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Veröffentlicht am 05.03.2026

Gut lesbarer Familienroman

Alle glücklich
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„Alle glücklich“ ist mein erstes Buch von Kira Mohn und ich war voller Vorfreude auf diesen Familienroman.

Die Geschichte handelt von einer Familie, die nach außen hin alles zu haben scheint: Mama, Papa ...

„Alle glücklich“ ist mein erstes Buch von Kira Mohn und ich war voller Vorfreude auf diesen Familienroman.

Die Geschichte handelt von einer Familie, die nach außen hin alles zu haben scheint: Mama, Papa und zwei Kinder, alle erfolgreich, alle glücklich. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr merkte ich, dass dieses Bild trügt. Hinter der glänzenden Oberfläche verbergen sich Spannungen und unausgesprochene Konflikte. Natürlich ist die Erkenntnis, dass keine Familie wirklich perfekt ist, nichts Neues, schließlich trägt jeder sein eigenes Päckchen mit sich herum. Trotzdem fand ich es spannend zu beobachten, wie sich nach und nach die Risse in dieser vermeintlich heilen Welt zeigen.

Der leicht zugängliche, flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch liest sich schnell und unkompliziert. Auch die wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder fand ich gelungen. Jeder trägt seine Gedanken mit sich herum, doch niemand spricht sie wirklich aus. Es ist stellenweise traurig zu sehen, wie sehr diese Familie aneinander vorbeilebt.

Was mich etwas gestört hat, war die starke Neigung zu Klischees. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Rollen sehr eindeutig verteilt sind und insbesondere die männlichen Figuren oft als die „Schuldigen“ oder problematischen Charaktere dargestellt werden. Das wirkte stellenweise einseitig und hätte für meinen Geschmack differenzierter sein dürfen.

Die Figuren sind sorgfältig gezeichnet, doch ich konnte mich nicht vollständig in sie hineinversetzen. Einige Entwicklungen wirkten recht vorhersehbar und haben mich kaum überrascht. Gegen Ende wurde mir die Handlung zudem etwas zu überladen, die Ereignisse wirkten überzogen und verloren für mich an Glaubwürdigkeit. Das Finale hat mich daher eher irritiert als wirklich berührt.

Unterm Strich ist „Alle glücklich“ ein gut lesbarer Familienroman mit einer interessanten Grundidee. Thematisch fand ich das Buch durchaus spannend, emotional hat es mich jedoch nicht vollständig erreicht. Trotzdem eignet sich die Geschichte gut als leichte Lektüre für zwischendurch. 3,5/5 Sternen

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Spannender Thriller mit Defiziten

Blutwild
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Selten hat mich ein Buch so ambivalent zurückgelassen, was die Bewertung angeht. Die Autorin hat mir ihr Erstlingswerk zur Rezension angeboten. Normalerweise lehne ich solche Anfragen inzwischen ab — ich ...

Selten hat mich ein Buch so ambivalent zurückgelassen, was die Bewertung angeht. Die Autorin hat mir ihr Erstlingswerk zur Rezension angeboten. Normalerweise lehne ich solche Anfragen inzwischen ab — ich habe eine gut gefüllte Liste von Büchern, die ich lesen will (und dafür schon nicht genug Zeit), und Bücher, die mir auf diesem Wege angeboten wurden, haben mich zuletzt selten begeistert.

Zwei Dinge waren diesmal anders und deswegen habe ich zugesagt: Zum einen versprach „Blutwild“ einen klassischen Thrillerstoff, zum anderen handelt es sich hierbei ja nicht um ein Buch im Selbstverlag, sondern Saskia te Marveld hat es geschafft, ihr Debüt beim Ullstein Buchverlag zu platzieren.

Der Einstieg hat meine Erwartungen auch absolut erfüllt. Flüssig geschrieben wurde ich direkt in die Geschichte hineingesogen, wie es sich bei einem guten Thriller gehört. Leider hält das Buch das hohe Niveau des Anfangs nicht durch, wobei es nicht an der Story liegt, sondern an Details.

Der Stil ist nicht stringent. Manche Szenen werden so schnell beschrieben, dass man den Eindruck hat, die Beschreibung sollte mit möglichst wenigen Worten auskommen — hier hätte der eine oder andere zusätzliche Satz geholfen. An anderen Stellen werden Details geschildert, die Atmosphäre herstellen sollen, aber dem Fortgang der Geschichte nicht zuträglich sind. Die Protagonistin ist ständig getrieben, was in gefühlt jedem Satz auch durch die Sprache deutlich wird. Mir war es zu viel.

Wirklich warmgeworden bin ich mit der Protagonistin Anka nicht. Ich habe oft nicht verstanden, warum sie sich in gewisse Situationen bringt. Eine traumatisierte und verängstigte Person stürzt sich kopfüber in potentiell lebensgefährliche Abenteuer — das ergab für mich an einigen Stellen keinen Sinn.

Während des Lesens dachte ich oft, dass hier ein besseres Lektorat geholfen hätte. Meine größte Irritation war daher das explizite Lob an die Lektorin in der Danksagung. Also meiner Meinung nach war da mehr drin. Allein den inflationären Gebrauch des Satzes „das Blut rauschte in ihren Ohren“ muss man eindämmen. Es hat mich dermaßen genervt, dass ich recherchiert habe, ob man wirklich das Blut im Ohr rauschen hören kann. Ja, kann man, ironischerweise wohl vor allem in ruhigen Situationen und nicht in Panik. Man sollte das aber dringend ärztlich abchecken lassen. Ich schweife ab.

„Blutwild“ ist ein spannender Thriller, der mich unterhalten hat. Die Story ist hinreichend originell, dass ich sie in einem Zug gelesen habe. Ich hatte schon Bücher, durch die ich mich durchkämpfen musste, das ist hier absolut nicht der Fall gewesen.

Die angesprochenen handwerklichen Defizite trüben leider den Gesamteindruck etwas, so dass ich am Ende 3,5 / 5 Sternen vergebe. Thrillerfans werden die Lektüre nicht bereuen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Solider Psychothriller

Eine von uns
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Der Klappentext des Buches „Eine von uns“ hat mich neugierig in die Geschichte starten lassen. Der Anfang ist stark: Gina und ihre Familie ziehen nach einem Brand vorübergehend bei ihrer guten Freundin ...

Der Klappentext des Buches „Eine von uns“ hat mich neugierig in die Geschichte starten lassen. Der Anfang ist stark: Gina und ihre Familie ziehen nach einem Brand vorübergehend bei ihrer guten Freundin Annie ein. Diese ist aktuell auf Reisen, aber ihre Haushälterin Mary ist da und sie ist speziell: Aufdringlich, kontrollierend, irgendwie unheimlich. Gina bekommt schnell ein ungutes Gefühl, fühlt sich zunehmend beobachtet, doch sie ist auch überfordert mit einem Kleinkind, einem Baby und einem zerstörtes Zuhause.
Parallel zu Ginas Geschichte lernen wir Mary besser kennen. Schnell wird klar, dass sie ihre ganz eigenen Ziele verfolgt und dafür ist sie bereit zum Äußersten zu gehen.
Außerdem wird in Rückblenden über die Jugendzeit von Gina und ihren Freundinnen berichtet und von einer verhängnisvollen Nacht berichtet. Eine Nacht, die auch Gina zu dem Menschen gemacht hat, der sie heute ist. Das Thema Freundschaft, Schuld und Verdrängung rücken zunehmend in den Fokus. Der Teil hat mich wirklich gut unterhalten.
Im Mittelteil flacht die anfängliche Spannung jedoch ab und das Geschehen hat mich nicht mehr völlig gepackt. Einige Wendungen wirkten eher konstruiert als überraschend und leider auch vorhersehbar. Die Charaktere blieben für mich insgesamt zu eindimensional. Vor allem Ginas Verhalten war oft schwer nachvollziehbar und ich wollte ihr beim Lesen mehrfach zurufen: „Tu das bloß nicht!“
Zum Ende hin wird es noch einmal richtig turbulent, aber hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Die Reaktionen der Hauptfiguren empfand ich als unrealistisch und auch der letzte Twist war für mich eindeutig zu viel des Guten.
Fazit: „Eine von uns“ ist ein solider Psychothriller mit atmosphärischem Einstieg und interessanter Struktur. Für Leser:innen, die in erster Linie gut unterhalten werden möchten und kleinere Unstimmigkeiten verzeihen können, ist das Buch durchaus empfehlenswert. 3,5/5 Sternen

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Sorindas Geschichte

Vengeance of the Pirate Queen - Fürchte meine Rache
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Band drei – und was für ein Abschluss! „Vengeance of the Pirate Queen“ ist das Finale der Piratinnen-Reihe von Tricia Levenseller, und diesmal steht Sorinda im Mittelpunkt. Bisher war sie die schweigsame ...

Band drei – und was für ein Abschluss! „Vengeance of the Pirate Queen“ ist das Finale der Piratinnen-Reihe von Tricia Levenseller, und diesmal steht Sorinda im Mittelpunkt. Bisher war sie die schweigsame Assassinin im Schatten, doch jetzt bekommt sie ihr eigenes Schiff – und eine gefährliche Mission.

Was als Auftrag beginnt, wird schnell zu ihrer Geschichte. Denn Sorinda kann zwar lautlos töten, aber Gefühle wegdrücken? Das ist eine ganz andere Liga. Auf ihrer Reise wird klar: Jetzt steht sie im Mittelpunkt, auch wenn sie sonst lieber im Schatten bleibt. Sie ist die Kapitänin und alle schauen zu ihr auf und als sie auch noch versehentlich den König der Tiefe weckt, steht sie komplett im Mittelpunkt.

Ihr Mantra seit Kindheitstagen lautet: Du kannst keine Angst vor der Dunkelheit haben, wenn du selbst das Monster bist, das in den Schatten lauert. Doch Sorinda ist mehr als das – wir bekommen einen Blick hinter die kühle Fassade, auf ihre Vergangenheit, ihre Ängste und ihr Herz. Und das gehört längst Kearan, auch wenn sie es sich nur zögerlich eingesteht.

Tricia Levenseller bleibt sich treu: Es gibt Action, Piratenflair, starke Frauenfiguren und eine Prise Romantik – ohne zu verkitschen. Tiefgang? Nicht allzu viel, aber das ist okay. Diese Reihe will unterhalten, mit schnellen Dialogen, Spannung, Action und jeder Menge Frauenpower.

Wer Piratengeschichten mag und ein Herz für toughe, aber verletzliche Heldinnen hat, sollte sich die Reihe definitiv ansehen. Sorinda bekommt mit diesem Band endlich die Bühne, die sie verdient – ein gelungener Abschluss.

4/5 Sternen – weil es einfach wieder ein tolles Piratenabenteuer ist.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Drum pflege deine Freundschaft

Was uns zusammenhält
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In diesem Spannungs-Roman geht es um die ehemals besten Freundinnen aus Kindertagen Billie und Cassie. Cassie ist mit einem wohlhabenden Mann verheiratet, erfolgreiche Influencerin und hat ein Baby. Billie ...

In diesem Spannungs-Roman geht es um die ehemals besten Freundinnen aus Kindertagen Billie und Cassie. Cassie ist mit einem wohlhabenden Mann verheiratet, erfolgreiche Influencerin und hat ein Baby. Billie ist alleinstehend, kinderlos und passt nicht mehr in die Welt von Cassie. Doch dann nähern sich die beiden wieder an, nachdem Cassies Tochter auf ihrer Party verschwunden ist und nach kurzer Zeit vor ihrer Tür wieder abgelegt wird. Dumm nur, dass Cassie nicht weiß, dass ausgerechnet Billie etwas mit der Entführung zu tun hat.

Ich war sofort Feuer und Flamme das Buch zu lesen, der Klappentext klingt nach einer außergewöhnlichen Geschichte.

Der Debütroman der Autorin „Tell me Lies“ wurde als Serie verfilmt. Auch „Was uns zusammenhält“ bietet mit seinen 506 Seiten Potenzial für eine Serie, ist es doch durch Perspektivwechsel und viele Flashbacks in die Vergangenheit geprägt.

Am Anfang bin ich problemlos in die Geschichte gestartet und es hat sich viel Spannung aufgebaut. Alles läuft, wie aus dem Buchtitel schon ersichtlich, auf eine Frage hinaus: Was hält die beiden noch zusammen? Denn ihre Leben haben beide unterschiedliche Richtungen genommen.

Beide Freundinnen sind spezielle Charaktere, die nicht nur Sympathieträgerinnen sind. Es hat mir gefallen, wie die Autorin sowohl das Positive als auch das Negative der Persönlichkeiten aufgezeigt hat.

Schnell wird klar, dass die Freundschaft toxische Formen angenommen hat. Um die Komplexität der Freundschaft zu erklären, gibt es viele Rückblenden. Für mich hat das Buch dadurch an Spannung verloren und Längen aufgebaut. Gerne hätte ich eine stringentere Linie verfolgt und weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.

Sehr gefallen hat mir, dass die Autorin die Schattenseiten von Social Media behandelt hat.

Fazit: „Was uns zusammenhält“ ist ein modernes Drama mit Psycho-Thriller-Elementen und behandelt die Schattenseiten einer Frauenfreundschaft. Ich vergebe 3,5/5 Sternen und sprechen eine Leseempfehlung für alle aus, die eine komplexe Geschichte lesen möchten.

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