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Veröffentlicht am 03.04.2026

Auftritt Rasputin

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 29
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Merkwürdige Selbstentzündungen auf dem belebten Markt in London wecken die Aufmerksamkeit von Mycroft Holmes. Er schickt Oscar Wilde, um die Vorfälle zu untersuchen. Die Spur führt zur russischen Emigrantengemeinde, ...

Merkwürdige Selbstentzündungen auf dem belebten Markt in London wecken die Aufmerksamkeit von Mycroft Holmes. Er schickt Oscar Wilde, um die Vorfälle zu untersuchen. Die Spur führt zur russischen Emigrantengemeinde, bei der sich eine neue religiöse Sekte etabliert hat, die mit Begeisterung und Furcht die Leute für sich gewinnt. Sie scheint ein größeres Ziel zu verfolgen, doch Motive und Hintermänner bleiben im Dunkeln.

Die Inszenierung ist wie üblich super. Tolle Sprecher, brillante Soundeffekte und originelle Ideen machen diese Hörspielreihe immer wieder zu einem Erlebnis. Schade nur, dass man mittlerweile aufhört nach dem Sin dieser Geschichten zu fragen. So originell hier die Grundidee sein mag, es ist doch eine sehr absurde und umständliche Art für ein Attentat auf die Queen. Dass das mit einer religiös-fanatischen Sekte verknüpft wird, deren Beweggründe absolut im Dunkeln bleiben, hat mir das Hörspiel etwas vergällt. Der Religionsaspekt scheint nur dem Erstauftritt des neuen Gegenspielers Rasputin geschuldet zu sein.

3 ½ Sterne bleiben, da ich Sascha Rotermund als Oscar Wilde einfach mag.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive des Esels

Marias kleiner Esel
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Wenn man ihn richtig pflegen würde, wäre der kleine Esel eigentlich sehr hübsch, doch da ihm der faulste Pferdeknecht zugeteilt ist, bleibt der kleine Esel schmutzig und struppig. Sein höchst elegantes ...

Wenn man ihn richtig pflegen würde, wäre der kleine Esel eigentlich sehr hübsch, doch da ihm der faulste Pferdeknecht zugeteilt ist, bleibt der kleine Esel schmutzig und struppig. Sein höchst elegantes Trippeln und seine anmutige Kopfhaltung rufen nur Spott und Hohn der anderen Esel hervor. Kein Wunder, dass der kleine Esel störrisch und unwillig ist und nur Probleme macht. Nur eine junge Frau, die ebenfalls regelmäßig am Brunnen ist, behandelt den kleinen Esel freundlich. Ach, wenn er doch nur für Maria arbeiten dürfte. Und dann erfüllt sich eines Tages dieser Wunsch und der kleine Esel stellt fest, dass Maria tatsächlich noch besonderer ist als er dachte.

Ein süßes kleines Büchlein, das die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive des kleinen Esels erzählt, der Maria und Joseph nach Jerusalem trägt. Doch die Geschichte erzählt noch von so viel mehr. Bis sie zur Reise aufbrechen passiert noch viel und jede Geschichte ist wunderschön erzählt und hat eine tolle Botschaft. Das gefiel mir wirklich sehr gut.

Die Illustrationen in der dtv-Taschenbuchausgabe finde ich allerdings sehr rudimentär. Schwarzweiße, reduzierte Strichzeichnungen, die zwar an Fensterbilder erinnern, mir aber nicht gefielen. Ich denke, dass hier andere Ausgaben die Geschichte mit schöneren Illustrationen zum Leben erwecken.

Die Geschichte selbst verdient 5 Sterne! Die Taschenbuchausgabe schafft es mit der Ausstattung für mich aber nur auf 4.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Mycroft am Abgrund

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 28
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Oscar Wilde und Violett verstehen die Welt nicht mehr. Der sonst so unbewegliche und ausschließlich delegierende Mycroft Holmes ist selbst aktiv und ist auf Wegen, die er niemandem mitteilt. Wilde und ...

Oscar Wilde und Violett verstehen die Welt nicht mehr. Der sonst so unbewegliche und ausschließlich delegierende Mycroft Holmes ist selbst aktiv und ist auf Wegen, die er niemandem mitteilt. Wilde und Violett finden heraus, dass Mycroft von Unbekannten auf einen Höllentrip geschickt wird: Jemand ermordet seine Bekannten und Freunde und lässt ihn immer einen Schritt zu spät kommen, um sie zu retten.

Eigentlich eine ziemlich spannende Geschichte. Die Cementary-Hill-Gang meldet sich hier nach langer Pause zurück und macht Jagd auf Mycroft. Die Geschichte wäre um einiges besser, wenn der Gang mehr Durchtriebenheit und weniger Sadismus zugesprochen worden wäre. So bleibt der Eindruck, dass die Gangster bei aller Grausamkeit ziemlich dämlich sind. Der Showdown ist noch mal toll inszeniert, wenn auch sehr rasant und etwas chaotisch. Eine eigentliche Geschichte habe ich hier vergeblich gesucht. Im Prinzip ein etwas in die Länge gezogener Abschluss (?) eines Motivs, das in Folge 18 angerissen wurde. Es wäre einiges mehr drin gewesen.

Eine sehr schöne Überraschung ist der Auftritt Violetts, die schon seit längerem mit Abwesenheit glänzte und zu den wenigen sehr sympathischen Frauenfiguren in dieser Hörspielserie gehört.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Dracula kehrt zurück

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 25
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Oscar Wilde und Mycroft Holmes waren dem Zirkel der Sieben mal einen Schritt voraus und haben einen Anschlag auf den Suezkanal verhindert. Ein Sieg – oder nicht? Als sie nach England zurückkehren wollen ...

Oscar Wilde und Mycroft Holmes waren dem Zirkel der Sieben mal einen Schritt voraus und haben einen Anschlag auf den Suezkanal verhindert. Ein Sieg – oder nicht? Als sie nach England zurückkehren wollen begegnen sie ihrem Freund Bram Stoker, der ihnen eine beunruhigende Geschichte erzählt. Eine Schriftrolle mit altem, medizinischem Wissen hat das Böse hervorgelockt. Erneut beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

So sehr ich es auch geschätzt habe, dass hier mit Dracula und dem Zirkel der Sieben zum Hauptplot zurückgekehrt wird, so sehr stört mich die Präsenz von Theodora Sachs. Ich kann diesen Charakter einfach nicht ausstehen. Ihr Bündnis mit Dracula gibt der Geschichte natürlich neuen Schwung, aber ihre Rückkehr ins Geschehen ist nicht gut motiviert. Seit ihrem ersten Auftritt in Folge 10 war sie sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden und von mir auch nicht vermisst worden. Ihr erneuter Auftritt kommt sehr plötzlich und ohne große Geschichte drumherum.

Es bleibt ein spannendes Abenteuer mit einigen Logiklöchern und fehlender Grundlage. 3 ½ Sterne.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Schöne Geschichte mit unlogischer Prämisse

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 21
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Bei der Durchsuchung von Doktor Peytons Haus stoßen die Sonderermittler der Krone auf Hinweise zu den neuen Plänen des Zirkels der Sieben. Der Zirkel plant ein großes Geheimtreffen, um neue Mitglieder ...

Bei der Durchsuchung von Doktor Peytons Haus stoßen die Sonderermittler der Krone auf Hinweise zu den neuen Plänen des Zirkels der Sieben. Der Zirkel plant ein großes Geheimtreffen, um neue Mitglieder aufzunehmen und jetzt kennen die Sonderermittler auch den Ort: Boleskine House. Oscar Wilde und zwei weitere Ermittler werden von Mycroft Holmes als Dienstboten eingeschleust, um den großen Schlag gegen den Zirkel vorzubereiten.

Die Folge ließ mich etwas unschlüssig zurück. Ich war begeistert, dass endlich der lose Faden mit der Enttarnung des Verräters aufgenommen wurde – das war überfällig. Endlich geht es auch mal wieder direkt um den Zirkel und man erfährt einiges zu der ominösen Geheimgesellschaft. Andererseits stimmt die Prämisse dieser Folge einfach nicht. Die Sonderermittler wissen, wo und wann sich der Zirkel mit vielen und hochrangigen Mitgliedern trifft. Der Gegenschlag ist vorbereitet. Und trotzdem werden exakt 3 Ermittler reingeschickt, um – ja was eigentlich zu tun? Bescheid zu geben, wann alle da sind? Die Tür zu öffnen? Hier fehlte eindeutig der richtige Aufhänger.

Im Prinzip läuft die Folge auf genau 3 Dinge hinaus: Es gibt zwei neue Mitspieler – einen für jede Seite – und man erfährt ein Geheimnis des Zirkels, bei dem sich aber noch herausstellen muss, ob es in irgendeiner Form für den Gang der Geschichte taugt.

Die Sprecherleistung und Inszenierung des Hörspiels ist gewohnt brillant! Die Geschichte hat ihre Schwächen und für mich persönlich hat hier einer der beiden nervigsten Charaktere der gesamten Serie seinen Erstauftritt. Ganz ehrlich: Ich wünsche mir Frankenstein zurück! Der hatte bei allem Wahnsinn wenigstens Stil. Dem neuen Charakter kann ich nichts abgewinnen.

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