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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Eine Party voller Geheimnisse

Party of Liars
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In „Party of Liars“ treffen während einer luxuriösen Feier auf einem abgelegenen Anwesen mehrere Menschen aufeinander, die alle ihre eigenen Geheimnisse und Probleme mitbringen. Erzählt wird die Geschichte ...

In „Party of Liars“ treffen während einer luxuriösen Feier auf einem abgelegenen Anwesen mehrere Menschen aufeinander, die alle ihre eigenen Geheimnisse und Probleme mitbringen. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, unter anderem von Dani, der neuen deutlich jüngeren Frau von Ethan, seiner Exfrau Kim, der sechzehnjährigen Mikayla und der Nanny Orlaith. Als nach der Party eine Leiche gefunden wird, wird schnell klar, dass in diesem Haus deutlich mehr hinter der perfekten Fassade steckt.

Am Anfang musste ich mich erstmal etwas in die Geschichte einfinden, weil man direkt mit mehreren Perspektiven und ziemlich vielen Charakteren konfrontiert wird. Trotzdem bin ich überraschend gut reingekommen, weil eigentlich jede Figur ihre eigenen Probleme, Geheimnisse oder fragwürdigen Gedanken mitbringt und man ständig wissen wollte, was genau dahintersteckt. Gerade die Dynamik zwischen Dani, Ethan und Kim fand ich von Anfang an ziemlich interessant.

Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre im Haus. Dieses leicht unangenehme Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, zieht sich eigentlich durch das komplette Buch. Dazu kommen immer wieder merkwürdige Situationen und Hinweise, bei denen man nie genau wusste, ob wirklich etwas Übernatürliches passiert oder ob bestimmte Figuren einfach psychisch immer weiter an ihre Grenzen geraten.

Mit der Zeit entwickelt sich die Geschichte aber deutlich mehr in Richtung Drama als Thriller, was ich vorher ehrlich gesagt anders erwartet hatte. Viele Nebenfiguren und Handlungsstränge wirken zunächst extrem wichtig oder bedrohlich, dienen am Ende aber eher dazu, falsche Fährten zu legen. Das fand ich teilweise etwas schade, weil gerade aus einigen Figuren meiner Meinung nach noch deutlich mehr hätte gemacht werden können. Trotzdem hatte ich wirklich Spaß beim Lesen. Vor allem weil man ständig versucht hat herauszufinden, wem man überhaupt noch trauen kann und was tatsächlich hinter allem steckt.

Insgesamt ist „Party of Liars“ für mich weniger ein klassischer Thriller und deutlich mehr ein Drama mit Mystery- und Spannungselementen. Wenn man mit dieser Erwartung rangeht, funktioniert das Buch meiner Meinung nach deutlich besser.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.05.2026

Düster, spannend und voller Magie

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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In „West of Wicked“ begleitet man Dorothy in einem düsteren „Zauberer von Oz“-Retelling. Nach einem Sturm landet sie in einer düsteren Welt, in der Hexen, Magie und dunkle Geheimnisse auf sie warten. Auf ...

In „West of Wicked“ begleitet man Dorothy in einem düsteren „Zauberer von Oz“-Retelling. Nach einem Sturm landet sie in einer düsteren Welt, in der Hexen, Magie und dunkle Geheimnisse auf sie warten. Auf ihrer Reise zum Zauberer wird schnell klar, dass hinter allem deutlich mehr steckt als nur Dorothys Wunsch nach Antworten über ihre Vergangenheit.

Ich muss sagen, dass ich am Anfang noch etwas unsicher war, wie ich das Buch finden würde. Gerade zu Beginn hatte ich noch sehr das Original von „Der Zauberer von Oz“ im Kopf und habe automatisch ständig verglichen. Außerdem war ich mir bei einigen Perspektiven, vor allem rund um den Blechmann, erst nicht sicher, ob ich sie wirklich brauche. Im Verlauf hat das aber deutlich besser funktioniert, weil man dadurch eben auch erfährt, was parallel zur Hauptstory passiert.

Je weiter die Geschichte vorangeschritten ist, desto mehr hat sie mich aber gepackt. Vor allem ab der zweiten Hälfte wollte ich eigentlich immer weiterlesen, weil ständig neue Fragen und Vermutungen dazu kamen. Ich fand es auch gut, dass sich die Story irgendwann so weit vom Original gelöst hat, dass ich aufgehört habe alles vergleichen zu wollen und mich einfach auf die Geschichte eingelassen habe.

Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen Dorothy und Rook. Zwischen den beiden knistert es ziemlich schnell, gleichzeitig bleibt aber die ganze Zeit dieses Misstrauen bestehen, weil man nie genau weiß, was hinter ihm wirklich steckt. Gerade das hat die Spannung für mich getragen. Einige Twists konnte man zwar erahnen oder zumindest als Möglichkeit im Kopf haben, trotzdem haben sie mir super viel Spaß gemacht und ich war am Ende absolut nicht enttäuscht.

Insgesamt hat sich „West of Wicked“ für mich zu einer Geschichte entwickelt, die mich immer mehr überzeugt hat, je weiter ich gelesen habe. Düster, spannend und mit einer Dynamik, die wirklich Spaß gemacht hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

Wenn Konkurrenz zu Gefühl wird

Selling Dreams
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In Selling Dreams von April Dawson treffen Marissa Gallagher und Calder Bevyn als direkte Konkurrenten in der Immobilienbranche aufeinander. Nach einem überraschenden Deal arbeiten beide im selben Unternehmen ...

In Selling Dreams von April Dawson treffen Marissa Gallagher und Calder Bevyn als direkte Konkurrenten in der Immobilienbranche aufeinander. Nach einem überraschenden Deal arbeiten beide im selben Unternehmen und kämpfen darum, die Nummer eins im Verkauf zu werden, doch aus beruflicher Rivalität entwickeln sich schnell Gefühle, die alles komplizierter machen.

Der Einstieg fiel mir besonders leicht, denn man findet schnell in die Geschichte und in die Dynamik der Figuren. Zwischen Marissa und Calder knistert es von Anfang an spürbar, wobei der Konkurrenzkampf durch den gemeinsamen Arbeitsplatz zusätzlich verstärkt wird. Besonders positiv fand ich, dass die Hintergründe der beiden früh angedeutet werden, wodurch man ihre Motivationen schnell versteht und emotional besser mitgehen kann.

Marissa ist eine starke, selbstbewusste Protagonistin, die sich behauptet und realistische Themen wie Sexismus in der Arbeitswelt und sexuelle Belästigung anspricht, was der Geschichte mehr Tiefe verleiht. Calder ist ebenfalls sympathisch, auch wenn ich emotional etwas näher bei Marissa war. Die Romance entwickelt sich langsamer und neben der spürbaren Anziehung steht vorallem ihre emotionale Beziehung im Vordergrund. Für mich ein klarer Pluspunkt, da sie dadurch glaubwürdig und nachvollziehbar bleibt. Besonders schön fand ich, dass das Buch in der Geschichte nicht dem typischen Muster vieler Romance-Romane verfällt.

Auch die Nebenfiguren konnten mich überzeugen. Die Dynamiken zwischen ihnen sowie mit Calder und Marissa sorgten immer wieder für warmherzige Momente. Da die Reihe in derselben Welt fortgesetzt wird, merkt man deutlich, dass hier bereits ein Grundstein für die kommenden Bände gelegt wurde. Etwas schwächer empfand ich hingegen einige Konflikte, die für mich nicht ausreichend ausgearbeitet waren und zum Ende hin etwas überstürzt wirkten.

Insgesamt ist Selling Dreams ein gelungener Reihenauftakt mit viel Herz und einer überzeugenden Slow-Burn-Romance. Trotz kleiner Schwächen hatte ich viel Spaß beim Lesen und bin neugierig auf die Fortsetzungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.01.2026

Magische Wintergeschichten für zwischendurch

Sparkling Nights
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Sparkling Nights vereint fünf romantische Fantasy-Kurzgeschichten verschiedener Autorinnen, die alle in einer winterlichen Atmosphäre spielen. Jede Geschichte bringt ein eigenes Setting und einen anderen ...

Sparkling Nights vereint fünf romantische Fantasy-Kurzgeschichten verschiedener Autorinnen, die alle in einer winterlichen Atmosphäre spielen. Jede Geschichte bringt ein eigenes Setting und einen anderen Fantasy-Schwerpunkt mit sich, wodurch die Sammlung sehr abwechslungsreich wirkt.

Was mir besonders gefallen hat, ist der leichte Einstieg in jede einzelne Story. Trotz der kurzen Länge findet man schnell in die jeweilige Welt hinein, ohne von zu vielen Informationen erschlagen zu werden. Gerade bei Kurzgeschichten stelle ich mir das als große Herausforderung vor, da kaum Zeit für lange Erklärungen bleibt, hier ist das jedoch meist sehr gut gelungen. Die Autorinnen schaffen es, sowohl die magischen Aspekte als auch die romantischen Entwicklungen kompakt, aber stimmig zu erzählen.
Vor allem einige der Geschichten stechen positiv hervor, da sie trotz der wenigen Seiten sehr rund wirken und man sich stellenweise sogar mehr davon gewünscht hätte.

Mich persönlich konnten nicht alle Kurzgeschichten gleichermaßen überzeugen, was bei einer Anthologie aber auch zu erwarten ist. Manche Storys fühlten sich geschlossener und stärker ausgearbeitet an als andere, insgesamt hatte ich jedoch durchweg Spaß beim Lesen. Besonders schön fand ich, dass man die Geschichten schnell abschließen kann und sich immer wieder auf eine neue magische Welt freuen darf. Perfekt für zwischendurch und auch, um neue Autorinnen kennenzulernen.

Es war außerdem spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Themen und Stimmungen umgesetzt wurden: von winterlicher Urban Fantasy über märchenhafte Elemente bis hin zu Zeitreise-Romantik mit fast schon Bridgerton-Vibes. Fast alle Geschichten haben dabei meinen Geschmack getroffen, auch wenn ich nicht erwartet habe, dass mir bei einer Sammlung restlos alles gefallen würde.

Mein persönlicher Favorit war „Under the Frozen Moonlight“ von Asuka Lionera, aber besonders gefallen haben mir außerdem die letzten beiden Geschichten von Regina Meissner und Fam Schaper. Vor allem die letzte Kurzgeschichte fühlte sich fast wie ein Teaser zu einem Buch an und definitiv Lust auf mehr gemacht hat.

Insgesamt ist Sparkling Nights eine abwechslungsreiche, stimmungsvolle Sammlung für alle, die Romantasy lieben und gerne in unterschiedliche Welten eintauchen. Wer kurze, magische Geschichten mit winterlichem Flair sucht, wird hier eine schöne Mischung aus Romantik und Fantasy finden, ideal für gemütliche Lesestunden zwischendurch. ✨

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Düster und schonungslos

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Nizzara ist Thronfolgerin des Königreichs Zarrs und lebt in einer Welt, in der Macht, Gewalt und Kontrolle den Alltag bestimmen. Um einer Zukunft zu entkommen, die für sie bereits festgeschrieben scheint, ...

Nizzara ist Thronfolgerin des Königreichs Zarrs und lebt in einer Welt, in der Macht, Gewalt und Kontrolle den Alltag bestimmen. Um einer Zukunft zu entkommen, die für sie bereits festgeschrieben scheint, sieht sie sich gezwungen, einen gefährlichen Weg einzuschlagen. Dabei geht sie eine riskante Verbindung mit dem Deathwalker Dagen ein, die ihr Schicksal auf unerwartete Weise beeinflusst.

Der Einstieg in Vesselles ist vor allem düster. Schon von Beginn an geht die Geschichte wenig behutsam vor und wirft einen ohne große Vorwarnung in Nizzaras brutale und harte Welt. Mit zunehmender Seitenzahl entfaltet sich die Handlung immer stärker, gewinnt an Spannung und hat mich zunehmend in ihren Bann gezogen.

Besonders gefallen hat mir das Magiesystem, das sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Ich habe zwar etwas Zeit gebraucht, um mich vollständig einzufinden, doch das Dranbleiben lohnt sich hier meiner Meinung nach. Das Glossar zu Beginn der Kapitel ist dabei eine große Hilfe, um sich in der Welt zurechtzufinden. Im weiteren Verlauf wird dieses durch Tagebucheinträge ersetzt, die zusätzliche Einblicke in die Hintergründe der Geschichte geben und sich organisch in den Erzählfluss einfügen, ohne die Handlung auszubremsen.

Nizzara ist eine Protagonistin, die viel Leid erträgt, was stellenweise schwer auszuhalten ist. Brutalität und Gewalt werden nicht beschönigt dargestellt, weshalb man sich als Leser*in darauf einstellen sollte. Gleichzeitig bleibt sie zielstrebig und entschlossen, was sie für mich greifbar macht. Einige Nebenfiguren sorgen immer wieder für Lichtblicke in der sonst sehr düsteren Welt und sind mir schnell ans Herz gewachsen, was manche emotionale Momente umso stärker gemacht hat.
Dagen bleibt lange rätselhaft, und seine Rolle zwischen Tod, Pflicht und eigenen Interessen trägt viel zur Spannung bei. Die Beziehung zwischen ihm und Nizzara entwickelt sich langsam und wirkt nicht überstürzt. Im weiteren Verlauf punktet Vesselles vor allem mit spannenden Kämpfen und mehreren Plottwists, die nicht alle vorhersehbar sind. Die Handlung gewinnt deutlich an Tempo, ohne hektisch zu wirken, und bleibt bis zum Ende fesselnd.

Vesselles ist insgesamt ein düsterer und zugleich gefühlvoller Reihenauftakt, der vielleicht etwas Geduld verlangt, diese jedoch belohnt. Wer Dark Fantasy mit klaren Machtstrukturen, Slow-Burn-Romance und einer schonungslos erzählten Welt mag, wird hier gut abgeholt. Für mich ein Auftakt mit Ecken und Kanten, der mit zunehmender Seitenzahl immer stärker wird.

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