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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Zeit genießen

Nimm dir etwas Zeit für dich
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Das Buch enthält eine schöne Mischung aus Sprüchen, kleinen Geschichten, Anregungen und vielem mehr. Dadurch ist das Buch sehr abwechslungsreich und lässt sich gut lesen. Man kann beim ersten einfachen ...

Das Buch enthält eine schöne Mischung aus Sprüchen, kleinen Geschichten, Anregungen und vielem mehr. Dadurch ist das Buch sehr abwechslungsreich und lässt sich gut lesen. Man kann beim ersten einfachen Durchlesen gar nicht alles, was in und zwischen den Worten steckt, aufnehmen, dafür sind es viel zu viele Ideen, die vermittelt werden. Das Buch eignet sich eher zum mehrfachen Durchblättern und Nachlesen, es sollte nicht jahrelang unangetastet im Regal stehen, dann wird es seiner Rolle nicht gerecht.

Es lässt den Leser nachdenklich zurück. Man macht sich Gedanken über die Schnelligkeit des Lebens und wird dazu eingeladen, einmal bewusst innezuhalten. Das Buch erinnert daran, wie wichtig es ist, sich selbst und seine Wünsche im Alltag nicht aus den Augen zu verlieren und kleinen Momenten wieder mehr Bedeutung zu schenken. Viele Textstellen wirken nach, auch nachdem man das Buch zur Seite gelegt hat, und regen dazu an, eigene Gewohnheiten und Prioritäten zu hinterfragen. Man denkt automatisch über den eigenen Umgang mit Zeit nach.

Allerdings werden einige Botschaften wiederholt dargestellt, was jedoch natürlich auch hilfreich sein kann, um sie sich einzuprägen, wenn man etwas in seinem Leben verändern möchte. Daher sind die Reflexionsansätze zwar tiefgreifend, wenn man ihnen den nötigen Raum gibt, aber aus meiner Sicht über die üblichen Ansätze von Achtsamkeit und Selbstfürsorge nicht hinausgehend. Da hätte es für mich noch etwas mehr sein können. Das Buch ist dabei sehr schön gestaltet, darin liegt auf jeden Fall eine Stärke, zum Verschenken eignet es sich sehr gut.

Mein Fazit: Wer kleine Denkanstöße zum Thema „Zeit“ sucht, wird hiermit viel anfangen können. Ich hätte mir noch ausführlichere Texte gewünscht, aber das ist vielleicht auch nicht der Anspruch des Buches.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Was das Gehirn benötigt

Geistig fit bis ins hohe Alter
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Das Sachbuch erläutert ausführlich unter anderem den Ablauf des Denkens, den Aufbau des Gehirns, das Zusammenspiel von Gehirn uns Körper sowie Einflüsse verschiedener Faktoren auf die Gehirngesundheit. ...

Das Sachbuch erläutert ausführlich unter anderem den Ablauf des Denkens, den Aufbau des Gehirns, das Zusammenspiel von Gehirn uns Körper sowie Einflüsse verschiedener Faktoren auf die Gehirngesundheit. Dabei wird herausgestellt, dass das menschliche Gehirn sehr komplex ist, was sich auch im Aufbau des Buches widerspiegelt. Es werden unterschiedliche Ansatzpunkt vorgestellt, wie man die Leistung seines Gehirns steigern bzw. aufrechterhalten kann. Am Ende des Buches findet sich sogar ein Wochenplan mit einem konkreten Vorgehen für jeden Tag bezüglich Gehirnjogging, Ernährung und Sport, dennoch sind die Vorschläge und auch die Übungen nicht überfordernd und für Menschen jeden Alters geeignet. Es wird ebenfalls darauf Wert gelegt, dass jeweils verschiedene Möglichkeiten angeboten werden, sodass für jeden Lesenden etwas dabei sein sollte, egal, welches Hobby er beispielsweise ausübt.

Die grundlegenden Funktionsweisen des Gehirns sind wohl vielen Lesenden bereits bekannt und werden hier deutlich vertieft, sodass beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Der Theorieteil war für meinen Geschmack etwas lang, mir waren die praktischen Übungen sowie die Hinweise, wie man sein Gehirn fit halten kann, wichtiger. Als außergewöhnlich und positiv ist mir die direkte Kombination von jeweils einer Sportübung und einer Denksportaufgabe aufgefallen. Die vorherigen Erläuterungen unterstützen diese Vorschläge, sodass man motivierter ist, die Übungen auch tatsächlich durchzuführen. Sehr spannend fand ich die Erklärung, wie sehr auch ein gesunder Körper zur geistigen Gesundheit beitragen kann, da mir dies nicht bewusst war.

Das Sachbuch ist ziemlich fachsprachlich formuliert, allerdings sind die Erklärungen auch für Laien auf dem Gebiet sehr gut verständlich. Dennoch kann man die zentralen Fachbegriffe mitnehmen. Allerdings muss dem Lesenden bewusst sein, dass man das Buch dadurch nicht „mal einfach so nebenbei“ lesen kann, sondern man sich konzentriert damit befassen sollte, wenn man etwas mitnehmen möchte, was auch an der Fülle der Informationen liegt. Aufgelockert wird es immer wieder durch Übungen und grafische Darstellungen zentraler Inhalte und die Kapitel sind von angemessener Länge, sodass es sich aus meiner Sicht gut lesen lässt.

Mein Fazit: Sehr interessantes Thema und ausführliche Erklärungen der wissenschaftlichen Grundlagen der menschlichen Kognition, aber für meinen Geschmack liegt der Schwerpunkt zu sehr auf dem Fachlichen, anstatt auf den Übungen. Wem das zusagt, der wird aus diesem Sachbuch viel mitnehmen können.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Nicht ganz meins

Healthy Airfryer
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Zu Beginn des Kochbuches wird über eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie das Prinzip des Airfryers informiert. Anschließend folgen die Rezepte nach Kategorien sortiert. Die einführenden Informationen ...

Zu Beginn des Kochbuches wird über eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie das Prinzip des Airfryers informiert. Anschließend folgen die Rezepte nach Kategorien sortiert. Die einführenden Informationen fand ich ganz hilfreich, wer sich bereits eingehend mit gesunder Ernährung befasst hat, wird hier aber nichts Neues finden. Die Rezepte sind im Airfryer relativ schnell zubereitet, jedoch ist er für größere Mengen nicht praktikabel bzw. muss man z. B. Pommes oder die Pizzen in mehreren Durchgängen garen, da würde ich eher den Backofen nutzen, weil es dann doch schneller geht. Für ein bis zwei Personen ist das Backen im Airfryer gut geeignet. Die Rezepte selbst sind für meinen Geschmack zum Großteil zu aufwendig für den Alltag. Geschmacklich sind sie auch nicht für jeden etwas, aber ich denke, jeder findet ein passendes Rezept in diesem Kochbuch. Ich - als Kochanfängerin - hätte mir noch etwas einfachere Rezepte gewünscht.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Mutig und offen, aber leider nicht meins

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Dieser Roman sticht durch seinen Realitätsbezug heraus. Die Autorin rechnet offen und schonungslos ehrlich mit ihrer Ehe ab, nachdem ihr Mann verstorben ist. Das ist sehr mutig und bietet dem Leser die ...

Dieser Roman sticht durch seinen Realitätsbezug heraus. Die Autorin rechnet offen und schonungslos ehrlich mit ihrer Ehe ab, nachdem ihr Mann verstorben ist. Das ist sehr mutig und bietet dem Leser die Chance, sich ebenso mutig ähnliche Fragen über sein eigenes Leben zu stellen.

Ich finde, das Cover ist zum Roman passend gewählt worden. Es wirkt ruhig und schön. Dies spiegelt sich im Schreibstil der Autorin. Über all den Ereignissen ihres Lebens, über welche sie berichtet, liegt ein Schleier aus Ruhe und Akzeptanz – sie hat es scheinbar angenommen und einen Weg für sich gefunden, damit umzugehen. Trotz teilweise relativ komplexer Sprache ist der Roman gut lesbar. Obwohl das Thema Tod relativ präsent ist, wirkt das Buch nicht traurig oder düster, auch nicht wirklich schwermütig. Die Emotionen der Erzählerin werden deutlich, ohne dass man mit einer davon überfrachtet wird. Die Gedanken der Erzählerin sind sehr eindrücklich. Beim Lesen der ersten Seiten merkt man schnell, dass es sich bei diesem Roman nicht um einen typischen Roman handelt. Es gibt nur wenige Dialoge, dafür werden fast ausschließlich die Gedanken der Erzählerin dargestellt. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, mir gefällt jedoch die Tiefe, mit welcher sie reflektiert.

Sie wirft einige Fragen über Geschlechterrollen und Rollen innerhalb einer Familie auf. Sie denkt beispielsweise intensiv und an verschiedenen Stellen des Romans immer wieder über ihre Rolle als Frau, als Mutter und als Partnerin nach. Da kommt man als Leser natürlich um eine Beschäftigung mit diesen Fragen auch nicht herum. Ich könnte mir aber vorstellen, wer bereits seit vielen Jahren verheiratet ist, kann aus diesem Roman noch etwas mehr mitnehmen, als ich, die diese Erfahrungen noch nicht gemacht habe.

Mir hat die Reflexion der Erzählerin zwar gut gefallen, dennoch konnte ich mit vielen Erfahrungen, welche sie teilt, nicht so viel anfangen, weil sie mich (noch) nicht betreffen. Die Distanz, welche durch den Schreibstil aufgebaut wird, habe ich leider nicht überwinden können. Die Geschichte der Liebesbeziehung wird fast chronologisch dargestellt. Die Erzählerin steht dabei mit ihren Gedanken und Gefühlen im Vordergrund, die anderen Figuren werden nur ansatzweise beleuchtet. Tatsächlich hat mir an vielen Stellen einfach die Spannung gefehlt – dass der Roman auf etwas hinauslaufen würde, abgesehen von der Selbstreflexion.

Mein Fazit: Ihre inhaltliche Offenheit und Ehrlichkeit in Bezug auf ihre Ehe spiegelt sich in der klaren Sprache, die die Dinge schonungsos benennt. Für mich ist der Schreibstil der Autorin leider zu distanzierend.

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