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Veröffentlicht am 19.01.2026

Gelungener dritter Band

Rostiges Grab
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Inhalt:

Vor zehn Jahren ereignete sich im Rostskogen - ein Wald, um den sich so einige Schauergeschichten ranken - ein Mord an einer jungen Frau namens Elena. Die Leiche wieß Ähnlichkeiten zum sogenannten ...

Inhalt:

Vor zehn Jahren ereignete sich im Rostskogen - ein Wald, um den sich so einige Schauergeschichten ranken - ein Mord an einer jungen Frau namens Elena. Die Leiche wieß Ähnlichkeiten zum sogenannten Graumädchen auf, einer Moorleiche, die in eben jenen Wald gefunden wurde. Als nun Elenas Finger auftaucht, bekommt der Fall neue Aufmerksamkeit, denn der angebliche Täter, Elenas Lebensgefährte, ist bis heute spurlos verschwunden. Leo Asker bekommt die Akten über Umwege auf den Schreibtisch. Sie fängt Feuer und beginnt zusammen mit ihrem Team Nachforschungen anzustellen, doch sie ahnt nicht, dass sie sich an diesem Fall sehr schnell die Finger verbrennen kann..

Meine Meinung:

"Rostiges Grab" ist der dritte Band der schwedischen Krimireihe, in deren Zentrum Kriminalkommissarin Leo Asker und der Urban-Explorer Martin Hill stehen. Aufgrund einiger Erwähnungen und Zusammenhänge empfiehlt es sich, die Bücher chronologisch zu lesen, auch wenn sie natürlich auch unabhängig von einander gelesen werden können.

Die Protagonisten der Reihe, Leo Asker und Martin Hill, gefallen mir unglaublich gut. Leo ist eine engagierte Ermittlerin. Noch immer als Leiterin der Reserveabteilung aufs Abstellgleis geschoben, wird ihr in Aussicht gestellt, ihre Karriere wieder anzukurbeln. Doch Leo wäre nicht Leo, wenn sie sich nicht wieder einmal in einen Fall verbeißt und dabei verschiedenen Leuten auf die Füße tritt. Martin Hill, ein Freund von Leo aus Kindheitstagen, ist auch in diesem dritten Band wieder mit von der Partie, auch wenn Leo und er dieses Mal zu großen Teilen getrennte Wege gehen.

Der Plot der Buches ist spannend und wendungsreich. Dank der verschiedenen Perspektiven bleibt es abwechslungsreich und der angenehm zu lesende Schreibstil tut sein Übriges, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Es macht Spaß, Leo und Martin bei ihren Nachforschungen zu begleiten und selbst mitzurätsen. Nach und nach finden immer mehr Puzzleteile an ihren Platz. Das eine oder andere kann man sich im Verlauf des Buches zusammenreimen, trotzdem hält das Ende neben einigen actionreichen Szenen auch Überraschungen für den Leser bereit.

Fazit:

Spannender dritter Band der Reihe mit fulminantem letzten Drittel und sympathischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Der verschwundene Bäcker

Entführung im Himmelreich
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Inhalt:

Morgens auf dem Campingplatz Himmelreich am Schwielowsee. Der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus möchte sich wie gewohnt seine vorbestellten Brötchen am Bäckerwagen abholen - doch dieser ...

Inhalt:

Morgens auf dem Campingplatz Himmelreich am Schwielowsee. Der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus möchte sich wie gewohnt seine vorbestellten Brötchen am Bäckerwagen abholen - doch dieser taucht nicht auf. Kurze Zeit später entdeckt Kupernikus den Wagen abgestellt in einem Waldweg, vom Bäcker fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Kupernikus, seines Zeichens Hobbydetektiv, macht sich - ganz zum Ärger des hiesigen Kommissars Fass - gemeinsam mit seiner neuen Freundin Annabelle Schäfer auf die Suche nach dem Bäcker. Gibt es da einen Zusammenhang zu dem Überfall auf dem Campingplatz, der sich just am Morgen des Verschwindens ereignet hat?

Meine Meinung:

"Entführung im Himmelreich" ist der zweite auf dem am Schwielowsee in Mecklenburg gelegenen Campingplatz Himmelreich spielende Band dieser Krimireihe. Manch einem mag der Campingplatz bereits aus einer Dokuserie aus dem Fernsehen bekannt sein. In dieser Reihe bietet er die atmosphärische Kulisse für die Handlung verschiedener Kriminalfälle.

Der Protagonist der Reihe, der ehemalige Schauspieler und Hobbydetektiv Björn Kupernikus, der nach wie vor auf dem Campingplatz Himmelreich gastiert, war mir bereits im vorherigen Band der Reihe sympathisch. Ich mag seinen trockenen, manchmal etwas platten Humor, die einem als Leser während des Lesens das eine oder andere Mal zum Schmunzeln bringt. Ebenso wie Annabelle Schäfer, die im Dorf unweit des Campingplatz wohnt und Kupernikus bei seinen Nachforschungen tatkräftig unterstützt. Die beiden geben ein eigenwilliges Paar ab und auch wenn sie manchmal wie Feuer und Wasser sind ergänzen sie sich sehr gut.

Der Schreibstil des Autors lässt sich angenehm lesen. Die Handlung ist trotz ein paar zwischenzeitlicher Längen spannend und unterhaltsam. Es macht Spaß. Kupernikus und Annabelle bei ihren Nachforschungen zu begleiten, geraten sie dabei doch regelmäßig in so manche skurrile oder unvorteilhafte Situationen. Am Ende gelingt es ihnen dann aber doch, den Fall restlos aufzuklären. Die schlussendliche Auflösung ist vielleicht nicht sonderlich spektakulär oder überraschend, aber stimmig und passend.

Fazit:

Ein humorvoller Krimi, dessen zwischenzeitlichen Längen durch das skurrile, eigenwillige Ensemble und eine Menge Witz und Charme wett gemacht wird.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Zwei dufte Typen!

Stachel und Stunk
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Die Geschichte um Stachel und Stunk hat mir sehr gefallen. Sie beiden sind anders. Das merken sie schnell als sie in die Kita kommen. Jedes Mal, wenn er Ansgt hat, stellt Stachel seine Stacheln auf. Und ...

Die Geschichte um Stachel und Stunk hat mir sehr gefallen. Sie beiden sind anders. Das merken sie schnell als sie in die Kita kommen. Jedes Mal, wenn er Ansgt hat, stellt Stachel seine Stacheln auf. Und das kommt sehr sehr häufig vor. Und Stunk hingegen stinkt und sein Pups lässt andere ohnmächtig werden. Die beiden sind Außenseiter, bis sie sich anfeunden. Sie unterstützen und helfen sich gegenseitig. Und plötzlich stinkt Stunk gar nicht mehr so doll und Stachel hat nicht mehr andauernd Angst und fährt seine Stacheln aus. Und so werden die beiden von Außenseitern zu eigentlich ganz coolen Typen!

In dieser Geschichte stecken allerhand wichtige Themen. Es geht ums Anderssein. Sowohl Stachel als auch Stunk sind anders und haben zu Beginn auch darunter zu leiden. Doch dann zeigt sich, dass es völlig in Ordnung ist, anders zu sein. Gleichzeitig geht es aber auch darum, den anderen auf seine Art und Weise zu akzeptieren, vielleicht auch nicht gleich auf den ersten Blick zu urteilen. Und natürlich auch ums Thema Freundschaft! Wichtige Themen, die hier kindgerecht verpackt werden.

Insgesamt ist dieses Bilderbuch mit viel Liebe und einfach ansprechend gestaltet, nicht nur die Geschichte an sich sondern auch die Illustrationen im Buch. Besonders gefallen hat mir der Humor, so gibt es allerhand zu entdecken und zum Schmunzeln. Ein rundum gelungenes Bilderbuch!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Spannender Reihenauftakt

Gerächt sein sollst du
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Inhalt:
Kristinestad. Bei den Kanuunakallio-Klippen wird die Leiche des 17-jährigen Jonas gefunden. Mats Bergholm, der sich zu der Zeit gerade im Sommerhaus in seiner alten Heimat befindet, übernimmt gemeinsam ...

Inhalt:
Kristinestad. Bei den Kanuunakallio-Klippen wird die Leiche des 17-jährigen Jonas gefunden. Mats Bergholm, der sich zu der Zeit gerade im Sommerhaus in seiner alten Heimat befindet, übernimmt gemeinsam mit der hiesigen Polizei die Ermittlungen. Während Jonas Tod die Bewohner Kristinestads erschüttert, stellt sich nicht nur heraus, dass Jonas ermordet wurde, sondern auch dass er kurz vor seinem Tod etwas ungeheuerliches getan haben soll. Journalistin Eevi Manner, Mats Jugendliebe, berichtet als hiesige Journalistin von dem Mordfall. Um die Tat aufzuklären, schließen Mats und Eevi sich zusammen.

Meine Meinung:
"Gerächt sein sollst du" ist der erste Teil der finnischen Krimireihe um Ermittler Mats Bergholm und Journalistin Eevi Manner. Der bildhafte und atmosphärische Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen und Dank der recht kurzen Kapitel ist das Buch sehr kurzweilig. An die finnischen Namen musste ich mich zwar zu Beginn erst einmal ein wenig gewöhnen, doch dann habe ich schnell in die Geschichte hineingefunden und mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Die beiden Protagonisten haben mir gut gefallen. Ich fand es spannend, dass die eine gemeinsame Vergangenheit haben, die sie verbindet, aber ihnen auch manchmal im Weg steht. Das Privatleben der beiden spielt entsprechend eine vergleichsweise große Rolle im Buch. Für meinen Geschmack war es ein wenig viel, vorallem Eevis Kinderwunsch ist beinahe dauerhaft präsent.

Der Plot an sich ist spannend und fesselnd. Es gibt so einige Wendungen, die zum Teil auch ein anderes bzw neues Licht auf das Opfer werfen, zudem weiß man lange nicht woran man als Leser wirklich ist. Erst nach und nach fügen sich immer mehr Puzzleteile zusammen. Gegen Ende nimmt die Handlung nochmal deutlich an Fahrt, was mir gut gefallen hat. Die finale, tragische Auflösung ist stimmig und ein gelungener Abschluss des Buches.

Fazit:
Spannender Auftakt einer neuen, vielversprechenden Krimireihe aus Finnland. Trotz kleinerer Kritikpunkte konnte mich das Buch von Anfang bis Ende gut unterhalten, daher bin ich schon gespannt auf den nächsten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Überzeugender Reihenauftakt

Blindspiel
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Inhalt:
Hätte Alexander Ewans geahnt, welche Folgen es für ihn haben würde, hätte er wohl kaum das Fenster eines teuren Autos eingeschlagen und die Aktentasche vom Rücksitz gestohlen. Denn in der Tasche ...

Inhalt:
Hätte Alexander Ewans geahnt, welche Folgen es für ihn haben würde, hätte er wohl kaum das Fenster eines teuren Autos eingeschlagen und die Aktentasche vom Rücksitz gestohlen. Denn in der Tasche befinden sich Notizen eines Serienkillers, der kurze Zeit später von Evans Wohnungstür steht. Kurze Zeit später wird Ewans tot in seiner Wohnung gefunden.

Er ist nicht das einzige Opfer. Beinahe zeitgleich wird eine tote Frau gefunden. Sie ist am gesamten Körper weiß bemalt und in ihrem Rachen steckt eine Schachfigur. Die Kripo Helsinki, die die Ermittlungen übernehmen, ist sich sicher, dass es weitere Opfer geben wird, und bitten den Profiler Milo um Unterstützung.

Meine Meinung:
"Blindspiel" ist der Auftakt einer neuen Thrillerreihe des finnischen Autors Max Seeck. Im Zentrum steht Milo, ein intelligenter und sehr fähiger Profiler. Leider hat er aber auch einige private Probleme. Für meinen Geschmack hätte es die in der Form nicht unbedingt gebraucht, ich fand es vorallem zu Beginn eher verwirrend und too much. Und auch wenn ich Milo an und für sich sympathisch fand, konnte ich doch die eine oder andere Reaktion oder Aktion von ihm nicht wirklich nachvollziehen oder gutheißen.

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt angenehm zu lesen. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und die schnellen Wechsel sorgen sowohl für Abwechslung als auch für Spannung. Selbstverständlich begleitet der Leser Milo, aber beispielsweise auch Minka von der Kripo Helsinki, die mit Milo zusammenarbeitet, oder aber das eine oder andere Opfer, sodass der Leser den Ermittlern gegenüber teilweise einen Wissensvorsprung hat.

Der Plot des Buches ist spannend und fesselnd. Der Modus Operandi des Täters ist speziell und die Inszenierung der Opfer wirft viele Fragen auf. Der Bezug zum Schach hat mir gut gefallen. Lange Zeit scheint der Täter den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Nach und nach zeichnet sich aber auch ab, dass die Morde mit einem Ereignis in der Vergangenheit in Verbindung stehen. Ich fand es sehr spannend, mehr darüber zu erfahren und auch wenn man sich einen Teil mit der Zeit herleiten oder zusammenreimen konnte vermag die schlussendliche Auflösung zu überraschen. Den Ausgang des Falls hätte ich mir zwar anders gewünscht, insgesamt konnte mich das Buch insbesondere in der zweite Hälfte aber überzeugen und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band der Reihe.

Fazit:
Thriller mit außergewöhnlichem Plot samt überraschender Auflösung. Ein überzeugender Reihenauftakt, auch wenn ich mir den Ausgang anders gewünscht hätte.

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