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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Gruselig

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Nach dem mitreißenden Auftakt Flammenrad war die Vorfreude auf den zweiten Band der „Gänsehaut in Hovenäset“-Reihe groß – und Sternengrab enttäuscht nicht. Kristina Ohlsson erzählt erneut eine ...

Nach dem mitreißenden Auftakt Flammenrad war die Vorfreude auf den zweiten Band der „Gänsehaut in Hovenäset“-Reihe groß – und Sternengrab enttäuscht nicht. Kristina Ohlsson erzählt erneut eine geheimnisvolle und atmosphärisch dichte Geschichte, die vor allem junge Leserinnen und Leser ab etwa 11 Jahren fesselt, aber auch ältere Gruselfans anspricht.
Im Mittelpunkt steht Alva, die noch immer unter dem rätselhaften Tod ihres Vaters leidet und auf eigene Faust nach Antworten sucht. Ihre Ermittlungen führen sie in Hovenäset auf die Spur einer mysteriösen schwarzen Katze, eines stillen Mädchens und weiterer unheimlicher Vorkommnisse. Ohlsson versteht es, Spannung und Grusel stimmungsvoll aufzubauen, sodass sich beim Lesen ein subtiler, aber durchgehend spürbarer Nervenkitzel einstellt. Gleichzeitig ist die Geschichte emotional berührend, da Alvas Trauer und ihr Umgang mit Verlust eine zentrale Rolle spielen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, die Kapitel kurz und angenehm zu lesen. Das macht das Buch besonders zugänglich für junge Leserinnen und Leser, die sowohl rätseln als auch mitfiebern möchten. Obwohl sich die Handlung zu Beginn etwas langsamer entwickelt und die Protagonistin oft überlegt und nachdenkt, bevor sie aktiv wird, steigert sich die Spannung im Verlauf der Geschichte deutlich und erreicht gegen Ende ein packendes, düsteres Niveau.
Besonders gelungen ist, dass Ohlsson die Figuren liebevoll und glaubwürdig zeichnet. Alva wirkt authentisch in ihren Gefühlen, und auch die wiederkehrenden Freunde aus dem ersten Band ergänzen die Handlung auf natürliche Weise. Die Mischung aus Grusel, Geheimnis und kindgerechtem Thriller schafft eine Atmosphäre, die neugierig macht und gleichzeitig nicht überfordert.
Das Cover greift die geheimnisvolle Stimmung der Geschichte auf und ist ein echter Hingucker, der neugierig auf das Buch macht. Für alle, die den ersten Band mochten, bietet Sternengrab ein weiteres spannendes Abenteuer in Hovenäset, das geschickt Grusel, Rätsel und emotionale Tiefe verbindet. Für Kinder und Jugendliche, die gerne rätseln, sich gruseln und in mysteriöse Geschichten eintauchen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung – und für erwachsene Leser*innen, die Jugendthriller schätzen, ein kurzweiliger Genuss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.01.2026

Spannend!

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton hat mich schon beim ersten Anblick begeistert. Das Cover mit Prägedruck, der fantastische Farbschnitt und die liebevolle Gestaltung wirken ...

Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton hat mich schon beim ersten Anblick begeistert. Das Cover mit Prägedruck, der fantastische Farbschnitt und die liebevolle Gestaltung wirken hochwertig und edel. Die dargestellten Personen und die Londonkulisse fangen die Stimmung der Geschichte perfekt ein und machen sofort neugierig auf den Inhalt. Bereits die Haptik des Buches vermittelt, dass hier eine besondere Geschichte wartet.
Die Handlung führt ins London des Jahres 1918, eine Zeit, die von Armut, Entbehrung und dem allgegenwärtigen Schatten des Krieges geprägt ist. Im Mittelpunkt steht die zwölfjährige Bo, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Harry in ärmlichen Verhältnissen lebt. Um zum Lebensunterhalt beizutragen, sucht sie als sogenanntes Flussmädchen im Schlamm der Themse nach verwertbaren Gegenständen. Als sie dort eine ungewöhnliche, glänzende Münze findet, spürt sie sofort, dass dieser Fund mehr bedeutet als bloßen materiellen Wert. Bo hört den Fluss zu ihr sprechen und ahnt, dass die Münze Teil eines größeren Geheimnisses ist.
Gemeinsam mit Billy, einem Jungen vom gegenüberliegenden Ufer der Themse, macht sie sich auf die Suche nach Antworten. Als die beiden von der Existenz einer zweiten Münze erfahren, beginnt ein gefährliches Abenteuer voller Rätsel, alter Geheimnisse und Hindernisse. Dabei werden sie nicht nur von äußeren Bedrohungen aufgehalten, sondern müssen sich auch ihren eigenen Ängsten, Verlusten und der harten Realität ihrer Zeit stellen. Der Gegenspieler Muncaster ist klar als Antagonist erkennbar, bleibt dabei aber glaubwürdig und nicht überzeichnet.
Besonders berührend ist, wie sensibel die Geschichte mit Themen wie Krieg, Trauer, Tod und Verlust umgeht, ohne junge Leserinnen und Leser zu überfordern. Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und Vertrauen stehen im Mittelpunkt und werden ruhig, aber eindringlich erzählt. Bo und Billy funktionieren hervorragend als Team, ihre Freundschaft wirkt ehrlich, gewachsen und tief verbunden. Die zentrale Botschaft zieht sich leise, aber kraftvoll durch die gesamte Geschichte: Was man im Herzen trägt, kann man nicht verlieren.
Der Schreibstil von Jessie Burton ist ruhig, bildhaft und sehr professionell. Szenen und Figuren sind so beschrieben, dass man sich mühelos in das historische London hineinversetzen kann. Die kurzen Kapitel sorgen für ein angenehmes Lesetempo und tragen flüssig durch die Handlung, ohne Hektik zu erzeugen. Die Magie ist dabei stets präsent, aber nie aufdringlich, sie fügt sich natürlich in die Geschichte ein und verleiht ihr eine zeitlose Atmosphäre.
Insgesamt ist Die Jagd nach den magischen Münzen eine magische, warmherzige und atmosphärische Erzählung, die an einen anderen Ort und in eine andere Zeit entführt. Sie verbindet Abenteuer mit emotionaler Tiefe und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Eine klare Empfehlung für Vorablesen und für alle Leserinnen und Leser ab etwa zehn bis zwölf Jahren, die sich auf ein besonderes Abenteuer mit Herz, Magie und Bedeutung einlassen möchten.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Tolle, starke Protagonistin ❣️

Einfach Sunny
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Einfach Sunny ist ein Kinderbuch, das von der ersten Seite an mit seiner warmherzigen Art, seinem Witz und seiner besonderen Heldin überzeugt. Sunny ist blind – aber das definiert sie nicht. ...

Einfach Sunny ist ein Kinderbuch, das von der ersten Seite an mit seiner warmherzigen Art, seinem Witz und seiner besonderen Heldin überzeugt. Sunny ist blind – aber das definiert sie nicht. Viel mehr beeindruckt sie mit Mut, Selbstvertrauen und einer erstaunlich feinen Wahrnehmung, die ihre Abenteuer erst möglich macht. Als sie auf den schüchternen Ben trifft, entsteht ein ungewöhnliches Duo, das man sofort ins Herz schließt. Ihre Unterschiede machen sie nicht schwächer, sondern zu einem perfekten Team.

Die Geschichte entfaltet sich leichtfüßig, spannend und voller Überraschungen. Besonders schön ist, wie selbstverständlich Sunnys Blindheit in den Alltag integriert wird: humorvoll, realistisch und ohne Mitleidston. Stattdessen steht ihre Art, die Welt zu hören, zu fühlen und zu „erspüren“ im Vordergrund – und das macht das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Die Kapitel sind kurz, verständlich und bestens geeignet für Kinder ab etwa acht Jahren. Der Text ist klar und flott geschrieben, sodass man unbemerkt immer weiterliest. Die farbigen Illustrationen lockern die Handlung auf, bringen Situationskomik ins Spiel und begleiten Sunny und Ben mit viel Charme und Ausdruckskraft.

Der Fall selbst ist spannend genug, um junge Detektiv*innen zu fesseln, bietet kleine Rätsel, witzige Begegnungen und auch ein paar Momente zum Nachdenken. Gleichzeitig vermittelt das Buch wichtige Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Empathie – ohne je belehrend zu wirken.

Fazit:
Ein mitreißendes, kluges und warmes Kinderbuch, das zeigt, dass Stärken verschieden aussehen können. Sunny ist eine Heldin, die Kindern Mut macht und Erwachsene begeistert. Absolut empfehlenswert – und bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Spannend!

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
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Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch muss ich lesen! Flammenrad hat mich sofort gepackt – und zwar nicht nur wegen der Spannung, sondern auch wegen der intensiven ...

Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch muss ich lesen! Flammenrad hat mich sofort gepackt – und zwar nicht nur wegen der Spannung, sondern auch wegen der intensiven Atmosphäre, die Christina Ohlsen so meisterhaft aufbaut. Schon auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stehen, als wäre ich selbst dabei.

Die Autorin war mir bereits durch ihren Roman Glaskinder ein Begriff – damals wie heute beeindruckt mich ihre Fähigkeit, tief in ihre Figuren hineinzuschauen und ihnen so viel Leben einzuhauchen. Auch diesmal spürt man, wie viel Feingefühl und Recherche in der Geschichte steckt.

Ich mag Bücher, die mehr sind als reine Krimis – die Emotion, Moral und Spannung miteinander verbinden. Genau das gelingt Christina Ohlsen hier wieder wunderbar. Die Hauptfigur ist stark, verletzlich und authentisch, sodass man richtig mit ihr mitfiebert.

Die Handlung ist klug aufgebaut: kleine Andeutungen, falsche Fährten und Wendungen, die mich mehr als einmal überrascht haben. Besonders mochte ich, dass man als Leser*in miträtseln kann, ohne dass alles vorhersehbar wirkt.

Auch die Themen – Schuld, Loyalität, Familie und der Wunsch nach Wahrheit – geben dem Buch Tiefe und machen es zu mehr als nur spannender Unterhaltung. In der Mitte wird es etwas ruhiger, aber das empfand ich als angenehm, weil es Raum für Emotionen und Charakterentwicklung lässt.

Mein Fazit:
Flammenrad ist ein atmosphärischer, klug erzählter Roman, der lange nachhallt. Wer Glaskinder mochte, wird hier garantiert wieder begeistert sein. Für mich ein Highlight – spannend, gefühlvoll und absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Kinderliebling!

Die drei ??? Kids, Geheimnis um CubeMax (drei Fragezeichen Kids)
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Was soll ich sagen? Hier verbinden sich coole Comics und ein Roman mit Lieblingsthemen so vieler Kinder!
Es gibt die klassische Detektivgeschichte, die Fans der Reihe eh schon lieben und dazu ...

Was soll ich sagen? Hier verbinden sich coole Comics und ein Roman mit Lieblingsthemen so vieler Kinder!
Es gibt die klassische Detektivgeschichte, die Fans der Reihe eh schon lieben und dazu spielt das ganze in einer Welt , die an ein sehr beliebtes Computerspiel angelehnt ist... So zieht man sowohl Fans der Reihe in seinen Bann, als auch kleine Lesemuffel...

Justus, Peter und Bob besuchen eine Spiele-Messe, wo ein neues Spiel aus der Cube-Max Welt vorgestellt wird. Schnell merken, dass etwas nicht stimmt: einer der Programmierer stellt sich selbst groß dar, der andere ist wie vom Erdboden verschwunden...
Schnell ist klar, die drei Jungs haben einen neuen Fall!

Die Geschichte ist spannend, lustig und überraschend, denn in der Welt von Cube-Max ergeben sich für die Autoren natürlich sehr kreative Handlungsmöglichkeiten.

Meine Kinder sind schwer begeistert vom Buch und wünschen sich weitere Fälle in ähnlicher Ausführung!

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