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Venatrix

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Fesselnd bis zur allerletzten Seite

Stürmische Klippe
4

Dieser 10. Fall für Liv Lammers fordert der sympathischen Ermittlerin so einiges ab. Statt sich mit ihrem Verlobten, dem Kieler Rechtsmediziner Sebastian Gerlich über die gemeinsame Zukunft zu beraten, ...

Dieser 10. Fall für Liv Lammers fordert der sympathischen Ermittlerin so einiges ab. Statt sich mit ihrem Verlobten, dem Kieler Rechtsmediziner Sebastian Gerlich über die gemeinsame Zukunft zu beraten, verbringt sie ihren freien Tag mit ihrer Chefin Hilke Hasselbrecht auf der Geburtstagsfeier von Armgart Zabrowski, einer Politikerin mit großen Plänen für sich und Sylt, in einer Villa in Rantum. Obwohl Zabrowski beinahe Opfer eines Mordanschlags wird, will sie keinen offiziellen Personenschutz. Ihre Freundin Hasselbrecht soll inkognito den Drahtzieher ermitteln. Der Kreis der Verdächtigen ist groß, ist doch die Politikerin für ihre rücksichtslose Agenda bekannt und berücksichtigt. So negiert sie den aufziehenden Orkan, der das Anwesen von der Außenwelt abschneidet: Gäste, Personal sowie die beiden Polizistinnen sind nun auf sich selbst zurückgeworfen. Die Stimmung ist miserabel und als man dann eine junge Frau tot in Zabrowskis persönlichen Räumen findet, droht die Lage zu eskalieren. Wer hat Katrin die abgebrochene Sektflasche in den Hals gerammt?

Doch damit nicht genug, wird Sebastian Gerlich des versuchten Mordes an einer Frau verdächtigt und verhaftet. Statt Beweise für seine Unschuld suchen zu können, sitzt Liv Lammers auf Rantum fest.

Meine Meinung:

Wow, was für ein Schlamassel! Der Spannungsbogen dieses 10. Krimis rund um Liv Lammers ist wie gewohnt sehr hoch. Sabine Weiß lässt ihre Leserschaft gleich um zwei Personen zittern: Liv und Sebastian.

Was Hilke Hasselbrecht hier reitet, ihre Reputation für eine höchst zwielichtige Freundin (?) aufs Spiel zu setzen? Das Versprechen eine höhere Position zu erhalten?

Und wird Sebastian in dieses Netz an Intrigen verwickelt, um Liv zu schaden? Cui bono? Wem nützt das? Oder ist die ganze Aktion, die Sebastian schwer traumatisiert, „nur“ die Folge einer gekränkten Eitelkeit? Und welche Rolle spielen Sebastians Mitarbeiter in dieser Causa? Ich hoffe, wir werden darüber im nächsten Band in Kenntnis gesetzt werden. Zudem sollte die Hasselbrecht als Chefin abgelöst werden.

Wie immer lässt uns Sabine Weiß tief in menschliche Abgründe schauen. Diesmal erfüllen sowohl Armgart Zabrowski als auch der Drahtzieher rund um Sebastians Verhaftung diesen Part ausgezeichnet. Die Gier nach Macht und Geld sowie die Skrupellosigkeit mit der einzelne ihre Ziele verfolgen, ohne Rücksicht auf Menschen oder Umwelt zu nehmen, ist erschreckend.

Wie es weitergehen wird? Ich bin schon auf den 11. Fall neugierig.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 10. Fall für Liv Lammers 5 Sterne und warte mit ein wenig Ungeduld auf den nächsten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 31.01.2026

Dominik Dornachs persönlichster Fall

Solothurn ruft nach Vergeltung
0

Der nunmehr 7. Fall für Dominik Dornach und die kurzfristig zurückgekehrte Staatsanwältin Angela Casagrande bringt den Solothurner Ermittler an seine mentalen und körperliche Grenzen. Warum?

Der Filmemacher ...

Der nunmehr 7. Fall für Dominik Dornach und die kurzfristig zurückgekehrte Staatsanwältin Angela Casagrande bringt den Solothurner Ermittler an seine mentalen und körperliche Grenzen. Warum?

Der Filmemacher Tom Kurti liegt mit durchschnittener Kehle im Badezimmer eines Hotels. Eigentlich hätte er für seinen umstrittenen Film, der sich mit Ehrenmorden beschäftigt, eine Auszeichnung bei den Solothurner Filmtagen in Empfang nehmen sollen. Hat sich die streng islamische Community für die Sichtbarmachung des Themas in der Schweiz gerächt?

Als bekannt bei den Ermittlungen bekannt wird, dass die Schwester der Hauptdarstellerin in Kurtis Film vor fünfzehn Jahren ermordet worden ist, läuten bei Dominik Dornach die Alarmglocken. Die junge Frau hat sich gegen eine Zwangsehe gewehrt, wollte mit ihrem Schweizer Freund flüchten und ist dann von diesem getötet worden. Zumindest hat das so ausgesehen. Was darauf hin gefolgt ist, können wir in Rückblenden und Erinnerungen Dornachs lesen.

Natürlich spielt Dominik Dornachs Tochter Pia Zenklusen mit ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn wieder eine große Rolle und sorgt sowohl bei ihrem Vater als auch bei uns Lesern für Herzrasen.

Meine Meinung:

Ehrenmorde und Femizide sind erschreckende Themen, deren Darstellung oft für heftige Diskussionen sorgen. Autor Christof Gasser nähert sich den betroffenen Frauen mit dem nötigen Respekt. Hier werden keine blutrünstigen Details aus voyeuristischen Motiven zur Schau gestellt. Knapp und präzise werden die Ereignisse geschildert.

Geschickt führt Gasser seine Leserschaft auf den einen oder anderen Holzweg.
Über Pia Zenklusen habe ich diesmal ein wenig den Kopf schütteln müssen, denn mit ihrer Aktion bringt sie sich in akute Lebensgefahr. Aber wie man weiß, ist gut gemeint, nicht immer wirklich gut.

Über den Kurzauftritt von Jana Cranach habe ich mich sehr gefreut. Gut gemacht!

Fazit:

Diesem sehr emotionalen Krimi, der nicht nur Dornach und sein Team sondern auch die Leserschaft fordert, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.01.2026

Hochspannung pur!

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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In ihrem 6. Fall für Alexa Jahn und Bernhard Krammer zieht Anna Schneider wieder alle Register.

Tagelange ergiebige Regenfälle gehen über die Grenzregion von Bayern zu Tirol nieder. Die Gegend des Karwendels ...

In ihrem 6. Fall für Alexa Jahn und Bernhard Krammer zieht Anna Schneider wieder alle Register.

Tagelange ergiebige Regenfälle gehen über die Grenzregion von Bayern zu Tirol nieder. Die Gegend des Karwendels ist von den Unwettern besonders betroffen, weshalb Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber vorrangig mit der Koordination des Katastropheneinsatzes beschäftigt sind. Da Huber die Gegend und die Menschen kennt, macht Alex Telefondienst und hilft bei der Unterbringung der Evakuierten, was sie beides auf Dauer nicht aushält. Nachdem eine Gerettete über Schreie einer Frau und eine unheimliche Begegnung berichtet, macht sie sich alleine auf, um einen, genau in dieser Ecke vermissten Landwirt, zu suchen. Wenig später findet sie dessen Leiche. Da er einen Schraubenzieher im Kopf stecken hat, ist klar, dass er keinem Unfall zum Opfer gefallen ist. Noch weiß Alexa nicht, was sie auf dem Bauernhof des Toten erwartet, denn der gewaltsame Tod des Bauern wirkt zunächst wie ein isoliertes Verbrechen, entpuppt sich dann als Verbrechen, das seit Jahren andauert.

Auch Bernhard Krammer, Vater von Alexa und Kriminalpolizist in Innsbruck, ist beschäftigt. Zum einen ermittelte er im Fall einer verschwundenen Frau, die Opfer eines Stalkers geworden ist. Zu anderen muss er auf Befehl seines Vorgesetzten eine Gruppe Jugendlicher, die trotz Unwetterwarnung in die Berge gehen, suchen. Der Zusammenhang zwischen den beiden Einsätzen ist dadurch gegeben, dass einer der Jugendlichen, der Stalker sein soll.

Meine Meinung:

Wie Anna Schneider im Nachwort schreibt, haben sie die dramatischen Ereignisse im Ahrtal zu diesem Katastrophenszenario inspiriert.

Faszinierend ist, wie die Autorin zwei Haupthandlungsstränge in der jeweils eine Geschichte in der Geschichte verschachtelt ist, schlüssig erzählt. Hier muss man nicht nur stellenweise den Atem anhalten sondern auch genau lesen. Auch in der Gruppe der Jugendlichen, in der abgeschiedenen Berghütte von der Umwelt abgeschnitten auf Wetterbesserung hoffend ausharren müssen, eröffnen sich Abgründe.

Doch die schier unglaubliche Geschichte auf dem Bauernhof des Toten ist besonders ist intensiv und lässt das Rettungsteam und vermutlich den einen oder anderen Leser an die Grenzen der Belastung stoßen. Auch hier nimmt die Autorin an Anleihen bei wahren Verbrechen.

Zwischendurch können wir einerseits die Gedanken des Stalkers kennenlernen und andererseits Briefe einer Mutter an ihre Tochter lesen.

Gleichzeitig überlegt Krammer, wie er seiner Tochter beibringen soll, dass ihr Wohnungsvermieter und möglicher Freund, ein Spieler ist. Doch das wird, so nehme ich an, Stoff für den nächsten Grenzfall.

Der Schreibstil von Anna Schneider ist ruhig, präzise und kommt ohne romantische Schnörksel aus. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird manchmal durch die unterschiedliche Gesetzeslage ein wenig erschwert, doch vor allem der erfahrene Krammer setzt sich manchmal darüber hinweg, wenn es darum geht, Verbrechen aufzuklären, auch wenn er mehrmals dicht am Disziplinarverfahren schrammt.

Anna Schneider führt die einzelnen Handlungsstränge am Ende gekonnt logisch und überzeugend zusammen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der mich mehrmals den Atem anhalten hat lassen, 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe. Hier empfehle ich bei Band eins zu beginnen, um die Entwicklung der Beziehung von Alexa Jahn und Bernhard Krammer, diesseits und jenseits der Grenze zu beobachten.

Veröffentlicht am 27.01.2026

Hier ist wenig, wie es scheint

Der tiefe Grund
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In ihrem zweiten Fall in der neuen Dienststelle in Wittmund, Ostfriesland, muss sich Oberkommissarin Lena Nielsen nicht nur weiteren beruflichen Herausforderungen stellen, sondern auch jenen ihres Privatlebens. ...

In ihrem zweiten Fall in der neuen Dienststelle in Wittmund, Ostfriesland, muss sich Oberkommissarin Lena Nielsen nicht nur weiteren beruflichen Herausforderungen stellen, sondern auch jenen ihres Privatlebens. Zu diesen zählt, dass ihr Ex-Freund Ben ein Jahr nach der Trennung unvermutet auftaucht und ihr Vater, der immer mehr in die Demenz abgleitet.

Dazu kommt, dass der Unfalltod von Lisa Uhlen, die sichtlich von einem Auto gerammt und schwerst verletzt, liegen gelassen worden ist, ihren Argwohn erregt. Die akribische Untersuchung des Unfallortes, weist zahlreiche Ungereimtheiten auf. Zunächst deutet einiges auf ihren Ex-Freund hin, doch als bekannt wird, dass der Unfallwagen gestohlen worden ist, scheint es in eine völlig andere Richtung zu gehen.

Lena ist bekannt dafür, eigenmächtig zu ermitteln, was ihren Vorgesetzten Robert Petersen und Kollegen Lars wenig freut, vor allem, wenn sie Ressourcen anderer Dienststellen in Anspruch nimmt.

Wie sich der Tod von Lisa Uhler, der zunächst als Unfall klassifiziert worden ist, zu einer kniffligen Mordermittlung mit weitreichenden Folgen entwickelt, müsst ihr selbst lesen.

Meine Meinung:

Wie schon im ersten Fall (Das erkaufte Glück) spielt auch diesmal Lena Nielsens Privatleben eine nicht unbeträchtliche Rolle und die Hoffnung, einen etwas ruhigeren Arbeitsalltag als beim LKA Hannover zu haben, hat sich nicht erfüllt. Lena bemüht sich, wie eine alleinerziehende Mutter, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Statt eines Kindes muss sie für ihren demenzkranken Vater sorgen. Noch hält das Netzwerk, doch ist absehbar, dass es dichter gespannt werden muss.
Durch das unvermutete Erscheinen von ihrem Ex, erfahren wir, wovor Lena noch aus Hannover geflüchtet ist. Denn es ist klar, dass der demente Vater nur vorgeschoben ist.

Anna Johannsen versteht es, den Spannungsbogen hoch zu halten, bis er sich in einem Showdown entlädt. Für die Leser ist genug Platz, eigene Ideen zu entwickeln, wer der oder die Täter sein könnten. Ich hatte ja recht bald eine Hypothese, die sich als richtig herausgestellt hat, wenn auch das gesamte Ausmaß, zu Beginn nicht ersichtlich war.

So muss ein fesselnder Krimi sein! Protagonisten, die Ecken und Kanten haben, hohes Tempo, Spuren und Hinweise, die zunächst vielversprechend erscheinen, um dann in einer Sackgasse zu enden. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

Fazit:

Ein scheinbarer Verkehrsunfall, der tiefe Abgründe enthüllt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.01.2026

Geht unter die Haut!

Starfish
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Dieser Debütroman von Lisa Fipps geht unter die Haut. Warum?

Die elfjährige Ellie ist ein schwergewichtiges Mädchen, das von allen Seiten verspottet und gemobbt wird. Ihre Geschwister nennen sie Platschi ...

Dieser Debütroman von Lisa Fipps geht unter die Haut. Warum?

Die elfjährige Ellie ist ein schwergewichtiges Mädchen, das von allen Seiten verspottet und gemobbt wird. Ihre Geschwister nennen sie Platschi und die Mitschüler Wal. Besonders Marissa und Kortnee entpuppen sich als besonders fies, Feindin Nr. 1 und Nr. 2.

Die einzige, die Ellie so nimmt, wie sie ist, ist Viv. Doch dann muss Viv übersiedeln und Ellie scheint ganz alleine zu sein, bis Catalina mit ihrer Familie in der Nachbarschaft einzieht, die als Neue in der Schule und auf Grund ihrer Herkunft ebenfalls mit Vorurteilen zu kämpfen hat.

Nur im Swimmingpool fühlt sie sich leicht und wohl. Hier kann sie als „Seestern“ den Raum für sich einnehmen, der ihr zusteht.

Der Vater, selbst Psychiater, erkennt das Leid seiner Tochter und bringt sie zu einer Therapeutin, der es gelingt, Ellie Mut zu machen. In kleinen Schritten beginnt Ellie Selbstvertrauen aufzubauen und sich zu wehren, zumal sie entdeckt, dass sie nicht die Einzige ist, die in der Schule gemobbt wird. So hat auch ihr Feind Nr. 3 ein Geheimnis, das er hinter seinen Angriffen auf Ellie krampfhaft zu verbergen sucht.

Wie geschickt Ellie mit Worten umgehen kann, fällt einer Lehrkraft auf, die sie ermuntert, diese Gabe zu nutzen, um sich zu wehren ohne selbst beleidigend zu werden.

Doch erst als Ellie in der Schule auch körperlich verletzt wird, reagieren Lehrkräfte und die Familie. Doch zunächst nicht ganz so, wie man es Ellie wünschen würde. Der Bruder tritt die schulische Aktion unter lautem Lachen beim Abendessen breit und die Mutter erklärt, dass Ellie selbst schuld am Mobbing ist, weil sie so fett ist, während der Vater in der Schule anrufen will, um das Mobbing zu unterbinden. Nur Ellies Schwester fasst sich ein Herz und versucht, ihr Verhalten Ellie gegenüber zu ändern. Aber auch nur deswegen, weil Ellie wegen der blauen Flecken sichtbare Verletzungen davon getragen hat. Die seelischen sind ja unsichtbar.

Meine Meinung:

Dieser Jugendroman, den ich auch Eltern empfehle, hat mich sehr berührt, weil ich selbst zu jenen gehöre, die nicht untergewichtig sind. Den Sportunterricht habe ich ähnlich in Erinnerung, zumal wir Leistungsturnerinnen in der Klasse hatten, die uns als Vorbilder vor die Nase gesetzt worden sind. Mein persönliches großes Plus war letztlich, dass ich ungefähr mit zwölf Jahren, quasi über Nacht, einen großen Busen bekommen habe, um den mich alle beneidet haben. Diäten waren kein Thema zu Hause, weil meine Eltern im Zweiten Weltkrieg aufgewachsen sind und häufig gehungert haben.

Doch zurück zu Buch:

Das eigentliche Tragische und ziemlich Verstörende ist hier, dass es vor allem Ellies Mutter ist, die sie durch ihre dauernden Maßregelungen, Dicke-Mädchen-Regeln und Diäten sowie zahlreiche Übergriffe, diejenige ist, die Ellie am meisten verletzt. Statt ihr angeschlagenes Selbstvertrauen aufzurichten und zu stärken, fällt der Mutter nichts anderes ein, als ihr eine Operation zur Magenverkleinerung anzudrohen und damit auch ihren Ehemann zu hintergehen, der einen solchen Eingriff ablehnt, vor allem auch deswegen, weil Ellies Tante bei einer solchen Operation beinahe gestorben wäre. Echt, dass in den USA Magenverkleinerungen auch schon bei Kindern durchgeführt werden dürfen? Das ist für mich Kindesmisshandlung! Mit ihrem Diät-Wahn für Ellie merkt sie nicht, wie sehr sie die anderen Familienmitglieder verletzt. Liam und Anaïs lassen ihre Wut, die aus Ohnmacht ihrer Mutter gegenüber entsteht, an Ellie aus. Einzig Ellies Vater ergreift, spät aber doch, ein.

Eigentlich gehört Ellies Mutter therapiert, die mit ihrem schon manischen Bestreben, Ellies Gewicht zu reduzieren.
Catalina spricht das aus, als sie erfährt, dass Ellie zu einer Therapie muss und Ellie kommen erste Zweifel an ihrer Mutter.

“Ob Catalina recht hat? Ist es möglich, dass Mams Denken in Ordnung gebracht werden muss - und nicht ich?“

Das Buch, das sich sehr gut lesen lässt, ist ein wichtiges Buch für junge Leserinnen und Leser sowie für deren Eltern und Lehrkräfte. Es vermittelt die Botschaft, welchem Druck Kinder und junge Erwachsene durch Mobbing und Bodyshaming ausgesetzt sind.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem emotionalen und mutigen Buch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.