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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Opulent

Das Spiel der Nachtigall
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Ende des 12 Jahrhunderts. Deutsche Fürsten kämpfen und die Macht, um König von Deutschland bzw. Kaiser zu werden. In dieser Zeit lebt der berühmte Sänger Walther von der Vogelweide, der kräftig bei den ...

Ende des 12 Jahrhunderts. Deutsche Fürsten kämpfen und die Macht, um König von Deutschland bzw. Kaiser zu werden. In dieser Zeit lebt der berühmte Sänger Walther von der Vogelweide, der kräftig bei den politischen Intrigen mitmischt.

Das Buch ist opulent und an manchen Stellen auch etwas ausschweifend. Walther von der Vogelweide hat relativ wenige Daten hinterlassen und so spinnt die Autoren eine Geschichte um sein Leben und fügt eine jüdische Ärztin dazu. Im Nachwort steht dann, dass diese Ärztin frei erfunden ist. Das ist gut gelungen, wenn auch aufgrund der damals herrschenden Situation viele Erklärungen nötig sind und das selbst mir, als historisch interessierten Leser, manchmal etwas zu viel wurde. Ansonsten ist das Buch gut geschrieben und ebenso gut lesbar und ich gebe eine Leseempfehlung ab

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Nicht schlecht

Die Farm der Mädchen
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Zwei hochschwangere Frauen fliehen. Auf der Flucht bekommt eine ihr Kind, welches tot geboren wird. Auch die Mutter stirbt kurz danach. Die Polizei findet das Baby und stellt Ermittlungen an. Hannah ist ...

Zwei hochschwangere Frauen fliehen. Auf der Flucht bekommt eine ihr Kind, welches tot geboren wird. Auch die Mutter stirbt kurz danach. Die Polizei findet das Baby und stellt Ermittlungen an. Hannah ist erst kurz zuvor in den Dienst zurückgekehrt. Sie arbeitet an dem Fall, hat aber auch eine ganze Menge privater Probleme.

Ich fand das Buch an sich nicht schlecht. Die Geschichte ist spannend und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist direkt und klar. Vieles macht neugierig und es werden auch interessante Sachen mit eingebaut. So z. B. die sehr spezielle Krankheit von Hannahs Vater. Allerdings war ich manchmal etwas irritiert über die Einschübe aus der Vergangenheit. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sie dann irgendwas mit dem aktuellen Fall zu tun haben. So waren sie einfach nur nette Zusatzinformationen. In dem ganzen Buch wird auch immer auf einen vorherigen Fall verwiesen. Dieser klang ebenfalls sehr interessant. Ich habe mich gewundert, warum die sicherlich angedachte Reihe nicht mit diesem ersten Fall begonnen hat.

Trotzdem erteile ich eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Die Schrecken des Krieges

TINTE und SCHWERT
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1618, der Dreißigjährige Krieg hat begonnen. Doch zu dem Zeitpunkt weiß noch niemand, dass er 30 Jahre dauern wird. Jacob wohnt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Würzburg und wird ...

1618, der Dreißigjährige Krieg hat begonnen. Doch zu dem Zeitpunkt weiß noch niemand, dass er 30 Jahre dauern wird. Jacob wohnt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Würzburg und wird bei einem Überfall verletzt. Seine Familie stirbt komplett. Er wird gezwungen, in die protestantische Armee von General Mansfeld zu gehen. Aufgrund seiner Schreibkenntnisse wird er befördert und beschließt, sich an Leutnant von Hohenfels zu rächen, der seine Familie umgebracht hat. Doch das ist nicht so einfach und geht erst voran, als er in Pilsen Anna kennenlernt, deren Mutter als Hexe angezeigt wird.

Das Buch handelt von den Anfängen des Dreißigjährigen Krieges. Zum größten Teil geht es um die Belagerung und die Eroberung von Pilsen. Das ist sehr anschaulich beschrieben. Die Schrecken des Krieges werden genau aufgeführt. Man merkt, dass der Autor in entsprechenden Vereinen mitwirkt, denn selbst kleine Details sind vermerkt. So als Beispiel: Wie werden die Zelte beheizt? Die Geschichte von Jacob und später auch Anna kommt mir manchmal ein wenig zu kurz. Ich hoffe, dass das in den beiden Folgebänden ausführlicher ist. Manche ihrer Entscheidungen waren für mich für die damalige Zeit zu risikoreich, ich kann mir schwer vorstellen, dass das wirklich möglich war. Aber ich kann auch nicht behaupten, dass es unmöglich ist. Und so verbuche ich das einfach auf Abenteuer und Spannung, und da gibt es im Buch einiges. Insgesamt ein sehr guter historischer Roman, für den ich eine Leseempfehlung ausspreche.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Interessant

Die weiße Nacht
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Berlin 1946. Es ist Winter, eisige Kälte und die Menschen hungern und frieren. Lou ist Fotografin, doch sie kann von ihren Bildern nicht leben. Zufällig fotografiert sie eine tote Frau. Kommissar König ...

Berlin 1946. Es ist Winter, eisige Kälte und die Menschen hungern und frieren. Lou ist Fotografin, doch sie kann von ihren Bildern nicht leben. Zufällig fotografiert sie eine tote Frau. Kommissar König konfisziert diese Bilder. Doch er kommt mit dem Fall nicht weiter. Die Ermittlungen stecken fest…

Das Buch ist ein sehr solider historischer Krimi, der zu einer besonders schwierigen Zeit spielt. Die Hauptfiguren haben Ecken und Kanten und sind interessant. Ebenfalls sehr gut gelungen sind die Beschreibungen der zerstörten Stadt und die Nöte der Menschen zur damaligen Zeit, die Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche und bei der Suche nach Heizmaterial. Der Fall selbst tritt für meine Begriffe allerdings etwas zu oft in den Hintergrund und ich hätte es gerne etwas spannender gehabt. Trotzdem gibt es bei mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Unbekannte Heldinnen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen arbeitet bei der BBC und stellt unbekannte Frauen in ihren Beiträgen vor. Sie bekommt die Aufgabe, ein Buch über Frauen im Zweiten Weltkrieg zu schreiben, die als Agentinnen in das besetzte Frankreich ...

Gwen arbeitet bei der BBC und stellt unbekannte Frauen in ihren Beiträgen vor. Sie bekommt die Aufgabe, ein Buch über Frauen im Zweiten Weltkrieg zu schreiben, die als Agentinnen in das besetzte Frankreich geschleust wurden. Die Suche bringt sie auch zu ihrer familiären Vergangenheit...

Das Buch erzählt in sehr guter Form über die unbekannten Frauen, die im Zweiten Weltkrieg als Funkerinnen und Agentinnen ausgebildet wurden und ins besetzte Frankreich kamen. Dort hatten sie zwar Hilfe, waren aber extrem großen Gefahren ausgesetzt und viele haben ihre Einsätze nicht überlebt. Nach dem Krieg wurden ihre Leistungen fast gar nicht anerkannt. Das Buch setzt ihnen ein Denkmal. Gleichzeitig erzählt es aber auch eine interessante Familiengeschichte und ist gut lesbar. Von mir gibt seine Leseempfehlung

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