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Veröffentlicht am 29.01.2026

Leben in Traumstädten

Der chinesische Kompass
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Am Anfang der Geschichte lernen wir Lai Fang kennen, die Teile ihrer Erinnerung verloren hat, sich jedoch noch an ihren Vater erinnert. Ihre Suche nach ihm bleibt zunächst ergebnislos. Schließlich nimmt ...

Am Anfang der Geschichte lernen wir Lai Fang kennen, die Teile ihrer Erinnerung verloren hat, sich jedoch noch an ihren Vater erinnert. Ihre Suche nach ihm bleibt zunächst ergebnislos. Schließlich nimmt sie die Hilfe von Suresh in Anspruch, den sie über Online-Dating kennenlernt. Ab diesem Punkt wird es schwierig, ihre Beziehung spoilerfrei wiederzugeben, weshalb ich in der Handlung etwas vorspringe.

Der angekündigte Fantasyanteil entfaltet sich vor allem in der zweiten Hälfte des Romans. Um der Überbevölkerung der Welt entgegenzuwirken, haben die Chinesen einen Weg gefunden, sogenannte Traumstädte zu errichten und dort zu leben. In diesem Kontext stößt Lai schließlich auf eine heiße Spur, die sie ihrem Vater näherbringt.

Das Buch liest sich sehr schnell weg – die rund 200 Seiten hatte ich innerhalb eines Tages durch. Damit sind wir auch direkt bei den Stärken des Romans: Diese liegen eindeutig in seinen Ideen. Der entworfene fantasievolle Teil ist innovativ, spannend und eng mit politischen sowie gesellschaftlichen Problematiken verknüpft. Vieles wird durch eine Mischung aus Fantasie und Wissenschaft erklärt, was dem Worldbuilding eine gewisse Plastizität verleiht. Allerdings wird dieser Ansatz nicht konsequent durchgehalten.

Den Mittelteil habe ich als stimmig empfunden. Zum Ende hin wirkt die Handlung jedoch übereilt: Viele Aspekte werden nicht ausreichend erklärt oder zufriedenstellend zu Ende geführt. Es bleiben mehr Fragen als Antworten. Das kann zwar ein bewusstes Stilmittel sein, um zum eigenständigen Nachdenken anzuregen, geht hier jedoch leider auf Kosten von Story und Kontinuität.

Auch der Einstieg wirkt überhastet. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Lai und Suresh erschien mir bereits auf den ersten Seiten fragwürdig. Ein ausführlicherer Beginn, der beide Figuren facettenreicher darstellt, hätte eine stärkere emotionale Bindung ermöglichen können. So bleibt beispielsweise unklar, warum Lai Drogen von Suresh annimmt, obwohl sie ihn kaum kennt. Die Beziehung wirkt wie eine flüchtige Bekanntschaft, der sie plötzlich vollkommen vertraut.

Insgesamt ist es eine Geschichte mit wirklich starken Ideen und großem Potenzial, dessen Umsetzung jedoch nicht durchgehend überzeugt. Weitere 100 bis 150 Seiten hätten der Story gutgetan und ihr mehr Tiefe, Details und erzählerische Ruhe verleihen können.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Gute Geschichte, falscher Fokus

Hazel sagt Nein
5

Der Roman ist gut zu lesen, wird seinem Thema jedoch nicht immer gerecht. Um zunächst irreführende Vermutungen zu entkräften, die durch Cover und Klappentext entstehen könnten: Hazel sagt Nein behandelt ...

Der Roman ist gut zu lesen, wird seinem Thema jedoch nicht immer gerecht. Um zunächst irreführende Vermutungen zu entkräften, die durch Cover und Klappentext entstehen könnten: Hazel sagt Nein behandelt sexuellen Missbrauch oder Gewalt nicht explizit. Auch der Machtmissbrauch des Schulleiters wird nicht bis ins Detail ausgearbeitet.

Worum geht es also stattdessen? Am ehesten lässt sich der Roman als eine ernstere, reifere Version von Gilmore Girls beschreiben. Im Mittelpunkt steht der Umzug der Familie Bloom aus der schillernden Großstadt in eine amerikanische Kleinstadt. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive aller Familienmitglieder: der 18-jährigen Hazel, ihres 11-jährigen Bruders Wolf sowie der Eltern Claire und Gus. Letztere bleiben jedoch in Charakterzeichnung und Handlung auffallend blass. Ihre Passivität wirkt stellenweise überzeichnet, sodass man sie eher als Nebenfiguren hätte einsetzen können, um den Kindern mehr Raum zu geben.

Der Roman beginnt sehr stark, verliert jedoch in der Mitte an Spannung und kippt beinahe in eine märchenhafte Fügung. Hazel kommt insgesamt zu gut davon. Das kann Leser*innen Mut machen, selbst den Mund aufzumachen, blendet jedoch die Realität vieler Betroffener aus. Häufig fügt sich das Leben nach einem solchen „Nein“ eben nicht zum Guten, sondern entwickelt eine zerstörerische Dynamik. Diese Realität bleibt im Roman weitgehend unberührt.
Zwar überzeugt das Buch mit einigen gelungenen Dialogen und einer kritischen Auseinandersetzung mit Image, Wahrheit und öffentlicher Wahrnehmung. Der Schulleiter selbst verkommt jedoch zur Randfigur. Das kann man als bewusste Entscheidung verstehen, Tätern keine Bühne zu geben. Literarisch funktioniert dieser Ansatz jedoch nur bedingt, denn für Betroffene bleibt der Täter meist lange alles andere als eine Nebenfigur.

Ein weiterer Punkt, der das Lesen stellenweise schwierig machen kann, betrifft die Darstellung von Neurodivergenz. Wolf wird als Kind mit ADHS eingeführt, jedoch häufig lediglich als nervig oder anstrengend beschrieben, ohne dass dies im Text wirklich eingeordnet oder erklärt wird. Gerade für neurodivergente Leser/innen kann das schmerzhaft sein, da es ein sehr reales Erleben widerspiegelt: als störend oder seltsam wahrgenommen zu werden, ohne dass jemand die Hintergründe benennt oder vermittelt. Diese Perspektive bleibt im Roman leider unreflektiert und reproduziert damit genau jene Sprachlosigkeit, die viele ND-Menschen aus ihrem Alltag kennen.

Als Roman über sexuellen Missbrauch überzeugt Hazel sagt Nein daher nur eingeschränkt. Als Kleinstadtgeschichte über eine junge Frau, die trotz Zweifel und Verletzlichkeit für sich und ihren Standpunkt einsteht, funktioniert das Buch deutlich besser. Mit einem anderen Ausgangspunkt wäre die Geschichte für mich runder gewesen: kein Schulleiter, sondern etwa dessen Sohn, der glaubt, aufgrund von Beliebtheit und sozialer Stellung jedes „Nein“ übergehen zu können. Auch hier hätte Hazels Ablehnung Gewicht gehabt, ohne sexuellen Missbrauch zum zentralen Thema zu machen. Machtmissbrauch, Gerüchte, Image und Feminismus hätten ebenso verhandelt werden können, und der restliche Roman hätte mit kleinen Anpassungen hervorragend gepasst.
Denn letztlich erzählt das Buch von einer jungen Frau mit dem Wunsch, Schriftstellerin zu werden, die lernt, zu ihrem „Nein“ zu stehen und trotz Widrigkeiten ihren eigenen Weg zu gehen. Die Perspektiven der übrigen Familienmitglieder ergänzen dies durch kleinere und größere Alltagskonflikte. Insgesamt ist Hazel sagt Nein ein Roman der leisen Töne, der sich ein zu schweres Thema gewählt hat, dem er nicht vollständig gerecht wird. Wer darüber hinwegsehen kann, erhält eine gesellschaftskritische Kleinstadtgeschichte, die jedoch stellenweise zu sehr auf amerikanisierte, glückliche Fügungen setzt.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Nimmt am Anfang viel vorweg

Ready Player One
0

Ready Player One stand lange auf meiner Wunschliste. Umso mehr freute ich mich als schließlich eine Neuauflage davon in den Handel kam und ich es endlich mein Eigentum nennen konnte.

Da ich selber gerne ...

Ready Player One stand lange auf meiner Wunschliste. Umso mehr freute ich mich als schließlich eine Neuauflage davon in den Handel kam und ich es endlich mein Eigentum nennen konnte.

Da ich selber gerne Games zocke, lese ich auch immer gerne mal Romane in denen dies eine elementarer Bestandteil ist. Streckenweise hält Ready Player One auch genau das, was ich mir von einem Roman dieses Genres wünsche. Facettenreichtum, Eintauchen in jede Menge "verschiedene" Spielwelten und umfangreiche Details. Die Welt, in die man als Spieler eintaucht hat durchaus ihren Reiz. Genauso wie der Wettstreit um das Erbe des Gründers dieser Oasis. Allerdings wird der Ausgang davon direkt auf den ersten Seiten vorweg genommen. Man muss demnach gar nicht mehr groß darum mitfiebern, wer es schafft und wer nicht. Alle Komplikationen auf dem Weg verfehlen dadurch ebenfalls ihre Wirkung. Auch den Hauptcharakter empfand ich streckenweise als etwas anstrengend. Ich kann durchaus etwas mit nerdigen Charakteren anfangen. Aber sein Interesse an dem Gründer der Oasis grenzte schon an Besessenheit. Er kannte jeden Film, jede Serie und jedes musikstück, dass der Gründer favorisierte. Ohne Ausnahme. Dadurch waren die vielen Rätsel um an das Erbe zu kommen auch nur selten eine richtige Herausforderung für ihn. Es wäre interessanter gewesen, wenn er diesbezüglich mehr Schwächen gehabt hätte und auch andere eine stärkere Konkurrenz gewesen wären.

Trotzdem ein solides Buch, das man durchaus mal lesen kann.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Guter Ansatz, mäßig erklärt

Die geheime Sprache unseres Körpers
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Das Buch beginnt vielversprechend, verfehlt für mich aber früh einen zentralen Punkt. Es beschreibt neurotypische Funktionsweisen und stellt sie als allgemeingültig dar. Gerade in einem aktuellen Sachbuch ...

Das Buch beginnt vielversprechend, verfehlt für mich aber früh einen zentralen Punkt. Es beschreibt neurotypische Funktionsweisen und stellt sie als allgemeingültig dar. Gerade in einem aktuellen Sachbuch hätte ich einen Hinweis erwartet, dass diese Sichtweise nicht für alle gilt, besonders nicht für Menschen mit ADHS oder Autismus.

Im zweiten Kapitel gibt es hilfreiche Übungen, die ich als Stärke des Buches sehe. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Umsetzung auf ruhige und kontrollierte Umgebungen ausgelegt ist. Für Menschen, die im Alltag viel Reizintensität erleben, ist das unpraktisch. Obwohl empfohlen wird, die Übungen direkt anzuwenden, wirkt dieser Ansatz für mich weltfremd. Viele Techniken eignen sich eher präventiv zu Hause. Dafür sind sie allerdings überwiegend sehr gut.

Kapitel drei bis sechs enthalten mehrere problematische und veraltete Aussagen. Besonders störend ist die Behauptung, Tiere hätten keine Seele, sowie die traditionelle Zuordnung von Emotionsregulation zur Mutter. Solche Ideen stützen misogynes Denken, das man überall in sozialen Medien findet. Diagnosen werden auf einfache Dysregulation reduziert, wodurch der Eindruck entsteht, alles lasse sich mit der einen Methode lösen. Das wirkt verharmlosend und teilweise gefährlich.

Auch die Begriffe werden unsauber verwendet. Der Begriff Trigger wird zunächst mit Alltagsstress gleichgesetzt und erst später mit Trauma verknüpft. Zudem werden viele Diagnosen auf ein dysreguliertes Nervensystem zurückgeführt und mit Emotionen wie Wut oder Rückzug verbunden. In diesem Zusammenhang wird sogar ein Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen hergestellt. Das ist nicht komplett inkorrekt. Die Darstellung lässt allerdings kaum Raum für lebenslange Beeinträchtigungen, die ein erfülltes Leben trotzdem ermöglichen. Ebenso wird suggeriert, dass sich jeder Mensch im Kontakt mit anderen reguliert, was individuelle Unterschiede ignoriert.

Positiv ist der wertschätzende Ton. Die Autor*innen machen niemandem Vorwürfe. Dennoch wirkt vieles pseudooptimistisch. Die Botschaft lautet, man könne sich jederzeit bewusst in einen regulierten Zustand versetzen. Das klingt gut, kann aber zu Versagensgefühlen führen, wenn es nicht oder nur mäßig gelingt. Verstärkt wird das durch häufige Hinweise darauf, wie vielen Menschen die Methode geholfen habe, die zuvor mit Therapeuten und Ärzten keine Lösung fanden. Diese Art der universellen Heilung wird leider häufig in amerikanischer Literatur versprochen. Damit will ich nicht sagen, dass die Methoden in dem Buch nutzlos sind, aber sie wecken ziemlich hohe Erwartungen an Wunderheilungen.

Ab Kapitel sieben gewinnt das Buch wieder Struktur. Die innere-Kind-Arbeit ist verständlich und zumindest hilfreich angedeutet. Kapitel acht und neun wirken deutlich differenzierter. Erstmals werden beide Elternteile, das Umfeld und kulturelle Hintergründe einbezogen. Dadurch wirken die früheren Erklärungen eindimensional und teilweise überflüssig. Aus den letzten Kapiteln lässt sich für mich etwas mitnehmen.

Die grafische Gestaltung ist ansprechend. Tabellen und Visualisierungen erleichtern den Einstieg und einige Übungen auf Instagram funktionieren gut, wenn man sie präventiv einsetzt.

Unterm Strich bleibt mein Eindruck ambivalent. Die Übungen sind teilweise brauchbar, aber die theoretische Grundlage ist stellenweise veraltet, einseitig oder übertrieben vereinfacht. Der Aufbau ist unausgewogen und ein klarer praxisnaher Leitfaden fehlt. Die Grundidee, Körper und Geist zu verbinden, gefällt mir, doch das Buch selbst konnte mich nicht überzeugen. Ich empfehle es nur eingeschränkt. Die Methode ist vermutlich in Ordnung, aber das Autorenteam wirkt sicherer im Coaching und auf Social Media als im Schreiben eines fundierten Sachbuchs.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Mhhh...

Mörderhotel
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Ein Roman nach einer wahren Geschichte. Herman Webster Mudgett war einer der wohl brutalsten und gleichermaßen unheimlichsten Serienmörder weltweit. Er ließ um 1890 herum ein riesiges Hotel in Chicago ...

Ein Roman nach einer wahren Geschichte. Herman Webster Mudgett war einer der wohl brutalsten und gleichermaßen unheimlichsten Serienmörder weltweit. Er ließ um 1890 herum ein riesiges Hotel in Chicago bauen. Da er verschiedene Unternehmer beschäftigte, besaß keiner einen exakten Grundriss des Hotels. Nur so konnte er seinen Plan viele verschiedene Geheimgänge und -Räume zu errichten bestens in die Tat umsetzen. Diese brauchte er für seine zahlreichen Folter- und Gaskammern. Auch Säurebäder soll es gegeben haben. Um sich einen exklusiven Lebensstil zu ermöglichen, erleichterte er seine Opfer um ihr Geld und verkaufte einzelne Teile der Leichen an Mediziner oder Universitäten. Mehr als 200 Morde soll er bereits verübt haben als die Polizei ihm auf die Schliche kam.


MEINUNG:
Ohne Frage, Wolfgang Hohlbein hat einen angenehmen Schreibstil. Somit findet man auch gut in diesen Roman rein. Allerdings wurde sehr viel in die Länge gezogen. Das Buch hat über 800 Seiten, hätte aber locker um die 300 Seiten gekürzt werden können. Da man sich kapitelweise manchmal einfach nur durch die Geschichte quält, verliert der Roman einiges an Spannung. Dabei hat der Roman durchaus seine Höhepunkte, die ich wirklich sehr gerne gelesen habe. Die Langatmigkeit vermieste mir den Lesespaß nur auf die Dauer.
Als Pluspunkt sehe ich jedoch, dass die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr gut rüber gebracht wird. Man kann sich sehr gut in das Damals hinein versetzen, in der vieles vom Umbruch bestimmt war, die Leute den Fortschritt feierten, während die Probleme der Elendsviertel übergangen wurden.
Zudem gefiel es mir, dass die Kapitel keine chronologische Reihenfolge hatten und man zwischendurch in der Zeit umher gesprungen ist. Dies dürfte für andere allerdings vielleicht auch verwirrend sein.


Das Mörderhotel existierte wirklich. Trotzdem wurde hier mit den historischen Fakten sehr freigiebig umgegangen. Einiges wurde abgeändert, anderes dazugedichtet. Dies ist auch nicht weiter störend, wie ich finde. Wer allerdings einen möglichst authentischen historischen Roman erwartet, sollte hier besser die Finger von weg lassen. Auch sollte man nicht allzu empfindlich sein, was blutige oder ekelige Szenen angeht. Hohlbein lässt bei den Beschreibungen der Gräueltaten kaum ein Detail aus und das kann und möchte bestimmt nicht jeder lesen. Die Charaktere waren thematisch bedingt nicht wirklich sympathisch, aber meiner Meinung nach gut und logisch ausgearbeitet. Leider gab es nur keinen richtigen Handlungsstrang oder einen Spannungsbogen. Alles wirkt eher wie eine Anreihung von Ereignissen: Erst passierte dies, dann das usw. Somit konnte mich das Buch nach der Hälfte nicht mehr wirklich begeistern und ich weiß auch nicht, ob ich es wirklich empfehlen kann.


PRO & CONTRA:
+ Settings und Atmosphäre der damaligen Zeit werden bildhaft und authentisch widergegeben
- sehr langatmig, hätte um einige Seiten kürzer sein können
- kein richtiger Handlungsstrang


FAZIT:
Ein Buch, das Geduld verlangt. Der über 800 Seiten schwere Wälzer bietet keinen richtigen Spannungsbogen, zeigt aber durchaus eine interessante Fallstudie um die Taten des Herman Webster Mudgett alias H.H. Holmes. Leider verliert sich Hohlbein hier zu sehr in Details, sodass es irgendwann einfach nur ermüdend ist. Wer den Inhalt jedoch interessant findet, sollte einen Blick in "American Horror Story: Hotel" werfen. Auch hier diente das Mörderhotel als Inspiration für die Handlung.

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