre: Ein Vater bringt seine 9-jährige Tochter zu Pflegeeltern bei denen sie die Ferien verbringen wird. Das Mädchen lebt in einer Großfamilie, die Mutter ist wieder schwanger und sieht der baldigen Niederkunft entgegen. Das Geld ist immer knapp, die soziale Lebenssituation schlecht.
Das Mädchen lebt sich bei den Kinsellas ein, erfährt Liebe und Zuwendung und lernt auch eine andere soziale Lebensweise kennen. Sie hilft der Frau im Haushalt und der Mann lässt sie manchmal auch ein wenig auf dem Hof helfen. Um den normalen Alltag zu bestreiten ist auch immer genug Geld da. Sie entwickelt sich, lernt viel für ihr weiteres Leben und fühlt sich bei den Kinsellas wohl. Trotz der Fürsorge die die Pflegeeltern dem Mädchen entgegenbringen, haben sie ihrerseits einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Als die Ferien zu Ende sind und sie wieder nach Hause kommt, ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen ...
Der Schreibstil ist leicht und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Mädchens erzählt. Das Mädchen hat in der Geschichte keinen Namen, es wird nie einer erwähnt. Das Ende ist abrupt und lässt Raum für eigene Gedanken. Eine schöne Geschichte, aber leider zu kurz.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Geschichte ohne Tiefe

Reichlich spät
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Misogynie - Unterordnung der Frau
Es ist ein ganz normaler Tag im Alltag von Cathal. Nach seiner Arbeit im Büro fährt er mit dem Bus nach Hause. Als er im Bus den Duft (Parfum) einer Frau riecht, erinnert ...

Misogynie - Unterordnung der Frau
Es ist ein ganz normaler Tag im Alltag von Cathal. Nach seiner Arbeit im Büro fährt er mit dem Bus nach Hause. Als er im Bus den Duft (Parfum) einer Frau riecht, erinnert er sich an die Beziehung mit Sabine. Wie die Beziehung begann und was während ihr geschah. Mit der Zeit wird immer deutlicher, dass heute der Hochzeitstag von Sabine und Cathal gewesen wäre.
Eines Tages, als Sabine wieder einmal gutes Essen zubereitet, macht Cathal ihr den Vorschlag zu heiraten. Nachdem Sabine den Antrag angenommen hat ziehen sie auch so bald wie möglich zusammen. Beim Einzug bringt Sabine für Cathal`s Geschmack zu viele eigene Möbel und Utensilien mit. Sie beansprucht Platz in seinem Haus und in seinem Leben. Es wird immer offensichtlicher, dass Cathel mit einem frauenfeindlichen Bild aufwuchs und auch bis in sein Erwachsenenalter diesbezüglich nicht an sich gearbeitet hat.
Das Buch hat nur etwa 50 Seiten, ausreichend um die Geschichte zu verstehen, aber mir war sie dann doch zu kurz gehalten. Beide Protagonisten konnten mich in dieser Geschichte nicht überzeugen, ich konnte keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Es wurden nicht einmal Gespräche zwischen Cathal und Sabine geführt, was sich hätte ändern müssen und was zur Trennung führte. Die Geschichte hätte mehr in Tiefe gehen müssen. Da haben mir ein paar mehr Seiten für dieses Buch gefehlt.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Nette Geschichte mit Verwechslung

Die ungewollte Braut des Viscounts
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In Ihrer zweiten Saison hat Kate sich vorgenommen unbedingt einen Mann zu finden und zu heiraten. Als ihr auf einem Ball ein sympathisch wirkender Mann auffällt, möchte sie ihn kennenlernen. Dadurch bringt ...

In Ihrer zweiten Saison hat Kate sich vorgenommen unbedingt einen Mann zu finden und zu heiraten. Als ihr auf einem Ball ein sympathisch wirkender Mann auffällt, möchte sie ihn kennenlernen. Dadurch bringt sie sich in eine fatale Situation. Es handelt sich, wie sich später herausstellt um einen Viscount. Um ihre Ehre zu retten macht er ihr am nächsten Tag einen Heiratsantrag. Kate bittet um etwas Bedenkzeit, weil sie den Viscount erst einmal kennenlernen möchte. Nach einigen Verabredungen nimmt sie den Heiratsantrag schließlich an, ohne zu ahnen wen sie wirklich heiratet …
Die Handlung war vorhersehbar und die Protagonisten waren weitgehendst sympathisch. Neben den beiden Hauptfiguren sind die Nebenfiguren sehr blass geblieben. Der Pfarrer und seine Ehefrau hätte man sich in der Geschichte sparen können. Sie passen nicht in die Geschichte …, sind völlig weltfremd.
Das Cover passt gut zur Geschichte und zu den Vorgänger-Romanen.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht und der Schreibstil war locker und leicht zu lesen. Jedoch vermisste ich auch bei diesem Band die geschwollene / gestelzte Sprache, die zu der Zeit und den Kreisen der Gesellschaft üblich war. Auch passten manche Handlungen nicht zu der Zeit, wie z. B. Die Untersuchungen des Arztes während Kates Schwangerschaft. In dieser Zeit hätte es sicher eine Hebamme übernommen, Kate während ihrer Schwangerschaft und der Geburt des Babys zu begleiten. Die vielen Übersetzungsfehler störten den Lesefluss.
Trotz der Schwächen fühlte ich mich gut unterhalten und empfehle den Roman als leichte Lektüre weiter.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Vernunftehe in den besseren Kreisen

Die büchersüchtige Braut des Earls
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Andrew, der Earl of Longley hat den größten Teil seines Vermögens verloren. Er hat sich selbst nicht um seine Finanzen gekümmert, und so konnte es dazu kommen, dass sein Verwalter ihn um hohe Summen betrogen ...

Andrew, der Earl of Longley hat den größten Teil seines Vermögens verloren. Er hat sich selbst nicht um seine Finanzen gekümmert, und so konnte es dazu kommen, dass sein Verwalter ihn um hohe Summen betrogen hat und damit verschwunden ist. Um seinen Lebensstandard, und auch den seiner Mutter und Schwester, zu halten, sieht er nur den einen Ausweg: Er muss eine Frau mit einer hohen Mitgift ehelichen. Dabei stößt er bei einem Ball auf Miss Amelia Hart. Sie hat den Ruf eines Mauerblümchens und ist nicht gerade außerordentlich hübsch, aber würde eine hohe Mitgift erhalten. Amelia liest gerne Bücher und verfasst auch selbst gerne Geschichten und Texte, was ihrer Mutter sehr mißfällt. Das läßt sie Amelia auch bei jeder Möglichkeit spüren. Außerdem bestimmt die Mutter Amelias Leben auch in anderen Dingen stark. Von ihrem Vater bekommt sie keine Unterstützung, da er ihrer Mutter in jeder Hinsicht verfallen ist und er Auseinandersetzungen gerne aus dem Weg geht. Als Andrew um Amelia wirbt sieht sie die Chance ihrer dominanten Mutter zu entkommen und stimmt einer Vernunftehe zu. Doch wie das Leben manchmal so spielt, kommt am Ende alles anders als man denkt …
Die Protagonisten waren weitgehendst sympathisch, haben sich jedoch nur schleichend und wenig weiterentwickelt.
Die Verfolgung des Verwalters wurde ab einem bestimmten Moment gar nicht mehr erwähnt. Die Idee hinter der Geschichte ist schön, aber es fehlte ihr an Tiefgang und Weiterentwicklung. Die Liebesszenen waren dafür umso detaillierter beschrieben.
Ich vermisste die geschwollene / gestelzte Sprache, die zu der Zeit und den Kreisen der Gesellschaft üblich war.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht und der Schreibstil war locker und leicht zu lesen. Das Cover passte zu der Geschichte.

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