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Veröffentlicht am 10.04.2026

Frauenpower

Ein guter Blick fürs Böse
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Wer mit einem Killer verheiratet war, hat einen guten Blick fürs Böse. Ist das wirklich so?
Elizabeth Arnott beweist in Ein guter Blick fürs Böse ein beeindruckendes Gespür für subtile Spannung.

Die ...



Wer mit einem Killer verheiratet war, hat einen guten Blick fürs Böse. Ist das wirklich so?
Elizabeth Arnott beweist in Ein guter Blick fürs Böse ein beeindruckendes Gespür für subtile Spannung.

Die Handlung spielt in Kalifornien im Jahre 1966: Margo, Bev und Elsie sind keine gewöhnlichen Freundinnen. Ihre Männer waren eiskalte Serienmörder. Von den Taten ihrer Männer hatten sie während ihrer Ehen nichts geahnt. Und nun, Jahre später, schlägt das Böse erneut zu und mehrere Frauen werden brutal ermordet aufgefunden. Die drei Frauen setzen alles daran, den Täter zur Strecke zu bringen.

Die Autorin Elizabeth Arnott schreibt gut lesbar, in einem atmosphärisch unaufgeregten Stil. Die Spannung ist eher subtil. Wer gerne psychologische Krimis liest, kommt hier auf seine Kosten. Die drei Freundinnen sind glaubwürdig gezeichnet. Sie sind grundverschiedene Charaktere. Jede mit einem anderen Hintergrund, den wir im Lauf der Geschichte erfahren. Doch gemeinsam sind sie stark. Sie beißen sich hartnäckig in ihre Ermittlungen fest. Jede auf die der ihr eigenen Art. Das Kalifornien der 60iger Jahre ist spürbar, aber auch das traditionelle Frauenbild dieser Zeit.

Leider konnte mich der Roman nicht zu hundert Prozent fesseln, da er einige Längen aufweist. Doch insgesamt ist es ein gut lesbarer Krimi, der auf psychologische Spannung setzt.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Verstörende Freundschaft

Spielverderberin
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Marie Menke legt mit ihrem Debüt "Spielverderberin" einen eindringlichen Roman über die Dynamik zwischen Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstfindung vor.

Spielverderberin erzählt von drei Freundinnen, ...



Marie Menke legt mit ihrem Debüt "Spielverderberin" einen eindringlichen Roman über die Dynamik zwischen Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstfindung vor.

Spielverderberin erzählt von drei Freundinnen, die sich nach ihrer Schulzeit aus den Augen verloren haben, jedoch nach Jahren wieder treffen um ihre Freundschaft aufleben zu lassen, doch die Vorkommnisse in der Vergangenheit lassen eine wirkliche Nähe nicht mehr zu.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sophie erzählt, die in der Rückschau auf ihre Jugend blickt. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe kommt Romy, das Mädchen aus der Stadt dazu. Dadurch wird Sophia in die Beobachterrolle gedrängt. Denn Lotte und Romy sind nun unzertrennlich. Sophia ist ebenfalls von Romy fasziniert und wäre auch gerne ihr befreundet. Sie fühlt sich ausgeschlossen. Drei sind einer zu viel.

Die Autorin Marie Menke schreibt in einer sehr schönen klaren schnörkellosen Sprache. Die Story ist atmosphärisch dicht, mit Zwischentönen, die in Andeutungen auf die Geschehnisse in der Vergangenheit hindeuten. Dadurch fiel es mir schwer zu den Protagonistinnen eine echte Verbindung aufzunehmen. Ich fragte mich, fast bis zum Schluss, was ist mit denen eigentlich los. Freundschaft geht für mich anders. Ich empfand es als seltsam, wie Sophia hinter Romy her schnüffelte, jeden ihrer Schritte auf Instagram verfolgte. Das hatte für mich schon krankhafte Züge. Mir persönlich war gerade Romy, in ihrer Unzuverlässigkeit am unsympathischsten.

Sophias Minderwertigkeitsgefühle als Landmädel gegenüber Stadtmenschen konnte ich nachvollziehen. In meiner Jugend dachte ich ähnlich.

Insgesamt ein eher bedrückender Roman.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

What is love?

Gibt's das auch mit Liebe?
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„Gibt’s das auch mit Liebe?“ ist ein typischer Ellen-Berg-Roman. Humorvoll, leichtfüßig, und unterhaltsam.

Laura ist frisch geschieden und befindet sich in einem mentalen Tief. Ihre Ehe war rückblickend ...



„Gibt’s das auch mit Liebe?“ ist ein typischer Ellen-Berg-Roman. Humorvoll, leichtfüßig, und unterhaltsam.

Laura ist frisch geschieden und befindet sich in einem mentalen Tief. Ihre Ehe war rückblickend ein einziger Fake. Als Influencerin hatte sie ihre angebliche Bilderbuchehe mit einem gutaussehenden Fitnesstrainer lückenlos und voll geschönt auf Instagram gepostet. Jetzt ist sie dabei sich von 1000 Bildern zu verabschieden.

Beruflich ist Laura Redakteurin bei einer Frauenzeitschrift. Und auch da läuft es im Moment nicht rund. Ihr Chef möchte ausgerechnet von Laura eine Serie über die romantische Liebe. Er setzt sie gewissermaßen unter Druck. Sie soll eine Auszeit auf dem Biohof ihrer Schwester Vivi nehmen.

Die Autorin schreibt sehr humorvoll, teils sogar mit Sätzen, die nachdenklich stimmen. Das gefällt mir sehr gut. Also nicht nur unterhaltsam, sondern auch mit leichtem Tiefgang. Aber an keiner Stelle langweilig. Ellen Bergs Stärke sind definitiv ihre humorvollen Dialoge. Ich musste oft herzhaft lachen. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet. In der WG geht es mitunter turbulent zu, aber es ist ein Zuhause. Das Verhältnis zwischen den Schwestern ist nicht gerade eitel Sonnenschein. Da ist einiges im Argen und zu klären. Der angeblich ‚böse‘ Nachbar Finn kommt für mich sympathisch rüber.

Tja, was macht eine gute Beziehung aus? Gefühle allein reichen jedenfalls nicht. Man muss daran arbeiten.

Einen Satz habe ich mir notiert: Es geht nicht darum, bequem zu leben, es geht nicht darum, alles zu haben. Die Dinge bekommen erst eine Bedeutung, wenn wir ihnen eine geben.
Gefällt mir.

Und noch ein Satz an dem ich hängen geblieben bin: Wenn du dein Leben wirklich zum Positiven verändern willst, sei stärker als deine stärkste Ausrede.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman für entspannende Stunden.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wann, wenn nicht jetzt…

Geht's noch?
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In diesem Buch lernen wir den Schauspielers Simon Schwarz, bekannt aus den Eberhofer-Krimis und zahlreichen anderen Filmen und Serien, von einer ganz anderen Seite kennen. Seine Gedanken zu den Themen ...



In diesem Buch lernen wir den Schauspielers Simon Schwarz, bekannt aus den Eberhofer-Krimis und zahlreichen anderen Filmen und Serien, von einer ganz anderen Seite kennen. Seine Gedanken zu den Themen Klima-/Umweltschutz zeigen den ernsthaften Simon. Es geht um die Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Geprägt durch seine Mutter und ihrem unermüdlichen Einsatz für Umwelt und Gerechtigkeit kommt er schon als Junge mit diesen Themen in Berührung. Er erzählt von seiner Kindheit, dem Umgang mit ADHS und seinem Engagement für die Umwelt. Und klar ist dabei kein Wohlfühlbuch herausgekommen, es ist viel eher ein autobiografisches Wutbuch.

Simon Schwarz hat ein Anliegen, dass er mit Unterstützung seiner Co-Autorin Ursel Nendzig den Leuten mitteilen möchte. Das Buch ist relativ ernst und persönlich geraten. Ergänzt wird es durch zahlreiche Fotos aus dem Familienarchiv. Schwarz gibt Impulse für ein Umdenken, plädiert an jeden Einzelnen von uns und vor allem an die Politik, unsere Ressourcen zu schützen. Ich hoffe, er erreicht mit dem Buch tatsächlich Menschen, die bisher noch gleichgültig mit diesen Themen umgegangen sind. Leider bin ich pessimistisch. Ich sehe die Gefahr, dass dieses Buch nur von Lesern zur Hand genommen wird, die ohnehin offen für die Problematik sind.

Fazi: Ein Plädoyer für den Schutz unserer Umwelt.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Land in Aufruhr

Der brennende Garten
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Ein tief bewegender Roman über eine Welt des Bürgerkriegs in Sri Lanka.
Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in Jaffna. Die sechzehnjährige Tamilin Sashi möchte Ärztin werden, wie ihr Großvater ...



Ein tief bewegender Roman über eine Welt des Bürgerkriegs in Sri Lanka.
Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in Jaffna. Die sechzehnjährige Tamilin Sashi möchte Ärztin werden, wie ihr Großvater und ihr älterer Bruder und wie K. ein Junge aus der Nachbarschaft für den sie Gefühle entwickelt hat. Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn man außer Acht lässt, dass es gegen die Tamilien schon immer Ausschreitungen gab. Sie gelten als ethnische Minderheit. Und dann Land versinkt in einen Bürgerkrieg. Den tamilischen Familien werden zunehmend von den Singhalesen ihre Rechte beschnitten, es kommt zu Benachteiligungen und Spannungen wegen des unterschiedlichen Glaubens. Gegen dieses Unrecht erhebt sich eine Widerstandsbewegung, vor allem aus den Studentenkreisen. Sashis Familie, vor allem ihre Brüder beteiligen sich aktiv am Widerstandskampf.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und stellenweise sogar poetisch. Die Charaktere konnte ich gut nachempfinden. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben. Über die ethnische Gruppe der Tamilen und ihren Unabhängigkeitskampf hatte ich bislang noch nichts gehört. Von daher war es interessant und erschreckend zugleich darüber zu erfahren.

Der Roman verwebt persönliche Schicksale mit historischen Ereignissen und bietet einen eindringlichen Einblick in die tamilische Geschichte und den Bürgerkrieg in Sri Lanka und er macht sehr nachdenklich. Leichte Kost ist das nicht, jedoch absolut lesenswert.

Hier noch ein Zitat, dass man Sashi mit auf den Weg gegeben hat: ‚Du musst auch mal raus und die Welt mit eigenen Augen sehen – lass dir nicht von anderen erzählen, wie es draußen ausschaut.‘


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