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Veröffentlicht am 21.06.2026

Viel Potenzial, aber zu wenig Spannung

Zeit der Träume
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Das Hörbuch "Zeit der Träume" ist der Auftakt der Zeit Trilogie von Nora Roberts. Der Roman verbindet Liebesgeschichte, Mystery und Fantasyelemente und wird in der Hörbuchfassung von Anja Umland gelesen.
Anja ...

Das Hörbuch "Zeit der Träume" ist der Auftakt der Zeit Trilogie von Nora Roberts. Der Roman verbindet Liebesgeschichte, Mystery und Fantasyelemente und wird in der Hörbuchfassung von Anja Umland gelesen.
Anja Umland verleiht den Figuren eine angenehme und gut verständliche Stimme. Sie liest routiniert und sorgt dafür, dass sich die Geschichte flüssig verfolgen lässt. Die verschiedenen Charaktere lassen sich meist gut auseinanderhalten. Insgesamt konnte die Sprecherin das Hörbuch für mich aufwerten, auch wenn sie die Schwächen der Handlung nicht vollständig ausgleichen konnte.
Im Mittelpunkt steht die Galeristin Malory Price, die beruflich vor einer ungewissen Zukunft steht. Als sie ein außergewöhnliches Angebot erhält, scheint sich ihr Leben schlagartig zu verändern. Gemeinsam mit zwei weiteren Frauen soll sie das Geheimnis eines rätselhaften Porträts und die Geschichte dreier Schwestern entschlüsseln. Als dann auch noch der Journalist Flynn in ihr Leben tritt, scheint das Glück zum Greifen nah. Doch die Aufgabe birgt Gefahren und Malory muss entscheiden, wie viel sie bereit ist für ihre Ziele und ihre Gefühle zu riskieren.
Nora Roberts schreibt wie gewohnt leicht verständlich und sehr flüssig. Der Einstieg gelingt problemlos und die Handlung lässt sich angenehm verfolgen. Allerdings fehlte mir diesmal die nötige Spannung. Viele Szenen wirkten langgezogen und die eigentliche mystische Handlung rückte für meinen Geschmack zu oft in den Hintergrund. Stattdessen nahmen die romantischen Passagen sehr viel Raum ein, wodurch sich die Geschichte stellenweise in die Länge zog.
Auch die Figuren konnten mich nicht vollständig überzeugen. Malory und viele der anderen Charaktere wirkten auf mich recht oberflächlich und teilweise sehr klischeehaft. Schnell zeichnen sich die Beziehungen und Entwicklungen ab, sodass nur wenige Überraschungen entstehen. Mir fehlten Ecken, Kanten und eine tiefere Ausarbeitung der Charaktere, um wirklich mit ihnen mitzufiebern.
Insgesamt konnte mich Zeit der Träume leider nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Die Mischung aus Romantik, Mystik und Fantasy klang vielversprechend, doch die Handlung verlor sich für meinen Geschmack zu häufig in vorhersehbaren Liebesszenen und zu wenig in dem eigentlich interessanten Rätsel. Wer gerne romantische Geschichten mit einem Schuss Magie hört und sich an klischeehaften Figuren nicht stört, könnte dennoch gut unterhalten werden. Wer hingegen auf Spannung, tiefgründige Charaktere und eine stärker ausgearbeitete Fantasyhandlung hofft, dürfte eher enttäuscht sein.
Von mir erhält das Hörbuch 3 von 5 Sternen. Die angenehme Sprecherin und die grundsätzlich interessante Idee konnten einige Schwächen ausgleichen, insgesamt blieb die Geschichte für mich jedoch hinter ihren Möglichkeiten zurück.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Familiengeheimnisse unter mallorquinischer Sonne

Meeresdunkel
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Mit dem Buch "Meeresdunkel" legt Till Raether einen psychologischen Thriller vor, der mit einer starken Grundidee beginnt. Zwei Familien und eine Doppelbuchung eines abgelegenen Ferienhauses auf Mallorca ...

Mit dem Buch "Meeresdunkel" legt Till Raether einen psychologischen Thriller vor, der mit einer starken Grundidee beginnt. Zwei Familien und eine Doppelbuchung eines abgelegenen Ferienhauses auf Mallorca bilden die Kulisse für einen Sommer, der tödlich endet. Der Klappentext verspricht düstere Atmosphäre, psychologische Abgründe und große Spannung. Für mich konnte das Buch dieses Versprechen allerdings nur teilweise einlösen.
Die Ausgangssituation ist definitiv spannend. Zwei einander fremde Familien stranden unfreiwillig gemeinsam in einer abgelegenen Finca, ein Unwetter zieht auf, das Haus birgt Geheimnisse und dann ist jemand tot. Gerade das Setting hat mir gut gefallen. Die einsame Finca, die bedrohliche Stimmung und das unterschwellige Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt, erzeugen eine angenehm düstere Atmosphäre.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was ich grundsätzlich sehr gerne mag. Dadurch entstehen unterschiedliche Blickwinkel auf das Geschehen. Auch die zweite Zeitebene hat mir gut gefallen, weil sie nach und nach neue Zusammenhänge offenbart und das Gesamtbild langsam erweitert. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass man weiterlesen möchte, um hinter die Verbindungen der Figuren zu kommen. Was mir allerdings gefehlt hat, war die Tiefe der Charaktere. Auch das Erzähltempo war für mein Empfinden zu langsam. Die Geschichte braucht sehr lange, um wirklich in Gang zu kommen, und zieht sich besonders im Mittelteil spürbar. Es passiert durchaus einiges, aber oft ohne die nötige Intensität oder den Nervenkitzel, den ich mir von einem Thriller erhofft hatte. Die Atmosphäre ist da, die Spannung leider nur phasenweise. Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte deutlich Fahrt auf und wird spürbar packender.
Die Auflösung ist gut durchdacht und bringt einige überraschende Verknüpfungen mit. Hier merkt man, dass der Roman clever konstruiert ist und auf ein komplexes Gesamtbild hinausläuft. Das Ende ist schlüssig und interessant gelöst, konnte für mich den eher zähen Weg dorthin aber nicht ganz ausgleichen.
Insgesamt ist das Buch ein solider konstruierter Thriller mit einer interessanten Prämisse, starker Atmosphäre und guten Ansätzen, der für mich jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Wer psychologische Spannung mit ruhigem Aufbau und verschachtelten Familiengeheimnissen mag, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen. Wer jedoch einen packenden Thriller mit konstant hohem Spannungsniveau erwartet, dürfte eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Atmosphäre top – Sprecher leider ein Flop

Moorland. Die Zwillinge
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Ich habe mich sehr auf "Moorland – Die Zwillinge" von Andreas Winkelmann gefreut, da mich die düstere Moor-Atmosphäre und die Story rund um die verschwundenen Zwillinge sofort angesprochen haben. Und tatsächlich: ...

Ich habe mich sehr auf "Moorland – Die Zwillinge" von Andreas Winkelmann gefreut, da mich die düstere Moor-Atmosphäre und die Story rund um die verschwundenen Zwillinge sofort angesprochen haben. Und tatsächlich: Die Geschichte an sich hat mich schnell gepackt. Dieses kalte, neblige Setting, die geheimnisvolle Dorfgemeinschaft und die vielen offenen Fragen erzeugen eine richtig unangenehme, spannende Stimmung. Man fühlt sich beim Hören regelrecht ins Moor gezogen. Auch die Ermittlungen rund um Malia Gold fand ich interessant aufgebaut. Es gibt immer wieder neue Verdächtige und Wendungen, sodass man als Hörer ständig am Miträtseln ist. Genau so wünsche ich mir eigentlich einen Thriller.
ABER: Für mich wurde das gesamte Hörerlebnis leider massiv durch den Sprecher Charles Rettinghaus zerstört. Seine Art zu lesen war für mich kaum auszuhalten. Die vielen verstellten Stimmen für die einzelnen Figuren wirkten auf mich extrem übertrieben und teilweise fast schon lächerlich. Statt die Spannung zu verstärken, hat mich das komplett rausgerissen. Oft hatte ich eher das Gefühl, einem überdrehten Märchenerzähler zuzuhören als einem düsteren Thriller. Besonders unangenehm fand ich die teils krächzende, angestrengte Stimmlage. Das ging bei mir wirklich so weit, dass es sich beim Zuhören körperlich unangenehm angefühlt hat. Ich musste mehrfach pausieren, weil es einfach zu anstrengend wurde. So etwas hatte ich bei einem Hörbuch bisher noch nie.
Wenn ich nur die Story bewerten würde, läge das Ganze bei fünf von fünf Sternen. Aber ein Hörbuch lebt nun mal maßgeblich vom Sprecher – und hier passt es für mich überhaupt nicht, leider.
Mein Fazit, ein starker Thriller mit dichter Atmosphäre und spannender Handlung, aber für mich durch den Sprecher leider kaum genießbar.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Der Anfang war gut, danach fehlte mir die Spannung.

Die Farm der Mädchen
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Das Hörbuch "Die Farm der Mädchen" ist ein Thriller des schwedischen Autors Hans Rosenfeldt, der vor allem für komplexe Kriminalstoffe und düstere Themen bekannt ist. Auch hier bewegt er sich im Genre ...

Das Hörbuch "Die Farm der Mädchen" ist ein Thriller des schwedischen Autors Hans Rosenfeldt, der vor allem für komplexe Kriminalstoffe und düstere Themen bekannt ist. Auch hier bewegt er sich im Genre des skandinavischen Spannungskrimis, kombiniert mit gesellschaftskritischen Untertönen.
Die Sprecherin Vera Teltz ist grundsätzlich eine erfahrene und professionelle Hörbuchsprecherin, die ich sehr mag. Ihre Stimme ist klar, gut verständlich und atmosphärisch passend für einen düsteren Stoff. Emotional trifft sie viele Szenen stimmlich auf den Punkt, besonders in ruhigeren, nachdenklichen Momenten. Allerdings konnte ihre Leistung für mich einige strukturelle Schwächen der Geschichte nicht auffangen. Durch die vielen Perspektivwechsel fehlten oft klare akustische Anker, sodass ich als Hörerin manchmal mehrere Sätze brauchte, um zu begreifen, bei welcher Figur und in welcher Situation ich mich gerade befinde.
Der Einstieg ist stark. Zwei hochschwangere Frauen fliehen nachts durch die schwedischen Wälder – eine intensive, actionreiche Szene, die sofort Spannung aufbaut. Doch nach diesem packenden Beginn verliert die Geschichte deutlich an Zugkraft. Der Erzählfluss wird durch zahlreiche Perspektivwechsel und Handlungsstränge zersplittert. Als Hörbuch empfand ich das als besonders schwierig, weil visuelle Orientierungshilfen wie Kapitelanfänge oder Absätze fehlen. Dadurch wirkte der Verlauf auf mich eher stockend als flüssig.
Kurze zum Inhalt: Im Mittelpunkt steht Polizistin Hannah, die nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes – er wurde ermordet – gerade erst in den Dienst zurückkehrt. Kaum zurück, wird sie mit einem verstörenden Fall konfrontiert: Im Wald wird ein totes Baby gefunden, die Mutter ist verschwunden. Die Ermittlungen führen immer tiefer in ein düsteres Geflecht aus Ausbeutung und kriminellen Machenschaften rund um schwangere Frauen. Parallel kämpft Hannah mit ihrer eigenen Trauer und psychischen Belastung. ...
Schreibstil und thematische Ausrichtung
Hans Rosenfeldt greift ein hartes, gesellschaftlich brisantes Thema auf. Es geht um Macht, Ausnutzung und die Frage, wie weit Menschen für ihre eigenen Wünsche gehen. Inhaltlich steckt viel Potenzial darin. Stilistisch konnte mich der Autor jedoch nicht überzeugen. Der Schreibstil wirkte auf mich eher nüchtern und stellenweise sperrig, wodurch sich bei mir nur selten echte Spannung aufbaute. Statt eines stetigen Spannungsbogens hatte ich das Gefühl, dass die Handlung oft vor sich hinläuft.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, teils aus Ermittlersicht, teils aus anderen Blickwinkeln innerhalb des Falls. Diese Technik soll vermutlich Tiefe erzeugen, führte bei mir aber vor allem zu Verwirrung. Es dauerte häufig einige Sätze, bis klar war, wessen Sichtweise gerade im Mittelpunkt steht. Gerade im Hörbuchformat empfand ich das als anstrengend. Im gedruckten Buch wäre das möglicherweise durch optische Strukturierung leichter nachzuvollziehen.
Die Polizistin Hannah steht klar im Zentrum, doch ich bin mit ihr nicht richtig warm geworden. Ihre persönliche Geschichte ist tragisch und eigentlich emotional stark, dennoch blieb sie mir seltsam fern. Auch andere Figuren wirkten eher funktional für die Handlung als wirklich lebendig. Eine tiefgreifende Entwicklung oder starke Bindung zu den Charakteren stellte sich bei mir kaum ein.
Insgesamt empfand ich das Hörbuch als mittelmäßig. Der starke, spannende Anfang weckte Erwartungen, die für mich im weiteren Verlauf nicht erfüllt wurden. Es fehlte an durchgehender Spannung, und die vielen Perspektivwechsel erschwerten das Hörerlebnis zusätzlich. Thematisch interessant, aber erzählerisch für mich nicht packend genug.
Als Hörbuch kann ich es daher nur eingeschränkt empfehlen. Wer einen durchgehend fesselnden Thriller sucht, könnte hier eher enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Fantasy-Krimi - eigentlich eine tolle Idee.

The Tainted Cup
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Das Hörbuch „The Tainted Cup“ ist ein Fantasy-Kriminalroman von Robert Jackson Bennett und wird gesprochen von Tim Gössler. Normalerweise mag ich es gar nicht, wenn Sprecher ihre Stimme verstellen für ...

Das Hörbuch „The Tainted Cup“ ist ein Fantasy-Kriminalroman von Robert Jackson Bennett und wird gesprochen von Tim Gössler. Normalerweise mag ich es gar nicht, wenn Sprecher ihre Stimme verstellen für andere Charaktere. Doch ihm ist es super gelungen und er hat die Geschichte lebendig gemacht. Sein Vortrag ist dynamisch und ansprechend; er passt sich gut den verschiedenen Charakteren an und verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe. Besonders bemerkenswert ist seine Fähigkeit, die Stimmen der Protagonisten differenziert und glaubhaft zu unterscheiden, was bei der Vielzahl an Charakteren besonders hilfreich ist.
Kurz zum Inhalt: In einer prachtvollen Villa am Rande des Imperiums wird ein hochrangiger Offizier auf mysteriöse Weise getötet – aus seinem Körper entwächst ein Baum. Dies ist der Beginn eines aufregenden Kriminalfalls, der die exzentrische Ermittlerin Ana Dolabra und ihren Assistenten Dinios Kol in ein Netz aus Magie, Betrug und Mord zieht. Mit Dinio, einem stark beeinträchtigten, geduldigen Charakter, der mit einem perfekten Gedächtnis gesegnet ist, müssen sie nicht nur den Mord aufklären, sondern auch einen gefährlichen Plan aufdecken, der das Imperium selbst bedroht. ...
Der Schreibstil von Robert Jackson Bennett ist einladend, aber sehr speziell. Seine Fähigkeit, magische Elemente nahtlos in das Mysterium einzuflechten, zeigt eine tiefe Kreativität. Die Vorstellung der Fantasiewelt, nach der die Hörer verlangen, bleibt jedoch oft an der Oberfläche, was die Tiefe dieser teilweise brutalen Welt etwas einschränkt. An sich ist es eine gute Idee, Fantasy mit einem Krimi zu mischen, doch leider konnte es mich nicht begeistern. Setting und die Charaktere bleiben extrem blass. Die Fantasy Welt wird nicht großartig erklärt. Es gibt viele seltsame Dinge und Wesen mit komischen Namen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Dinio, dem Assistenten, erzählt. Dies verschafft dem Zuhörer einen intimen Einblick in seine Gedanken und Gefühle. Das ist meine Lieblingsperspektive. Doch irgendwie konnte mich das Hörbuch nicht packen. Es Ist sehr anstrengend die Zusammenhänge zu kapieren und die vielen Personen auseinander zu halten. Es fehlte mir sehr an Emotionen.

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