Wenn Konkurrenz zu Gefühl wird
Selling DreamsIn Selling Dreams von April Dawson treffen Marissa Gallagher und Calder Bevyn als direkte Konkurrenten in der Immobilienbranche aufeinander. Nach einem überraschenden Deal arbeiten beide im selben Unternehmen ...
In Selling Dreams von April Dawson treffen Marissa Gallagher und Calder Bevyn als direkte Konkurrenten in der Immobilienbranche aufeinander. Nach einem überraschenden Deal arbeiten beide im selben Unternehmen und kämpfen darum, die Nummer eins im Verkauf zu werden, doch aus beruflicher Rivalität entwickeln sich schnell Gefühle, die alles komplizierter machen.
Der Einstieg fiel mir besonders leicht, denn man findet schnell in die Geschichte und in die Dynamik der Figuren. Zwischen Marissa und Calder knistert es von Anfang an spürbar, wobei der Konkurrenzkampf durch den gemeinsamen Arbeitsplatz zusätzlich verstärkt wird. Besonders positiv fand ich, dass die Hintergründe der beiden früh angedeutet werden, wodurch man ihre Motivationen schnell versteht und emotional besser mitgehen kann.
Marissa ist eine starke, selbstbewusste Protagonistin, die sich behauptet und realistische Themen wie Sexismus in der Arbeitswelt und sexuelle Belästigung anspricht, was der Geschichte mehr Tiefe verleiht. Calder ist ebenfalls sympathisch, auch wenn ich emotional etwas näher bei Marissa war. Die Romance entwickelt sich langsamer und neben der spürbaren Anziehung steht vorallem ihre emotionale Beziehung im Vordergrund. Für mich ein klarer Pluspunkt, da sie dadurch glaubwürdig und nachvollziehbar bleibt. Besonders schön fand ich, dass das Buch in der Geschichte nicht dem typischen Muster vieler Romance-Romane verfällt.
Auch die Nebenfiguren konnten mich überzeugen. Die Dynamiken zwischen ihnen sowie mit Calder und Marissa sorgten immer wieder für warmherzige Momente. Da die Reihe in derselben Welt fortgesetzt wird, merkt man deutlich, dass hier bereits ein Grundstein für die kommenden Bände gelegt wurde. Etwas schwächer empfand ich hingegen einige Konflikte, die für mich nicht ausreichend ausgearbeitet waren und zum Ende hin etwas überstürzt wirkten.
Insgesamt ist Selling Dreams ein gelungener Reihenauftakt mit viel Herz und einer überzeugenden Slow-Burn-Romance. Trotz kleiner Schwächen hatte ich viel Spaß beim Lesen und bin neugierig auf die Fortsetzungen.