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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

Poetische Brieffreundschaften

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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Zuerst einmal muss ich sagen, dass mich das Cover sofort angesprochen hat. Es wirkt ruhig, ästhetisch und so stimmig, dass ich in einer Buchhandlung ohne zu zögern danach greifen würde. Schon äußerlich ...

Zuerst einmal muss ich sagen, dass mich das Cover sofort angesprochen hat. Es wirkt ruhig, ästhetisch und so stimmig, dass ich in einer Buchhandlung ohne zu zögern danach greifen würde. Schon äußerlich verspricht es eine gewisse Sanftheit und genau dieses Gefühl zieht sich auch durch die Geschichte.
Es ist ein schönes, ruhiges Buch, das ich gut nebenbei lesen konnte. Kein lautes Drama, keine überstürzten Wendungen, sondern leise Töne, die sich langsam entfalten. Besonders bedeutsam wurden für mich die einzelnen Briefe, die von echten Menschen geschrieben wurden. Diese Authentizität hat dem Buch eine besondere Tiefe verliehen.
Die Brieffreundschaften des Penpal Services sind von einer bemerkenswerten Zärtlichkeit geprägt. Die Menschen schreiben liebevoll, poetisch und mit einer großen Wertschätzung für das Leben. Sätze wie „Genieß die aufblühenden Frühlingstage in deinem Leben“ bleiben hängen, weil sie so viel Wärme transportieren. Gleichzeitig finden sich auch tiefgründige, fast beiläufige Gedanken wie „Man lebt das Leben doch, um glücklich zu sein, oder?“ Es sind genau diese Momente, die einen kurz innehalten lassen.
Der begleitende Schreibstil war für mich jedoch nicht immer ganz rund. Teilweise wirkte er etwas stockend, wodurch ich nicht so flüssig durch die Seiten kam, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch konnte ich nur manchen Handlungssträngen wirklich intensiv folgen, während andere mich emotional weniger erreicht haben.
Dennoch bleibt für mich der Eindruck eines stillen, besonderen Buches, das vor allem durch seine echten Stimmen und seine poetische Grundstimmung berührt.

Veröffentlicht am 25.01.2026

Press Start for Feelings 🎮🥹

Level Two: Hearts at Play
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Louisa habe ich bereits im ersten Band ins Herz geschlossen, umso mehr habe ich mich gefreut, hier noch tiefer in ihre Geschichte einzutauchen. Besonders gelungen fand ich, wie ihre Gefühle, Unsicherheiten ...

Louisa habe ich bereits im ersten Band ins Herz geschlossen, umso mehr habe ich mich gefreut, hier noch tiefer in ihre Geschichte einzutauchen. Besonders gelungen fand ich, wie ihre Gefühle, Unsicherheiten und Ängste dargestellt wurden – man erhält einen sehr nahen und emotionalen Einblick in ihr Innenleben. Auch Henry ist eine spannende Figur: Hinter seiner zunächst harten und distanzierten Art verbirgt sich schnell eine weiche, verletzliche Seite, die ihn sehr sympathisch macht.
Die Handlung begleitet Louisa auf ihrem Weg in der Schauspielkarriere, während Henry als Regisseur an dem noch in der Entwicklung befindlichen Gaming-Projekt Anima arbeitet. Insgesamt hatte ich einen sehr angenehmen Lesefluss. Einziger Kritikpunkt waren für mich die eingeschobenen Fanfiction-Kapitel, die Louisa schreibt. Diese hätten für mich nicht unbedingt sein müssen, da sie die eigentliche Geschichte für mich nicht vertieft, sondern eher eine neue Ebene eröffnet haben, auf die ich mich nicht richtig einlassen konnte.
Besonders gefallen haben mir die Neckereien zwischen Louisa und Henry – davon bin ich generell ein großer Fan. Die Beziehung, die sich langsam und glaubwürdig zwischen den beiden aufbaut, ist emotional gut nachvollziehbar. Gegen Ende hat mich die Geschichte dann auch selbst berührt.

Veröffentlicht am 14.01.2026

Zwischen Leichtigkeit und Entfernung

Say You’ll Remember Me
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Für mich war es das erste Buch von Abby Jimenez und es wird definitiv nicht mein letztes sein. Die Geschichte ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das mir viel Freude bereitet hat und sich wunderbar für ...

Für mich war es das erste Buch von Abby Jimenez und es wird definitiv nicht mein letztes sein. Die Geschichte ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das mir viel Freude bereitet hat und sich wunderbar für zwischendurch lesen lässt.
Als Samantha und Xavier zum ersten Mal bewusst Zeit miteinander verbringen, habe ich mich sofort in den Humor zwischen den beiden verliebt. Die Dialoge sind witzig, charmant und voller Leichtigkeit. Diese Unbeschwertheit zieht sich durch große Teile der Geschichte, auch wenn das Leben für die Figuren andere Pläne bereithält und ernstere Themen in den Vordergrund rücken.
Eine zentrale Frage des Buches ist, ob eine Fernbeziehung wirklich funktionieren kann. Da ich selbst Erfahrungen mit Fernbeziehungen habe, konnte ich mich hier besonders gut hineinfühlen. Es wird sehr realistisch dargestellt, wie viel Aufmerksamkeit, Pflege und Arbeit eine solche Beziehung braucht, um bestehen zu bleiben.
Zusätzlich gewinnt die Geschichte an Tiefe durch den sensiblen und feinfühligen Umgang mit dem Thema Demenz. Trotz der Schwere dieses Themas bleibt der Ton respektvoll und emotional ausgewogen. Besonders positiv fiel mir auf, dass man die gründliche Recherche der Autorin deutlich spürt und dass dieses Thema authentisch in die Handlung eingebunden ist.
Auch wenn mir das Buch an manchen Stellen etwas zu kitschig war, tragen für mich vor allem die Dialoge die Geschichte. Sie lesen sich wunderschön und sorgen dafür, dass man unbedingt wissen möchte, wie Samantha und Xavier ihre Hürden meistern werden. Genau das ist für mich auch der Grund, weshalb ich weitere Bücher von Abby Jimenez lesen möchte.

Veröffentlicht am 11.01.2026

Forschungsstation mit Wohlfühlfaktor

The Penguin Paradox
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Das Buch hat es ziemlich schnell auf meine Leseliste geschafft, nachdem ich das Cover und den Klappentext gesehen hatte. Schon da wusste ich, dass mich eine besondere Geschichte mit tierischem Einfluss ...

Das Buch hat es ziemlich schnell auf meine Leseliste geschafft, nachdem ich das Cover und den Klappentext gesehen hatte. Schon da wusste ich, dass mich eine besondere Geschichte mit tierischem Einfluss erwarten würde – und genau das hat sich auch bestätigt.
Besonders begeistert haben mich gleich mehrere Aspekte. Zum einen die Einbindung der Pinguine und ihrer Verhaltensweisen: Die Beobachtungen waren so geschickt in die Handlung eingewoben, dass man immer wieder kleine Einblicke „aufschnappen“ konnte und die Tiere dadurch ständig präsent blieben. Zum anderen fand ich es großartig, dass Gebärdensprache eine Rolle spielt und Emerie mit ihrem besten Freund gebärdet. Dieser Aspekt hat der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen und wirkte sehr selbstverständlich und wertschätzend umgesetzt.
Auch der respektvolle und warme Umgang miteinander auf der Forschungsstation, sowohl zwischen den Haupt- als auch den Nebenfiguren, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders hervorheben möchte ich den Humor zwischen Emerie und Beckett: Die Dialoge waren so charmant und witzig, dass ich mehrfach schmunzeln musste. Allein dieser Schlagabtausch ist für mich schon ein klarer Grund, das Buch weiterzuempfehlen.
Der einzige Punkt, mit dem ich persönlich etwas Schwierigkeiten hatte, war das Tempo der romantischen Entwicklung. Da ich eher ein Fan von Slow-Burn-Geschichten bin, ging mir die Nähe zwischen den beiden stellenweise etwas zu schnell. Das ist jedoch eine reine Geschmackssache und hat mein Lesevergnügen insgesamt nur geringfügig getrübt.

Veröffentlicht am 11.01.2026

Gefühle in Rückblicken

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Das war mein erstes Buch von Ali Hazelwood – und ich bin auch nach dem Lesen noch etwas zwiegespalten. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir jedoch leicht: Ich kam schnell hinein und war besonders von ...

Das war mein erstes Buch von Ali Hazelwood – und ich bin auch nach dem Lesen noch etwas zwiegespalten. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir jedoch leicht: Ich kam schnell hinein und war besonders von den zahlreichen Rückblicken begeistert. Sie haben es mir ermöglicht, die Bindung zwischen Maya und Conor wirklich nachzuempfinden. Gerade diese Passagen haben die stärksten Emotionen in mir ausgelöst und wirkten auf mich sehr feinfühlig und gut ausgearbeitet.
In der Gegenwartsebene hingegen wurde ich nicht ganz warm mit der Geschichte. Zwar war die Location für mich sehr gut vorstellbar und auch die Nebenfiguren wirkten greifbar, besonders in ihren Dialogen miteinander. Dennoch konnte die emotionale Intensität zwischen den beiden Hauptfiguren aus der Vergangenheit für mich in der Gegenwart nicht konsequent weitergeführt werden.
Trotzdem habe ich das Buch insgesamt gerne gelesen. Es gab keinen Moment, in dem mir langweilig war, und der Schreibstil machte das Lesen angenehm. Rückblickend muss ich jedoch sagen, dass sich die Geschichte nicht nachhaltig in meinen Erinnerungen verankern konnte – sie war schön für den Moment, aber ohne bleibenden Eindruck.