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Veröffentlicht am 18.01.2026

Eine echte Perle des "goldenen Zeitalters" des englischen Krimis

Eingeschneit mit einem Mörder
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Massiver Schneefall im England der 1930er Jahre sorgt vor allem auf dem Land für unpassierbare Straßen und zwingt eine illustre Auswahl völlig unterschiedlicher Charaktere gemeinsam eine längere Zeit, ...

Massiver Schneefall im England der 1930er Jahre sorgt vor allem auf dem Land für unpassierbare Straßen und zwingt eine illustre Auswahl völlig unterschiedlicher Charaktere gemeinsam eine längere Zeit, abgeschnitten von der Umwelt, in einem kleinen, jedoch gut ausgestatteten Landgasthof zu verbringen. Man arrangiert sich zunächst recht gut miteinander, aber schon bald sorgt der Fund einer Leiche für Unruhe unter den Eingeschlossenen. Das Misstrauen steigt - erste Ermittlungen der Anwesenden und der Polizei ergeben, das einige der Gestrandeten tatsächlich durchaus ein Motiv für den Mord haben. Als weitere merkwürdige Vorgänge die Eingeschneiten weiter aufschrecken und für Verunsicherung sorgen, nehmen die Ermittlungen so manche spannende Wendung...

Molly Thynnes' Buch "Eingeschneit mit einem Mörder" ist ein wunderbar zu lesender, nun wieder neu aufgelegter Krimi aus den 1930er Jahren. Seine Entstehung fällt in das "Goldene Zeitalter des englischen Krimis" und erinnert in Stil und Storyline stark an die Bücher von Agatha Christie, die sich die frühzeitiger geschaffenen Bücher von Molly Thynne wohl durchaus als Vorbild für ihre eigenen Storys genommen hat.

Auf jeden Fall sehr lesenswert - nicht nur für Liebhaber klassischer englischer Krimis.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Kurzweilige Fortsetzung der Gardasee-Krimireihe

Salute - Das letzte Gebet
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"Salute. Das letzte Gebet" ist der mittlerweile dritte Band der Krimireihe um den vor einiger Zeit an den Gardasee nach Bardolino ausgewanderten ehemaligen Münchner Kommissar Zeitler und den ortsansässigen ...

"Salute. Das letzte Gebet" ist der mittlerweile dritte Band der Krimireihe um den vor einiger Zeit an den Gardasee nach Bardolino ausgewanderten ehemaligen Münchner Kommissar Zeitler und den ortsansässigen italienischen Commissario Lanza. Mit seinem flüssigen, gefälligen Schreibstil schafft der Autor Friedrich Kalpenstein auch diesmal wieder eine angenehme Atmosphäre, in der sich der Leser problemlos auf die neuen (kriminellen und gesellschaftlichen) Ereignisse rund um den malerischen Ort Bardolino und seine eigenwilligen, aber sympathischen Bewohner einlassen kann.

Zeitler steht vor einer ungewissen Zukunft. Der ehemalige Kommissar, der vor einiger Zeit nach Bardolino am Gardasee ausgewandert ist und dort erfolgreich als Barista das Cafe "Monaco" betreibt, betrauert den plötzlichen Tod seiner Vermieterin und mütterlichen Freundin Sofia Barone. Nach ihrem Tod ändern sich die Besitzverhältnisse und Zeitler weiß, nicht wie es mit dem Mietvertrag für sein Cafe und die darüber liegende Wohnung weitergehen wird.
Auf dem Weg zur Beerdigung von Sofia wird Zeitler darüber hinaus Zeuge eines Menschenauflaufs vor der örtlichen Kirche. Ein Mann ist offenbar zu Tode gekommen und nach einem natürlichen Tod sieht es nicht aus. Statt das Ganze auf sich beruhen zu lassen und sich mit seiner Trauer und Unklarheiten in seinem eigenem Leben zu beschäftigen, kommt der alte Ermittler-Spürsinn wieder hoch und Zeitler schaut sich die Umstände und den Tatort etwas genauer an. Sehr zum Missfallen des örtlichen Commissario Lanza, der ohnehin seit langem ein misstrauisches Auge auf den Deutschen hat. Lanza nimmt die Ermittlungen auf, aber der Fall erweist sich als äußerst knifflig...

Ein schöner Wohlfühlkrimi vor der malerischen Kulisse des Gardasees mit einer überraschenden, sich erst ganz am Schluss abzeichnenden Auflösung - auf jeden Fall sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Wunderbare Unterhaltung - der Donnerstagsmordclub hält was er verspricht

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Der mittlerweile fünfte Band der außergewöhnlichen "Donnerstagsmordclub"-Serie aus der Feder des genialen Autors Richard Osman hält wieder ohne Einschränkung was er verspricht. Eine tolle, abgefahrene ...

Der mittlerweile fünfte Band der außergewöhnlichen "Donnerstagsmordclub"-Serie aus der Feder des genialen Autors Richard Osman hält wieder ohne Einschränkung was er verspricht. Eine tolle, abgefahrene Haupt-Storyline, mehrere spannende, abwechslungsreiche und bereichernde Nebenlinien, die ebenso eigenwilligen wie liebenswerten Charaktere - es stimmt auch diesmal wieder einfach alles.

Es war um den in der Seniorenresidenz Coopers Chase angesiedelten Donnerstagsmordclub seit dem letzten Fall ein wenig ruhig geworden. Die Mitglieder waren - jedes für sich - längere Zeit mit ihren eigenen Dingen beschäftigt. Vor allem Elisabeth, die "Anführerin" der Rentnerermittler, hat mit ihrem vor kurzem erlittenen schweren persönlichen Schicksalsschlag zu kämpfen und sie hat mit der Bewältigung alle Hände voll zu tun. Joyce, Ibrahim, Ron und vor allem auch Bogdan helfen ihr so gut es geht, aber sie ist noch längst nicht wieder die Alte.

Auf der Hochzeit von Joyce' Tochter Joanna wird Elisabeth dann von dem augenscheinlich sehr nervösen Trauzeugen Nick Silver direkt kontaktiert und um Hilfe gebeten. Elisabeth bringt sich in Stellung, aber dann verschwindet Nick unmittelbar nach der Hochzeit spurlos und seltsame Entwicklungen nehmen ihren Lauf. Ein neuer Fall für den Donnerstagmordclub tut sich auf und plötzlich sind die vier Rentner wieder mitten drin in Ihren Ermittlungen - mit etwas veränderten Schwerpunkten, aber gerade das macht es spannend.

Die Bücher dieser Serie fesseln den Leser - nicht zuletzt durch den noch immer außergewöhnlichen Erzählstil von Richard Osman - von der ersten bis zur letzten Seite. Mich macht der "Donnerstagsmordclub" jedes Mal glücklich und traurig zugleich. Glücklich, weil ich endlich wieder Abenteuer mit diesen fantastischen Protagonisten erleben darf, und traurig, weil das beglückende Leseerlebnis immer so schnell vorbei ist und ich dann wieder ein gutes Jahr auf "Nachschub" warten muss...

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Veröffentlicht am 08.06.2025

In ihrem dritten Fall stoßen Fentje Jacobsen und Niklas John auf eine verdächtige Mauer des Schweigens

Akte Nordsee - Das schweigende Dorf
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Als die junge Anwältin Fentje Jacobsen mitten in der Nacht einen Anruf von einem ihr unbekannten Mann erhält, wird sie stutzig. Der Anrufer bittet sie um ihre Hilfe und gesteht in seiner scheinbaren Verwirrtheit ...

Als die junge Anwältin Fentje Jacobsen mitten in der Nacht einen Anruf von einem ihr unbekannten Mann erhält, wird sie stutzig. Der Anrufer bittet sie um ihre Hilfe und gesteht in seiner scheinbaren Verwirrtheit jemanden erschlagen zu haben - zumindest glaubt er das.

Als am nächsten Morgen in einem Nachbardorf tatsächlich ein Toter aufgefunden wird, scheint sich der Wahrheitsgehalt des Anrufes zu bestätigen. Das Problem ist nur - der Anrufer des Vorabends wurde im selben Haus gefunden - ebenfalls tot, scheinbar erhängt, offenbar Selbstmord.

Obwohl ihr "Klient" nicht mehr lebt und sie streng genommen kein Mandat hat, fühlt sich Fentje irgendwie verantwortlich und beginnt - gemeinsam mit dem Journalisten Niklas John - in der Angelegenheit zu ermitteln. Doch bei ihren Nachforschungen in Helenendeich - dem Dorf des Geschehens - stoßen die beiden auf Ablehnung, Schweigen und sogar Anfeindungen. Was ist dort wirklich passiert? Warum schweigt ein ganzes Dorf zu den Vorfällen? Jacobsen und John dringen immer tiefer in ein Dickicht aus lange zurückliegenden grauenhaften Ereignissen ein, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind.

Eva Almstädts' drittes Buch der Reihe "Akte Nordsee" rund um die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John besticht erneut durch sympathische Charktere, eine klare Erzähllinie und einen guten Plot. Die Zusammenhänge sind nachvollziehbar und glaubhaft konstruiert, und auch der "Nebenerzählstrang" auf persönlicher Ebene ist sehr unterhaltsam. Äußerst lesenswert!

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Von Pflanzen und Menschen, die sich von ihnen begeistern lassen

Die feine New Yorker Farngesellschaft
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Der Autor des Buches "Die feine New Yorker Farngesellschaft" Oliver Sacks war ein angesehener britischer Neurologe und Autor, der sich Zeit seines beruflichen Lebens immer darum bemühte, neben seinen komplexen ...

Der Autor des Buches "Die feine New Yorker Farngesellschaft" Oliver Sacks war ein angesehener britischer Neurologe und Autor, der sich Zeit seines beruflichen Lebens immer darum bemühte, neben seinen komplexen Forschungen im medizinischen Bereich nie den Menschen, der hinter den neurologische Krankheiten steckte, aus den Augen zu verlieren.

Sacks war vielfältig interessiert und unter anderem aktives Mitglied der New Yorker Farngesellschaft - einer botanischen Amateur-Vereinigung, die sich mit dem Entdecken und Dokumentieren von Farn-Gewächsen beschäftigt. In diesem Buch schildert Oliver Sacks in Form eines Reiseberichts eine zehntätige Exkursion der Gesellschaft nach Oaxaca in Mexiko, wo auf engstem Raum hunderte von Farnarten zu entdecken sind und die Mitglieder ihre Leidenschaft für diese Pflanzenart voll ausleben können. Ein - auch für Nicht-Botaniker - toll zu lesender Bericht in dem klar wird, dass der Autor nicht nur an dem botanischen Grundthema der Exkursion sehr interessiert ist, sondern auch die sich auf der Reise ergebenden zwischenmenschlichen Beziehungen sehr zu schätzen weiß. Extrem lesenswert...

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