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Veröffentlicht am 17.04.2026

Die Uhr tickt

Noch fünf Tage
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Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung ...

Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve. Vermutlich geht das auch gar nicht anders, wenn die Ausgangslage die Protagonistin ans Bett fesselt und der Rest der Handlung dadurch eher im Stillen verlaufen muss. Durch die Vermarktung hatte ich mir aber dennoch etwas anderes versprochen.
Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck war ein schönes Stilmittel, für die Handlung selbst aber kaum relevant. Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voransetzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve.
Durch die Vermarktung hatte ich mir ehrlich gesagt, einfach etwas anderes versprochen. Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck waren jedoch ein schönes Stilmittel und sehr passend zur Ausgangslage.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Interessant, aber auch etwas distanziert

Das geheime Leben der Tiere (Meer) - Das Lied der Orcas
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‚Das Leben der Tiere‘ ist eine tolle Reihe, die Kindern die Lebensweisen der verschiedensten Tiere anhand von Geschichten näher bringt. Hier sind es nun die Orcas:
Echo ist ein junger Wal, verspielt und ...

‚Das Leben der Tiere‘ ist eine tolle Reihe, die Kindern die Lebensweisen der verschiedensten Tiere anhand von Geschichten näher bringt. Hier sind es nun die Orcas:
Echo ist ein junger Wal, verspielt und neugierig, der seinen Platz in seiner Familie sucht, irgendwann auf ein fremdes Jungtier trifft und versucht sich mit ihm anzufreunden.
In der Handlung wurden viele Besonderheiten der Orcas aufgegriffen, doch anders als bei anderen mir bekannten Büchern dieser Reihe, war mir diese Geschichte nicht eingängig genug. Der rote Faden verlor sich zwischendrin ein wenig und die Ereignisse wirkten etwas willkürlich und distanziert. Das Meer ist eben eine uns vollkommen fremde Welt, doch hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass der Fokus bei manchen Szenen deutlicher gelegt worden wäre. So ist es zwar eine interessante Geschichte, die aber leider kaum Raum lässt sich als Leser in den jungen Wal hineinzuversetzen.

Im Anhang sind zudem noch einige Sachhinweise, die sich direkt auf die Geschichte beziehen und ihr nachträglich noch einiges an Gewichtung verpassen.

Für mich, für uns, meinem Kind und mich, war es ein nettes Buch, leicht lesbar, aber nicht vereinnehmend und altersgemäß. Über Orcas hat es uns einiges gelehrt.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Durchhaltevermögen wird belohnt

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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Dieses Buch beschäftigt sich mit einem recht komplexen Teil Geschichte, das mehrere Völker, noch mehr fremd klingende Namen und haufenweise Daten umfasst. Dass damals bereits existente Städte auch noch ...

Dieses Buch beschäftigt sich mit einem recht komplexen Teil Geschichte, das mehrere Völker, noch mehr fremd klingende Namen und haufenweise Daten umfasst. Dass damals bereits existente Städte auch noch anders hießen und uns bekannte Begriffe und Namen hier in abgewandelter, ursprünglicherer Form wiedergegeben werden, macht das Ganze natürlich nicht gerade einfacher. Auch wenn das vermutlich auch zeigt, wie gut recherchiert das alles ist, hätte ich doch fast verzweifelt aufgegeben. Aber nach den ersten 100 Seiten wird es deutlich besser. Versprochen. Also bleibt dran. Es lohnt sich. Irgendwann lichtete sich der Nebel und man merkt mehr und mehr, dass doch einiges hängen blieb.

Ein großer Vorteil bei diesem Werk ist für mich die abwechslungsreiche Bebilderung, die die Zeit wunderbar wiedergibt, gleichzeitig aber bleibt bei diesem Format auch verhältnismäßig wenig Platz für Erklärungen. Gelöst wurde das hier durch die junge Ägypterin Schescha, die dem von den Seevölkern abstammenden Pel von ihrer gemeinsamen Geschichte erzählt. Beide verfolgen die Handlung beobachtend mit, wobei Schescha die Informationen liefert und auch im Dialog mit Pel die Geschehnisse nachvollzieht. Der daraus resultierende Ton im Buch ist persönlich und sehr interessant. Vielleicht auch, weil zusätzlich auch immer wieder der Autor und die Comiczeichnerin neuzeitliche Erklärungen beisteuern und die historischen Handlungen auflockern.

Trotz der wunderbaren Illustrationen kann ich dieses Buch Kindern aber eher nicht empfehlen- dafür ist es einfach zu komplex und schwierig. Am besten wäre es sogar, man hätte als Leser schon vorab von der ein oder anderen Begebenheit gehört. Ist man aber einmal drin in der Handlung, so wird Geschichte plötzlich greifbarer.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Als Übersicht ganz gut

Wo ist denn da der Unterschied?
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An und für sich ist die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt wirklich interessant! Und auch die Gestaltung ist ansprechend, bunt und abwechslungsreich. Genauso wie die Vergleiche, die aus den unterschiedlichsten ...

An und für sich ist die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt wirklich interessant! Und auch die Gestaltung ist ansprechend, bunt und abwechslungsreich. Genauso wie die Vergleiche, die aus den unterschiedlichsten Themenbereichen stammen. Leider aber sind die Erklärungen dazu oft mickrig. Ein, zwei Sätze und das war’s. Quantität ging hier über Qualität, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Bei meinem Kind blieb aber dadurch manche Frage unbeantwortet. Man könnte dies natürlich als Anreiz zu einem Gespräch auffassen, aber man weiß selbst ja auch nicht immer unbedingt alles…Und dann schwankt der Schwierigkeitsgrad im Buch mitunter auch gewaltig. Da wird einmal erklärt, dass Vierlinge 4 Babies sind und Fünflinge 5, und was ein Fluss und was ein Bach ist. Und dann wiederum wird Entomologin und Etymologin -von beiden Berufen hatte mein Kind zuvor noch nie gehört- einander gegenübergestellt. Von Krinoline und Tornüre zwar auch nicht, aber das war dank der Zeichnungen, dann doch ganz interessant.
Also man lernt daraus was von diesem Buch und kann auch auf faszinierende Informationen treffen, trotzdem tue ich mir mit einer Altersempfehlung hier richtig schwer. Mal liest am besten etwas selektiv und überspringt zu einfache oder noch nicht passende Themen.

Als Übersicht ist dieses Buch also ganz gut, möchte man aber mehr oder näheres wissen, dann stößt es rasch an seine Grenzen.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Solides Büchlein

Willkommen beim Kinderarzt
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Beim Arzt bleibt oft nicht die Zeit dem Kind alles zu erklären, was Ängste schüren kann. Verständlicherweise. Und da setzt dieses Buch an. Es ist ein kleines Pappbilderbuch, das anhand mehrerer kleiner ...

Beim Arzt bleibt oft nicht die Zeit dem Kind alles zu erklären, was Ängste schüren kann. Verständlicherweise. Und da setzt dieses Buch an. Es ist ein kleines Pappbilderbuch, das anhand mehrerer kleiner Patienten auf die verschiedensten Untersuchungen eingeht. Ob Verletzung, Impfung oder Krankheit- in einfachen Worten und mit schöner Bebilderung erklärt es das Vorgehen. Gleichzeitig gibt der ‚Kids.Doc‘ der in Form einer Zeichnung samt Sprechblase am Rand auftaucht auch noch Tipps für Eltern. Ich kannte diesen Influencer bisher noch nicht, seine Tipps wirken aber fundiert, sind aber mit etwas Menschenverstand auch selbsterklärend. Dass aber dieses Buch unter seinem Namen vermarktet wird, ist irreführend. Die letzte Seite verrät: nur die Tipps stammen von ihm, die Geschichte aber nicht, was ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht fand.
Aber gut, letztendlich geht es darum, ob das Buch dem Kind gefällt und das tut es. Wobei die Handlung eher informativer Natur ist. Es ist durchaus interessant und erfüllt auch seinen Zweck der Aufklärung und Angstprävention.

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