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Veröffentlicht am 26.03.2019

Spannend jedoch leicht durchschaubar

Die Todesküsserin
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Die Polizistin Tanja Müller hat gerade mit sich selbst zu kämpfen. Ihr Geliebter verspricht, sich von seiner Frau zu trennen. Das scheint jedoch ein leeres Versprechen zu sein. Dadurch selbst krank und ...

Die Polizistin Tanja Müller hat gerade mit sich selbst zu kämpfen. Ihr Geliebter verspricht, sich von seiner Frau zu trennen. Das scheint jedoch ein leeres Versprechen zu sein. Dadurch selbst krank und viel zu dünn, muss sie jetzt auch noch den Fall ihrer Kollegin Casy übernehmen. Die sogenannte Todesküsserin hat zugeschlagen. Ein Mann wurde gefoltert und auf seiner Stirn ein roter Lippenabdruck hinterlassen. Als ein weiterer Mord geschieht, gerät plötzlich Tanjas beste Freundin Emma in Verdacht.......

"Die Todesküsserin" ist das Debüt von Sandy Mercier. Die Autorin hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. So sind die Seiten schnell gelesen. Zudem ist die Geschichte spannend geschrieben. Die Autorin gibt sich Mühe Verwirrung zu stiften. Jeder Hauptprotagonist ist psychisch labil, hatte eine schlechte Kindheit und auch noch ein Geheimnis. Jedoch schon relativ am Anfang ist klar, wer die Mörderin ist. Dies trübt jedoch nicht das Lesevergnügen. Tanjas Kollege John ist die große Ausnahme. Er ist der Ruhepol und behält den Überblick, während Tanja auch schon mal unprofessionell handelt. Der Schluss hatte noch einmal eine kleine Überraschung parat.
Fazit: Ein solider und spannend geschriebener Krimi. Etwas vorausschaubar. In Bezug auf die psychischen Probleme der Protagonisten teilweise etwas zuviel des Guten. Ein Krimi, den ich aber dennoch sehr gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 23.05.2026

Eine einsame Hallig. Unheimliche Vorkommnisse.

Das Gehöft
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Inhalt:
Lara hat sich zusammen mit ihren Freunden Silke, Henry und Kenan sowie ihrem autistischen Bruder Malte ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um diese zukünftig ökologisch ...

Inhalt:
Lara hat sich zusammen mit ihren Freunden Silke, Henry und Kenan sowie ihrem autistischen Bruder Malte ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um diese zukünftig ökologisch zu bewirtschaften. Doch schon bei der Ankunft läuft nicht alles nach Plan. Die Möbelpacker verlassen die Hallig, obwohl der ganze Hausrat noch am Ufer steht. Ein Unwetter ist im Annarsch und ein Gehilfe, der vorübergehend in einem Anbau wohnt, um Reparaturen am Haus zu erledigen, erweist sich als komischer Kauz. Zu allem Überfluss entdeckt Lara auf dem verlassenen Nachbargehöft eine Gestalt am Fenster. Als sie nachschauen geht, ist aber niemand mehr zu sehen. Dann bricht ihr Bruder einen Streit vom Zaun und in der Folge verschwindet Malte spurlos......

Leseeindruck:
"Das Gehöft" ist ein Thriller, der mit der fiktiven, verlassenen Hallig Westeroog und dem herrschenden Unwetter ein passendes Setting zur erzählten Geschichte hat. Das hat mir gut gefallen. Während des Lesens ist es auf jeder Seite spürbar, dass etwas Unheimliches in der Luft liegt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und bauen durch kleinere Cliffhanger Spannung auf. Gleichzeitig war ich aber auch etwas verwirrt. Zum Beispiel ging es mit einer Szene weiter, in der vorherigen war aber für mich nicht ersichtlich, dass genau so eine Entdeckung gemacht wurde. Die Protagonisten werden nach und nach vorgestellt und man bekommt einen Einblick in ihr Leben. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen. Durch die Hauptfigur Lara werden die Geschehnisse erzählt. Teilweise habe ich mit Spannung erwartet wie es weitergeht. Doch oft konnte ich ihre Handlungen und ihre gedanklichen Wendungen nicht nachvollziehen. Ein zweiter Nebenerzählstrang über zwei Brüder und eine verschwundene Ehefrau, der am Ende irgendwie verwoben wird, hat mir sogar etwas besser gefallen. Am Schluss kommt es zu einem Showdown, bei dem sich die Ereignisse überschlagen und Lara auf sich alleine gestellt ist. So ganz packen konnte mich dieser dann leider nicht mehr, da es mir einfach zu viel hin und her war.

Fazit:
"Das Gehöft" ist ein spannender Thriller, der von seinen Wendungen lebt. Das Unheimliche, das auf der Hallig vor sich geht, ist spürbar und passt gut zum Setting einer kleinen, einsamen Hallig und dem aufkommenden Unwetter. Emotional konnte mich die Geschichte leider nicht mitnehmen. Mir hat die Tiefe gefehlt, um wirklich mitfiebern zu können. Eventuell hat das an den zahlreichen Beschreibungen und Rückblicken in das Leben der Figuren gelegen. So kam es mir eher wie ein hin und her vor. Lara hat es mir dabei nicht einfacher gemacht.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Das Debüt von Jussi Adler Olsen.

Das Alphabethaus
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Inhalt:
Januar 1944. Die Briten und Amerikaner bereiten einen Luftangriff auf Deutschland vor. Dabei bekommen die britischen Piloten Bryan und James, Freunde von Kindertagen an, einen Sonderauftrag zugeteilt. ...

Inhalt:
Januar 1944. Die Briten und Amerikaner bereiten einen Luftangriff auf Deutschland vor. Dabei bekommen die britischen Piloten Bryan und James, Freunde von Kindertagen an, einen Sonderauftrag zugeteilt. Doch sie werden angeschossen und zu einer Notlandung gezwungen. Bei ihrer anschließenden Flucht vor den Verfolgern, können sie sich unbemerkt in einen Lazarettzug retten und eine neue Identität annehmen. Allerdings hat das seinen Preis. Sie landen in einem Sanatorium für Nervenkranke, in dem das Martyrium erst beginnt.....

Leseeindruck:
"Das Alphabethaus" ist das Debüt von Jussi Adler Olsen und ursprünglich 1997 erschienen. In Deutschland wurde es 2012 übersetzt. Der Klappentext hatte mich angesprochen. Allerdings hat das Buch ein paar Jahre bei mir ungelesen gelegen. Nun habe ich mich endlich dran gewagt und wurde erst einmal enttäuscht. Der Roman ist in 2 Teilen geschrieben. Im ersten geht es um die Mission der beiden Freunde Bryan und James, den Absturz, die unglaubwürdige Flucht und die lange Zeit im Sanatorium. Irgendwie haben sich die Abläufe und Schikanen wiederholt. Es hat sich einfach nichts getan. Zu dem Zeitpunkt kam mir schon der Gedanke, das Buch abzubrechen. Trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass da noch etwas kommt. Die Handlung bis dahin fand ich auch nicht gerade glaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bryan und James, die zudem kein oder kaum Deutsch verstehen konnten, mit ihrem Bluff im echten Leben durchgekommen wären. Dann begann der zweite Teil. Der spielt im Jahr 1972. Hier hat man erfahren was aus Bryan nach seiner Flucht aus dem Alphabethaus geworden ist. James Schicksal war weiterhin ungewiss. Bryan hat nie die Suche nach ihm aufgegeben, aber einfach keine Anhaltspunkte gefunden. Dann ergibt es sich, dass Bryan zum ersten Mal seit damals, wieder deutschen Boden betritt. Da ich noch immer nicht groß von der Geschichte begeistert war, wollte ich nur noch kurz suchen was aus James wurde. Tja. Und plötzlich habe ich doch weiter gelesen, weil ich die Entwicklung spannend fand.

Fazit:
"Das Alphabethaus" hat mich jetzt nicht so richtig vom Hocker gerissen. Es zieht sich, hat aber bei etwas mehr als der Hälfte doch noch einen kleineren Spannungsbogen. Insgesamt gesehen ist der Verlauf eher unglaubwürdig und am Ende gibt es doch ziemlich viele Zufälle.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Skurriler Humor trifft auf Weihnachten.

Merry Crisis - ein fast besinnliches Weihnachtsfest
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Inhalt:
Olivia fährt wie jedes Jahr von Berlin zu ihren Eltern nach Hamm. Dort wird sie die Weihnachtsfeiertage, inklusive Übernachtung der kompletten Kern-Verwandtschaft, verbringen. Sozusagen ein Weihnachtscamp, ...

Inhalt:
Olivia fährt wie jedes Jahr von Berlin zu ihren Eltern nach Hamm. Dort wird sie die Weihnachtsfeiertage, inklusive Übernachtung der kompletten Kern-Verwandtschaft, verbringen. Sozusagen ein Weihnachtscamp, bei dem manches Drama schon vorprogrammiert ist. Doch dieses Mal wird einiges anders. Cousine Laura und ihr Mann Jan kommen nicht, dafür aber der etwas skurrile Klaus, ein Bruder ihres Onkels. Lauras eigener Bruder bringt seine neue Freundin mit und zu allem Überfluss soll Laura auf dem kalten Dachboden schlafen. Dem nicht genug, taucht auch noch ihr Erzfeind Nathan aus alten Schultagen auf. So kommt es, dass plötzlich alles auf den Kopf gestellt wird und das Fest der Liebe droht zu einem noch größeren Desaster als die Jahre davor zu werden......

Leseeindruck:
"Merry Crisis" ist eine Weihnachtskomödie. Schon der Klappentext beginnt mit der Frage: Überdosis Familie? Ja. Die gab es. Genauso wie eine Überdosis an skurrilen Situationen. Vor allem mit Onkel Klaus. Der wurde extrem überspitzt dargestellt und so gern ich ihn auch am Ende gemocht habe, so sehr hat mich sein Verhalten in der Geschichte gestört. Zugegeben alles baut auf einen überspitzen Humor auf, ähnlich wie in einem berühmten Weihnachtsfilm und auch andere Familienmitglieder haben so ihre Eigenarten. Klaus als Figur fand ich dann doch ein wenig übertrieben. Alles wird aus der Perspektive von Laura erzählt. Hier konnte ich viel an ihren Gedanken teilhaben und mir dadurch einige Szenen lebhaft vorstellen. So habe ich erfahren was alles in der Familie Schenk Tradition ist und wie anders manches abläuft, weil eben plötzlich neue Familienmitglieder aufgetaucht bzw. einige fern geblieben sind. Schön fand ich die integrierte Liebesgeschichte, die genau nach meinem Geschmack war. Auch das Ende hat mir gut gefallen. Hier kamen einige Geheimnisse ans Licht und Onkel Klaus spielt plötzlich eine besondere Rolle.

Fazit:
Wer übertriebenen Humor mag, ist bei "Merry Crisis" genau richtig. Mir war es etwas "too much". Amüsiert habe ich mich dennoch und kurzweilig war das Ganze auch. Deshalb geht eine Leseempfehlung an alle raus, die extremen Humor, fast schon Slapstick, mögen.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Sehr detailliert erzählt.

Das Licht in dir ist Dunkelheit
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Inhalt:
Kommissar Andreas Auer lebt mit seinem Freund Mikaël und dem Bernhardiner Minus in Gyron, einem beschaulichen Bergdorf in den Schweizer Alpen. Doch mit der Beschaulichkeit ist es plötzlich vorbei. ...

Inhalt:
Kommissar Andreas Auer lebt mit seinem Freund Mikaël und dem Bernhardiner Minus in Gyron, einem beschaulichen Bergdorf in den Schweizer Alpen. Doch mit der Beschaulichkeit ist es plötzlich vorbei. In der Kirche des Dorfes wird eine Leiche gefunden. Inszeniert wie Jesus am Kreuz. Ein Messer im Herz. Die Augen fehlen. Zudem wurde ein Zettel mit einem Psalm aus der Bibel hinterlassen. Während die Ermittlungen noch laufen gibt es weitere Tote. Möchte jemand Rache nehmen?

Leseeindruck:
"Das Licht in dir ist Dunkelheit" ist der 1. Band mit Kommissar Andreas Auer. Der Schreibstil ist sehr detailliert. Auch kleinste Details werden beschrieben. Zwar brachte das den Vorteil, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte, allerdings verging mir schnell die Lust zum Weiterlesen. Einzig die Zwischenkapitel aus der Vergangenheit konnten meine Neugier wecken und haben mich erste Vermutungen anstellen lassen. Schließlich bin ich einen Kompromiss eingegangen und habe viel nur quer gelesen. Lediglich die letzten Seiten habe ich intensiver gelesen und gemerkt, der Fall selbst ist spannend.

Fazit:
"Das Licht in dir ist Dunkelheit" bekommt wegen des spannenden Falls 3 Sterne von mir. Der Schreibstil mit seinen detaillierten Beschreibungen hat mir jedoch gar nicht zugesagt. Das muss man mögen. Von der Thematik her war der Krimi auch nicht so ganz mein Fall. Ich persönlich werde die Reihe nicht mehr weiterverfolgen.

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