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Veröffentlicht am 25.01.2026

Familienchaos auf dem englischen Landsitz

Schöne Bescherung auf Compton Bobbin
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Jedes Jahr lädt Lady Bobbin aus Pflichtgefühl ihre zahlreiche Verwandtschaft nach Compton Bobbin ein und jedes Jahr kommt die ungeliebte Verwandtschaft, um sich mit Kindern und Hunden auf dem vernachlässigten, ...

Jedes Jahr lädt Lady Bobbin aus Pflichtgefühl ihre zahlreiche Verwandtschaft nach Compton Bobbin ein und jedes Jahr kommt die ungeliebte Verwandtschaft, um sich mit Kindern und Hunden auf dem vernachlässigten, ungeheizten Landsitz auszubreiten, sich durchzufuttern und Lady Bobbin von der Jagd abzuhalten. In diesem Jahr geht es allerdings noch etwas turbulenter zu. Der junge erfolglose Autor Paul Fotheringay hat sich mit dem ungeraten Sohn von Lady Bobbin verbündet, um unter falschem Namen Zugang zu den Tagebüchern einer berühmten Vorfahrin Lady Bobbins zu erhalten, deren Biografie er schreiben will. Eine ehemalige Kurtisane hat sich mit verarmten Freunden auf einem heruntergekommenen Landsitz in der Nachbarschaft niedergelassen und sorgt weiterhin für Skandale. Und Philadelphia, die vorlaute Tochter Lady Bobbins, verliebt sich Hals über Kopf in den Schriftsteller, statt dankbar den Antrag eines reichen Marquis anzunehmen.

Ein äußerst amüsanter und stilvoller heiterer Roman, der die gehobene englische Gesellschaft in ihrem Niedergang sehr schön in Szene setzt. Pointierte Dialoge, unliebsame Wahrheiten, überholte Traditionen und formalisierte gesellschaftliche Rituale deren Sinn längst im Dunkel der Geschichte verschwunden ist, sorgen für sehr gute Unterhaltung. Weniger komisch in Sinne von Lachen, dafür gibt es aber viel zum Schmunzeln und auch ein etwas bitter-nostalgischer Blick zurück.

Ich habe mir etwas mehr Humor und vor allem mehr Weihnachtszauber gewünscht, aber das Buch ist trotzdem eine kurzweilige Lektüre. Mir hat die Geschichte gut gefallen, wenn auch die allmähliche Demontage des eigentlich sympathisch, wenn auch überdreht, eingeführten Hauptcharakters Paul Fotheringay etwas wehgetan hat.

Fazit: Eine gelungene Figurenkomposition, amüsante Gesellschaftssatire und britischer Humor machen das Buch zu einer vergnüglichen Lektüre.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Hübsches Geschenkbüchlein

Das kleine Buch der Weihnachtsbräuche
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Wir alle wissen was Weihnachten für uns ausmacht – von Adventskränzen über Tannenbäume zum Adventskalender und mehr oder weniger geliebten Familienbesuch. Doch wie entstanden diese Traditionen? Dieses ...

Wir alle wissen was Weihnachten für uns ausmacht – von Adventskränzen über Tannenbäume zum Adventskalender und mehr oder weniger geliebten Familienbesuch. Doch wie entstanden diese Traditionen? Dieses kleine Geschenkbüchlein stellt dem Leser typische und auch regional gebundene Weihnachtsbräuche vor, die den Leser immer wieder überraschen. Vor allem die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsmanns, der sehr viel mehr als eine Coca-Cola-Werbefigur ist, hat mich fasziniert.

Aufgewertet wird das schmale Geschenkbüchlein durchgehend mit traumhaften, nostalgischen Farbillustrationen.

Ich habe das Buch gerne gelesen und über den Bildern geträumt. Geschenkbüchlein sind sonst nicht meins, dieses hier ist aber sehr nett gemacht.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Sehr schöne Weihnachtsgeschichten

Märchen zur Weihnachtszeit
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Ein schönes Kinderhörspiel, das unterschiedlichste Weihnachtsgeschichten zusammenstellt. Ich habe nur Andersens „Der Tannenbaum“ wiedererkennt, dessen Vorhandensein ich schon fast bedauert habe. Alle anderen ...

Ein schönes Kinderhörspiel, das unterschiedlichste Weihnachtsgeschichten zusammenstellt. Ich habe nur Andersens „Der Tannenbaum“ wiedererkennt, dessen Vorhandensein ich schon fast bedauert habe. Alle anderen Geschichten waren wundervoll, weihnachtlich, magisch und – zumindest mir – völlig neu. Ich kann nicht ganz einordnen, ob es sich dabei um mir unbekannte Geschichten handelt oder sie tatsächlich für dieses Hörspiel neu geschrieben wurden. Auf jeden Fall haben sie den Weihnachtszauber perfekt verbreitet, da hat das Andersen-Märchen geradezu eine bittere Note reingebracht, mit seinem, wie vom Autor nicht anders zu erwartenden, tragischen Ende.

Den Anfang des Hörspiels, der eine nicht enden wollende Reimabfolge gewesen ist, fand ich etwas langatmig, Andersens Märchen war nicht meins, aber alles andere ist ein wundervolle Weihnachtstraum! 4 Sterne für dieses zauberhafte Hörspiel.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Ganz gute Interpretation, konnte mich aber nicht ganz überzeugen

Die Schneekönigin
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Als der Spiegel des Teufels zerbricht, richten die Splitter viel mehr Schaden unter den Menschen an als der unversehrte Spiegel. Eines Tages dringen zwei der Splitter auch dem kleinen Kai ins Auge und ...

Als der Spiegel des Teufels zerbricht, richten die Splitter viel mehr Schaden unter den Menschen an als der unversehrte Spiegel. Eines Tages dringen zwei der Splitter auch dem kleinen Kai ins Auge und ins Herz und seitdem wird er zu einem ungebärdigen, unausstehlichen Tollkopf, dem man nichts mehr recht machen kann und der keine Regeln mehr kennt. Als er seinen Schlitten an den Wagen einer schönen Dame hängt, merkt er zu spät, dass er sich damit in die Gewalt der Schneekönigin begeben hat. Nur seine beste Freundin Gerda kann ihm jetzt noch helfen.

Ich war schon vom neu inszenierten Anfang abgeschreckt. Einiges wurde weggelassen anderes neu hinzugedichtet, so ganz überzeugend fand ich das nicht. Dass ich dazu die Stimmen von Gerda und Kai nicht glaubwürdig fand, machte für mich das Hörspiel nicht einfacher.

Wer nicht bereits eine geliebte Hörspielversion im Kopf hat, an der er diese hier misst, wird bestimmt mehr Vergnügen haben. Es ist kein schlechtes Hörspiel. Eigentlich ist es sehr schön gemacht, nimmt genug Elemente des Originalmärchens und polstert es mit neuen Elementen, um es abzurunden. Schade, dass mich die Sprecher nicht ganz abholen konnten.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Schauerlich und spannend

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 24
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Auf den Anatomieprofessor wartet ein Schock als im Unterricht plötzlich der Kopf einer Bekannten auf dem Seziertisch liegt. Sofort weiß er, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann, doch da die ...

Auf den Anatomieprofessor wartet ein Schock als im Unterricht plötzlich der Kopf einer Bekannten auf dem Seziertisch liegt. Sofort weiß er, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann, doch da die Situation ihre heiklen Momente hat wendet er sich an seinen Freund Mycroft Holmes statt an die Polizei. Der setzt Oscar Wilde und Abel Hawthorne auf die Spur eines skrupellosen Knochenhändlers.

Ein toll erzählter Kriminalfall, der gegen Ende allerdings etwas langatmig wurde. Eine äußerst nervige Kampfemanzen, die den Ermittlern trotzig, fahrlässig und ohne Rücksicht auf Verluste immer wieder in die Quere kommt, hat die Geschichte für mich zusätzlich anstrengend gemacht.
Der Fall selbst ist toll aufgebaut. Ich mag die Bezugspunkte zu den realen Fällen, die hier immer wieder auftauchen. Wer sie kennt, weiß sie zu schätzen, wer sie nicht kennt nimmt sie als zusätzliches schauerliches Element mit.

Die Sprecher sind gewohnt brillant, die Inszenierung gelungen – ein schönes Krimihörspiel.

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