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Veröffentlicht am 06.02.2026

Ein ganz wunderbares Buch - klare Empfehlung!

Katze goes Muskelkater
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Sport und ich waren nie Freunde. Nie. Zu anstrengend, zu viel Schwitzen, zu viel Muskelkater … und obendrein Sportlehrer, die eher an Drill-Sergeants erinnerten als an anspornende Motivatoren. Ehrlich, ...

Sport und ich waren nie Freunde. Nie. Zu anstrengend, zu viel Schwitzen, zu viel Muskelkater … und obendrein Sportlehrer, die eher an Drill-Sergeants erinnerten als an anspornende Motivatoren. Ehrlich, Schultage mit Sportstunden waren der blanke Horror für mich. Da war die Laune schon am Vorabend im Keller. Wenn also ausgerechnet ICH zu einem Werk mit Fitness-Fokus greife, will das schon etwas heißen. (Irgendwo auf der Welt prustet gerade mein früherer Trainer in seinen Eiweißshake.)

Dies hier ist kein hochwissenschaftliches Sachbuch, keine Fitness-Fibel voller unrealistischer Versprechen, sondern einfach eine ehrliche Stimme, die sagt: "Hey, ich bin auch nicht perfekt - aber ich hab gelernt, besser mit mir umzugehen."

Mir ist schon klar, dass Daniela Katzenberger polarisiert - aber ich bin der Meinung, dass hinter der pinken Fassade, den platinblonden Haaren und dem schillernden Tmage eine erstaunlich reflektierte, intelligente und vor allem unglaublich authentische Frau steckt, die man einfach mögen muss. Eine, die sehr genau weiß, wie sie sich erfolgreich inszeniert - und gleichzeitig den Mut hat, sich verletzlich zu zeigen.

Ihre offenen Einblicke in das Thema Bodyshaming haben mich schockiert! Wie respektlos, grausam und unmenschlich Kommentare im Netz sein können, und was das mit einer Person macht, die am anderen Ende sitzt und diese Worte liest … Nee, so etwas ist mir unbegreiflich. Niemand hat das Recht, über den Körper, das Aussehen oder den Lebensstil eines anderen Menschen zu urteilen. Punkt. Umso stärker feiere ich Danielas Entscheidung, sich aus Selbstschutz für ihren eigenen Seelenfrieden zu entscheiden, indem sie die Kommentarfunktion auf Instagram deaktiviert hat. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von gesunder Selbstachtung. Bravo! Ein Jammer, dass es aufgrund irgendwelcher verbitterten Trolle überhaupt erst zu solchen Kommentaren gekommen war.

Das Buch selbst ist eine wunderbar bunte Mischung aus persönlichem Erfahrungsbericht, Motivation, Fitness, Ernährung und Mental Wellbeing. Daniela schreibt, wie sie spricht: locker, humorvoll, selbstironisch - und dann plötzlich wieder erstaunlich tiefgründig.

Besonders gefallen haben mir die vielen alltagstauglichen Ernährungstipps - vom bewussteren Umgang mit Zucker und Salz über einfache Snack-Ideen bis hin zu Meal Prep. Nichts wirkt dogmatisch oder belehrend, sondern eher wie eine gute Freundin, die mit dir plaudert und dabei erzählt, was für sie funktioniert hat. Gerade die fruchtigen Shakes, Porridge-Ideen und kleinen gesunden Alternativen haben mich total inspiriert.

Auch der sportliche Teil ist großartig umgesetzt worden: Die Übungen sind übersichtlich erklärt, mit mehreren Fotos dokumentiert und dadurch wirklich leicht nachzumachen (selbst für Menschen wie mich, die Sport eher als Mittel zum Zweck betrachten). Kein Leistungsdruck, kein "Du musst", kein Vergleich, keine Fitness-Polizei, kein Guru-Ton à la "Mein Weg ist der einzig richtige", weit gefehlt! Daniela verteufelt nichts radikal, sie erlaubt sich Ausnahmen (wie ihre geliebten Knödel an Weihnachten), spricht offen über Rückfälle, Heißhunger, Ungeduld … und all das auf charmante, augenzwinkernde Weise. Das Motto lautet eher: Fühle ich mich gut in meinem Körper - ja oder nein? Falls nein, gibt es zahlreiche Möglichkeiten - jeder soll seinen eigenen Weg finden. Zudem betont sie, wie wichtig ein Trainingsbuddy, Geduld und liebevoller Umgang mit sich selbst sind.

Die gesamte Aufmachung ist ein Traum: komplett in Pink - ich lieb's!, mit vielen persönlichen Fotos, einem sehr modernen Layout und richtig schöner Gestaltung. Man merkt einfach, wie viel Herzblut darin steckt.

Nach dieser Lektüre freue ich mich jetzt umso mehr auf ihr erstes Werk "Sei schlau, stell dich dumm", dass bereits auf meinem SuB liegt - denn wenn das nur ansatzweise so viel Charme, Humor und Tiefgang hat wie dieses Buch, weiß ich jetzt schon: Das wird wieder ein Highlight.

Abschließend noch ein ein persönliches Schlusswort: Beim Lesen ist mir vor allem aufgefallen: Daniela wirkt glücklich, angekommen. Kennt ihr das, wenn man jemanden nicht persönlich kennt, sich aber trotzdem richtig doll für die Person freuen kann? Ich gönn's ihr von Herzen. Fokus auf Familienglück und Gesundheit - alles richtig gemacht, liebe Katze.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein echtes Wohlfühlbuch mit Mehrwert - für Körper, Kopf und Herz. Ehrlich, motivierend, pink, witzig, warmherzig, inspirierend, selbstironisch, nahbar. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Gelebte Geschichte

AUF MEINEM POSTEN
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"Gerade weil Kriege so grausam sind, ist es wichtig, alles zu tun, um den Frieden zu sichern. Das bedeutet, dass wir immer nach diplomatischen Lösungen suchen müssen, bevor militärische Machtmittel eingesetzt ...

"Gerade weil Kriege so grausam sind, ist es wichtig, alles zu tun, um den Frieden zu sichern. Das bedeutet, dass wir immer nach diplomatischen Lösungen suchen müssen, bevor militärische Machtmittel eingesetzt werden. Kompromisse liefern selten perfekte Lösungen, aber sie verhindern Kriege, Zerstörungen und den Tod von Menschen."

Einer meiner Vorsätze für 2026 lautete, mich in diesem Jahr stärker mit Themen auseinanderzusetzen, die ich lange vernachlässigt habe. - Politik gehört definitiv dazu. Weil sie wichtig ist. Weil sie unser aller Leben beeinflusst, ob wir wollen oder nicht. Und das vorliegende Werk hat mir auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie viel Menschlichkeit, Zweifel, Verantwortung und persönliche Geschichte hinter Entscheidungen stehen, die wir sonst nur als Schlagzeilen wahrnehmen.

Jens Stoltenberg schreibt nicht als Machtfigur, sondern als Mensch. Als Sohn, als Bruder, als Ehemann, als Freund, als jemand, der zweifelt, abwägt, leidet - und trotzdem Entscheidungen treffen muss, die das Schicksal von Millionen beeinflussen. Seine Erinnerungen aus zehn Jahren als Generalsekretär der NATO sind nicht nur politisch hochinteressant, sondern vor allem zutiefst menschlich.

Besonders berührt hat mich der Blick auf seinen Vater, auf die letzten gemeinsamen Stunden, auf die Gespräche über Krieg, Frieden, Hoffnung und Dialog. Ebenso die Erinnerungen an den Verlust seiner jüngeren, mit Drogenproblemen kämpfenden Schwester Nini.

"Die hübsche, poetische Nini, die kleine, bewegende Worte und Sätze hervorzaubern konnte und mit ihrer zierlichen Handschrift die prachtvollsten Postkarten schrieb. Als Jugendliche zeichnete sie und fertigte schöne Keramikfiguren an."

"Ich werde nie wirklich verstehen, warum es so kam, wie es kam. Nini und ich teilten uns ein Kinderzimmer und schliefen in Etagenbetten, ich oben, sie unten. Dieselbe Familie, dieselbe Schule, viele gemeinsame Freunde. Trotzdem verliefen unsere Leben so unterschiedlich. Ninis Leben blieb unvollendet, sie hatte viele Fähigkeiten, die sie nicht nutzte, so viel Potenzial, das nie eingelöst wurde, obwohl wir immer hofften, dass sie es schaffen würde, ein besseres und erfüllteres Leben zu führen."

Diese leisen, stillen Töne stehen in starkem Kontrast zu den nervenaufreibenden Gipfeltreffen, den Machtspielen, den historischen Reden und den politischen Krisen. Und genau darin liegt das Außergewöhnliche dieses Buches: Es zeigt, dass hinter jeder Entscheidung Menschen stehen … mit individuellen Geschichten, mit Familien, Ängsten und dem tiefen Wunsch, das Richtige zu tun.

Die Passagen über Trump, Merkel, Macron, über die schwierigen Nato-Gipfel, über Afghanistan, die Ukraine, China und den Terror, lesen sich stellenweise fast wie ein Polit-Thriller. "Unvorhergesehene Dinge konnten geschehen, egal, wie gründlich die Vorbereitungen waren."

Und doch verliert Stoltenberg nie den ruhigen, reflektierenden Ton. Alles ist klar, nachvollziehbar und auch für Leser:innen verständlich, die - wie ich - kein politisches Vorwissen mitbringen.

Mittendrin: das Kapitel Utøya. Noch immer bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an das grausame Attentat vom Sommer des Jahres 2011 denke. Die Erinnerung an die Opfer, an die betroffen Familien … und die Art, wie Stoltenberg über Demokratie und Zusammenhalt schreibt, hat mich tief bewegt. Seine Worte sind getragen von echter Überzeugung und Verantwortung.

Dieses Buch - ein hochwertiges Hardcover mit zahlreichen Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen im Innenteil - ist nicht nur ein Blick hinter die Kulissen der Weltpolitik. Es ist eine Einladung, genauer hinzusehen, weniger zu urteilen, mehr zu verstehen. Es zeigt, wie fragil Frieden ist … und wie wichtig Dialog, Mut und Mitgefühl bleiben. Es lehrt Demut.

Stoltenberg pendelt zwischen Weltpolitik und Alltagsbeobachtung, zwischen Konferenz und Gipfeltreffen, Ehe, Erinnerungen und einem derart hohen Verantwortungslevel, das wohl nur wenige Menschen freiwillig bereit wären zu übernehmen. Fachkundig, aber niemals langatmig, kalt, abgehoben oder unnahbar. "Konkrete Dinge, klare Antworten."

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Kein nüchternes Politbuch, sondern ein sehr persönliches Zeitzeugnis, das verständlich, ehrlich und reflektiert erzählt ist.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Zoo-Spaß

Sachen suchen: Besuch im Zoo
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Wimmelbücher jeglicher Thematik sind bei uns daheim immer ein Riesenhit, denn auch als Erwachsene macht das Betrachten all der kunterbunten, liebevoll illustrierten, ungemein detaillierten Abbildungen ...

Wimmelbücher jeglicher Thematik sind bei uns daheim immer ein Riesenhit, denn auch als Erwachsene macht das Betrachten all der kunterbunten, liebevoll illustrierten, ungemein detaillierten Abbildungen einfach Spaß. Und wenn der Knirps dabei noch etwas lernt, umso besser!

Beim vorliegenden Werk musste ich direkt schmunzeln, denn unser letzter Zoo-Besuch ist kaum ein paar Monate her und war ebenfalls geprägt von großer Begeisterung hinsichtlich des inkludierten Spielplatzes.

Natürlich bietet die Tiergarten-Location jede Menge Möglichkeiten für Suchbilder, welche hier gut genutzt worden sind; der Fokus liegt hauptsächlich auf den Tieren, wobei auch ein paar Gegenstände enthalten sind. Was mir super gefallen hat:

❏ stabile Pappseiten - einfach unerlässlich bei Kleinkindbüchern, die nun mal einiges aushalten müssen

❏ Fragen, die nicht rein zum Suchen/Zeigen, sondern auch zum Sprechen (üben)/Antworten anregen

❏ angenehmer Umfang (deutlich mehr Seiten enthalten als bei vielen anderen Bilderbüchern)

❏ Inklusion (Personen im Rollstuhl; Personen verschiedener Religionen; bekannte vs. weniger bekannte Tiere, z.B. Marabus)

❏ kindgerecht formulierte, kurze, informative Texte

❏ Übersichtlichkeit - klare Aufteilung, sodass die Seiten nicht überladen wirken (wir hatten auch schon mal einen gegenteiligen Fall, bei dem die Suchgegenstände halb mit dem Bildrand verschmolzen)


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Klare Empfehlung für große und kleine Wimmelbuch-Fans.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Stärkster Band der Reihe!

The One I Didn’t See Coming
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"The One I Didn’t See Coming" ist für mich ohne jeden Zweifel der stärkste Band der Plain-Daisy-Ranch-Reihe - ganz nach dem Motto "Save the Best for Last!" hat sich das erfolgreiche Autorinnen-Duo diese ...

"The One I Didn’t See Coming" ist für mich ohne jeden Zweifel der stärkste Band der Plain-Daisy-Ranch-Reihe - ganz nach dem Motto "Save the Best for Last!" hat sich das erfolgreiche Autorinnen-Duo diese warmherzige Story für uns als grandiosen Reihen-Abschluss aufgehoben … und Emmett hat sich diesen großen Auftritt mehr als verdient!



Schon seit Band 1 hatte ich auf seine Geschichte hingefiebert - auf diesen Moment, in dem aus dem charmanten Lebemann mit Party-Ruf plötzlich jemand wird, der 'mehr' will. Und Piper Rayne hat genau das geliefert - stimmig, emotional, humorvoll … einfach perfekt!



Briar und Emmett haben eine ganz besondere Dynamik, die sich nicht unnatürlich aufdrängt, sondern sich herrlich authentisch und nachvollziehbar entwickelt. (ER ist IHR ehemaliger heimlicher Highschool-Crush.) Emmett versteht die Welt nicht mehr - eigentlich wird er doch von allen Menschen gemocht … und ausgerechnet Briar zeigt ihm immer wieder ihre Abneigung. Dahinter verbergen sich allerdings jede Menge unausgesprochener, verletzter Gefühle.



Schreibstil: Spritzig-witzige Dialoge mit genau dem richtigen Maß an Tiefe und spürbarer Chemistry, die niemals überzogen wirkt.



Was mir außerdem gefallen hat: Emmett wird nie als wahrer Bad Boy hingestellt, sondern ist ein absoluter Sympathieträger. Ja, er ist bekannt für sein freies Leben, für seinen Spaß am Feiern, seine lockere Art, ABER: er war nie respektlos, manipulativ, unfair oder unehrlich. - Jede der Frauen, mit denen er mal eine Nacht verbracht hat, wusste stets, worauf sie sich einließ - keine Aussicht auf Beziehung, just fun … fair enough. Dass Briars ältere Schwester ihn dennoch lange wie eine potentielle Gefahr behandelt, obwohl sie weiß, dass er ein gutes Herz hat und nie absichtlich jemanden verletzen würde, traf nicht nur Emmett, sondern war auch für mich der einzige kleine Wermutstropfen. Rückblickend ergibt es Sinn, aber es wirkte stellenweise etwas überzeichnet. Zum Glück kratzt das in keiner Weise am Gesamtbild, denn was für mich bleibt, ist dieses Gefühl von 'Alles passt.' Großartige Ranch-Vibes, cozy Small-Town-Feeling, eine wunderbare Figuren-Family, in die man am liebsten selbst sofort einheiraten würde … I love it!



Auch optisch ist dieser Band für mich ein Highlight, in meinen Augen ist es das schönste Cover der gesamten Reihe!



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein perfekter Abschluss, mein klarer Favorit und eine Cowboy-Romance, die zeigt, wie gut es Piper Rayne gelingt, emotionale Entwicklung, Humor, Spice und Herz miteinander zu verbinden. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Werk aus diesem Story-Universum!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Toller Thriller!

The Final Act
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Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an gepackt und zwar mit voller Wucht. Schon der Einstieg ist so intensiv, so filmisch und so verstörend, dass ich beim Lesen erst einmal schlucken musste und ...

Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an gepackt und zwar mit voller Wucht. Schon der Einstieg ist so intensiv, so filmisch und so verstörend, dass ich beim Lesen erst einmal schlucken musste und dachte: "Oh Hilfe, das geht ja heftig los!" … im positiven Sinne à la: Wow, wie spannend! Genau diese Art von Anfang liebe ich bei Werken dieses Genres, wenn man hineingeworfen wird, sofort emotional involviert ist und weiß, dass hier keine maue Story auf einen wartet, sondern ein Stoff mit Substanz.

Der Schreibstil ist großartig! Packend, klar, temporeich und dabei erstaunlich feinfühlig. Wer sich wie ich für True Crime interessiert oder psychologisch dichte Thriller schätzt, wird dieses Buch feiern. Lisa Gray versteht es, Spannung aufzubauen, ohne auf billige Effekte zu setzen, und erzählt dabei eine Geschichte, die unter die Haut geht, insbesondere im Hinblick auf brisante Themen in Hollywood.

Besonders gelungen fand ich den Wechsel zwischen den zwei Zeitebenen. Auf der einen Seite Madison: die junge Frau mit dem großen Traum von Hollywood. Dieser Traum, der so viele Menschen anzieht - der Fame, die Hoffnung, endlich 'gesehen' zu werden, womöglich als Großaufnahme von Plakaten zu prangen … Madison gibt nicht auf, lässt sich nicht unterkriegen, kämpft verbissen für ihren Platz. Ihre Geschichte wirkt schmerzhaft real, denn Hollywood wird hier nicht romantisiert, sondern als das gezeigt, was es oft ist: eine gnadenlose Ellenbogengesellschaft, in der Talent allein selten reicht und Macht regelmäßig missbraucht wird.

Auf der Gegenwartsebene begleiten wir Detective Sarah Delaney von der Missing Persons Unit, eine unglaublich sympathische, kluge Figur. Die Dynamik mit ihrem jüngeren Kollegen war mein heimliches Highlight des Romans: witzig, pointiert, teilweise herrlich trocken - ich hab's geliebt! Allein ihretwegen würde ich mir sofort eine Fortsetzung oder sogar eine Verfilmung wünschen. Diese Dialoge haben mich mehrfach schmunzeln lassen, ohne die Ernsthaftigkeit der eigentlichen Handlung zu untergraben.

Thematisch ist das Werk stark und hochaktuell. Es handelt vom Preis des Ruhms, gefährlichen Machtstrukturen, Abhängigkeiten und davon, wie schwer es ist, sich gegen ein System zu stellen, das lieber wegschaut. Besonders eindringlich wird gezeigt, wie Frauen, damals wie heute, für Karriereerfolge Dinge erdulden müssen, die niemals Teil einer geschäftlichen Vereinbarung sein dürften. Erschreckend glaubwürdig und absolut on point. Mehr kann ich aus Gründen der Spoilervermeidung leider nicht verraten, da auch das klassische Stichwort zu viel über die Handlungsrichtung preisgegeben würde - nur so viel: alles wirkt enorm authentisch, leider.

Die Geschichte entwickelt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann, und steuert auf ein dramatisches Finale zu, das mich regelrecht an die Seiten gefesselt hat. Dass das Buch dabei auch immer wieder humorvolle Momente zulässt, war ein weiteres Plus. Obendrein habe ich wieder was gelernt: die filmische Bedeutung des Begriffes "Final Girl". (Fans von Slasher-Filmen werden an dieser Stelle wissend nicken.)


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein rundum gelungener Thriller, der weit über reine Unterhaltung hinausgeht. Düster, intelligent, emotional und mit einem scharfen Blick auf Hollywoods Glitzerfassade, die mich ohnehin seit jeher fasziniert. Klare Leseempfehlung!

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