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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2022

Leichte und schnelle Sommerlektüre

Fast bis zum Nordkap
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Danke an Vorablesen und den Ullstein Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Worum geht es? Bea steht kurz vor dem Burnout. Also lässt ...

Danke an Vorablesen und den Ullstein Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Worum geht es? Bea steht kurz vor dem Burnout. Also lässt sie ihre schicke Hamburger Wohnung, den Job in einer Marketing-Firma und ihren Freund Marco zurück, und macht sich mit einem VW Bulli auf nach Skandinavien. Sie will bis zum Nordkap kommen, aber das alte Auto macht in einem schwedischen Dorf schlapp. Während sie also auf einen neuen Motor warten muss, freundet sie sich mit dem alleinerziehenden Vater Per an, der Tiny Houses baut. Diese Begegnung stellt Beas ganze Welt auf den Kopf…

„Fast bis zum Nordkap“ von Judith Pinnow ist so ein Buch, dass sich perfekt für den Urlaub eignet. Mit seinen knapp 290 Seiten lässt es sich auch gerne mal an einem freien Tag lesen – ich habe es an zwei Nachmittagen gelesen, als die Außentemperatur 32 Grad betrug, und ich mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als mit Per in einen der eiskalten schwedischen Seen zu springen, oder mit Bea in Nannis Café einen Kakao und gebackene Leckereien zu genießen, während draußen der Regen an die Scheiben prasselt.

Die Atmosphäre hier ist ein großer Pluspunkt für das Buch. Ich bin ein großer Skandinavien-Fan und war diesen Sommer erst selbst in Dänemark und Schweden. Auch die Elche, die nicht nur das Cover zieren, sondern auch eine gewissen Symbolik im Buch selbst haben, fand ich eine tolle Ergänzung. Ich habe selten so einen schönen letzten Absatz eines Buches gelesen!

Ansonsten ist das Buch eine leichte Sommerlektüre für mich gewesen. Es gab nichts, was mich groß gestört hätte, aber es fehlten mir die Überraschungen und die Unvorhersehbarkeit. Mir war von Anfang an klar, was passieren wird und wie die Geschichte ablaufen wird – aber genau solche Bücher will ich auch für den Urlaub haben.

Zwischendurch fehlt einfach etwas Tiefgang. Vieles bleibt oberflächlich und geht sehr schnell. Besonders die Deals in Beas Marketingjob habe ich nicht durchschauen können, und habe deshalb den Konflikt um „Lupin“ dort auch nicht so ganz verstanden. Und wie gesagt, das Buch hat nur unter 300 Seiten – dementsprechend schnell muss sich das ja auch alles entwickeln. Ich habe gemerkt, dass ich doch lieber dickere Bücher lese, in der es etwas langsamer zugeht.

Zum Abschluss noch etwas, das mir positiv aufgefallen ist. Und zwar kommt bei einem Perspektivenwechseln zwischen Per und Bea meistens (immer?) ein Wort aus der Perspektive des einen, in der Perspektive des anderen vor. Beispiel: S.44-46. Bea möchte in einem Haus Urlaub machen, dass eine „Tür nach draußen hat“ (wo sie also schnell rauskommt). Und Per träumt davon, dass er in einem langen Flur voller Türen ist, indem seine eine Tochter irgendwo ist. Dieses Element hat die Perspektiven wirklich schön miteinander verbunden, sodass ich es leicht fand, das Buch einfach durchzulesen. Es gab keine wirkliche Pause zwischen den Kapiteln; sie gingen so gefühlt nahtlos ineinander über.

Ich gebe dem Buch 3.5 von 5 Sternen, weil es eine schöne Urlaubslektüre mit toller Atmosphäre war und dieses Detail mit den Elementen im Schreibstil hatte; aber mir persönlich ging es ab und zu zu schnell, und ich hätte mir einfach ein paar mehr Seiten gewünscht.

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Unterhaltsam, aber etwas wenig Romance

Wie man sich einen Lord angelt
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Wie man sich einen Lord angelt 🎣

Danke an Lovelybooks, die mir das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt haben.
Ein Buch für Fans von Jane Austen und Bridgerton? Count me in!

London, ...

Wie man sich einen Lord angelt 🎣

Danke an Lovelybooks, die mir das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt haben.
Ein Buch für Fans von Jane Austen und Bridgerton? Count me in!

London, 1818.
Als Kitty Talbot von ihrem Verlobten sitzen gelassen wird, muss schnell ein neuer Mann her. Denn ihr Vater hat ihr und ihren vier Schwestern nur Schulden hinterlassen, und einzig eine Heirat in reiches Haus kann die Familie noch retten. Also macht Kitty sich auf zu ihrer Tante nach London, um dort bei der Ballsaison einen reichen Junggesellen zu verführen. Schnell unterliegt Archie de Lacy ihrem Charme - doch sein älterer Bruder James durchschaut ihr Spiel und will die Hochzeit verhindern… 💒👰🏼‍♀️

„Wie man sich einen Lord angelt“ ist ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman. Viele Spaziergänge, schicke Kleider und ausladende Bälle geben dem Buch den historischen Flair. Die Protagonistin Kitty ist schlagfertig und hat immer einen frechen Spruch auf die Lippen. Besonders in Radcliffe hat sie einen ebenbürtigen Gegner für ihre Wortgefechte gefunden, und ich habe die Dialoge sehr gerne gelesen.
Der Schreibstil war leicht altertümlich, aber immer noch gut zu lesen und ich fand das sehr passend.

Leider hat mich das Buch nicht komplett überzeugen können. Schade fand ich, dass die Nebencharaktere, insbesondere Kittys Schwestern und Verehrer, alle sehr blass bleiben und leicht zu verwechseln waren.
Und insgesamt kam mir der romantische Aspekt doch zu kurz. Klar, Regency-Ära, da durfte man vor der Hochzeit nicht so viel romantisches machen. Aber hier passiert gefühlt nichts zwischen den beiden, noch nicht mal Flirten oder so, und auch das Ende wirkt überhastet. Im Vergleich zu Bridgerton ist dieses Buch doch sehr junges und züchtiges Young Adult, obwohl die Protagonistinnen gleich alt sind. 🤷🏻‍♀️

Das Buch hat mich schon unterhalten, aber es gab für mich zu wenig Romance, deshalb gebe ich 3,5 Sterne! ⭐️

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Highschool Thriller für Einsteiger

THE MAGPIE SOCIETY - Die Nächste bist du
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„I won’t cross the magpies and the magpies won’t cross me“. 🤞🏻

„The Magpie Society: Die Nächste bist du“ ist der Auftakt einer Mystery Reihe an einem britischen Elite Internat. Bei der Abschlussparty ...

„I won’t cross the magpies and the magpies won’t cross me“. 🤞🏻

„The Magpie Society: Die Nächste bist du“ ist der Auftakt einer Mystery Reihe an einem britischen Elite Internat. Bei der Abschlussparty des vergangenen Schuljahres wurde eine Schülerin tot an den Strand gespült. Jetzt behauptet ein mysteriöser Podcast, dass es kein Unfall war und Lola ermordet wurde. Wer ist der Mörder? Und was haben die Elstern (magpies) damit zu tun? 🔎💜

Die beiden Protagonistinnen Audrey und Ivy sind sehr unterschiedlich, aber mir etwas zu eindimensional geblieben. Das Setting am Illumen Hall ist toll. Alte Gebäude, große Bibliotheken, stürmische Natur - perfekt für den Herbst 🍂 .
Ich mochte auch, wie die Podcast Folgen mit ins Buch einbezogen wurden. Und der Kinderreim, der Bezug zum Titel nimmt, fand ich auch gut gewählt. Ich mag es, wenn der Titel auch im Buch relevant ist!
Aber die Schlussfolgerungen und Enthüllungen waren mir zu simpel. Derdie Macherin des Podcasts wird einfach mitten im Buch in einer random Situation enthüllt, was überhaupt nicht spannend war. Und wer schon mehr als ein Mystery Buch gelesen hat, wird sofort ahnen, welche Personen etwas zu verbergen haben.
Als Alibi wird bei einer Person einfach ein Foto mit Zeitstempel akzeptiert… da sind mir Ivy und Audrey auch zu leichtgläubig; sowas lässt sich schnell fälschen.
Die Übersetzung fand ich okay; aber es wurden oft englische Wörter wie „Air Pod Case“, „yeah“ oder „chick“ benutzt, die ich im Deutschen unpassend fand, auch für das Alter der Protagonistinnen.

Insgesamt hat mir der erste Band der Magpie Society okay gefallen - aber der Cliffhanger am Ende hat mich dann überzeugt, die Reihe weiterlesen zu wollen! Denn am Ende weiß man noch genauso wenig wie am Anfang 😅. Es ist in meinen Augen ein YA Mystery Buch für Einsteiger ins Genre, da es viel Teenager Drama gibt und die Rätsel für erfahrene Krimi-Leser
innen leicht durchschaubar sind. Es war trotzdem unterhaltsam und eine schnelle Lektüre für graue Herbsttage!
Ich gebe 3,5 ⭐️ und bedanke mich beim Bloggerportal und cbj Jugendbuch für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Emotionaler Auftakt

What if we Drown
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Danke an den LYX Verlag und NetGalley, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.
Als ich die Bestätigung für das Rezi-Exemplar bekommen habe, konnte ...

Danke an den LYX Verlag und NetGalley, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.
Als ich die Bestätigung für das Rezi-Exemplar bekommen habe, konnte ich meinen Augen kaum trauen! Ich habe mich so gefreut! Auch nach dem Lesen bin ich echt froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es hat mir gut gefallen. Aber es war für mich kein Highlight (auch wenn es das für viele andere war).

Das Setting der Geschichte ist perfekt für den Herbst. Kanada ist einfach ein Traumland und ich finde es schön, dass langsam immer mehr NA-Bücher diese Kulisse für sich entdecken.
Das Cover ist wieder mal ein Volltreffer. Das Hintergrundbild passt zum Titel, und somit auch zum Inhalt. Die Schriftart gefällt mir und ich mag es, dass die Farbe von der Schrift auch im Hintergrund wieder aufgegriffen wird. Da finde ich es fast etwas schade, dass bei meinem E-Book Reader alles schwarz-weiß ist!

Die Protagonistin Laurie mochte ich sehr gerne. Ich konnte all ihre Sorgen, Ängste und Motivationen gut nachvollziehen und mich mit ihr identifizieren. Zu Sam hingegen habe ich wenig Anschluss gefunden. Ich mochte ihn, aber ich würde ihn jetzt nicht als Bookboyfriend bezeichnen. Dafür habe ich zu wenig über ihn erfahren (gefühlt).

Sarah Sprinz hat einen sehr schönen Schreibstil, der angenehm zu lesen war. Ihr Stil hat auch etwas sehr emotionales, fast sogar poetisches. Dadurch können viele der Emotionen im Buch auch rübergebracht werden. Viele, aber leider nicht alle.
Und das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Ich habe die Flamme, die Romantik, die Liebe (wie auch immer man es nennen will) zwischen Laurie und Sam einfach nicht gespürt. Ich konnte die starke und schnelle Anziehung nicht nachvollziehen. Und plötzlich kam eine Sexszene. Obwohl sie gut geschrieben war, hat sie für mich überhaupt nicht an diesen Punkt gepasst.
Ich fand es unglaublich schade, wie lange Laurie Sam angelogen hat; dieses Warten auf "wann sagt sie endlich die Wahrheit?" hat sich für mich sehr gezogen.
Außerdem fand ich es schade, dass der neue Freundeskreis so wenig Raum bekommen hat und sich alles nur noch um Sam gedreht hat. Wie gesagt, ich konnte halt den "Hype" um Sam nicht nachvollziehen und hätte dementsprechend auch etwas weniger von ihm lesen können.

Das Buch ist voll mit emotionalem Ballast, der an sich gut aufgearbeitet wird. Der Verlust eines Familienmitglieds ist ein zentrales Thema, aber wird auch sehr sensibel behandelt. Ich fand es gut, dass es hier mal eine Patchwork-Familie ging. Denn können nur Blutsverwandte Geschwister sein? Über manche der dadurch entstandenen Probleme habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und ich fand es unglaublich interessant. Es wird unterschwellig in die Geschichte eingearbeitet, und ich bin ja eh ein Fan von diesen unterschwelligen Themen, die eigentlich nicht der Hauptaugenmerk der Geschichte sein sollen.

Insgesamt hat mir das Buch doch gefallen, aber angesichts der oben genannten Kritikpunkten ist es einfach kein Highlight für mich. Deswegen gebe ich dem Buch 3,5 Sterne.

Mal schauen, ob ich die nächsten Teile lesen werde. Denn Emmett (Band 2) interessiert mich als Person, aber ich bin etwas überrascht, dass Amber seine Love-Interest sein soll..

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Für junge Zielgruppe und Fantasy-Einsteiger

The Cursed Melodies
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Danke an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich von Connie Glynn die Rosewood ...

Danke an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich von Connie Glynn die Rosewood Chronicles Reihe rund um Prinzessin Undercover richtig gerne gelesen habe, war ich echt gespannt auf ihre neue Fantasy-Jugendbuch-Reihe. Das Buch wird ab 14 Jahren empfohlen, wobei ich ehrlich gesagt fand, dass es sich deutlich jünger liest. Es hat mich vom Schreibstil und Vibe oft an Keeper of the Lost Cities erinnert, was ja ab 10 Jahren empfohlen wird.

Es geht um die Zwillinge Jonas und Astrid, die Pflanzen sprechen hören können und durch ein Aufeinandertreffen mit Gwen alles über die Gesellschaft für Magische Studien und den Erhalt der Magischen Welt, sowie magische Melodien erfahren. Das Magiesystem mit der Musik hat mir richtig gut gefallen; es war wie V.E. Schwabs „Dieses wilde, wilde Lied“ – nur deutlich weniger düster und für eine jüngere Zielgruppe gedacht.

Und so toll ich das Konzept fand, die Umsetzung hat mir nicht sonderlich imponiert. Wie von der Autorin gewohnt ist viel casual queerness vorhanden, also dass Charaktere nicht hetereosexuell sind und das aber zu keiner großen Sache gemacht wird (was ich für Jugendbücher auch richtig und wichtig finde). Gleichzeitig zieht sich dieser Aspekt mit „es liest sich jünger“ durch alles durch. Die Beziehung zwischen Jonas und Astrid wird nur darüber charakterisiert, dass sie Zwillinge sind und die halt zusammenhalten müssen. Grenzen der Welt und der Magie werden nicht wirklich klar definiert und man darf die Handlung nicht zu sehr hinterfragen, wenn man keine Lücken entdecken will. Es passiert insgesamt nichts wirklich Bahnbrechendes, und an mehreren Stellen erinnern Dinge an die Harry Potter Bücher (z.B. die Schlawiner, die man auch einfach Rumtreiber hätte nennen können).

So gibt es von mir insgesamt 3 von 5 Sternen. Die neue Reihe von Connie Glynn kann bei mir einfach nicht an die Story von Lottie und Ellie anknüpfen, und ich muss mal schauen, ob ich Band 2 lesen werde. Es gab zwar einen fiesen Cliffhanger, aber wirklich interessiert wie es mit den Charakteren weitergeht bin ich grade nicht.

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