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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2022

Gut gemacht....

Lass es raus, Knotenklaus
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Die ganze Geschichte erzählt von Mut. Ein Oktopus hat sein Arm verknotet und kann nicht mehr an seine Lieblingsmarmelade heran und das ist etwas ganz ganz schreckliches für ihn und es bleibt ihm nichts ...

Die ganze Geschichte erzählt von Mut. Ein Oktopus hat sein Arm verknotet und kann nicht mehr an seine Lieblingsmarmelade heran und das ist etwas ganz ganz schreckliches für ihn und es bleibt ihm nichts anderes übrig als in das große Weite meer hinaus zu schwimmen. Da trifft er dann Gitti die ist so klein und doch so mutig.
Die kleine Gitti zeigt ihm wie er aus der Misere heraus kommen kann. Dabei treffen sie unterschiedliche Meeresbewohner. Jeder ist anders
Am Ende schafft Klaus es und er ist wieder entknotet.
Eine nette Story mit einer Botschaft. Klaus wirkt nett und ist wirklich ein ganz toller Tintenfisch. Viele der anderen Wesen sehen nicht so nett aus. Da hat mir die Darstellung nicht so sehr gefallen. Teilweise war auch ziemlich viel zu sehen auf den Bildern. Ich glaube etwas weniger Details würde die Geschichte übersichtlicher machen.
Was mich stört ist der Geruch. Was ist das ? So legt man es doch immer mal wieder zur Seite

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Veröffentlicht am 29.08.2021

Sehr berührend

Vergib uns unsere Schuld
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Nach dem die Hauptperson Witwe wurde und das mit drei Kindern, was ja schon ein ganz schreckliches und traumatisches Ereignis ist kommt die Liebe wieder in ihr Leben. Mit dem Pater einer katholischen Kirche ...

Nach dem die Hauptperson Witwe wurde und das mit drei Kindern, was ja schon ein ganz schreckliches und traumatisches Ereignis ist kommt die Liebe wieder in ihr Leben. Mit dem Pater einer katholischen Kirche und das noch in der DDR:
Wenn man sich nur das alleine vorstellt weiß jeder wie es weiter geht.
Sehr gut geschrieben und auch sehr emotional. Eine Situation , ein Leben das beschrieben wird mit ganz vielen Tiefs und auch Hochs.
Ich mochte das Buch sehr. Und die Frage warum die katholische Kirche sich nicht mal weg vom Zölibat bewegt um solche Lebenssituationen zu vermeiden bleibt

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Schnell gelesen

Männer sind wie Schuhe
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Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen und es war kurzweillig und ich konnte super gut vom Alltag Abstand nehmen.
Spaßig und gut. Mir hat auch das Cover sehr gefallen.
Hera Lind lohnt sich in meinen ...

Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen und es war kurzweillig und ich konnte super gut vom Alltag Abstand nehmen.
Spaßig und gut. Mir hat auch das Cover sehr gefallen.
Hera Lind lohnt sich in meinen Augen immer

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Sehr leicht

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um einen sehr leicht zugänglichen Roman, der sich ohne große geistige Anstrengung lesen lässt. Die Handlung verläuft geradlinig und ist in weiten Teilen vorhersehbar, ...

Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um einen sehr leicht zugänglichen Roman, der sich ohne große geistige Anstrengung lesen lässt. Die Handlung verläuft geradlinig und ist in weiten Teilen vorhersehbar, wodurch es insgesamt an Spannung und überraschenden Wendungen fehlt. Tiefgehende Reflexionen oder komplexe Konflikte bleiben aus. Als entspannende Lektüre für ein ruhiges Wochenende auf dem Sofa oder für den Urlaub eignet sich die Geschichte jedoch durchaus, da sie sich angenehm „weglesen“ lässt.

Persönlich hatte ich jedoch höhere Erwartungen an den Roman. Die Grundidee der Handlung ist vielversprechend angelegt, verliert jedoch im weiteren Verlauf deutlich an Tiefe. Insbesondere die Hauptfigur Rosi wirkt stellenweise äußerst naiv und wenig realistisch gezeichnet. So trifft sie die weitreichende Entscheidung, London zu verlassen und ein neues Leben in Amsterdam zu beginnen, ohne sich vorab vor Ort ein Bild von der Stadt oder dem Blumenmarkt zu machen. Vor Ort angekommen, bezieht sie ein heruntergekommenes Hausboot, das sie zu einem hohen Preis mietet und zudem erst aufwendig renovieren muss, um dort überhaupt wohnen zu können. Dieses Vorgehen erscheint wenig plausibel und lässt die Figur in ihrer Entwicklung unglaubwürdig wirken.

Zwar wird Rosi unmittelbar von wohlgesinnten Nebenfiguren unterstützt – etwa von Emma, die ihr rasch den Weg zu einem kleinen Verkaufsstand auf dem Blumenmarkt ebnet, den sie nahezu mühelos erhält –, doch auch diese Abfolge wirkt zu unkompliziert und konstruiert. Insgesamt erscheint vieles zu einfach gelöst und wenig realitätsnah, wodurch Spannung und emotionale Tiefe verloren gehen.

Positiv hervorzuheben ist hingegen die atmosphärische Beschreibung der Stadt Amsterdam. Die Schauplätze sind lebendig und anschaulich geschildert, sodass man als Leser*in unmittelbar Lust bekommt, selbst durch die Straßen und Märkte der Stadt zu schlendern. Auch das sonnig-gelbe Cover ist ansprechend gestaltet und vermittelt eine freundliche, leichte Stimmung, die gut zum Charakter der Geschichte passt.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Ruhig

Tage des Lichts
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Die Geschichte setzt zu Ostern im Jahr 1938 ein, als sich die Familie von Joseph und Ivy versammelt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Schon zu Beginn liegt eine leise Spannung in der Luft, denn ...

Die Geschichte setzt zu Ostern im Jahr 1938 ein, als sich die Familie von Joseph und Ivy versammelt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Schon zu Beginn liegt eine leise Spannung in der Luft, denn Ivy ist besonders neugierig auf Frances, Josephs Freundin, die erstmals Teil dieses familiären Treffens sein soll. Die Tage versprechen Wärme, Nähe und unbeschwerte Stunden im Kreis von Familie und Freunden – ein Osterfest, das in Erinnerung bleiben sollte.

Doch die erwartete Harmonie zerbricht jäh: Joseph ertrinkt, und mit ihm geht nicht nur ein geliebter Mensch verloren, sondern auch die Zukunft, wie Ivy sie sich vielleicht vorgestellt hatte. Der Schock sitzt tief. Ivy ist orientierungslos, innerlich zerrissen und sucht Halt in einer schnellen, beinahe fluchtartigen Ehe. Diese Entscheidung gibt ihrem Leben Struktur und Sicherheit, aber keine Erfüllung. Sie führt fortan ein angepasstes, gesellschaftlich akzeptiertes Leben – nicht unglücklich, aber ebenso wenig glücklich. Es ist ein Dasein, das funktioniert, jedoch nie wirklich ihres war.

Jahre später begegnet Ivy Frances zufällig wieder. Auch Frances hat inzwischen geheiratet, doch die gemeinsame Vergangenheit und der Verlust von Joseph verbinden die beiden Frauen auf eine stille, intensive Weise. Aus dieser geteilten Erinnerung heraus entsteht eine vorsichtige Nähe, die mehr von Andeutung als von offenen Worten lebt.

Der Roman gewährt tiefe Einblicke in Ivys Innenwelt: ihre Gedanken, Zweifel, Sehnsüchte und Ängste werden feinfühlig geschildert, oft nur angedeutet statt klar ausgesprochen. Genau darin liegt die besondere Atmosphäre des Buches. Der poetische, fast schwebende Schreibstil verzichtet weitgehend auf direkte Rede und verlangt hohe Aufmerksamkeit. Man liest langsam, hält inne, blättert zurück – nicht aus Unverständnis, sondern um die leisen Zwischentöne wirklich zu erfassen. Dennoch bleiben Ivy und Frances dadurch stellenweise auf Distanz, fast wie Figuren hinter einem Schleier.

Besonders positiv hervorzuheben ist das Cover, das wie ein Gemälde wirkt: ruhig, ästhetisch und voller Stimmung. Es fängt die Melancholie und Tiefe der Geschichte wunderbar ein und bereitet bereits vor dem Lesen auf den literarischen Ton des Romans vor.

Dieses Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die einen anspruchsvollen, poetischen Stil schätzen und bereit sind, sich auf eine ruhige, introspektive Erzählweise einzulassen. Wer Literatur mag, die mehr fühlen lässt als erklärt, wird hier fündig.

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