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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

Interessant

Die weiße Nacht
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Berlin 1946. Es ist Winter, eisige Kälte und die Menschen hungern und frieren. Lou ist Fotografin, doch sie kann von ihren Bildern nicht leben. Zufällig fotografiert sie eine tote Frau. Kommissar König ...

Berlin 1946. Es ist Winter, eisige Kälte und die Menschen hungern und frieren. Lou ist Fotografin, doch sie kann von ihren Bildern nicht leben. Zufällig fotografiert sie eine tote Frau. Kommissar König konfisziert diese Bilder. Doch er kommt mit dem Fall nicht weiter. Die Ermittlungen stecken fest…

Das Buch ist ein sehr solider historischer Krimi, der zu einer besonders schwierigen Zeit spielt. Die Hauptfiguren haben Ecken und Kanten und sind interessant. Ebenfalls sehr gut gelungen sind die Beschreibungen der zerstörten Stadt und die Nöte der Menschen zur damaligen Zeit, die Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche und bei der Suche nach Heizmaterial. Der Fall selbst tritt für meine Begriffe allerdings etwas zu oft in den Hintergrund und ich hätte es gerne etwas spannender gehabt. Trotzdem gibt es bei mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Unbekannte Heldinnen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen arbeitet bei der BBC und stellt unbekannte Frauen in ihren Beiträgen vor. Sie bekommt die Aufgabe, ein Buch über Frauen im Zweiten Weltkrieg zu schreiben, die als Agentinnen in das besetzte Frankreich ...

Gwen arbeitet bei der BBC und stellt unbekannte Frauen in ihren Beiträgen vor. Sie bekommt die Aufgabe, ein Buch über Frauen im Zweiten Weltkrieg zu schreiben, die als Agentinnen in das besetzte Frankreich geschleust wurden. Die Suche bringt sie auch zu ihrer familiären Vergangenheit...

Das Buch erzählt in sehr guter Form über die unbekannten Frauen, die im Zweiten Weltkrieg als Funkerinnen und Agentinnen ausgebildet wurden und ins besetzte Frankreich kamen. Dort hatten sie zwar Hilfe, waren aber extrem großen Gefahren ausgesetzt und viele haben ihre Einsätze nicht überlebt. Nach dem Krieg wurden ihre Leistungen fast gar nicht anerkannt. Das Buch setzt ihnen ein Denkmal. Gleichzeitig erzählt es aber auch eine interessante Familiengeschichte und ist gut lesbar. Von mir gibt seine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Abschluss

Düsteres Tal
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Clara leitet in Nairobi eine Schule. Als der norwegische zuständige Minister zu Gast ist, wird die Schule von Terroristen überfallen und er getötet. Clara rettet viele Menschenleben und wird zur Heldin. ...

Clara leitet in Nairobi eine Schule. Als der norwegische zuständige Minister zu Gast ist, wird die Schule von Terroristen überfallen und er getötet. Clara rettet viele Menschenleben und wird zur Heldin. Wieder in Norwegen zurück, bekommt sie den Posten als Justizministerin erneut angeboten. Doch die Schatten aus der Vergangenheit werden immer länger

Das Buch ist der Abschluss der Trilogie. Wie die vorangegangenen Teile ist er sehr gut lesbar und bringt die aktuelle Situation in Norwegen gut auf den Punkt. Die Hauptfigur ist sehr zwiespältig. Nicht direkt unsympathisch, aber als mehrfache Mörderin auch nicht wirklich sympathisch. Mich hat am Ende vor allem interessiert, wie die Situation aufgelöst wird. Und hier wurde ich dann für meinen Geschmack etwas enttäuscht. Für genauere Ausführungen müsste ich allerdings jetzt zu viel spoilern, was ich unterlasse.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Wo ist Annemie?

Das Flüstern der Marsch
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Karl wird bald 80 und in Vorbereitung dieses runden Geburtstages kommt die Familie immer mal zusammen. So auch Mona, die erst eine neue Arbeit begonnen hat. Doch plötzlich ist die Oma – Karls Frau -Annemie ...

Karl wird bald 80 und in Vorbereitung dieses runden Geburtstages kommt die Familie immer mal zusammen. So auch Mona, die erst eine neue Arbeit begonnen hat. Doch plötzlich ist die Oma – Karls Frau -Annemie verschwunden. Karl lässt das scheinbar kalt, während die Familie mit der Suche beginnt. Irgendwann schalten sie die Polizei ein, doch Annemie wird nicht gefunden und so wird der Geburtstag ohne sie gefeiert.

Das Buch ist eine Familiengeschichte der besonderen Art. Es ist sehr gut geschrieben und lässt sich trotz des oft schwierigen Thema sehr gut lesen. Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt und jeweils durch andere Personen. So entwickelt sich das Ganze langsam und als Leser hat man zwar eine Idee, erlebt aber trotzdem immer wieder Überraschungen. Speziell die Mutter-Tochter-Beziehungen in der Familie sind ziemlich dysfunktional, was Ursachen in der Vergangenheit hat und was man aber erst so nach und nach erfährt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Gute Fortsetzung

Elbnächte. Schatten über St. Pauli
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Hamburg 1913. Ella hat ihr schlechtes Leben hinter sich gelassen und bekommt eine Stelle als Anwaltssekretärin. Sie tut sehr viel dafür, dass sie eine Bildung und eine Art Aufstieg bekommt. Louise führt ...

Hamburg 1913. Ella hat ihr schlechtes Leben hinter sich gelassen und bekommt eine Stelle als Anwaltssekretärin. Sie tut sehr viel dafür, dass sie eine Bildung und eine Art Aufstieg bekommt. Louise führt stattdessen ihre kleine Bar weiter, muss sich allerdings sehr in Acht nehmen, denn ihr krimineller Ehemann Victor ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und trachtet ihr nach dem Leben. Paul hingegen bekommt das Angebot, wieder zurück zur Polizei zu gehen und im Archiv zu arbeiten. Er ist nicht sehr davon begeistert, denkt aber darüber nach...

Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung. In erster Linie geht es um die drei Hauptpersonen, die zusammenhalten und viele Abenteuer erleben. Aber so ganz nebenbei erfährt man auch viel über die Zustände im Hamburg, von reich bis arm. Dann erfährt man auch viel über den Kampf der Frauen, unabhängig und vor allem selbstständig zu werden, um nicht immer nur von Männern abhängig zu sein. Das alles ist gut beschrieben, ebenso gut lesbar und unterhaltsam. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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