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SaintGermain

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Wenn man nicht offen sprechen kann...

John of John
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Cal (John Calum MacLeod) kehrt nach seinem Textilstudium in Edinburgh, wo er ohne Job und Wohnung lebte, zurück auf seine Heimatinsel der äußeren Hebriden. Der Mutter seiner Mutter (Ella) geht es schlechter ...

Cal (John Calum MacLeod) kehrt nach seinem Textilstudium in Edinburgh, wo er ohne Job und Wohnung lebte, zurück auf seine Heimatinsel der äußeren Hebriden. Der Mutter seiner Mutter (Ella) geht es schlechter und sein Vater John kann und will sich nicht um sie kümmern. John wohnt als Crofter dort als Schafzüchter und Weber von Tweeds. Während Cal auf der Insel auch seinem ehemaligen Sexpartner Doll begegnet, der ihm aber aus dem Weg geht, will er dem älteren Nachbarn Innes näherkommen. Dieser ist jedoch mit John mehr oder weniger zusammen. Beide wissen voneinander nicht dass sie schwul sind, vor allem da es für den sehr religiösen John auch eine Sünde wäre. So kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen John, der zwischen Moral und Liebe gefangen ist, und Cal, der mit langen gefärbten Haaren ins Elternhaus zieht. Zudem gibt es auch noch Cals Mutter.

Das Cover ist jetzt nicht gerade sehr auffällig oder hervorstechend; passt aber irgendwie zum Buch. Die verschiedenen Farben und die Mischung aus hell und dunkel passen hervorragend in mehrfacher Hinsicht.

Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Auch die verschiedenen Farbnuancen, die genannt werden, machen das Buch noch lebendiger.

Die Ausgangshandlung ist interessant und gleichzeitig auch nichtssagend, sodass man als Leser gespannt ist, wie und was sich alles entwickelt. Und diesbezüglich gibt es einige Entwicklungen rund um die Bewohner der Insel, die John und Cal eigentlich nur peripher betreffen bzw. erst am Ende eine Rolle spielen.

Wobei man aber auch sagen muss, dass das Buch zwischen Seite 100 und 450 auch immer wieder fast unnötige Ausschmückungen und Episoden enthält, die dann etwas langatmig wirken.

Am Ende hingegen geht es dann eher sehr rasant zu.

Zum Ende muss ich auch noch was sagen.: Ich bin nicht wirklich ein Fan von offenen Enden, wenn nicht eine Fortsetzung geplant ist. Nur in Ausnahmefällen ist dies ok, wenn die Fantasie des Lesers angeregt wird und man sich selbst sein Bild oder die Möglichkeiten ausmalen kann. Hier ist es mir dann aber doch zu offen - so als ob eine Fortsetzung eine Option wäre, was aber (soviel ich weiß) nicht geplant ist.

Ich gebe dem Buch aber trotzdem eine Leseempfehlung, weil der Autor es versteht wichtige Themen anzusprechen und dies auch nicht plump oder obszön umsetzt. Wobei obszön jetzt eigentlich nicht böse gemeint ist, sondern explizite Szenen meint, die in dieses Buch aber auch nicht passen würden.

Fazit: Perfekte Message, aber einige Längen und unvollendeter Schluss. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Böse Weihnachtsgeschichten

Arsen und Butterplätzchen
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17 Kurzgeschichten rund um Weihnachten von 17 Autorinnen und Autoren erzählt. Die meisten Geschichten sind dem Bereich Krimi zuzuordnen, aber definitiv nicht alle.

Einige Autoren waren mir bekannt; der ...

17 Kurzgeschichten rund um Weihnachten von 17 Autorinnen und Autoren erzählt. Die meisten Geschichten sind dem Bereich Krimi zuzuordnen, aber definitiv nicht alle.

Einige Autoren waren mir bekannt; der Großteil allerdings (bisher) nicht.

Die 17 Storys sind sehr unterschiedlich und ich will hier kurz auf die einzelnen Stories eingehen bzw. meine Bewertung abgeben, wodurch sich letztendlich meine Gesamtbewertung ergibt.

- Ein Hauch von Weihnachten: 4 Sterne

- Ordnung ist das halbe Leben: 5 Sterne

- Adele: 2 Sterne

- Wir sagen euch an den lieben Advent: 5 Sterne. Die erste Story in diesem Buch, die nicht dem Genre Krimi zuzuordnen ist.

- Knallerwochenende: 5 Sterne

- Stern: 5 Sterne. Eine sehr überraschende Geschichte

- Zauberhaftes Grün: 5 Sterne. kein Krimi; aber sehr mysteriös

- Walzentod: 5 Sterne

- Frühlingsveilchen: 5 Sterne. Eine sehr schöne Geschichte, die im Jahr 1890 spielt. Kein klassischer Krimi, aber definitiv sehr spannend.

- Das letzte Geschenk: 5 Sterne

- Wenn der Postbote zweimal klingelt: 4 Sterne. Kein klassischer Krimi, aber sehr lustig und kafaesk auf seine schräge Art.

- Zum Teufel mit dem Weihnachtsmann: 4 Sterne. Sehr humorvoll

- Große Bescherung: 3 Sterne. kein Krimi, eher eine Komödie mit dezentem Humor, die aber auch gut den Alltag widerspiegelt auf verquerte Art

- Warm ums Herz: 5 Sterne. Bitterböse Geschichte

- Anruf bei Tante Hedwig: 4 Sterne. Leider sehr real und aktuell

- Der Mantel des Schweigens: 5 Sterne

- Rosenkohl: 5 Sterne

Tatsächlich gefielen mir also 11 der Geschichten ausgezeichnet; nur 2 konnten mich gar nicht wirklich überzeugen.

Insgesamt kann man das Buch relativ schnell lesen und sich unterhalten lassen. Auffallend an allen Kurzgeschichten hier ist, dass die Personen und die Handlung in der Kürze sehr gut rüberkamen, was leider öfter sonst nicht der Fall ist.

Fazit: Unterhaltsame Kurzgeschichten rund um Weihnachten, die einen gut unterhalten. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Die feministische Kolonie

The Dirty Version
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Tash hat einen feministischen Roman geschrieben, der als Serie verfilmt werden soll. Den Auftrag dafür bekommt ein Regisseur, der für Action und Nacktdarstellungen bekannt ist. Da sie davon nicht begeistert ...

Tash hat einen feministischen Roman geschrieben, der als Serie verfilmt werden soll. Den Auftrag dafür bekommt ein Regisseur, der für Action und Nacktdarstellungen bekannt ist. Da sie davon nicht begeistert ist bekommt sie Unterstützung von dem Intimitätskoordinator Caleb, der für ausreichend Sex und Erotik im Drehbuch sorgen soll. Obwohl sie einander nicht sehr verstehen, kommen sie sich doch langsam durch ihre Arbeit zusammen näher.

Das Cover unterscheidet sich vom Original, ist aber in ähnlichem Stil und gefällt mir überhaupt nicht. Klar mag es irgendwie passend sein, aber überzeugend ist es nicht.

Genauso wenig überzeugend beginnt auch das Buch. Nach den ersten 40 - 50 Seiten war ich knapp davor das Buch abzubrechen. Zu feministisch war mir Tash, zu unsympathisch auch das Filmteam inklusive Caleb. Ich fand es echt übertrieben und schon fast abstoßend, wollte dem Buch aber noch eine Chance geben. Und was soll ich sagen, das Buch wurde immer besser.

Viel dreht sich um das Buch das Tash geschrieben hat, manchmal schon fast zu genau, aber auch wiederholend, wenn die Handlung auf Tash´ Buch kam.

Und das obwohl die Handlung der Serie/des Buches eigentlich nicht schlecht ist, wenn auch eher etwas langweilig, als dass eine Serie daraus werden kann.

Caleb wird immer sympathischer, während Tash erst einen Wandlungsprozess durchmachen muss. Klischeehaft ist dann natürlich ihre lesbische beste Freundin und ihr schwuler Bruder. Viel mehr Kontakte hat sie (außer in der Schule wo sie unterrichtet) auch nicht. Selbst mit ihrer Mutter ist sie nicht gut Kirschen essen.

So kann man als Leser auch irgendwie verstehen, warum Tash so geworden ist. Dazu muss man aber den Anfang mal überstehen, dann ergibt sich ein interessantes Buch über Liebe und Entscheidungen.

Fazit: Wer den Anfang durchhält, wird mit solider Romance belohnt. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Der stumme Prinz

Kingdom of crystal Hearts
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In Brillant lebt der Adel dank Edelsteinen in Saus und Braus und benutzt das gewöhnliche Volk nur. Elodie ist in einer Rebellengruppe aus Dieben, die den Adel stürzen will; allen voran die Königin und ...

In Brillant lebt der Adel dank Edelsteinen in Saus und Braus und benutzt das gewöhnliche Volk nur. Elodie ist in einer Rebellengruppe aus Dieben, die den Adel stürzen will; allen voran die Königin und den Prinzen. Elodie gibt sich als Adlige aus und soll die beiden töten, doch mit der Zeit merkt sie, dass Prinz Rafe anders ist und verliebt sich in ihn. Da er keine magischen Kräfte besitzt, Elodie aber schon, soll sie ihre Kräfte bei der Krönungszeremonie nutzen, um ihn als würdigen König erscheinen zu lassen. Danach erwartet sie wohl der Tod...

Das Cover ist passend zu aktuellen anderen Fantasy-Romance-Büchern und passt auch zum Buch. In seiner Düsternis gefällt es mir auch.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere sind bildhaft beschrieben.

Der Plot ist gut gewählt; der Spannungsbogen ist hervorragend auf hohem Niveau.

Während es zu Beginn des Buches eher wie eine Dystopie wirkt, wechselt es bald in eine Fantasy-Story, die sich nach und nach in eine Dark-Romance entwickelt.

Dadurch, dass die Romance immer mehr in den Vordergrund rückt, vergisst die Autorin leider ein wenig über die Macht der Edelsteine, die - außer zur Zeremonie - nicht wirklich zum Einsatz kommen, obwohl sie ja einiges an Potential hätten. Das ist leider sehr schade - und bringt einen Stern Abzug bei der Bewertung.

Nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut unterhalten, wenn auch - wie eben gesagt - die Fantasy in den Hintergrund gedrängt wurde.

Fazit: Tolle Fantasy-Romance, die mit fortführender Handlung auf Fantasy vergisst. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Zeitler & Lanza 2 - Der Spieler

Salute - Die letzte Fahrt
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Als der Barista und ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler an der Uferpromenade herumschlendert, sieht er wie ein Passant ins Wasser geht, weil er einen menschlichen Körper entdeckt hat. Miteinander bergen ...

Als der Barista und ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler an der Uferpromenade herumschlendert, sieht er wie ein Passant ins Wasser geht, weil er einen menschlichen Körper entdeckt hat. Miteinander bergen sie den toten Mann, der einiges an Bargeld bei sich trägt. Sowohl Zeitler als auch der herbeigerufene Lanza glauben nicht an einen Unfall, sondern vermuten einen Mord. Vor allem, wieso hatte der hoch verschuldete Bootsbauer Vincenzo Morelli so eine Menge Geld bei sich?

Das Cover ist relativ einfach gemacht, passt aber zum Buch und zur bisherigen Reihe und gefällt mir.

Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Jeder der schon mal am Gardasee war, wird einiges wiedererkennen. Aber auch die Mehlspeisen werden immer wieder genannt und klingen schon sehr lecker.

Der Fall an sich ist ein guter Einstiegsfall, der aber nicht zu viele Überraschungen bietet, da das Motiv schnell klar scheint. Dafür kann das Buch aber trotzdem auch mit spannenden Momenten aufwarten und noch viel mehr mit humorvollen Szenen dazwischen. Am Ende kommt dann auch noch Action hinzu.

Diesen letzten Absatz hatte ich auch schon bei Teil 1 geschrieben; hier trifft er fast noch mehr zu, denn jedem halbwegs geübten Krimileser wird schnell klar werden wer der Täter ist - und einige Zeit später auch das Motiv.

Die Wiederholungen, die im 1. Teil etwas nervten, werden hier deutlich zurückgenommen.

Ich freue mich bereits auf die Folgebände, denn v.a. Zeitler, aber auch Lanza und andere, haben definitiv Potenzial für einige Teile.

Fazit: Solide und humorvolle Fortsetzung mit viel Lokalkolorit. 4 von 5 Sternen

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