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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Toller Reihenauftakt!

Starminster - Stadt in den Wolken
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Dieser Fantasy-Reihenauftakt für Kinder ab ungefähr 11 lockt mit seinem wunderschönen Cover, dass sich im passenden Farbschnitt fortsetzt!

Dieses Buch ist ein echter Hingucker. Das wunderschöne ...

Dieser Fantasy-Reihenauftakt für Kinder ab ungefähr 11 lockt mit seinem wunderschönen Cover, dass sich im passenden Farbschnitt fortsetzt!

Dieses Buch ist ein echter Hingucker. Das wunderschöne Hardcover mit dem tollen Farbschnitt und dem geheimnisvollen Cover mit der schwebenden Stadt über London fängt sofort die Atmosphäre der Geschichte ein.
Schon beim ersten Durchblättern merkt man: Hier wartet eine magische Welt darauf, entdeckt zu werden:
Astrid wächst völlig isoliert in einem kleinen Schuppen auf, weil ihre Mutter behauptet, draußen sei es zu gefährlich. Doch eines Tages taucht eine geheimnisvolle Frau mit Flügeln auf und nimmt sie mit nach Überlondon – einer verborgenen Stadt hoch über London. Dort besucht Astrid die Schule Starminster, an der Kinder mit Flügeln lernen zu fliegen. Während sie diese neue Welt erkundet, stößt sie jedoch auf ein düsteres Geheimnis: Immer wieder verschwinden Kinder...

Die Geschichte entfaltet sich eher ruhig, bleibt dabei aber spannend und geheimnisvoll. Lange rätselt man gemeinsam mit Astrid über ihre Vergangenheit und die Geschehnisse in Überlondon. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, sodass man sich die schwebende Stadt mit ihren Brücken, Himmelsgärten und Flugübungen gut vorstellen kann.
Zu Beginn treten viele Figuren auf, was kurzzeitig etwas unübersichtlich, wirken kann. Aber dranbleiben lohnt, mit der Zeit kristallisieren sich die wichtigsten Charaktere heraus und man bekommt einen guten Bezug zu ihnen. Astrid ist eine sympathische Protagonistin, deren Entwicklung im Laufe der Geschichte gut nachvollziehbar ist.
Als Reihenauftakt macht „Starminster“ auf jeden Fall neugierig auf mehr. Die Mischung aus magischer Schule, geheimnisvoller Himmelsstadt und spannender Geschichte sorgt für ein fantasievolles Leseerlebnis und lässt gespannt auf den nächsten Band warten.

Starminster – Spiel um die Flügel erscheint schon am 28. Mai 2026. ✨

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Große Sprachkunst!

Die Riesinnen
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Ich habe ein Jahreshighlight gefunden. Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, es hat mich mit seiner Atmosphäre umsponnen und mit einer außerordentlichen Sprache schlicht umgehauen!

"Die Riesinnen" ...

Ich habe ein Jahreshighlight gefunden. Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, es hat mich mit seiner Atmosphäre umsponnen und mit einer außerordentlichen Sprache schlicht umgehauen!

"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist ein Roman, der sich leise anschleicht und dann lange nachhallt. Im Zentrum stehen drei Frauen aus verschiedenen Generationen, die in einem abgelegenen Dorf im Schwarzwald leben, einen Ort, der ebenso Schutzraum wie Begrenzung ist.
Häffner erzählt keine laute Geschichte, sondern eine, die sich über Stimmungen, Bilder und innere Bewegungen entfaltet.

Was sofort auffällt, ist die Sprache: Sie ist so leicht dabei gleichzeitig rau und kantig und wunderschön! Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz des Romans aus. Häffner findet einen Ton, der schwebt und zugleich erdet.
Bildhaft, präzise und manchmal überraschend roh zieht sich der Stil durch die gesamte Erzählung und verleiht ihr eine ganz eigene Intensität.

Naturbeschreibungen und innere Zustände greifen dabei ineinander und verstärken sich gegenseitig, sodass eine dichte, atmosphärische Welt entsteht.

Die Figuren sind das eigentliche Herz des Romans. Jede der drei Frauen trägt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verletzungen und Sehnsüchte. Dabei geht es weniger um spektakuläre Handlung als um das Ringen mit dem eigenen Platz in der Welt und mit den Erwartungen, die von außen kommen oder in der Familie weitergegeben werden.
Diese leisen Konflikte werden mit viel Sensibilität dargestellt.
Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung ziehen sich durch das ganze Buch. Häffner stellt dabei immer wieder die Frage, ob Herkunft Halt gibt oder eher einengend wirkt.

Besonders spannend ist, wie sich die Beziehungen zwischen den Generationen entwickeln,geprägt von Nähe, Distanz und unausgesprochenen Spannungen.

Insgesamt ist Die Riesinnen ein stiller, aber kraftvoller Roman, der weniger über Handlung als über Gefühl und Atmosphäre funktioniert. Er bleibt im Kopf, gerade weil er nicht versucht, sich aufzudrängen, sondern langsam, fast behutsam eine Wirkung entfaltet, die mit Wucht nachhallt!
Ein Kunstwerk!

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Neuanfang

Mirabellentage
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Ein Buch über Abschied, Dorfleben, zweite Chancen und die Frage, ob man auch mit über fünfzig noch einmal neu anfangen kann...

Anna arbeitet seit Jahrzehnten als Haushälterin für Pfarrer Josef ...

Ein Buch über Abschied, Dorfleben, zweite Chancen und die Frage, ob man auch mit über fünfzig noch einmal neu anfangen kann...

Anna arbeitet seit Jahrzehnten als Haushälterin für Pfarrer Josef im kleinen Dorf Blumfeld. Als Josef plötzlich stirbt, gerät ihr gewohntes Leben aus dem Gleichgewicht. Die beiden verbindet ein ganzes Leben und für Anna stirbt nicht einfach ihr "Chef", sondern ein Freund seit Kindertagen...
Gleichzeitig steht schon der neue Pfarrer Fridtjof vor der Tür, ein junger Norddeutscher, der in Bayern und mit den Eigenheiten der Dorfbewohner erst einmal zurechtkommen muss.
Doch Josef hat Anna noch eine letzte Aufgabe hinterlassen... Ein herausforderndes Geheimnis, dass Annas Leben auf links dreht...
Gemeinsam mit alten Bekannten und neuen Freunden muss sie herausfinden, wer sie ist, oh e Josef.

Ich mochte das Buch so gerne! Nachdem ich bereits „Mühlensommer“ geliebt habe, wollte ich unbedingt zurück in Martina Bogdahns Welt ❤️
Auch wenn „Mirabellentage“ ganz anders ist als sein Vorgänger, kamen beim Lesen ähnliche Gedanken und Gefühle auf. Dieses heimelige Dorfgefühl, die besondere Atmosphäre und die Mischung aus Wärme, Humor und Melancholie haben mich wieder sofort abgeholt.
Gleitzeitig schafft das Buch so humorvolle, menschliche Momente!

Blumfeld wirkte beim Lesen unglaublich lebendig. Besonders geliebt habe ich die liebenswert schrulligen Bewohner des Dorfes. Mit ihren kleinen Eigenwilligkeiten, Gerüchten und Besonderheiten wirkten sie herrlich echt. Gerade die Szenen rund um Fridtjof oder Annas Fahrstunden haben mich oft zum Schmunzeln gebracht 😄

Martina Bogdahn erzählt ruhig und unaufgeregt, schafft es aber trotzdem, dass man völlig in dieser Welt versinkt. Gleichzeitig geht es um Verlust, um Heimat, alte Gewohnheiten und darum, ob man sich selbst vielleicht noch einmal neu begegnen kann.

Ich mochte besonders diese sommerliche, warme Stimmung des Buches. Man hört beim Lesen förmlich das Dorfleben, riecht die Mirabellen und spürt die Hitze des Sommers.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Tolles Thema!

Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse
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„Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse“ von Kim Tomsic und Mark Parisi hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders überzeugt hat mich die Mischung aus Comicroman, Tagebuchstil und humorvollen ...

„Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse“ von Kim Tomsic und Mark Parisi hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders überzeugt hat mich die Mischung aus Comicroman, Tagebuchstil und humorvollen Illustrationen. Die vielen Zeichnungen, Kritzeleien und kurzen Comicsequenzen lockern den Text auf und machen das Buch sehr kurzweilig. Gerade für Kinder, die sonst nicht so gerne lesen oder sich von langen Texten schnell abschrecken lassen, ist dieser Stil sehr motivierend. Die alltagssprachliche Erzählweise wirkt authentisch und passt perfekt zur Zielgruppe.
Inhaltlich erzählt das Buch von Charlie und Alex, die eigentlich beste Freunde sind, doch mit dem Start in die 5. Klasse geraten sie durch ein Missverständnis aneinander. Besonders spannend ist dabei, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird. Dadurch versteht man als Leser schnell, wie unterschiedlich Situationen wahrgenommen werden können und wie leicht Kommunikationsprobleme entstehen. Immer wieder denkt man beim Lesen, dass viele Konflikte eigentlich vermeidbar wären, wenn die Figuren offen miteinander sprechen würden. Genau das macht die Geschichte aber auch so lebensnah und nachvollziehbar.
Besonders gelungen finde ich außerdem, dass das Thema „Schulwechsel“ hier im Mittelpunkt steht. Der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule ist für viele Kinder eine große Veränderung, die mit Unsicherheiten, neuen Freundschaften und vielen Emotionen verbunden ist. Trotzdem wird dieses Thema in Kinderbüchern meiner Meinung nach noch viel zu selten behandelt. Das Buch greift diese Erfahrungen humorvoll und gleichzeitig realistisch auf, sodass sich viele Kinder darin wiederfinden können.
Die Figuren wirken dabei sympathisch und authentisch, weil sie nicht perfekt sind und typische Probleme von Kindern in diesem Alter erleben: Streit, Geheimnisse, Missverständnisse, Freundschaft und das Gefühl, plötzlich wieder „die Kleinen“ zu sein. Durch die unterschiedlichen Erzählweisen von Charlie und Alex wird zusätzlich deutlich, wie verschieden Menschen denken und fühlen können.
Insgesamt ist „Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse“ ein witziger und gleichzeitig wichtiger Comicroman über Freundschaft, Kommunikation und den turbulenten Start an einer neuen Schule. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und kann mir gut vorstellen, dass es auch bei Schülerinnen und Schülern sehr gut ankommt.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Gruselig

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Nach dem mitreißenden Auftakt Flammenrad war die Vorfreude auf den zweiten Band der „Gänsehaut in Hovenäset“-Reihe groß – und Sternengrab enttäuscht nicht. Kristina Ohlsson erzählt erneut eine ...

Nach dem mitreißenden Auftakt Flammenrad war die Vorfreude auf den zweiten Band der „Gänsehaut in Hovenäset“-Reihe groß – und Sternengrab enttäuscht nicht. Kristina Ohlsson erzählt erneut eine geheimnisvolle und atmosphärisch dichte Geschichte, die vor allem junge Leserinnen und Leser ab etwa 11 Jahren fesselt, aber auch ältere Gruselfans anspricht.
Im Mittelpunkt steht Alva, die noch immer unter dem rätselhaften Tod ihres Vaters leidet und auf eigene Faust nach Antworten sucht. Ihre Ermittlungen führen sie in Hovenäset auf die Spur einer mysteriösen schwarzen Katze, eines stillen Mädchens und weiterer unheimlicher Vorkommnisse. Ohlsson versteht es, Spannung und Grusel stimmungsvoll aufzubauen, sodass sich beim Lesen ein subtiler, aber durchgehend spürbarer Nervenkitzel einstellt. Gleichzeitig ist die Geschichte emotional berührend, da Alvas Trauer und ihr Umgang mit Verlust eine zentrale Rolle spielen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, die Kapitel kurz und angenehm zu lesen. Das macht das Buch besonders zugänglich für junge Leserinnen und Leser, die sowohl rätseln als auch mitfiebern möchten. Obwohl sich die Handlung zu Beginn etwas langsamer entwickelt und die Protagonistin oft überlegt und nachdenkt, bevor sie aktiv wird, steigert sich die Spannung im Verlauf der Geschichte deutlich und erreicht gegen Ende ein packendes, düsteres Niveau.
Besonders gelungen ist, dass Ohlsson die Figuren liebevoll und glaubwürdig zeichnet. Alva wirkt authentisch in ihren Gefühlen, und auch die wiederkehrenden Freunde aus dem ersten Band ergänzen die Handlung auf natürliche Weise. Die Mischung aus Grusel, Geheimnis und kindgerechtem Thriller schafft eine Atmosphäre, die neugierig macht und gleichzeitig nicht überfordert.
Das Cover greift die geheimnisvolle Stimmung der Geschichte auf und ist ein echter Hingucker, der neugierig auf das Buch macht. Für alle, die den ersten Band mochten, bietet Sternengrab ein weiteres spannendes Abenteuer in Hovenäset, das geschickt Grusel, Rätsel und emotionale Tiefe verbindet. Für Kinder und Jugendliche, die gerne rätseln, sich gruseln und in mysteriöse Geschichten eintauchen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung – und für erwachsene Leser*innen, die Jugendthriller schätzen, ein kurzweiliger Genuss.

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