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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Herkunft

Das schönste aller Leben
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Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einmal ist da Vio, die als Kind mit ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland flieht. Dann wird aus Vios Sicht erzählt, als sie erwachsen ist und ...

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einmal ist da Vio, die als Kind mit ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland flieht. Dann wird aus Vios Sicht erzählt, als sie erwachsen ist und es geht um Theresia, eine Vorfahrin von Vio, die schon im 18. Jahrhundert selbstbestimmt leben wollte.

Ich hätte mir gewünscht, dass Theresias Geschichte viel mehr Platz bekommen hätte, da diese mich sehr interessiert hat. Meiner Meinung nach wurde Vios Leben viel zu ausführlich betrachtet. Insgesamt hat mich das ganze Buch aber nicht so ganz überzeugen können. Ich konnte mich in Vio nicht hineinversetzen. Warum war es für sie so unheimlich schlimm, dass ihre Tochter nach ihrem Unfall nicht mehr schön ist. Klar, sie hat den Unfall verschuldet und macht sich Vorwürfe. Aber Unfälle passieren halt und Personen, die auf das Innere eines Menschen achten, denen ist das Äußere egal. An diese Personen sollte man sich halten und nicht an das, was einem als Perfekt vorgegaukelt wird. Da hatte Theresia mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Sprachlich fand ich die Geschichte schön zu lesen, aber inhaltlich war sie für mich nicht wirklich greifbar, ich konnte mit Vios Einstellung nicht viel anfangen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spion

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn ...

Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn damit, dass er auch mal Spion spielen darf und zieht mit ihm einen großen Coup in Kasachstan auf. Es läuft aber nicht alles so, wie er sich das ausgemalt hatte. Die politische Lage zur handelnden Zeit, fand ich sehr gut dargestellt. Für mich hat sich der Beginn sehr lange gezogen und ich wusste nicht, in welche Richtung es gehen soll. So richtig spannend und interessant wurde es erst ganz am Schluss, wo sich die Ereignisse dann aber regelrecht überschlagen. Man sollte den Roman als Spionagegeschichte nicht so ganz ernst nehmen, denn vieles wirkte auf mich eher improvisiert und überstürzt, wie in einem Klamauk. Meinen Humor hat die Geschichte leider nicht so ganz getroffen. Insgesamt ist es eine unterhaltsame Geschichte, in der in verschiedene Länder gereist wird und die Charaktere auch so einiges erleben. Mir blieb das Geschehen aber zu sehr an der Oberfläche. Insgesamt wird mir die Geschichte nicht lange in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Industriearbeiter

Glimmende Himmel
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In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste ...

In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste verweilt, damit sie wieder gesund wird. Die Lebensumstände in der Stadt sind für die ganzen Arbeiterfamilien furchtbar und oftmals geht es um Leben und Tod. June versucht zu helfen, wo sie kann, denn in ihrer Heimat hat ihr ihre Tante vieles über Naturheilmittel beigebracht. In der Spinnerei läuft sie Franky über den Weg, der von den Craven Dales verschwand, als seine Frau starb. Man spürt eine Anziehung zwischen den beiden. Jedoch bleibt vieles unausgesprochen und Franky kann sich June gegenüber nicht öffnen. Die Verhältnisse in der Industriestadt wurden gut dargestellt, aber das Geschehen geht kaum vorwärts. Ohne die Vorkenntnisse des ersten Bandes, hätte ich vieles nicht verstanden. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Am Ende blieb alles sehr vage und ich vermute mal, dass es einen weiteren Band geben wird, denn sonst macht dieser Band überhaupt keinen Sinn. Ich fand diesen Teil um einiges schwächer als den ersten Band.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Mäßig spannend

Das Signal
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Viola verliert nach einem Unfall ein Bein und ist erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Mann Adam besorgt ihr eine Pflegerin und lässt sie nicht mehr aus dem Haus. Erst denkt Viola, dass ihr Mann halt ...

Viola verliert nach einem Unfall ein Bein und ist erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Mann Adam besorgt ihr eine Pflegerin und lässt sie nicht mehr aus dem Haus. Erst denkt Viola, dass ihr Mann halt sehr fürsorglich ist und nur ihr Bestes will. Doch schnell merkt sie, dass es immer mehr Ungereimtheiten gibt. Sie kommt auf die Idee, heimlich Tracker zu bestellen, die sie geschickt anbringt, um ihr Umfeld zu kontrollieren. Ihr wird klar, dass Adam ihr selten die Wahrheit erzählt. Doch was hat er zu verbergen und um was geht es wirklich?

Die Ausgangslage fand ich sehr spannend. Viola sind die Hände gebunden, weil sie ohne fremde Hilfe nichts machen kann. Sie hat erstmal alles hingenommen, was Adam ihr aufgetischt hat, kam aber schnell ins grübeln. Dadurch soll natürlich Spannung aufgebaut werden. Es wird dann Schritt für Schritt erzählt, wie Viola vorgeht und was sie herausfindet. Das hat sich sehr gezogen und irgendwann fand ich es recht ermüdend und langweilig, wie sie jeden Tag die Tracker gecheckt hat. Erst im letzten Drittel der Geschichte kommt die Autorin mal auf den Punkt, um was es hier wirklich geht. Insgesamt fand ich die Geschichte etwas arg an den Haaren herbeigezogen. Für einen Thriller war das zu langweilig, kein Nervenkitzel, keine Stelle, wo man den Atem anhalten muss. Die Auflösung hat es bei mir dann auch nicht mehr rausreißen können. Es ist eine interessante Geschichte, aber mir fehlte ganz klar die Spannung darin.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Geerbtes Anwesen

Die verlassene Tochter
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Rose erfährt nach dem Tod ihrer Mutter, dass sei ein riesiges Anwesen in Argentinien geerbt hat. Auf anraten ihrer besten Freundin reist sie dorthin, um zu erfahren, ob es der Wahrheit entspricht. Dort ...

Rose erfährt nach dem Tod ihrer Mutter, dass sei ein riesiges Anwesen in Argentinien geerbt hat. Auf anraten ihrer besten Freundin reist sie dorthin, um zu erfahren, ob es der Wahrheit entspricht. Dort lernt sie Benjamin kennen, der sich um die Polopferde der Ranch kümmert und ihr hilft, nach ihren Wurzeln zu forschen. Wie passen das Kästchen und dessen Inhalt, das sie vor längerer Zeit aus einem Londoner Frauenhaus erhalten hat, mit dem Erbe zusammen? Wer war ihre Urgroßmutter?

Wer die Reihe von Soraya Lane kennt, weiß, dass am Anfang immer ein Kästchen steht, dessen Inhalt Rätsel aufgibt. So ist es auch in dieser Geschichte. In diesem Band geht es nach Argentinien auf eine weitläufige Ranch, wo das Polospiel groß geschrieben wird. Leider erfährt man recht wenig über die Ranch, das Leben dort und wer das ganze am Laufen hält. Die Autorin konzentriert sich auf sehr wenige Charaktere und so bleibt alles außen herum sehr blass. Man erfährt nicht mal von der Oma und der Mutter von Rose die Namen. Das macht alles sehr unpersönlich. Ich hätte mir viel mehr Tiefgang in der Geschichte gewünscht, manchen Stellen hätte es gutgetan, wenn sie ausführlicher behandelt worden wären. Insgesamt hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gutgetan. Die Auflösung über den Inhalt des Kästchen, kam dieses Mal recht früh. Es gibt sehr emotionale und schöne Szenen in der Geschichte, aber viel zu oft kam mir die Handlung unglaubwürdig vor. Mich hat dieser Band leider nicht so abgeholt, wie es die vorherigen Bände getan haben. Ich hoffe, dass der nächste Band mich wieder mehr überzeugen kann.

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